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Veröffentlicht am 24.04.2026

Ein herrlich schräger Kinderkrimi in bester David-Walliams-Manier!

Die beste Spürnase der Welt
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Dilly hat es nicht leicht. Nachdem ihren Eltern verstorben sind, lebt sie bei ihrer grässlichen Tante Gladys, die Kinder nicht ausstehen kann. Und Dilly hasst sie ganz besonders. Ein großer Trost für das ...

Dilly hat es nicht leicht. Nachdem ihren Eltern verstorben sind, lebt sie bei ihrer grässlichen Tante Gladys, die Kinder nicht ausstehen kann. Und Dilly hasst sie ganz besonders. Ein großer Trost für das Mädchen ist die riesige Büchersammlung, die ihr Vater ihr vererbt hat. Dilly liebt das Lesen, vor allem von Krimis kann sie gar nicht genug bekommen. Sie träumt sogar davon, selbst eine berühmte Detektivin zu werden, so wie ihr großes Vorbild Sherlock Holmes. Sie hat daher ihren Hund Watson genannt und ihm beigebracht, Hinweise und Spuren zu erschnüffeln. Leider hat sich bisher aber noch kein spannender Fall blicken lassen – abgesehen von entlaufenen Katzen oder einem verschwundenen Schaf, das gar nicht verschwunden war. Doch dann erbt Tante Gladys durch Zufall ein großes Vermögen und Dilly und Watson bekommen endlich die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Gemeinsam mit Gladys und deren neuen Verehrer Lord Fox machen sie eine Kreuzfahrt auf dem prächtigen Luxusdampfer Maskerade. Mit tausenden Passagieren an Bord sticht das Schiff in See und die Reise von New York nach London beginnt. Bereits am Abend zeigt sich jedoch, dass es keine ruhige Ozeanfahrt werden wird. Ein Passagier kommt auf rätselhafte Weise ums Leben und es wird nicht nur bei dem einem Mord bleiben. Ob Dilly und Watson den Fall wohl lösen werden?

Als großer David-Walliams-Fan fiebere jedem neuen Buch von ihm immer ganz vorfreudig entgegen. Bei „Die beste Spürnase der Welt“ war die Vorfreude sogar besonders groß – ich liebe Detektivgeschichten! Meine Erwartungen waren entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht.

David Walliams stellt hier definitiv unter Beweis, dass er auch tolle Kinderkrimis schreiben kann. Nachdem er mich mit seinen letzten Büchern nicht mehr ganz so vom Hocker hauen konnte wie früher, hat er es nun endlich wieder geschafft, mich richtig zu begeistern. „Die beste Spürnase der Welt“ (übersetzt von Bettina Münch) ist einfach ein echter Walliams, der von Beginn in gewohnter Manier daherkommt. Ehe es mit der eigentlichen Handlung losgeht, werden kurz alle wichtigen Personen vorgestellt und schon da wird mehr als deutlich, dass der britische Autor mal wieder die herrlichsten Gestalten ins Leben gerufen hat. Vor allem die Erwachsenen werden wie immer sehr überspitzt dargestellt wie Dillys Tante Gladys, die ihre Nichte auf den Tod nicht ausstehen kann. Unsere Hauptprotagonistin führt zu Beginn der Geschichte wahrlich kein rosiges Leben – ein weiteres typisches Merkmal des Autors. Doch auch hier lässt sich die Heldin nicht unterkriegen. Mutig, pfiffig und clever stürzt sich Dilly in die Ermittlungen (mit tatkräftiger Unterstützung von Hund Watson) und macht ihrem großen Idol Sherlock Holmes alle Ehre. Ihr erster Kriminalfall hat es wirklich in sich und lässt sogar Erwachsene eifrig miträtseln. Ständig passiert etwas neues Unvorhergesehenes, es gibt Tote (viele Tote!) und bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter ist. Dass es währenddessen auch noch urkomisch und verrückt zugeht (wie man es von Walliams eben kennt), lässt den Lesespaß nur noch größer werden. Das Ganze wird dabei aber nie zu abgedreht oder albern. Die Geschichte steckt auch voller Herz und zeigt uns, dass man nie zu klein ist, um Großes zu bewirken.

