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Evie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2026

Zwischen Schulalltag und Nachtreich

Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy
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Letty führt ein Doppelleben. Tagsüber geht sie wie jeder Teenager in die Schule und in der Nacht reist sie nach Annwn, eine Parallelwelt, in der sie eine Spionin des Erlkönigs ist. Als Mensch ist ihr Aufenthalt ...

Letty führt ein Doppelleben. Tagsüber geht sie wie jeder Teenager in die Schule und in der Nacht reist sie nach Annwn, eine Parallelwelt, in der sie eine Spionin des Erlkönigs ist. Als Mensch ist ihr Aufenthalt dort gefährlich, doch sie hat immer ihren besten Freund Will an ihrer Seite. Zusammen versuchen die beiden, eine Rebellion zu verhindern.

Letty und Will sind mir sympathisch gewesen. Letty möchte nicht erwachsen werden, weshalb sie sich manchmal etwas unbedacht verhält, was aber nicht schlimm ist, weil Will zur Stelle ist und ihr aushilft. Die beiden verbindet eine jahrelange Freundschaft, was man bei ihrem Umgang merkt. Ihnen wünscht man nur das beste und man freut sich für sie, wenn ihre Wünsche wahr werden.
Die Handlung insgesamt hat mir gut gefallen. Ich mochte es, dass man Letty in beiden Welten erlebt und dass diese auch miteinander zusammenhängen. Es gibt viele spannende Momente und Plot-Twists, aber für mich gab es auch den ein oder anderen etwas zähen Moment. In der Geschichte wurde auch ein Aspekt eingebaut, der mir nicht so gefallen hat, der ist aber für den Plot wichtig, weshalb ich darüber hinweg sehen kann. Das Ende an sich ist schön und alles scheint gut, aber dann passiert noch etwas, was in einem die Vorfreude auf den nächsten Band weckt. Annwn ist eine spannend konstruierte Welt. Ich finde es interessant, wie viele unterschiedliche Wesen dort existieren und wie sie im Vergleich zueinander leben.
Der Schreibstil ist nicht schlecht, mich persönlich konnte er nicht immer packen, weshalb die Geschichte für mich manchmal nur oberflächlich gewesen ist. Trotzdem hatte ich eine schöne Lesezeit und es hat mir gut gefallen, dass es Dual PoV gibt.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man in einer Geschichte zwei Welten erleben möchte und eine interessante Handlung sucht. Letty als Spionin zu erleben hat mir gut gefallen und das Tempo der Geschichte ist angenehm. Man sollte sich aber nicht daran stören, dass in diesem Teil noch einige Fragen offen bleiben.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Herzschmerz und Heilung

The Darlington - Logan & Rose
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Rose arbeitet als Küchenhilfe im The Darlington, obwohl sie manchmal am liebsten kündigen würde. Weil es in der Küche drunter und drüber geht, wird ein neuer Küchenchef eingestellt, nämlich Logan Darlington. ...

Rose arbeitet als Küchenhilfe im The Darlington, obwohl sie manchmal am liebsten kündigen würde. Weil es in der Küche drunter und drüber geht, wird ein neuer Küchenchef eingestellt, nämlich Logan Darlington. Er möchte eigentlich nichts mehr mit dem Hotel und seinen Eltern zu tun haben, erhofft sich aber, belastende Beweise gegen seinen Vater zu finden.

