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Veröffentlicht am 13.05.2018

Gekonnter Auftakt zur Triologie

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Kaufgrund:
Ganz ehrlich: mich hat das Cover gelockt.
Mit dem Goldtönen musste ich es einfach in die Hand nehmen und schon durch das Lesen des Klappentextes hatte mich das buch.
Ich liebe die Aufmachung ...

Kaufgrund:
Ganz ehrlich: mich hat das Cover gelockt.
Mit dem Goldtönen musste ich es einfach in die Hand nehmen und schon durch das Lesen des Klappentextes hatte mich das buch.
Ich liebe die Aufmachung und den einfach gehaltenen Titel.
Zudem handelt es sich um eine Reihe, so dass ich eben auch hier mal wieder wissen muss wie es denn weitergeht.

Inhalt:

Die junge Schülerin Ruby ist ein sehr strebsames und extrem ehrgeiziges Mädchen, dass unbedingt nach Oxfort zum studieren möchte und eben so ihren Traum, den sie seit ihrere Kindheit hat erfüllen möchte.
Dabei ist es ihr stetes wichtig so unscheinbar wie möglich zu sein und Privatleben und Schule scharf abzugrenzen.

Durch einen Zufall kommt sie aber zu einen Geheimnis einer sehr renommierten Familie, so dass sie dann zum ersten Mal ins Zentrum der gehobeneren Schülerkreise gelangt und dort auf James stößt.
Einen Jungen der geradezu vor Geld und Ansehen strotzt, ganz im Gegensatz zu Ruby, die aus einfachen Verhältnissen stammt.
Um die Geheimnisse der Familie zu wahren wird Ruby von James bestochen, doch das Geld nimmt sie nicht an.
So nimmt die Geschichte ihren Lauf und symbolisieren die zwei sehr unterschiedlichen Welten von Ruby und James, die am Ende vielleicht doch nicht so verschieden zu sein scheinen....


Meinung:

Die beiden Hauptcharaktere werden sehr ausgeprägt beschrieben und sind so umfassend dargestellt, dass sie extrem real und greifbar wirken.
Dazu werden die unterschiedlichen Facetten und Lebensräume auf sehr bildliche Ebene dargestellt, so dass man schnell im Bann des Buches versunken ist und dabei bleibt der Schreibstil stehts klar und spannend.
Die Kapitel sind sauber abgegrenzt und man bekommt einen Einblick immer abwechselnd in das Leben der 2 Hauptfiguren und auf ihre unterschiedliche Sichtweise.
Durch diesen gekonnten Wechsel zwischen den Charakteren erhält man einen tollen Blinkwinkel und kann sich sehr gut hineinversetzen, so dass die Spannung stets vorhanden ist und es nie langatmig oder gebauscht erschient.
Einzig das Ende wirkt mir zu kantig, so dass man regelrecht raus gerissen wird, wenn auch man eben dadurch schon regelrecht gezwungen wird das 2te Buch zu lesen.



Fazit:
Für mich ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch mit greifbaren Charakteren und guter Handlung, was Lust auf die Fortsetzung macht.

Veröffentlicht am 20.04.2026

Gelungene Vorgeschichte

Asrai - Der Schatten des Shetai
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Die Geschichte hat mich sofort wieder in die vertraute Magie der ASRAI‑Reihe gezogen – warm, intensiv, voller Gefühl. Gleichzeitig blieb ein Hauch von Wehmut, weil mich dieser Teil nicht ganz so überwältigt ...

Die Geschichte hat mich sofort wieder in die vertraute Magie der ASRAI‑Reihe gezogen – warm, intensiv, voller Gefühl. Gleichzeitig blieb ein Hauch von Wehmut, weil mich dieser Teil nicht ganz so überwältigt hat wie die ersten Bände, die so viel Nostalgie in mir auslösen.

Was mich jedoch tief berührt hat, war Ians Weg. Seine innere Zerrissenheit, seine Verletzlichkeit, die Last seiner Entscheidungen – all das ist so spürbar, dass man ihn fast neben sich stehen sieht. Auch die Menschen an seiner Seite, besonders Sean, wirken ehrlich, nahbar und tragen viel Herz in die Geschichte. Und die Drachen… sie sind wieder ein echtes Highlight, kraftvoll, wild, wunderschön präsent.

Trotzdem fehlte mir an manchen Stellen der Nervenkitzel, dieses atemlose Gefühl, das die Reihe sonst so stark auslöst. Auch Nishas Perspektive hat mich gegen Ende etwas herausgerissen, weil ihre Entscheidungen schwerer nachzuvollziehen waren.

