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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Das magische Medaillon

Stolen Midnights
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„Stolen Midnights“ von Katherine Quinn bietet eine spannende Mischung aus Romantik, Abenteuer und einem interessanten Fantasy-Setting. Besonders hervorzuheben ist das schöne Cover, das das magische Medaillon ...

„Stolen Midnights“ von Katherine Quinn bietet eine spannende Mischung aus Romantik, Abenteuer und einem interessanten Fantasy-Setting. Besonders hervorzuheben ist das schöne Cover, das das magische Medaillon zeigt – ein zentrales Element der Geschichte, das Wren eigentlich zu ihrem 18. Geburtstag von der Göttin hätte erhalten sollen.
Die Handlung folgt Wren und Damien, einem raffinierten Dieb aus der Unterschicht, der das Medaillon kurz vor der Übergabe stiehlt – nur um festzustellen, dass es ihm kein Glück bringt und der es schließlich selbst wieder verliert. Gemeinsam machen sich Wren und Damien auf die Suche danach und stoßen dabei auf ein schlimmes Verbrechen. Zwischen den beiden entwickelt sich dabei auch eine Liebesgeschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar und passt gut zur Young-Adult-Zielgruppe. Auch das Worldbuilding ist interessant und sorgt für eine stimmige, kreative Grundlage der Geschichte.
Kritisch sehe ich allerdings die Dialoge, die häufig recht einfältig wirken und stark von übertriebener gegenseitiger Eifersucht geprägt sind – und das, bevor die Figuren ihre Gefühle überhaupt richtig erkennen. Auch die wiederkehrenden aggressiven Aussagen, einander schlagen zu wollen, empfand ich als unpassend.
Damien wird zudem insgesamt etwas zu positiv dargestellt. Genau genommen ist er ein trinkfreudiger Kleinkrimineller und wirkt oft nicht wirklich sympathisch. Zwar zeigt er Ansätze einer positiven Entwicklung, dennoch bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück, und man wünscht sich für Wren stellenweise eher einen besseren Partner.
Das Ende ist schließlich völlig überraschend und fast schon alptraumhaft, was einen starken Eindruck hinterlässt und die Geschichte deutlich aufwertet. Gleichzeitig macht es neugierig auf die Fortsetzung, in der man sich eine versöhnlichere Entwicklung erhofft.
Die Hörbuchversion ist sehr gelungen: Die Sprecher machen einen guten Job. Tim Gössler ist wie gewohnt ein Erlebnis, und auch Lara Hoffmann überzeugt.
Insgesamt ein gutes Buch mit interessanter Idee, starkem Setting und kleinen Schwächen – daher solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Schwedische Sommeridylle

Mittsommertod
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Schon das typisch schwedische Cover lädt dazu ein, direkt in die Szenerie einzutreten – alles wirkt ruhig, hell und fast schon zu idyllisch. Genau das ist es auch, was Ebba Lorenz dazu bewegt, den Sommer ...

Schon das typisch schwedische Cover lädt dazu ein, direkt in die Szenerie einzutreten – alles wirkt ruhig, hell und fast schon zu idyllisch. Genau das ist es auch, was Ebba Lorenz dazu bewegt, den Sommer im Häuschen ihrer Urgroßmutter zu verbringen, um ihr Leben ein Stück weit neu zu ordnen.

Man taucht schnell in dieses beschauliche Dorfleben ein, in dem die Zeit irgendwie langsamer vergeht. Fast schon nebenbei geschehen dann die Morde, deren Ursachen tief in der Vergangenheit verborgen liegen. Die Ermittlungen stehen dabei gar nicht so sehr im Vordergrund, und ein klassischer Spannungsbogen will sich nicht wirklich aufbauen.

Stattdessen lebt der Roman von seiner ruhigen, entspannten Atmosphäre – und genau so unaufgeregt ist am Ende auch die Auflösung. Für mich funktioniert das überraschend gut, weil es konsequent zur Stimmung des Buches passt.

Besonders hervorzuheben ist auch das Hörbuch: Tim Gössler liest hervorragend und trifft genau den ruhigen Ton der Geschichte, ohne sie künstlich zu dramatisieren.

Ein wunderbares Buch, um in Ferienlaune zu kommen – weniger Nervenkitzel, mehr nordische Sommerstimmung.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Spannendes Hörbuch mit interessanter Grundidee und starker Sprecherin

Cursed – Eine Vampirin, eine Jägerin und ein Fluch, der sie auf ewig bindet
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„Cursed“ von Annie Summerlee punktet vor allem durch die tolle Performance von Josephine Hochbruck, die der Geschichte viel Atmosphäre und Emotion verleiht. Man hört ihr wirklich gerne zu und sie bringt ...

„Cursed“ von Annie Summerlee punktet vor allem durch die tolle Performance von Josephine Hochbruck, die der Geschichte viel Atmosphäre und Emotion verleiht. Man hört ihr wirklich gerne zu und sie bringt die Figuren überzeugend zum Leben.

