Profilbild von Winterzauber

Winterzauber

Lesejury Star
offline

Winterzauber ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Winterzauber über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2019

Die letzte Witwe

Die letzte Witwe
0

Sara Linton und Will Trenton befinden sich bei einem Familienessen bei Saras Eltern, als sie eine Explosion in der Nähe hören. Um zu helfen, machen sie sich beide sofort auf den Weg, werden aber wegen ...

Sara Linton und Will Trenton befinden sich bei einem Familienessen bei Saras Eltern, als sie eine Explosion in der Nähe hören. Um zu helfen, machen sie sich beide sofort auf den Weg, werden aber wegen eines Autounfalls gestoppt. Sara und Will helfen den Unfallopfern, darunter befinden sich allerdings Mitglieder einer Verbrecherorganisation und Will wird verletzt und muss mit ansehen, wie Sara entführt wird. Die Täter haben auch die Wissenschaftlerin Michele Spivey 4 Wochen zuvor entführt. Da keine Lösegeldforderung einging, ist das Motiv unklar.

Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven erzählt, da sich Sara und Will an verschiedenen Orten aufhalten. Sara wird von einer Gruppe perfider Weltverbesserer festgehalten und Will lässt sich als Undercover Agent einschleusen. Die Geschichte ist spannend und beunruhigend düster und böse. Die ganze Zeit habe ich gehofft und gebangt, dass alles gut ausgeht und war drauf und dran, das Ende zuerst zu lesen, da ich es gar nicht abwarten konnte, zu erfahren, wie es weitergeht.

Ich habe bisher alle Bücher der beiden Serien von Karen Slaughter gelesen und auch einige Einzelbände und war immer sehr begeistert. Bei dieser Geschichte ist die Handlung teilweise so gar nicht glaubwürdig und wirkt etwas konstruiert, Saras Mutter wird sehr unsympathisch dargestellt und auch Will Chefin Amanda benimmt sich verantwortungslos, was irgendwie stört, aber das Lesevergnügen nicht schmälert.

Ich mag Sara und Will sehr und bleibe Fan. Ihre Bücher – Ein Teil von ihr und Die gute Tochter – haben mir besser gefallen und ich hoffe auf viele neue Geschichten von Karin Slaughter.

WenigerLöschenÄndern0 Kommentare

Veröffentlicht am 23.10.2019

Grossartig gruselig

Der Kinderflüsterer
0

20 Jahre sitzt Frank Carter schon in Haft an dem Mord an 4 kleinen Jungen, der 5. zu der Zeit vermisste Junge wird nie gefunden. DI Pete Willis besucht Frank Carter immer noch jedes Jahr, da er hofft nach ...

20 Jahre sitzt Frank Carter schon in Haft an dem Mord an 4 kleinen Jungen, der 5. zu der Zeit vermisste Junge wird nie gefunden. DI Pete Willis besucht Frank Carter immer noch jedes Jahr, da er hofft nach all dieser Zeit noch Hinweise auf den Verbleib von Tony zu bekommen.

Als der 6-jährige Neil Spencer nicht nach Hause kommt, geht die Polizei erstmal von einem normalen Entführungsfall aus, als die der Mutter allerdings nach einigen einfällt, dass Neil behauptete, es habe ihm ein Monster an seinem Fenster etwas zugeflüstert, ist die Polizei sicher, Frank Carter hat einen Komplizen oder Nachahmer.

Als Nebenhandlung lernen wir Tom kennen, der mit seinem Sohn Jake, nach dem Tod der Ehefrau, versucht klar zu kommen. Um einen Neuanfang zu starten, ziehen beide in den Stadtteil, wo Neil verschwunden ist. Das neue Zuhause entpuppt sich als Geisterhaus und der empfindsame Jake hört Stimmen - Wenn die Tür halb offen steht, ein Flüstern zu dir rüberweht. Spielst du draußen ganz allein, findest du bald nicht mehr heim. Bleibt dein Fenster unverschlossen , hörst du ihn gleich daran klopfen. Denn jedes Kind, das einsam ist, holt der Flüsterer ganz gewiss -.

Diesen Autoren sollte man sich merken, super flüssiger Schreibstil und die Gabe den Lesern eine permanente Gänsehaut zu bescheren. Im Laufe der Geschichte ergeben sich viele Fragen, die dann am Ende fast alle aufgeklärt werden. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und zu allem kann baut man eine Beziehung auf und leidet mit. Sehr gruselige Elemente, die dafür sorgen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Das letzte Drittel war etwas enttäuschend, da hätte man sicher mehr rausholen können, aber das ändert nichts am Lesevergnügen, was einem das Buch beschert.

Veröffentlicht am 23.10.2019

Riverside Bookshop

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
0

Die Schwedin Charlotte erbt überraschend eine alte Buchhandlung in London von ihrer Tante, die sie gar nicht kannte. Als sie nach London kommt, um sich einen Überblick zu verschaffen, begegnen ihr die ...

