Schockierend und berührend
The Green Mile"𝘑𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘷𝘰𝘯 𝘶𝘯𝘴 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘴𝘵𝘦𝘳𝘣𝘦𝘯, 𝘰𝘩𝘯𝘦 𝘈𝘶𝘴𝘯𝘢𝘩𝘮𝘦, 𝘥𝘢𝘴 𝘸𝘦𝘪ß 𝘪𝘤𝘩, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘢𝘯𝘤𝘩𝘮𝘢𝘭, 𝘰 𝘎𝘰𝘵𝘵, 𝘪𝘴𝘵 𝘥𝘪𝘦 𝘎𝘳𝘦𝘦𝘯 𝘔𝘪𝘭𝘦 𝘴𝘰 𝘭𝘢𝘯𝘨."
Ich habe es schon einige male mit Stephen King versucht, aber so richtig warm bin ich mit ...
"𝘑𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘷𝘰𝘯 𝘶𝘯𝘴 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘴𝘵𝘦𝘳𝘣𝘦𝘯, 𝘰𝘩𝘯𝘦 𝘈𝘶𝘴𝘯𝘢𝘩𝘮𝘦, 𝘥𝘢𝘴 𝘸𝘦𝘪ß 𝘪𝘤𝘩, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘢𝘯𝘤𝘩𝘮𝘢𝘭, 𝘰 𝘎𝘰𝘵𝘵, 𝘪𝘴𝘵 𝘥𝘪𝘦 𝘎𝘳𝘦𝘦𝘯 𝘔𝘪𝘭𝘦 𝘴𝘰 𝘭𝘢𝘯𝘨."
Ich habe es schon einige male mit Stephen King versucht, aber so richtig warm bin ich mit keinem seiner Romane geworden. Aufgeben wollte ich ihn trotzdem nicht und es gibt ja auch eine große Bandbreite an Romanen zur Auswahl. Und ich dachte mir, ich probiere es als nächstes mal mit den Romanen, von denen ich die Verfilmungen besonders mochte. Den Anfang macht 𝐓𝐡𝐞 𝐆𝐫𝐞𝐞𝐧 𝐌𝐢𝐥𝐞, der, da sind wir uns wohl alle einig, ein großartiger Film ist.
1932 ist Paul Edgecombe Gefängniswärter im Todestrakt, der wegen der Farbe des Bodenbelags auch „The Green Mile“ genannt wird. Der neuste Häftling John Coffey ist so ganz anders als die Mörder, die Paul und seine Kollegen sonst bewachen. Der wurde zum Tode verurteilt, weil er zwei Mädchen missbraucht und getötet haben soll, fällt jedoch durch sein sanftes und unschuldiges Wesen auf. Als die Wärter Zeuge von Coffeys heilenden Kräften werden, beginnen sie zunehmend an dessen Schuld zweifeln. Aber ist es möglich einen verurteilten Mörder vor dem elektrischen Stuhl zu retten?
Wer den Film kennt, weiß die Antwort.
Laut Stephen King ist „The Green Mile“ mit Tom Hanks die buchgetreuste Verfilmung eines seiner Werke und dem stimme ich zu. Nicht nur fängt der Film perfekt die Stimmung des Romans ein, man hat auch Textzeilen Wort für Wort übernommen. Dennoch lohnt es sich das Buch zu lesen, auch wenn man den Film bereits kennt.
Im Buch erfahren wir nämlich auch, weswegen Eduard Delacroix im Todestrakt sitzt und welche Schicksale Pauls Familie, Freunde und Kollegen nach den Ereignissen von 1932 ereilt haben. Das sind Dinge die im Film nicht vorkommen und das fand ich auch gut so. Die Geschichte ist sehr melancholisch und emotional und diese Details verstärken es noch. Das ist nicht negativ gemeint, aber man sollte gewarnt sein, dass einen dieser Roman sehr mitnehmen kann.
Aber ich mag traurige Geschichten und Charaktere wie Paul Edgecombe, der nach all den Jahren und Verlusten und Dingen die er erlebt hat, immer noch aufsteht und weitermacht.
Ein großartig geschriebener Protagonist, ganz passend zu einer fantastisch geschriebenen Geschichte.
Mein Problem mit Stephen King war immer, dass dieser in ordinäre, perverse Gedankenwelten abdriftet und ich lese solche Passagen einfach nicht gern. Hier wird es ab und zu auch ein wenig grenzwertig, aber insgesamt war ich manchmal sprachlos, wie roh, tiefgründig und gut geschrieben das alles ist. Einfach wow!
Zwar gibt es im letzten Drittel einige Längen, aber das Ende hat mich dann wieder vollends überzeugt und so ist es mein erster Stephen King Roman der, wenn auch ganz knapp, die vollen ⭐⭐⭐⭐⭐ kriegt.