Adam Stower hat diese mörderische Kreuzfahrt kongenial in Szene gesetzt. Seine zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen sind humorvoll und lustig und passen einfach perfekt zur Story. Nahezu auf jeder Seite kommen wir in den Genuss seiner wunderbaren Bilder, sodass die Lesezeit mal wieder nur so im Fluge vergeht.

Fazit: David Walliams ist einfach immer ein Garant für großartige Unterhaltung! „Die beste Spürnase der Welt“ ist ein spannender und witzig-schräger Kinderkrimi ab 9 Jahren zum Lachen und Mitraten. Ein herrliches Lesevergnügen für Jung und Alt. Wer gerne Detektivgeschichten liest und britischen Humor mag, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Ich jedenfalls wurde bestens unterhalten und hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit Dilly und ihrem Hund Watson. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Tierisch schön und hasenstark! Ein wunderbarer Lesespaß für Groß & Klein.

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer am Drachenfels
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Hilda Hasenherz ist immer noch auf der Suche nach ihren verschwundenen Eltern. Gemeinsam mit ihren drei besten Freunden Igromir, Robinius und Eicho macht sie sich daher auf den Weg zum Drachenfels. Denn ...

Hilda Hasenherz ist immer noch auf der Suche nach ihren verschwundenen Eltern. Gemeinsam mit ihren drei besten Freunden Igromir, Robinius und Eicho macht sie sich daher auf den Weg zum Drachenfels. Denn der Adler von der Adlerinsel hat ihnen berichtet, dass dort immer wieder Tiere verschwinden. Allerdings hat er am Drachenfels auch den fiesen Baron Ratzezahn gesichtet. Und dieser ist bestimmt auf Rache aus, nachdem Hilda ihn vertrieben hat. Davon lassen sich die vier Freunde aber nicht unterkriegen. Mit einem Floß fahren sie den Fluss hinunter und kommen schon bald an ihrem Ziel an. Der Fels und die Burg werden jedoch von einer ausbeuterischen Grauhörnchen-Bande bewacht. Sie behaupten, dass sie die Waldbewohner vor dem gefährlichen Drachen beschützen, der in einer Höhle unter dem Berg haust. Diesen Drachen hat aber noch nie jemanden gesehen. Gibt es ihn wirklich? Ob sie Hildas Eltern wohl noch finden werden?

Hierbei handelt es sich bereits um das dritte Abenteuer rund um Hilda Hasenherz. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, allerdings macht es mehr Freude, wenn man mit dem ersten Band startet.
Ich kenne und liebe die ersten beiden Hilda-Hasenherz-Geschichten. Den dritten Teil konnte ich daher kaum erwarten und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht!

Tobias Goldfarb präsentiert hier ein weiteres wunderbares Tierabenteuer, welches genauso liebenswert daherkommt wie die Vorgänger. Die Geschichte knüpft gekonnt an die vorangegangenen Ereignisse an und nimmt schnell an Fahrt auf. Gemeinsam mit Hilda und ihren treuen Begleiterinnen Igel Igromir, Eichhörnchen Eicho und Rotkehlchen Robinius begeben wir uns auf eine neue abenteuerliche Reise voller Überraschungen, unerwarteter Begegnungen und Herausforderungen. Hilda ist einfach eine tolle Heldin: Mutig, klug, besonnen und entschlossen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen wächst sie über sich hinaus und zeigt uns einmal mehr, dass Zusammenhalt stark macht und es sich lohnt, niemals aufzugeben.

Auch die weiteren Figuren sind so liebevoll gestaltet, dass man sie einfach gernhaben muss. Ob alte Bekannte oder neue Gesichter – alle sind sie unvergesslich und machen das Lesen zu einem echten Vergnügen. Eine diebische Elster beispielsweise oder (mein persönliches Highlight) der philosophierende Maulwurf Grabistoteles, der nach dem Sinn des Lebens sucht und köstliche Sprüche von sich gibt wie „Ich grabe, also bin ich.“ Nicht nur Kinder werden hier bestens unterhalten, auch für Erwachsene ist diese Reihe ein großer Spaß. Die Erzählung sprüht nur so vor herrlichen Wortwitzen und originellen Ideen und wird stellenweise ganz schön spannend. Man fiebert und bangt mit Hilda und ihren Gefährtinnen mit und möchte aus dem Buch gar nicht mehr auftauchen.