Die Story selbst hat eine spannende Ausgangslage: Rebeccas Eltern wurden von Vampiren getötet, woraufhin sie von der Organisation Callisto rekrutiert und zur Vampirjägerin ausgebildet wird. Ihr neuer Auftrag führt sie undercover an eine Vampir-Universität – ein entsprechend gefährlicher Einsatz. Besonders reizvoll ist dabei die Dynamik, dass sie ausgerechnet mit einer Vampirin zusammenlebt, zu der sie sich zunehmend hingezogen fühlt. Die sich entwickelnde Lovestory ist interessant und emotional gut angelegt.

Zusätzlich entfaltet sich im Hintergrund noch eine Art Krimihandlung rund um die Machenschaften von Callisto, was dem Ganzen weitere Tiefe gibt.

Insgesamt ein wirklich spannender Plot mit viel Potenzial, der jedoch stellenweise nicht ganz so mitreißend umgesetzt ist, wie man es sich wünschen würde. Daher ein kleiner Punktabzug – trotzdem absolut hörenswert!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

sprunghaft erzählt

Beth is dead
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„Beth is Dead“ hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Schon das Cover in Pink passt meiner Meinung nach so gar nicht zum doch eher düsteren Inhalt – da erwartet man etwas ganz anderes.

Die Ausgangsidee ...

„Beth is Dead“ hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Schon das Cover in Pink passt meiner Meinung nach so gar nicht zum doch eher düsteren Inhalt – da erwartet man etwas ganz anderes.

Die Ausgangsidee ist spannend: Ein Autor vermarktet sein eigenes Familienleben als Stoff für einen Bestseller – und ab da gerät alles aus dem Gleichgewicht. Vier Töchter, eine hart arbeitende Mutter, die als Krankenschwester den Lebensunterhalt sichert, während die Kinder oft sich selbst überlassen sind. Die beiden älteren sind noch relativ vernünftig und verantwortungsbewusst, die jüngeren dagegen eher schwierig und egoistisch. Jede hat ihre eigene Richtung: Medizin, Musik, Schreiben, Malerei.

Nach dem Mord an einer der Schwestern geraten nach und nach alle ins Visier der Polizei. Dabei brechen immer mehr Risse im Familiengefüge auf. Die Atmosphäre ist durchgehend angespannt und stellenweise regelrecht vergiftet – was vor allem an den jüngeren Töchtern liegt.

Über weite Strecken ist das Buch allerdings eher ein erzählender Familienroman als ein Krimi. Die eigentliche Spannung kommt erst ganz zum Schluss auf, dann wird es auch deutlich turbulenter. Bis dahin zieht es sich teilweise zu sehr, zumal es einfach zu viele mögliche Motive gibt, was eher ermüdend als spannend wirkt.

Das Hörbuch punktet mit wirklich tollen Sprecherinnen – angenehm jugendlich und frisch gelesen. Allerdings ist es nicht immer leicht zu verfolgen, da die Perspektiven ständig zwischen den Schwestern wechseln und zusätzlich zwischen „vor dem Mord“ und „nach dem Mord“ gesprungen wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Print-Ausgabe diesbezüglich übersichtlicher ist.

Die Mädchen, ausgenommen der stillen und freundlichen Beth, wirken vor allem unsympathisch und egoistisch, obwohl sehr stark betont wird, wie groß der Zusammenhalt untereinander ist.

Fazit:
Interessante Grundidee und stark gelesenes Hörbuch, aber insgesamt zu sprunghaft, zu langatmig und mit zu vielen Motiven überladen. Gute 4 Bewertungssterne, mit etwas Straffung wäre deutlich mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Fantasy trifft Rollenspiel

All the Skills - Meister der Skills
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Schon das Cover fällt auf – es wirkt wie eine Sammelkarte und passt damit perfekt zum Konzept der Geschichte. Im Mittelpunkt steht Arthur, der mit seinem Vater in der Verbannung lebt. Sein Alltag ist hart, ...

Schon das Cover fällt auf – es wirkt wie eine Sammelkarte und passt damit perfekt zum Konzept der Geschichte. Im Mittelpunkt steht Arthur, der mit seinem Vater in der Verbannung lebt. Sein Alltag ist hart, gefährlich und alles andere als vielversprechend – bis er eine besondere Karte findet, die seine Fähigkeiten optimiert und damit einen völlig neuen Lebensabschnitt einleitet.

Gerade dieses Kartensystem ist das große Highlight: Wer schon einmal Rollenspiele am Computer gespielt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Fähigkeiten, Werte und Level werden klar strukturiert dargestellt, was dem Ganzen einen fast spielerischen Charakter verleiht. Das ist ein wirklich frischer und interessanter Ansatz für einen Fantasyroman.

Die Geschichte liest sich flüssig und bleibt durchgehend spannend, auch wenn sie inhaltlich nicht immer völlig überraschend ist. Dafür funktioniert das Worldbuilding gut und macht Lust, tiefer in diese Welt einzutauchen.

Ein kleiner Wermutstropfen: Das Buch endet genau an der spannendsten Stelle und lässt einen etwas abrupt zurück – eindeutig mit Blick auf eine Fortsetzung.

Insgesamt ein unterhaltsamer Auftakt mit origineller Idee, der vor allem Fans von Gaming-Elementen in Fantasy abholt und neugierig auf mehr macht.

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