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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Tradition trifft auf vielfältige Raffinesse

Das Schlutzkrapfen-Buch
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Das Cover mit den wunderbar in Szene gesetzten Schlutzkrapfen erinnert lebhaft an den letzten Urlaub in Südtirol, und ich war absolut neugierig auf ein Kochbuch, dass sich ausschließlich mit Teigtaschen ...

Das Cover mit den wunderbar in Szene gesetzten Schlutzkrapfen erinnert lebhaft an den letzten Urlaub in Südtirol, und ich war absolut neugierig auf ein Kochbuch, dass sich ausschließlich mit Teigtaschen aus den Alpen befasst.
Und tatsächlich war ich wirklich beeindruckt, was für eine Vielfalt sich hier auftut. Irene Hager hat mit Liebe und Know-How jede Menge Rezepte zusammengetragen, die einen regelrecht durch das Jahr begleiten. Meine Favoriten sind derzeit die Bärlauch- und Spargelteigtaschen, aber man lernt schnell, dass die Auswahl an Füllungen fast grenzenlos ist!
Das Buch ist sehr geschickt konzipiert und wunderschön gestaltet. Nach einer ausführlichen und gut recherchierten Einführung darf man gleich die Rezepte bestaunen, von schlicht bis raffiniert, und kann anhand der Detailfotos auch relativ leicht die diversen Falt- und Verschlusstechniken erlernen. Am besten gefällt mir die Zusammenfassung der verschiedenen Teige, die ausgezeichnet erklärt sind und mit Tipps und Tricks auch für Anfänger verständlich nachzuarbeiten sind. Auch vegane und glutenfreie Varianten bzw. Alternativen sind berücksichtigt.
Mir gefällt das Buch richtig gut, die Rezepte sind so vielfältig und bunt, die Teigtaschen so eindrucksvoll und unterschiedlich, dass man sofort zum Ausprobieren animiert wird! Hier trifft Tradition auf Gaumenfreude und Raffinesse!

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Ein verzwickter Fall, warmherzige Ermittler und viel Atmosphäre – ein kleines Meisterwerk!

Mord nach Schnittmuster
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Die überaus erfolgreiche und durch soziale Medien bekannte Stoffladenbesitzerin und Nähexpertin Hanna liegt tödlich verletzt am Ende ihrer steilen Kellertreppe. War es ein Unfall oder hat da jemand nachgeholfen? ...

Die überaus erfolgreiche und durch soziale Medien bekannte Stoffladenbesitzerin und Nähexpertin Hanna liegt tödlich verletzt am Ende ihrer steilen Kellertreppe. War es ein Unfall oder hat da jemand nachgeholfen? Während der Pathologe noch die letzten Spuren auswertet, machen sich Kommissar Martin Leitner und sein langjähriger Kollege Salvatore Travazzi schon an die Entwirrung der Fäden.

Das Cover ist niedlich und passt zum Inhalt, der allerdings gar nicht so niedlich ist! Denn Birgit Körner überrascht mit einem reichlich verzwickten und undurchsichtigen Fall, absolut liebenswerten und warmherzigen Ermittlern und einem wunderbaren Esslinger Flair.
Alles gemeinsam bedeutet Spannung gepaart mit Wohlgefühl und bester Unterhaltung, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Es ist herrlich, die Protagonisten durch ihren Fall zu begleiten, mit ihnen über Näh-Hacks zu staunen und auch an ihrem Privatleben teilzuhaben. Die Autorin verbindet sehr gekonnt die Suche nach Puzzle-Teilchen mit humorvollen, aber auch gefühlvollen Momenten, ihr Stil ist lebendig und detailreich, das große Kopfkino ist bei mir sofort angesprungen und ich bin absolut begeistert von diesem Krimi, der mir ausgezeichnet gefallen hat! Es ist ein kleines Meisterwerk, das fesselt und ausgesprochen gut unterhält und ich hoffe unbedingt auf einen Folgeband!

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Ein spannender Krimi, bezaubernd ungewöhnlich und sehr unterhaltsam

Mord in der Pension Möwennest
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Man schreibt das Jahr 1954, als Schwester Agnes nach langen Klosterjahren ihren Konvent verlässt und sich auf die Suche nach der jungen Novizin Frieda macht, die dem Kloster entsagte und sich plötzlich, ...

Man schreibt das Jahr 1954, als Schwester Agnes nach langen Klosterjahren ihren Konvent verlässt und sich auf die Suche nach der jungen Novizin Frieda macht, die dem Kloster entsagte und sich plötzlich, entgegen aller Absprachen, nicht mehr meldet. So wird aus Schwester Agnes wieder Nora, die sich wacker durch das ihr unbekannte „echte“ Leben schlägt und mit Klugheit und Wachsamkeit trotz aller Hindernisse langsam auf Friedas Spur kommt.