Die zahlreichen warmen und farbenfrohen Illustrationen von Verena Körting untermalen das Erzählte wieder auf eine bezaubernde Weise und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: Ein zauberhaftes Vorlesebuch haben Tobias Goldfarb und Verena Körting hier mal wieder geschaffen. „Hilda Hasenherz – Das Abenteuer am Drachenfels“ ist eine warmherzige, spannende und lustige Abenteuergeschichte ab 6 Jahren voller Fantasie, Mut und Köpfchen. Ein tierisch schöner Vorlesespaß für die ganze Familie – nicht nur zur Osterzeit. Ich bin auch von diesem Band hellauf begeistert. Wer die mutige Abenteuerhäsin Hilda und ihre Freund
innen noch nicht kennt, sollte das unbedingt ändern. Auf den vierten Band, der im Oktober erscheinen wird, freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein zauberhafter Reihenauftakt, der einfach glücklich macht!

Maries Glücksküche – Die Schule am Meer
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Marie zieht mit ihrer Familie von Hamburg nach Frankreich, in ein kleines Städtchen an der Atlantikküste. Während sich ihr großer Bruder Jules und ihre kleine Schwester Rose schnell einleben, tut sich ...

Marie zieht mit ihrer Familie von Hamburg nach Frankreich, in ein kleines Städtchen an der Atlantikküste. Während sich ihr großer Bruder Jules und ihre kleine Schwester Rose schnell einleben, tut sich Marie zunächst ziemlich schwer. Sie fühlt sich fehl am Platz, findet keine Freunde und muss sich mit blöden Französischvokabeln rumschlagen. Und ihr neues Zuhause macht das Ganze nicht besser: Da ihre Mutter die Stelle als Schulköchin angenommen hat, leben sie jetzt in der Turnhalle, die als Wohnhaus umgebaut wurde. Eigentlich ja ganz cool, allerdings scheinen es ihr die anderen Schüler übel zu nehmen, dass sie nun mit dem Bus in eine weiter entfernte Sporthalle fahren müssen. Doch dann weiht ihre Oma Aveline sie in ein unglaubliches Geheimnis ein: Sie ist eine Küchenmagerin! Und Marie scheint ihr Talent geerbt zu haben. Mit den richtigen magischen Zutaten und ganz besonderen Rezepten können sie Gerichte kochen, die die Menschen verzaubern. Marie kann es kaum erwarten, ihre Fähigkeiten auszuprobieren. Vielleicht kann sie ja mithilfe von ein bisschen Zaubererei endlich ihre Probleme lösen? Ihre Kochexperminente sorgen allerdings für ordentlich Chaos und ehe es sich Marie versieht, steht auch noch der Job ihrer Mutter auf dem Spiel. Marie möchte das Ganze unbedingt wieder gutmachen. Ob es ihr wohl gelingen wird?

Nachdem mir Claudia Schaumann mit ihrer Geburtstagsbande eine neue Herzensreihe geschenkt hat, war ihre neue Kinderbuchserie natürlich ein absolutes Muss für mich. Schon das Cover, das uns die Simona Ceccarelli gezaubert hat, ließ mein Herz höher schlagen, sieht es nicht toll aus? Wer da nicht sofort Lust auf Urlaub an der Küste bekommt, muss ein absoluter Meermuffel sein. Ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte dahinter einzutauchen und wurde nicht enttäuscht!

