💗 Ein Tod im Rosaton – Wer hat Beth wirklich getötet?
Beth is deadSchon auf den ersten Blick hat mich das Cover von "Beth Is Dead" sofort gepackt. Der zarte, fast blassrosa Farbton wirkt beinahe unschuldig und steht doch in starkem Kontrast zum Titel. Dieser klingt hart, ...
Schon auf den ersten Blick hat mich das Cover von "Beth Is Dead" sofort gepackt. Der zarte, fast blassrosa Farbton wirkt beinahe unschuldig und steht doch in starkem Kontrast zum Titel. Dieser klingt hart, endgültig und sorgt direkt für prickelndes Gänsehautgefühl. Noch bevor man die erste Seite aufschlägt, liegt damit bereits ein Hauch von Geheimnis und drohender Gefahr in der Luft. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, klar und sehr zugänglich, sodass man mühelos in die Geschichte hineingezogen wird. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen den „Heute“ und „Einst“ Erzählperspektiven der Schwestern. Diese Erzählweise eröffnet nach und nach verschiedene Blickwinkel und lässt einen tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren eintauchen. Alle vier Schwestern sind auf ihre eigene Art sympathisch, jede hat Ecken und Kanten mit spürbarer Lebendigkeit. Gerade deshalb erscheint es nahezu unvorstellbar, dass eine von ihnen Beth getötet haben könnte. Genau dieses Spannungsfeld zwischen familiärer Nähe und dem unterschwelligen Mordverdacht sorgt durchgehend für eine dichte, fesselnde Atmosphäre. Immer wieder streut Katie Bernet feine, subtile Hinweise ein, die zum Miträtseln einladen. Sie schüren die Neugier, lassen eigene Theorien entstehen und halten die Spannung konstant hoch. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, ohne eine einzige Passage als überflüssig anzusehen.
Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen rundum stimmig konstruierten Young-Adult mystery thriller mit seinem raffiniert durchdachten Ende. Ein Pageturner, den man kaum aus der Hand legen kann. Absolut klare Leseempfehlung!