Rose und Logan mochte ich insgesamt ganz gerne, beide hatten aber auch Eigenschaften, die mir nicht wirklich gefallen haben. Rose ist eine starke Frau, die für ihre Träume kämpft und nicht so leicht aufgibt. Sie redet aber nicht gerne über das, was sie bedrückt und stößt Menschen lieber weg. Logan ist sympathisch und ehrlich, und ich finde es gut, dass er helfen möchte, den Fall voranzutreiben. Mir persönlich hat es nicht gefallen, dass er Daisy so lange "hinterhergeweint" hat.
Von der Handlung habe ich mir etwas mehr erhofft. Da Logan und Rose eine gemeinsame Vergangenheit haben, gibt es einige Rückblenden. Das finde ich per se nicht schlecht, mir sind es aber zu viele gewesen. Zwei oder drei hätten es für mich auch getan, weil mich die Vergangenheit ehrlich gesagt, nicht wirklich interessiert hat. Ich möchte wissen, wie sich ihre Beziehung in der Gegenwart entwickelt und nicht, wie sie früher einmal war. Auch die erste Begegnung nach der Zeit konnte mich nicht begeistern. Logan ist erwachsen und ehrlich an die Situation herangegangen, während Rose ihn direkt hat abblitzen lassen und auch meiner Meinung nach nicht freundlich gewesen ist. Dafür gibt es später eine Erklärung, mir hat das aber trotzdem nicht gefallen. Wirklich fesseln konnte mich das Buch erst bei etwa 60%, was ich überraschend fand, weil ich anderes von der Autorin gewohnt bin. Es gibt ein paar Plot-Twists, die meisten sind für mich überraschend gewesen, den größten konnte man aber bereits recht früh erahnen.
Der Schreibstil ist gut, hier konnte mich die Geschichte der beiden aber nicht sofort packen, weshalb ich nicht in einen Bann gezogen wurde. Erst ab über der Hälfte habe ich wirklich mitgefiebert.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man die Geschichte vom letzten Bruder lesen und auch erfahren möchte, wie es im Fall Richard Darlington ausgeht. Für mich ist dieser Band der schwächste der Reihe, trotzdem ist er lesenswert und man wird eine gute Zeit mit dem Buch haben. Rose und Logan wachsen im Verlauf der Geschichte und ihre Beziehung, als sie sich aufeinander eingelassen haben, ist schön.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Kann man einem Ort wie Endlock entkommen?

To Cage a Wild Bird
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Nach dem Tod ihrer Eltern hat Raven nur ein Ziel, sie möchte ihren Bruder Jed beschützen. Als dieser verhaftet und ins Gefängnis Endlock gebracht wird, ist Raven klar, dass auch sie dorthin muss. Denn ...

Nach dem Tod ihrer Eltern hat Raven nur ein Ziel, sie möchte ihren Bruder Jed beschützen. Als dieser verhaftet und ins Gefängnis Endlock gebracht wird, ist Raven klar, dass auch sie dorthin muss. Denn nur wenn sie in Endlock ist, kann sie Jed befreien.

Raven ist eine spannende Person. Sie stellt das Wohl ihres Bruders an erste Stelle und schreckt nicht davor zurück, sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie ist mutig, zielstrebig und klug. Vale kann man anfangs schwer einordnen, denn er scheint ein netter Kerl zu sein, arbeitet aber als Wachmann in Endlock. Er behandelt die Gefangenen nicht unnötig hart und zeigt Raven immer wieder, dass sie ihm vertrauen kann.
Das Buch wird unter anderem mit dem Found Family Trope beworben und das trifft zu hundert Prozent zu. Die Freundesgruppe ist richtig toll und ich finde es schön, wie sie zusammenhalten und füreinander da sind.
Die Handlung hat mir gut gefallen, auch wenn sie für eine Dystopie nichts Überraschendes war. Das Leben in Endlock ist interessant und die Flucht spielt eine große Rolle. Es gibt ein paar Plot-Twists, manche konnte man bereits erahnen, trotzdem sind sie gut in die Geschichte eingebaut worden. Das Ende macht Lust auf mehr, weshalb ich schon sehr auf den zweiten Band gespannt bin.
Der Schreibstil ist angenehm und das Buch lässt sich leicht lesen, auch wenn ich etwas gebraucht habe, bis mich die Geschichte in einen Bann ziehen konnte. Die Geschehnisse in Endlock sind packend beschrieben, weshalb man mit der Gruppe, aber vor allem mit Raven mitfühlt.
Ich kann die Dystopie empfehlen, wenn man ein Buch mit tollen Charakteren und einer gut durchdachten Handlung lesen möchte. Die Geschehnisse sind nicht immer überraschend, dennoch wird in der Geschichte eine interessante Welt dargestellt.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Die Höllenprüfungen

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Sora entstammt einer Familie mit magischen Fähigkeiten, da sie aber keine hat, wird sie ausgeschlossen. Eines Tages kommt eine Nachricht von ihrem Vater und sie kehrt zu ihrem Clan zurück, wobei sie ein ...