Die Schwedin Charlotte erbt überraschend eine alte Buchhandlung in London von ihrer Tante, die sie gar nicht kannte. Als sie nach London kommt, um sich einen Überblick zu verschaffen, begegnen ihr die beiden Angestellten Martinique und Sam mit Misstrauen, da sie befürchten, Charlotte könnte die Buchhandlung verkaufen. Nach anfänglichen Missverständnissen sind ihr die Menschen dort ans Herz gewachsen und sie beginnt in der Buchhandlung auszuhelfen und sich einen Überblick der Finanzen zu verschaffen. Vor allem der Mieter William, ein erfolgloser Schriftsteller, hat es Charlotte angetan.

Nette Story, am Anfang allerdings etwas schwerfällig, ab Seite 150 hat es mich dann gepackt und ich habe mit Schmunzeln die Geschichte von dem Riverside Bookshop verfolgt, die erst durch die Buchhandlung ans Lesen gekommen ist. Charlotte hätte ich am liebsten einige Male geschüttelt, weil sie den Mund nicht aufgemacht hat weder über die Finanzen geredet noch über ihre eigene Situation, wo so oft es nötig gewesen wäre, man muss schon etwas Geduld haben, um die Menschen zu verstehen. Wirklich realistisch ist die Geschichte nicht, aber nett zu lesen, vor allem, wenn man Bücher und Buchhandlungen mag.

Veröffentlicht am 20.04.2026

Meeresdunkel

Meeresdunkel
0

Zwei Familien landen in Mallorca im gleichen Ferienhaus. Hans und Henrike mit den Teenager-Zwillingen und Henrikes Bruder, der für das leibliche Wohl sorgen sollte und Marie und Samuel mit ihrem kleinen ...

Zwei Familien landen in Mallorca im gleichen Ferienhaus. Hans und Henrike mit den Teenager-Zwillingen und Henrikes Bruder, der für das leibliche Wohl sorgen sollte und Marie und Samuel mit ihrem kleinen Sohn. Die Agentur, wo sie die Wohnung gemietet haben ist natürlich abends nicht erreichbar und das nahe gelegene Hotel ist ausgebucht. Das das stark renovierungsbedürftige Ferienhaus genug Zimmer hat, einigen sich die Familien erstmal zusammen dort zu übernachten. Das Haus riecht komisch und die Betten sind klamm, aber die Nähe vom Strand und der tolle Ausblick entschädigt für alles. Bei beiden Ehepaaren liegt einiges im Argen, der Urlaub sollte für Klärung und Annäherung sorgen, allerdings lassen sich die Konflikte nicht so leicht lösen.

Der Schreibstil ist flüssig und ich bin durch die ersten 200 Seite nur so geflogen. Setting toll, ein abgelegenes Ferienhaus und ein aufziehendes Unwetter. Viel Potential für einen guten Krimi. Diese Geschichte ist eher ein Ehedrama mit Krimielementen. Die vielen Perspektivwechsel lockern die Story auf. Die Figuren sind gut beschrieben.

Im letzten Drittel des Buches passiert einfach viel zu viel. Es gibt lauter logische Schwächen, die absolut störend sind. Leider viel verschenktes Potential, das Ende ist zwar aufklärend aber eher unbefriedigend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2026

Weinseliger Sommerkrimi

39 Grad Mord
0

Hannah hat mit ihrem Krimi einen Bestseller gelandet, hat den Vorschluss für den nächsten Krimi schon ausgegeben und möchte aber ganz was anderes schreiben. Zutiefst unglücklich lässt sie sich auf den ...

Hannah hat mit ihrem Krimi einen Bestseller gelandet, hat den Vorschluss für den nächsten Krimi schon ausgegeben und möchte aber ganz was anderes schreiben. Zutiefst unglücklich lässt sie sich auf den Vorschlag von ihrem Lektor ein, in einem tollen Ferienhaus in Italien ihrer Schreibblockade auf die Sprünge zu helfen. Sommer, Sonne, leckeres Essen und ein guter Wein lässt sie etwas entspannen. Dann wird sie in einen Mordfall verwickelt, die Ereignisse überschlagen sich und sie kann kaum Luft holen.

Der Anfang hat mir gut gefallen, vor allem das Setting, eine Sonnenterrasse mit Blick aufs Meer und ein paar Gläser Wein. Aber im späteren Verlauf wird die Geschichte zur Farce. Tatsächlich belässt Hannah es nicht bei einem Gläschen Wein, sondern ist fast dauerhaft knülle. Die Autorin lässt die italienische Polizei sehr inkompetent dar stehen, was die Leute so von sich geben und wie sie reagieren tut schon fast weh. Hannah agiert total unlogisch und begibt sich selbst in Gefahr.

Der Unterhaltungswert ist trotz der aberwitzigen Story da, als Urlaubslektüre durchaus geeignet, vielleicht bei einem Glas Wein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere