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Veröffentlicht am 25.10.2016

Der pensionierte Sparkassenleiter Abrakadabra-Anthony

Irgendwo im Glück
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Maisie Bean ist eine starke Frau. Sie hat eine schwere Zeit hinter sich, wurde jahrelang vom Ehemann verprügelt, hat es dann aber geschafft mit ihren zwei Kindern sich dem ganzen Szenario zu entziehen. ...

Maisie Bean ist eine starke Frau. Sie hat eine schwere Zeit hinter sich, wurde jahrelang vom Ehemann verprügelt, hat es dann aber geschafft mit ihren zwei Kindern sich dem ganzen Szenario zu entziehen. So lebt sie mit der pubertierenden Valerie und dem sensiblen Jeremy sowie ihrer dementen Mutter zusammen. Endlich läuft soweit alles rund, zumindest fühlt es sich für Maisie so an, da verschwindet Jeremy spurlos. Was ist los, was hat ihn dazu gebracht?

Von dieser Autorin hatte ich bislang nichts gelesen, entsprechend war ich gespannt auf dieses Buch. Die Art und Weise wie hier das Cover gestaltet ist (schön bunt, harmonisches „Naturbild“, die Schrift ist schön erhaben) gefällt mir schon einmal sehr.

Die Geschichte an sich hat einen Moment gebraucht, bis sie so wirklich bei mir angekommen war. Zu Beginn hat mich das Buch nicht gleich so direkt gepackt, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte, nun ja. Vom Schreibstil her ist alles soweit gut nachzuvollziehen, was mir nicht so gut gefallen hat ist der Name der Hauptperson im Buch, Maisie. Sie erhält von vielen einen anderen Namen, die Kinder rufen sie „Ma’sie“, Fred nennt sie „Mai“. Nun ja, ein kleines Detail, aber so etwas trägt für mich zum Gefallen eines Buches eben auch einfach bei. Inhaltlich war also alles gut verständlich, eine angenehme Sprache, teilweise merkt man vielleicht, dass es in Irland spielt, wenn öfter mal ein „…., Sohn“ hinterher-gesagt wird. Das fand ich auch ein bißchen komisch. Ansonsten eine wirklich akzeptable, verständliche Sprache, kaum Fachbegriffe oder gar Fremdwörter.

Als ich mit der Geschichte dann gut vertraut war, wurde das Buch auch durchaus spannend. Die Darstellung ist interessant, d.h. es ist die Sicht von verschiedenen Personen geschildert, mal von Maisie, von Fred, Valerie, Bridie (Maisies Mutter) und eben auch Jeremy. Außerdem liest man kapitelweise immer einen Tag – und diesen eben wechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen. Das hat mir echt gut gefallen, abwechselnd und interessant so zu sehen, was wer wie empfand, sich für wen wie abgespielt hat, etc. Es ist also kein langweiliges Buch, sondern dadurch wirklich abwechslungsreich, spannend und interessant. Gelegentlich gibt es auch lustige Szenen, jedoch geht es mehr anders emotional zu.

Ich wurde durch das Buch „gut unterhalten“, ich habe mir vielleicht selbst noch ein bißchen mehr vom Buch versprochen, noch ein bißchen mehr Geschichte. Was hinter der Geschichte steckt macht durchaus Sinn, also vielmehr natürlich die Botschaft, die Maisie mit auf den Weg gibt. Dennoch hat es mich nicht ganz überzeugen können, leider. Von mir gibt es für dieses Buch eine Empfehlung sowie 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Eine kleine Auszeit auf Sylt

Inselsommerstürme
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Bea bucht ihr Team vom Büchernest kurzerhand in einem Sylter Hotel ein, denn gerade ist wirklich viel los bei ihnen. Ihre Nichte Lissy ist schwanger und leider ist die Schwangerschaft nicht ganz unkompliziert, ...

Bea bucht ihr Team vom Büchernest kurzerhand in einem Sylter Hotel ein, denn gerade ist wirklich viel los bei ihnen. Ihre Nichte Lissy ist schwanger und leider ist die Schwangerschaft nicht ganz unkompliziert, ihre beste Freundin Vero hat einen Konkurrenten aus dem Gastrobereich vor Ort, über den sie sich sehr ärgert und Nele wird von Eifersucht geplagt. Jedoch wird die kleine Auszeit eine große Bewährungsprobe für alle…

Von Gabriella Engelmann hatte ich lange kein Buch mehr gelesen, habe mich aber auf diese Lektüre gefreut – auch weil dieser Sehnsuchtsroman auf grade mal 76 Seiten daherkommt. Eine schöne Lektüre also mal – für vielleicht einen Leseabend.

Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen, es liest sich angenehm, locker, leicht. Gut verständlich inhaltlich, jedoch habe ich mir bei den Personen manchmal etwas schwergetan. Es handelt sich um einen Fortsetzungsroman der Büchernest-Serie, so dass anderen Lesern natürlich manches Wissen schon bekannt ist. Mir nicht. Beispielsweise, dass die Nichte Lissy eigentlich Larissa heißt. Klar, ist vom Namen her schon denkbar, verwirrt aber, wenn das nicht erwähnt war. Ich habe es nicht gelesen – vielleicht habe ich es überlesen?

Die Geschichte ist grundsätzlich recht unterhaltsam, emotional aber auch spannend. Manchmal war es mir aber zu viel „drumherum“, zu viel an „normalen“ Informationen. (z.B. die Info, dass Geburten auf Sylt nicht mehr stattfinden können in einem Krankenhaus, sondern wenn ich es mir recht gemerkt habe, Flensburg angefahren werden muss.) Sowas ist natürlich eine Hintergrundinformation, aber wie es eingeflochten war, war für mich komisch. (Auch manches „drumherum“ bezüglich einer Geburt war etwas „drüber“, vielleicht bin ich in diesem Thema aber auch zu sehr „drin“ bzw. zu sensibel.)

Alles in allem war dieser Roman eine schnelle, leichte Lektüre für mich, die mich gut unterhalten hat, eine doch eher frauentypische Geschichte eben. Wer die Büchernest-Serie kennt, der kennt die Protagonisten und hat vielleicht noch mehr Spaß am Lesen als ich. Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich eher unentschlossen.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Wenn die Vorstellungen von Autorin und Regisseur auseinandergehen.

The Dirty Version
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Tash
ist Professorin und gibt Englischseminare. Außerdem ist sie Autorin
und hat einen extrem gehypten feministischen Roman geschrieben.
Dieser soll nun verfilmt werden, nach mehrmaligen Verkäufen der
Rechte ...

Tash
ist Professorin und gibt Englischseminare. Außerdem ist sie Autorin
und hat einen extrem gehypten feministischen Roman geschrieben.
Dieser soll nun verfilmt werden, nach mehrmaligen Verkäufen der
Rechte am Film möchte nun ein Regisseur die „Dirty Version“ auf
den Markt bringen, also benötigt er dafür Sexszenen. Das gefällt
Tash überhaupt nicht, obwohl sie mit dem Intimitätskoordinator
Caleb wunderbare Unterstützung dafür bekommt.

Die
Grundidee der Geschichte fand ich interessant und spannend,
tatsächlich hat mich das Buch dann leider aber nicht so überzeugen
können.

Mit
dem Schreibstil des Buches habe ich mir irgendwie schwergetan, weil
der für mich irgendwie sehr Klischee-beladen ist. Wie die
Professorin wohnt, wie sie ausgeht, was sie mit ihren Freundinnen
unternimmt. Es ist zwar verständlich und unterhaltsam geschrieben,
aber vom Satzbau und Klang her hat es mich leider nicht
begeistert.

Auch
die Entwicklung der Geschichte empfand ich als eher nervig und
anstrengend. Man hätte der Protagonistin helfen mögen, wie sie zum
Beispiel lange einfach nicht wegen der Filmrechte geantwortet
hat.

Auch
habe ich das Buch im Buch als ziemlich verrückt empfunden. Für mich
keine Art von Geschichte, die ich so freiwillig lesen würde.

Mich
konnte das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil
hat mir nicht gut gefallen, es war einfach nicht mein Fall. Gerne
hätte ich mich überzeugen lassen, aber das war nichts für
mich.

Von
mir gibt es hier 2 von 5 Sterne und leider keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Darüber hinwegkommen.

Es war nicht anders möglich
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Martina ist eine junge Frau, deren Vater erst verstorben ist. Sie kannte ihn wohl kaum. Im Berliner Nachtleben, viel mehr in verschiedensten Kneipen, versucht sie, darüber hinwegzukommen bzw. damit klarzukommen.

Der ...