Der wunderschöne Einband erinnert ein bisschen an naive Malere, die Tasse Tee gibt den Hinweis auf England. Und ich finde, das Buch passt auch sehr gut in die Reihe der klassischen britischen Krimis. Jess Kidds‘ Stil ist ungewöhnlich schlicht, fast etwas nüchtern, blumige Details sind ihr fremd und ich hatte sehr schnell das Gefühl, die Welt mit Noras Augen zu sehen. Die ehemalige Nonne ist anspruchslos und ruhig, agiert klug und durchdacht, und überrascht mit allerlei mutigen und waghalsigen Aktionen, die mich sehr oft zum Schmunzeln brachten. Selbst der nach einem mysteriösen Todesfall hinzugezogene Inspector Rideout respektiert Noras Beobachtungen und so entsteht ein ungemein sympathisches Ermittler-Duo, von dem ich auf jeden Fall mehr lesen möchte! Noras Aufenthalt in der Pension Möwenblick wirkt etwas skurril, die Bewohner sind mehr als schräg, aber das Setting ist absolut überzeugend und ungemein unterhaltsam.
Ein spannender, etwas ungewöhnlicher Krimi, der mir bestens gefallen hat!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Ungewöhnlich packend, atmosphärisch und überzeugend real!

Der Blutmensch zu Köln
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Im historischen Köln 1847 spielt sich ein grausames Szenario ab. Auf einem völlig abgebrannten Gutshof werden neun furchtbar zugerichtete Leichen gefunden. Schnell gerät eine junge entlassene Dienstmagd ...

Im historischen Köln 1847 spielt sich ein grausames Szenario ab. Auf einem völlig abgebrannten Gutshof werden neun furchtbar zugerichtete Leichen gefunden. Schnell gerät eine junge entlassene Dienstmagd samt ihrem Verlobten unter Verdacht, doch Redakteurin Mathilde von Tabouillot zweifelt an deren Schuld. Gemeinsam mit dem Anwalt Dr. Venedey, seinem Referendar und dem Gendarmen Schäng versucht sie im Wettlauf mit der Zeit, das Mädchen vor dem Schafott zu bewahren.

Das stimmige Cover zeigt den Blick auf die Stadt Köln, der beeindruckende Dom befindet sich noch im Bau und man fühlt sich sofort in die engen Gassen versetzt, in eine Zeit, in der Armut und Reichtum gegensätzlicher nicht sein könnten. Für viele ist es ein Kampf ums tägliche Überleben, die Gesetzgebung ist entsprechend unerbittlich.
Den Autorinnen ist es mit hervorragender Recherche und packendem Schreibstil gelungen, die düstere Atmosphäre zu vermitteln, zu fesseln und in eine vergangene Zeit zu entführen. Ihre Protagonisten sind überzeugende Charaktere, sehr menschlich und unglaublich real geschildert, echte Kölner mit Mundart und Herz, ich war sofort in den Bann gezogen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mathildes Mut und der Einsatz ihrer Mitstreiter geraten fast an ihre Grenzen und ich war durchweg gefangen von den Wendungen und Ergebnissen ihrer wahrlich atemberaubenden Spurensuche.
Dass diesem packenden Fall auch noch ein wahrer Ursprung zu Grunde liegt, verleiht diesem historischen Krimi das Tüpfelchen auf dem i. Hier verbinden sich Spannung und menschliche Abgründe mit beeindruckendem Mut und dem tiefen Wunsch nach Gerechtigkeit. Meine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein erstklassiger Krimi voller Spannung und kreativem Wortwitz!

Gärten, Gift und kalte Rache
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In Oberdistelbrunn greifen alle zum Spaten! Doch beim gemeinsamen Zwiebelstecken zur Ortsverschönerung kommt es zu einem makaberen Fund. Und dieses rätselhafte Skelett löst dann nicht nur Grauen aus, sondern ...

In Oberdistelbrunn greifen alle zum Spaten! Doch beim gemeinsamen Zwiebelstecken zur Ortsverschönerung kommt es zu einem makaberen Fund. Und dieses rätselhafte Skelett löst dann nicht nur Grauen aus, sondern führt aus unerklärlichen Gründen zu einer Folge von seltsamen Todesfällen.
Das wunderschön gestaltete Cover ist wieder ein Hingucker und reiht sich perfekt zu den beiden Vorgängerbänden ein. Sofort wächst die Neugier, denn Klaudia Blasls Garten-Krimis sind einfach sensationell und eine exklusive Mischung aus geballtem Kräuterwissen, kreativem Wortwitz und so sympathischen, lebensechten Ermittlern, dass man am liebsten selbst bei der Spurensuche dabei wäre! Es sind Kräuterexpertin Pauline und ihre Nachbarsfreundin Berta, die das Zepter in der Hand halten, unterstützt von Familie und Freunden, die ein sehr illustres Team bilden. Zusammenhalt braucht es auch, denn die Autorin schafft es spielend, nicht nur gruselige Morde zu schildern, sondern überrascht auch mit brenzligen Situationen und unerwarteten Wendungen. Und dies alles wird präsentiert mit unbändigem Spaß, deftigen Dialogen, findigen Formulierungen und ausgefeilten Sprüchen, die einem ein Dauerschmunzeln ins Gesicht zaubern. Dabei begleitet der Tod die Protagonisten bis zum atemberaubenden Showdown, es bleibt spannend bis zum undurchsichtigen Ende und erst dann darf man, sozusagen im Freundeskreis, miteinander Aufatmen.
Ein herrlicher Lesegenuss für Krimifans, die witzige, ausdrucksstarke Unterhaltung und anhaltende Spannung schätzen und dabei ganz nebenbei ihr Wissen über Giftpflanzen erweitern!

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