Mit ihrer gewohnt warmherzigen und fröhlich-humorvollen Erzählweise entführt uns Claudia Schaumann an die französische Atlantikküste und beschert uns herrliches Feel-Good-Lesefutter voller kleiner Glücksmomente, leckerem Essen und Magie. Einmal mit dem Lesen begonnen, mag man nicht mehr damit aufhören. Alles wird so schön heimelig und liebevoll beschrieben: Oma Avelines gemütliche, duftende Küche, in der es lauter Wundersames zu entdecken gibt; die umgebaute Turnhalle, in der Marie mit ihrer Familie fortan wohnt; der kleine französische Küstenort Saint Amour; der idyllische Strand – die Geschichte sprüht nur so vor sommerlichen Wohlfühlcharme und begeistert mit einem Feuerwerk an kreativen Ideen. Kleine Kostprobe gefällig? Nun, da hätten wir einen lebendigen Topf, der ständig rülpst; Kochexperimente, die köstlich schiefgehen oder Salzkraut, das für seine Zauberkraft nach Hause getanzt werden muss.

Es geht durchweg trubelig und unterhaltsam zu, ohne dass es überladen wirkt. Die Autorin verbindet gekonnt Fantasie und Alltag und spricht dabei viele wichtige Themen an, die Kinder beschäftigen: Freundschaft, Selbstzweifel, die Herausforderungen von Veränderungen, neues Zuhause, neue Schule…Marie ist eine Protagonistin, die man ihrer aufgeweckten und sympathischen Art sofort ins Herz schließt. Mit ihr werden sich junge Leser*innen sehr gut identifizieren können. Anfangs noch schüchtern und unsicher, wächst sie im Verlauf mutig über sich hinaus und zeigt uns, dass Zusammenhalt stark macht und nichts besser schmeckt als wahre Freundschaft.
Auch die weiteren Charaktere sind so liebenswert und einzigartig, dass man sie einfach gernhaben muss. Vor allem Maries lebensfrohe Oma ist der Knaller – so eine coole Oma möchte bestimmt jeder haben. Eine absolute Sympathieträgerin ist aber auch Coco, die ganz anders ist als anfangs gedacht und in der Marie eine richtig gute Freundin finden wird.

Die hübschen schwarz-weiß Illustrationen von Nadine Jessler untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und die Rezepte im Anschluss runden das Ganze perfekt ab.

Fazit: Ein wunderbares Kinderbuch hat die Claudia Schaumann mal wieder geschaffen. „Maries Glücksküche – Die Schule am Meer“ ist eine lustig-turbulente Schul- und Freundschaftsgeschichte ab 9 Jahren voller Humor und Herz und zauberhafter Leckereien. Sommerlich-magischer Lese-Wohlfühlgenuss vom Feinsten, der einfach glücklich macht. Ich bin begeistert von diesem Reihenauftakt! Dem zweiten Band, der im August 2026 erscheinen wird, fiebere ich schon jetzt ganz vorfreudig entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Genauso wundervoll wie die Vorgänger!

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Das Institut für andersartige Wesen (die IFAW) hat sich mal wieder bei der Familie Grause gemeldet, mit neuen kniffligen Aufgaben. Werwölfchen Wolfi und Dilldapp Muh sollen fortan auf eine ganz normale ...

Das Institut für andersartige Wesen (die IFAW) hat sich mal wieder bei der Familie Grause gemeldet, mit neuen kniffligen Aufgaben. Werwölfchen Wolfi und Dilldapp Muh sollen fortan auf eine ganz normale Schule gehen (ohne aufzufallen, versteht sich). Ihre kleine Schwester Husch ist noch zu jung (sehr zu deren Ärger). Muh und Wolfi sind ganz schön aufgeregt, aber zum Glück haben sie ja ihre Menschenfreundin Ottilie an ihrer Seite, die immer für sie da ist. Es zeigt sich jedoch mal wieder, dass immer dort, wo die Grauses auftauchen, das reinste Chaos entsteht. Nicht nur in der Schule geht einiges schief, auch bei dem Familienausflug läuft nicht alles rund. Und als wäre das nicht schon genug, droht auch noch ihre Freundschaft zu Ottilie zu zerbrechen. Ob Ottilie wohl noch rechtzeitig erkennen wird, wer ihre wahren Freunde sind?

