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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Meeresdunkel

Meeresdunkel
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Zwei Familien landen in Mallorca im gleichen Ferienhaus. Hans und Henrike mit den Teenager-Zwillingen und Henrikes Bruder, der für das leibliche Wohl sorgen sollte und Marie und Samuel mit ihrem kleinen ...

Zwei Familien landen in Mallorca im gleichen Ferienhaus. Hans und Henrike mit den Teenager-Zwillingen und Henrikes Bruder, der für das leibliche Wohl sorgen sollte und Marie und Samuel mit ihrem kleinen Sohn. Die Agentur, wo sie die Wohnung gemietet haben ist natürlich abends nicht erreichbar und das nahe gelegene Hotel ist ausgebucht. Das das stark renovierungsbedürftige Ferienhaus genug Zimmer hat, einigen sich die Familien erstmal zusammen dort zu übernachten. Das Haus riecht komisch und die Betten sind klamm, aber die Nähe vom Strand und der tolle Ausblick entschädigt für alles. Bei beiden Ehepaaren liegt einiges im Argen, der Urlaub sollte für Klärung und Annäherung sorgen, allerdings lassen sich die Konflikte nicht so leicht lösen.

Der Schreibstil ist flüssig und ich bin durch die ersten 200 Seite nur so geflogen. Setting toll, ein abgelegenes Ferienhaus und ein aufziehendes Unwetter. Viel Potential für einen guten Krimi. Diese Geschichte ist eher ein Ehedrama mit Krimielementen. Die vielen Perspektivwechsel lockern die Story auf. Die Figuren sind gut beschrieben.

Im letzten Drittel des Buches passiert einfach viel zu viel. Es gibt lauter logische Schwächen, die absolut störend sind. Leider viel verschenktes Potential, das Ende ist zwar aufklärend aber eher unbefriedigend.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Weinseliger Sommerkrimi

39 Grad Mord
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Hannah hat mit ihrem Krimi einen Bestseller gelandet, hat den Vorschluss für den nächsten Krimi schon ausgegeben und möchte aber ganz was anderes schreiben. Zutiefst unglücklich lässt sie sich auf den ...

Hannah hat mit ihrem Krimi einen Bestseller gelandet, hat den Vorschluss für den nächsten Krimi schon ausgegeben und möchte aber ganz was anderes schreiben. Zutiefst unglücklich lässt sie sich auf den Vorschlag von ihrem Lektor ein, in einem tollen Ferienhaus in Italien ihrer Schreibblockade auf die Sprünge zu helfen. Sommer, Sonne, leckeres Essen und ein guter Wein lässt sie etwas entspannen. Dann wird sie in einen Mordfall verwickelt, die Ereignisse überschlagen sich und sie kann kaum Luft holen.

Der Anfang hat mir gut gefallen, vor allem das Setting, eine Sonnenterrasse mit Blick aufs Meer und ein paar Gläser Wein. Aber im späteren Verlauf wird die Geschichte zur Farce. Tatsächlich belässt Hannah es nicht bei einem Gläschen Wein, sondern ist fast dauerhaft knülle. Die Autorin lässt die italienische Polizei sehr inkompetent dar stehen, was die Leute so von sich geben und wie sie reagieren tut schon fast weh. Hannah agiert total unlogisch und begibt sich selbst in Gefahr.

Der Unterhaltungswert ist trotz der aberwitzigen Story da, als Urlaubslektüre durchaus geeignet, vielleicht bei einem Glas Wein.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Eisnebel

Eisnebel
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Theo hat an die Zeit vor ihrem 4ten Lebensjahr keine Erinnerung, ihre Kindheit bei ihren Adoptiveltern war auch keine Freude und sie schlägt sich mit Diebstählen und Lügen durch ihre Teenagerzeit. Als ...

Theo hat an die Zeit vor ihrem 4ten Lebensjahr keine Erinnerung, ihre Kindheit bei ihren Adoptiveltern war auch keine Freude und sie schlägt sich mit Diebstählen und Lügen durch ihre Teenagerzeit. Als sie den wohlhabenden Connor Dalton kennenlernt, wendet sich das Blatt und sie hat Hoffnung auf ein bisschen Glück, wenn nicht seine Familie wäre. Zur Weihnachtszeit verbringt die ganze Familie die freien Tage abgeschottet von der restlichen Welt umgeben von schneebedeckten Wäldern in ihrem luxuriösen Winterdomizil. Da Connor und Theo heiraten wollen, begegnen ihr die Mutter, die Großeltern, der Onkel sowie die Schwester von Connor mit Misstrauen. Merkwürdige Dinge passieren und Theo bekommt Drohbriefe. 20 Jahre zuvor ist in einer der Hütten Connors Vater ums Leben gekommen und um diesen Vorfall rangt sich ein Geheimnis, da sich auch eine junge Frau mit einem kleinen Kind in der Hütte aufgehalten haben sollen.