Martina ist eine junge Frau, deren Vater erst verstorben ist. Sie kannte ihn wohl kaum. Im Berliner Nachtleben, viel mehr in verschiedensten Kneipen, versucht sie, darüber hinwegzukommen bzw. damit klarzukommen.

Der Einstieg ins Buch klang für mich sehr vielversprechend, so dass ich sehr gespannt darauf war. Tatsächlich hat mich dann das weitere Buch leider nicht so begeistern können wie der Beginn.

Das Buch startet mit einer genialen Playlist, die mir wirklich gut gefallen hat. Verschiedenste Lieder, die durchaus Kult sind, die ich definitiv gerne anhören mag und natürlich kenne. Auch der erste Start ins Buch war dank eines für mich amüsanten Satzes gut.

Der Schreibstil ist interessant, weil man erst mal überhaupt nicht einzuordnen weiß, was wie genau geschehen ist. Es gibt nie so richtig klare Ansagen über die Protagonistin, was es mir erschwert hat, mit ihr warm zu werden.

Die Worte sind gut gewählt, auch die manchmal angebrachten witzigen Szenen. Dennoch ist es eigentlich irgendwie ein Trauerspiel, wie das Leben von Martina abläuft.

Mit dieser Lektüre habe ich mir unheimlich schwergetan, teilweise hat mir die Leichtigkeit, die man mit der Playlist vorn im Buch erhalten hat, sehr gefehlt. Für mich ist vieles recht kryptisch geschrieben, ich mag hier lieber auch mal klare Ansagen.

Leider hat mich das Buch nicht wirklich überzeugen können, ich hatte mir hier doch eine etwas interessantere, unterhaltsame Lektüre vorgestellt. Natürlich darf es auch dramatisch bzw. traurig sein, was man liest, aber hier war vieles für mich undurchsichtig.

Von mir gibt es hier 2 von 5 Sternen und leider keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Verrückte Suche nach Zwillingen mit einem Elf

Kiss me, it's Christmas
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Lola ist als Au-pair für ein Jahr in den USA, um dort auf die drei Kinder einer Familie aufzupassen. Doch für die junge Spanierin ist es dermaßen anstrengend, wie die Zwillinge sich verhalten. Als es um ...

Lola ist als Au-pair für ein Jahr in den USA, um dort auf die drei Kinder einer Familie aufzupassen. Doch für die junge Spanierin ist es dermaßen anstrengend, wie die Zwillinge sich verhalten. Als es um ein Foto mit dem Weihnachtsmann für die Familie geht, kümmert sie sich mit den drei Kindern darum und geht in das riesige Einkaufszentrum. Plötzlich sind die Zwillinge weg... Hilfe bekommt sie von einem verdammt gut aussehenden Elf...

Auf die Geschichte war ich sehr gespannt, denn eine weihnachtliche Geschichte ist doch auch immer wieder etwas Schönes, finde ich. Dass es sich dabei um ein Jugendbuch handelt, war mir bewusst, finde ich nach wie vor aber auch in Teilen etwas krass.

Der Schreibstil des Buches ist soweit ganz ok, es liest sich flüssig und angenehm, durch manche Schilderungen (Wechsel der Sichtweise von Lola zum Elf) sowie Worte von Cupido dann wurde es für mich etwas wirr. Vielleicht liegt es auch am Stil, da die Autorin die Geschichte ja auch auf Spanisch geschrieben hat? Bei mir war die Lust das Buch zu Lesen dadurch etwas gedämmt.

Auch ist die Geschichte recht turbulent, aber dann doch immer wieder auch abstrus. Zusätzlich kommt die Liebesgeschichte mit dem Elf, die in diesem ganzen Chaos etwas unwirklich ist. Und tatsächlich muss ich da sagen: die Altersempfehlung liegt hier bei 14 Jahren. Holla die Waldfee, bei manchen Aussagen im Buch finde ich das gewagt. Ab 16 Jahren vielleicht, aber in meinen Augen ist das für 14-jährige Leser:innen schon auch etwas krass. (Meine Ansicht dazu.)

Für mich war es leider kein so großer Lesegenuss, es hat sich für mich in die Länge gezogen, war für mich einfach keine gesamt attraktive Geschichte. Die Idee dahinter könnte schön sein, für mich war es leider nicht so unterhaltsam.

Von mir gibt es hier leider nur 2 von 5 Sternen und keine Empfehlung.

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