Hierbei handelt es sich bereits um den dritten Teil rund um die Familie Grause. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, allerdings macht es erheblich mehr Freude, wenn man mit dem ersten Band startet.
Ich liebe die Bücher von Sabine Bohlmann und freue mich jedes Mal wie ein Schnitzel wenn ein neues Buch von ihr erscheint. Auch das dritte Abenteuer der Grauses konnte ich nach meiner großen Begeisterung für die beiden Vorgänger kaum erwarten. Im Nu war ich wieder mittendrin im Geschehen und habe jede einzelne Seite zutiefst genossen.

Sabine Bohlmann ist einfach immer ein Garant für großartige Kinderbücher, was sie hier erneut unter Beweis stellt. Auf ihre gewohnt liebevolle Weise entführt sie uns zurück in die kunterbunte Welt der Grauses und vermittelt wichtige Botschaften ohne belehrend daherzukommen. Mit viel Humor und Wärme erzählt sie von Freundschaft, Hilfsbereitschaft, dem Anderssein, Mobbing, Akzeptanz und Toleranz. Nicht nur die Grauses werden in diesem Band wieder eine Menge lernen, auch ihre Menschenfreundin Ottilie wird über sich hinauswachsen und erkennen, dass Zusammenhalt und Vertrauen stark macht und wie wichtig es ist, für sich selbst einzustehen, auch wenn es zunächst leichter erscheint, sich anzupassen. Dies mitzuverfolgen ist überaus berührend und erinnert uns einmal mehr daran wie wertvoll gute Freunde im Leben sind, ganz egal wie ungewöhnlich diese auch sein mögen.

Die Grauses sind auf jeden Fall mal wieder wunderbar anders, man muss diesen verrückten Haufen einfach ins Herz schließen. Sogar (oder eher, vor allem) den grummeligen Schrat mit seiner erstaunlichen weisen Frau Bissgurke auf dem Kopf. In diesem Band zeigt sich jedoch, dass auch in so einem großen Muffel wie dem Schrat Familiengefühe stecken. Die Geschichte sprüht nur so vor Herzenswärme und Magie und hält ein wahres Feuerwerk an lustigen Momenten bereit. Eben genau das, was die Werke von Sabine Bohlmann ausmachen. Ob die chaotischen Szenen in der Schule, der Elternsprechtag oder die Besuche bei Vampirmädchen Zecke – laute Lacher und breite Schmunzler sind hier garantiert. Zum Ende hin wird es auch noch ziemlich aufregend und emotional, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die bezaubernden schwarz-weiß Illustrationen von Daniel Steudtner sind erneut das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: Endlich sind die Grauses zurück und das Warten hat sich mal wieder gelohnt! „Willkommen bei den Grauses – Der normale Schulwahnsinn“ ist eine witzig-turbulente und warmherzige Geschichte ab 9 Jahren über Freundschaft, Zusammenhalt und den Mut, so zu sein wie man ist. Herrlich schräg und wunderbar liebenswert. Ein großer Spaß für Jung und Alt. Ich bin auch von diesem Band begeistert und kann jedem nur ans Herz legen, die Familie Grause und ihre Menschenfreundin Ottilie kennenzulernen. Die Abenteuer dieser bunten Truppe sollte man sich nicht entgehen lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Ein wundervolles Bilderbuch über zwei missverstandene Tierarten.

Tom Tauber – Ratte der Lüfte
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In einer großen Stadt, in einem kleinen alten Haus mit der Nummer 12, wohnt Sven Hansen. Er ist jedoch nicht der einzige Bewohner – in seinem Keller haust auch eine aufgeweckte Rattenfamilie. Diese staunt ...