Lianes Schreibstil bleibt jedoch ein Geschenk: flüssig, atmosphärisch, voller Wärme. Und das Buch selbst – optisch wie erzählerisch – ist ein liebevoller Zusatzband, der die Saga bereichert.

Für Fans der Reihe ist dieser Teil ein Muss. Für mich ein emotionaler, wunderschöner Ausflug zurück nach Arandor, mit kleinen Schwächen, aber großem Herzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein Roman, der das Herz weit aufreißt und es gleichzeitig heilt

Part of Your World
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Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass dieser zweite Band etwas Besonderes ist. Obwohl die Teile unabhängig voneinander funktionieren, hat mich dieser hier auf eine Weise getroffen, die ich nicht ...

Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass dieser zweite Band etwas Besonderes ist. Obwohl die Teile unabhängig voneinander funktionieren, hat mich dieser hier auf eine Weise getroffen, die ich nicht erwartet hatte. Es ist eine dieser Geschichten, die man in einer einzigen Nacht verschlingt, weil man einfach nicht loslassen kann — und weil die Tränen ohnehin schon fließen.

Abby Jimenez schreibt mit einer Feinfühligkeit, die mitten ins Herz trifft. Ihr Stil ist leicht, warm und gleichzeitig so eindringlich, dass man sich fühlt, als würde man einen emotionalen Liebesfilm sehen, der einen erst sanft umarmt und dann plötzlich mit voller Wucht trifft. Die Kleinstadtatmosphäre, die lebendigen Bilder, die humorvollen Dialoge — all das schafft ein Gefühl von Nähe, das selten so authentisch gelingt.

Im Zentrum stehen Alexis und Daniel, zwei Menschen aus völlig verschiedenen Welten, die sich dennoch auf einer tiefen Ebene begegnen. Alexis, stark und verletzlich zugleich, kämpft mit Erwartungen, die sie seit Jahren formen. Daniel, ruhig, herzlich und geerdet, ist der Mensch, der ihr zeigt, wie sich echte Verbundenheit anfühlt. Ihre Dynamik ist voller Wärme, Unsicherheit, Hoffnung — und genau dieser Mix macht ihre Geschichte so glaubwürdig.

Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie der Roman schwere Themen wie emotionale Abhängigkeit, familiären Druck und psychische Manipulation mit Leichtigkeit und Respekt verbindet. Die Autorin schafft es, Schmerz und Hoffnung nebeneinander stehen zu lassen, ohne dass eines das andere überlagert. Man spürt die Zerrissenheit, die Angst, das Aufblühen — und irgendwann sitzt man einfach da und weint, weil es so echt wirkt.

Die Nebenfiguren, die Dorfgemeinschaft, die kleinen Momente des Alltags: Alles fügt sich zu einem Roman, der nicht nur romantisch ist, sondern tief menschlich. Und wenn das Ende kommt, ist es so viel schöner, als man es sich ausmalen könnte.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Gelungener Abschluss

Asrai - Das Herz der Drachen
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Der dritte Band der Asrai‑Reihe fühlt sich an wie ein Wiedersehen, das man lange herbeigesehnt hat – und gleichzeitig wie ein Abschied, den man am liebsten hinauszögern würde. Liane Mars gelingt hier etwas ...

Der dritte Band der Asrai‑Reihe fühlt sich an wie ein Wiedersehen, das man lange herbeigesehnt hat – und gleichzeitig wie ein Abschied, den man am liebsten hinauszögern würde. Liane Mars gelingt hier etwas Seltenes: Sie öffnet die Tür zu einer Welt, die wir kennen, und zeigt uns doch eine völlig neue Facette davon. Dreihundert Jahre nach den Ereignissen des zweiten Teils knüpft die Geschichte an alte Wunden, neue Hoffnungen und einen Konflikt an, der die Vergangenheit mit der Zukunft verwebt.

Was diesen Abschluss so besonders macht, ist die Balance: Die Handlung bleibt bis zum Ende spannend, aber diesmal atmet die Welt tiefer. Die Autorin schenkt uns mehr Raum für Atmosphäre, für Mythen, für das Gefühl, wirklich wieder in Asrai und Shetai einzutauchen. Die Drachen – ohnehin ein Highlight der Reihe – glänzen hier noch einmal in all ihrer Wildheit, Eigenwilligkeit und emotionalen Wucht.