Sora entstammt einer Familie mit magischen Fähigkeiten, da sie aber keine hat, wird sie ausgeschlossen. Eines Tages kommt eine Nachricht von ihrem Vater und sie kehrt zu ihrem Clan zurück, wobei sie ein Ziel verfolgt. Womit sie nicht gerechnet hat ist, dass sie sich schon bald verschiedenen Prüfungen wird stellen müssen.

Sora ist eine selbstbewusste Person, die für sich und andere einsteht. Sie hat mir als Hauptperson gut gefallen, weil sie mutig und klug ist und auch Freundlichkeit gezeigt hat. Der Gott Ran ist interessant. Am Anfang wirkt er unfreundlich und überheblich, mit der Zeit ändert sich das aber und er wird einem sympathisch. Ähnlich sieht es bei Soras Schwester Jia aus. Sie macht eine tolle Entwicklung durch, weshalb ich mich schon auf den nächsten Band freue, der aus ihrer Sicht ist.
Die Handlung mit den verschiedenen Prüfungen ist interessant gewesen, genauso wie das ganze Familiendrama. Die Höllenprüfungen sind recht brutal, womit ich so nicht gerechnet habe. Was mir an denen aber gefallen hat ist, dass sie einen Bezug zu Korea hatten und nicht einfach zufällige Aufgaben gewesen sind. Es gibt immer wieder spannende Momente und die ein oder andere überraschende Wendung, insgesamt konnte mich die Geschichte aber nicht ganz abholen und ich hätte gerne auch etwas mehr von Korea zu sehen bekommen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Insbesondere die Prüfungen sind packend geschrieben und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man sich für Korea und koreanische Legenden interessiert und gerne Bücher mit brutalen Prüfungen liest. Auch die Protagonisten finde ich gelungen und sie machen gute Entwicklung durch.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Die Münzen von Licht und Schatten

Die Jagd nach den magischen Münzen
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An dem Tag, an dem die Themse mit Bo spricht, findet sie auch eine Münze im Schlamm. Billy, ein Junge vom anderen Flussufer, weiß, dass es noch eine weitere Münze gibt. Doch was hat es mit diesen auf sich? ...

An dem Tag, an dem die Themse mit Bo spricht, findet sie auch eine Münze im Schlamm. Billy, ein Junge vom anderen Flussufer, weiß, dass es noch eine weitere Münze gibt. Doch was hat es mit diesen auf sich? Und was meint der Fluss mit den Bruchstücken, die er immer wieder wiederholt?

Bo und Billy sind gute Protagonisten. Man fiebert und fühlt mit ihnen mit und begleitet sie gerne bei der Schatzsuche.
Die Handlung ist gut gemacht. Die Idee mit dem sprechenden Fluss, den Münzen und der Ballade finde ich originell und interessant. Es gibt einige spannende Wendungen und Enthüllungen, die einen an die Geschichte fesseln, vor allem am Ende konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Botschaft, die man mitnimmt, ist schön und auch wichtig. Insgesamt hat mir die Handlung gut gefallen, ich hätte mir aber noch etwas mehr Spannung oder ein paar mehr Geschehnisse gewünscht. Das historische London als Setting hat mir gut gefallen und es ist ein großer Aspekt davon, was die Geschichte besonders macht.
Der Schreibstil ist angenehm und beschreibend. Man kann sich die Umgebung und die Ereignisse gut vorstellen, wodurch man in die Geschichte gezogen wird.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen guten Fantasy Einzelband für Kinder sucht. Die verschiedenen Ideen sind interessant und die Schatzsuche ist packend gewesen. Die Charaktere und das Setting sind gelungen, und all diese Punkte machen das Buch zu einer lesenswerten Geschichte.

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