In einer großen Stadt, in einem kleinen alten Haus mit der Nummer 12, wohnt Sven Hansen. Er ist jedoch nicht der einzige Bewohner – in seinem Keller haust auch eine aufgeweckte Rattenfamilie. Diese staunt nicht schlecht, als eines Tages ein flaumiges Etwas vor ihrem Kellerfenster landet. Es ist ein kleines Taubenküken, völlig allein und hilflos. Da von den Eltern weit und breit nichts zu sehen ist, beschließen die Ratten, das Kleine bei sich aufzunehmen. Sie taufen es auf den Namen Tom und ziehen es liebevoll groß. Für Tom sind die Ratten seine Familie, doch je älter er wird, desto mehr wird ihm bewusst, dass er anders ist. Er mag als Einziger von ihnen die Sonne lieber als den Mond. Immer, wenn er tagsüber aufwacht und nicht mehr einschlafen kann, fühlt er sich sehr einsam. Eines Tages fasst er schließlich den Mut, sein Zuhause zu verlassen. Er lernt das Taubenmädchen Stella kennen und versteht endlich: Er ist gar keine Ratte! Er ist eine Taube. Ein turbulentes Großstadtabenteuer beginnt. Ob Tom wohl noch seinen Platz wird? Aber was wird aus seiner liebgewonnen Rattenfamilie, wenn er sich für das Leben als richtige Stadttaube entscheidet?

Das Autorin-Illustratorin-Duo Hannah Schenk und Anne Hofmann präsentiert hier ein zauberhaftes Bilderbuch über zwei Tierarten, die bei vielen Menschen einen ziemlich schlechten Ruf haben. Sowohl Ratten als auch Stadttauben werden oft mit Dreck, Krankheiten und der Verbreitung von Seuchen in Verbindung gebracht. Doch in Wahrheit sind Ratten sehr reinliche Tiere und auch Stadttauben tragen ihre abfällige Bezeichnung „Ratten der Lüfte“ zu Unrecht. Genau das zeigt uns die Geschichte von kleinen Tauberich Tom Tauber. Die Rattenfamilie, in der unser gefiederter Protagonist landet, ist ein liebenswerter, kunterbunter Haufen, den man einfach gernhaben muss. Ohne zu zögern nehmen sie das kleine Taubenküken bei sich, kümmern sich liebevoll darum und behandeln es wie eines von ihnen. Auch die Tauben werden überaus herzlich dargestellt, allen voran natürlich der titelgebende Held dieser Geschichte, den man als Leser*in sofort ins Herz schließt. Es macht richtig Freude, ihn auf seinem Weg zu begleiten und mitzuverfolgen, wie er schließlich seinen Platz in der Welt findet. Dieses Buch räumt mit Vorurteilen auf und fördert Verständnis gegenüber diesen meist missverstandenen Tieren. Auf eine einfühlsame und kindgerechte Weise erzählt es von Zugehörigkeit, Herkunft und Freundschaft, von Selbstfindung, dem Anderssein und darüber, was Familie wirklich bedeutet. Vermutlich werden vierjährige Kinder noch nicht alles auf Anhieb verstehen wie die versteckte Hilfe vom alten Sven Hansen oder warum Opa Theo Tom nach Major Tom benennt. Dennoch wird es auch schon den Kleinsten viel Spaß machen, dieser berührenden Geschichten zu lauschen.

Anne Hofmann hat die Erzählung mit ihren wunderschönen, großflächigen Bildern zum Leben erweckt. In warmen Farben und mit viel Liebe zum Detail untermalen sie die Texte gekonnt, laden zum Verweilen und Entdecken ein und schaffen eine Atmosphäre voller Geborgenheit. Jede Doppelseite ist ein Augenschmaus – allein schon Tom Tauber mit seinen großen Kulleraugen sieht zum Verlieben süß aus. Eins ist sicher: Nach diesem Buch wird garantiert jeder Stadttauben mit anderen Augen sehen.

Abgerundet wird das Ganze durch einen doppelseitigen Sachteil, der einige interessante Fakten über Stadttauben bereithält. Dazu noch die Tatsache, dass der Verlag einen Teil des Erlöses pro Exemplar an die Taubenschutzkampagne #RespektTaube des Deutschen Tierschutzbunds spendet, lässt die Begeisterung für dieses Buch nur noch größer werden.

Fazit: „Tom Tauber – Ratte der Lüfte“ ist eine herzerwärmende und spannende Geschichte ab 4 Jahren über Identität, die Bedeutung von Familie und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein tierisch schönes Plädoyer für die Stadttaube und Ratte. Wundervoll erzählt und illustriert. Ich kann dieses Bilderbuch nur empfehlen, mein Herz hat der kleine Tom Tauber im Sturm erobert! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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