Die Figuren tragen das Buch mit einer Intensität, die lange nachhallt. Linnea ist keine klassische Heldin, sondern eine Figur voller Ecken, Unsicherheiten und Mut – gerade deshalb wirkt sie so lebendig. Und Manila… was für ein Ereignis. Ihre Entwicklung ist ein kleines Meisterwerk: kantig, gefährlich, witzig, verletzlich. Ein Drache, der gleichzeitig faucht und das Herz stiehlt.

Besonders berührend ist, wie die Autorin mit Wiedergeburt, Erinnerung und Identität spielt. Wir begegnen vertrauten Seelen in neuen Körpern, erkennen alte Muster in neuen Namen – und trotzdem fühlt sich nichts wie ein Abklatsch an. Es ist ein Kreis, der sich schließt, ohne sich zu wiederholen.

Ja, der Einstieg ist ruhiger, fast zögerlich. Aber genau dieses Tempo macht emotional Sinn: Nach dem tragischen Ende von Band zwei braucht die Geschichte Zeit, um sich neu zu sortieren. Und wenn sie dann Fahrt aufnimmt, trägt sie einen mit voller Kraft bis zum letzten Satz.

Für mich ist dieser Band der perfekte Abschluss – ein epilogartiges Finale, das die Reihe nicht nur beendet, sondern vollendet. Es ist ein Buch, das mit einem wehmütigen Lächeln endet, weil man weiß: Diese Welt, diese Figuren, diese Drachen… sie bleiben.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Packend und gefühlvoll

Asrai - Die Magie der Drachen
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Die Geschichte entfaltet eine Intensität, die sofort wieder in Elajas Welt hineinzieht. Ohne Anlauf, ohne Zögern – man ist einfach wieder da, mitten zwischen Drachen, Geheimnissen und einer Magie, die ...

Die Geschichte entfaltet eine Intensität, die sofort wieder in Elajas Welt hineinzieht. Ohne Anlauf, ohne Zögern – man ist einfach wieder da, mitten zwischen Drachen, Geheimnissen und einer Magie, die größer wirkt als zuvor. Besonders stark ist, wie viel klarer und vollständiger sich die Welt anfühlt. Rückblicke, Visionen und neue Enthüllungen greifen ineinander und lassen den Verrat aus Band 1 in einem völlig neuen Licht erscheinen. Das verleiht der Handlung eine Tiefe, die den ersten Teil sogar übertrifft.

Elaja selbst trägt einen Großteil dieser Wirkung. Ihr innerer Konflikt rund um ihre Identität als Asrai ist glaubwürdig, emotional und manchmal schmerzhaft. Sie kämpft mit Verantwortung, Selbstzweifeln und einer Macht, die sie nicht verlieren darf – und genau das macht sie so greifbar. Gleichzeitig wächst ihre Bindung zu Manila, die mit ihrer bissigen, mürrischen und doch zutiefst liebenswerten Art immer wieder für Humor sorgt. Manila ist ein Highlight, ein Charakter, der die Geschichte trägt, ohne sie zu überschatten.

Die Mischung aus Spannung, Emotion und Romantik ist sehr ausgewogen. Der Romance-Anteil ist stärker als im ersten Band, aber er wirkt organisch und nachvollziehbar. Neue Figuren erweitern das Gefüge, alte Bekannte bekommen mehr Tiefe, und die roten Drachen bringen ein Chaos ins Spiel, das die Handlung konsequent vorantreibt. Es gibt keine Längen, keine Passagen, die sich ziehen – stattdessen ein stetiger Wechsel aus Action, Enthüllungen und leisen Momenten.

Einziger Wermutstropfen ist das Ende, das mit viel Wucht kommt, aber etwas zu schnell vorbeizieht. Der emotionale Schlag sitzt, doch ein paar Seiten mehr hätten der Szene gutgetan. Der Epilog fängt das ein Stück weit auf, auch wenn er nicht zwingend nötig gewesen wäre.

Unterm Strich bleibt ein Band, der mich vollkommen mitgerissen hat. Die Welt wirkt größer, die Figuren reifer, die Emotionen intensiver. Eine Fortsetzung, die nicht nur mithält, sondern an vielen Stellen sogar stärker ist als ihr Vorgänger.

4,5 von 5 Sternen – ein packender, gefühlvoller und absolut lesenswerter zweiter Teil, der die Vorfreude auf Band 3 enorm steigert.

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