Die Geschichte startet spannend. Das Setting mit dem abgelegenen Domizil und den Schneestürmen ist super und vermittelt etwas Grusel. Leider passieren viel zu viele Dinge, die nicht nachvollziehbar sind alle Leute in dieser Geschichte verhalten sich merkwürdig. Die Familienzusammenkünfte sind eine Farce. Für mich einfach viele logische Schwächen und der rote Faden verliert sich komplett.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Bleibt weit hinter meinen Erwarungen zurück

Sophie L.
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Olivia lebt in London mit ihrem kleinen Sohn und arbeitet als Gedächtnisexpertin im Krankenhaus. Als sie einen Anruf aus Paris erhält, dass ihre Großmutter Josephine behauptet jemand anderes zu sein und ...

Olivia lebt in London mit ihrem kleinen Sohn und arbeitet als Gedächtnisexpertin im Krankenhaus. Als sie einen Anruf aus Paris erhält, dass ihre Großmutter Josephine behauptet jemand anderes zu sein und in der Hotelhalle des Hotels Lutetia sitzt und nicht gehen will und zudem noch einen Mord gesteht, den sie nach dem zweiten Weltkrieg begangen haben will, reist Olivia Hals über Kopf zu ihr. Josephine hat beginnendes Demenz und schwankt zwischen dem jetzt und der Vergangenheit hin und her. Was ist wahr und was ist Fiktion. Olivia kann sich keinen Reim darauf machen.

Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend und hat sehr viel nicht ausgeschöpftes Potential. Die Personen bleiben bis auf Olivia sehr blass und die Zeitsprünge sind sehr häufig und nerven daher etwas. Die beschriebenen Geschehnisse um 1945 sind beklemmend und gut dargestellt. Der Schreibstil klar und flüssig.

Leider gibt es meiner Meinung nach sehr viele logische Schwächen, die dann einfach die gute Geschichte überlagern. Das Ende ist für mich auch sehr schlüssig, ich will aber nicht zu viel verraten. Das Buch des Autors Anna O hat mir dagegen richtig gut gefallen, ist aber auch ein ganz anderes Thema.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Das glückliche Leben

Das glückliche Leben
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Erik Kherson hat Karriere bei der Firma Declathon gemacht, ist aber nicht glücklich, seine Frau hat ihn vor Jahren verlassen und den gemeinsamen Sohn sieht er nur noch selten. Als ihm die frühere Schulkollegin ...

Erik Kherson hat Karriere bei der Firma Declathon gemacht, ist aber nicht glücklich, seine Frau hat ihn vor Jahren verlassen und den gemeinsamen Sohn sieht er nur noch selten. Als ihm die frühere Schulkollegin Amelie einen Job im Außenministerium anbietet, greift er zu. Auf einer gemeinsamen Geschäftsreise nach Seoul kommt es zum Bruch. Erik taucht bei einem wichtigen Geschäftstermin nicht auf und Amelie ist außer sich.

Nachdem Eric in Seoul zufällig die Firma Happy Life entdeckt hat, ändert er sein Leben radikal. Happy Life veranstaltet Fake-Beerdigungen für Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen unglücklich oder auch einfach nur neugierig sind, es wird ein Grabstein hingestellt und der Teilnehmer legt sich in einen Sarg und überdenkt sein Leben. Erik ist so von diesem Konzept begeistert, dass er sich damit in Frankreich selbständig macht und der Erfolg gibt ihm Recht. Ganz schnell eröffnet er mehrere Filialen und wird selbstbewusster und auch das Verhältnis zu seinem Sohn bessert sich grundlegend.

Die Geschichte ist eher oberflächlich erzählt, auch konnte ich keinen Zugang zu den Protagonisten finden. Das Potential des Themas mit den Beerdigungen wurde nicht voll ausgeschöpft, das Thema wurde ohne große Erklärung sehr schnell abgehandelt. Es geht vorwiegend um Eric und Amelie deren Lebensläufe ausführlich dargestellt werden. Der Klappentext ist eher irreführend. Ich hatte sehr viel mehr erwartet.

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