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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2026

Atemlos bis zur letzten Seite

Nebelbeute
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Inhalt: Mila Weiss reist in ein abgelegenes Bergdorf, um endlich den Täter zu finden, der sie seit Jahren bis in ihre Träume hinein verfolgt. Doch kaum ist sie angekommen, erschüttert eine mysteriöse Mordserie ...

Inhalt: Mila Weiss reist in ein abgelegenes Bergdorf, um endlich den Täter zu finden, der sie seit Jahren bis in ihre Träume hinein verfolgt. Doch kaum ist sie angekommen, erschüttert eine mysteriöse Mordserie den Ort. Und dann verschwindet Mila spurlos. Für die Gruppe 4 beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um ihre Kollegin zu finden.

Mein Leseeindruck: War „Aschesommer“ für mich ein Highlight in 2025? Definitiv! Habe ich mich riesig auf die Fortsetzung der Reihe rund um die Gruppe 4 gefreut? Absolut! Und hat Benjamin Cors meine hohen Erwartungen erfüllt? Ja – und wie!

Von der ersten Seite an entfaltet sich eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Kaum Luft zum Durchatmen, keine Verschnaufpause, stattdessen ein Sog, der einen unaufhaltsam durch die Handlung trägt. Das Bergdorf wirkt nach außen ruhig und idyllisch, doch unterschwellig lauern in jeder Ecke Gefahr und dunkle Geheimnisse.

Im Mittelpunkt steht Mila. Stark, kompromisslos und gleichzeitig verletzlich. Ihre Jagd bringt sie näher an ihre eigene Vergangenheit als je zuvor. Besonders beeindruckt hat mich ihr Mut, nicht aufzugeben und sich ihren Ängsten zu stellen. Die Gruppe 4 steht ihr dabei fest zur Seite. Die Entwicklung der Gruppe hat mir in diesem Band besonders gut gefallen. Man spürt, wie eng sie zusammengewachsen sind und wie sehr sie füreinander einstehen. Auch die Nebenfiguren sind hervorragend gezeichnet, ob die Ermittler vor Ort oder Rochus, der stille Beobachter und Zeichner im Gasthaus, der eine ganz eigene, geheimnisvolle Note in die Geschichte bringt.

Die Spannung zieht sich konsequent durch das gesamte Buch. Ist Mila die Jägerin oder längst selbst zur Gejagten geworden? Wer steckt hinter der Mordserie? Immer wieder glaubte ich, die Lösung zu kennen, nur um im nächsten Moment von unerwarteten Wendungen überrascht zu werden. Mal ist die Spannung rasant und actionreich, dann wieder leise und unheimlich. Die Auflösung ist erschreckend, psychologisch raffiniert und dabei absolut schlüssig.

Fazit: Ein intensiver, atemloser Thriller, der einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Für mich ein absolutes Highlight und ich kann den nächsten Band der Gruppe 4 kaum erwarten!

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Mäc Mief auf Liebesmission

Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung
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Inhalt: Mäc Mief ist verliebt und das ausgerechnet in Malvina, die Cousine der verpönten Eddingbörg-Schafe. Doch als er sie wiedersehen möchte, ist sie plötzlich verschwunden. Für Mäc Mief ist schnell ...

Inhalt: Mäc Mief ist verliebt und das ausgerechnet in Malvina, die Cousine der verpönten Eddingbörg-Schafe. Doch als er sie wiedersehen möchte, ist sie plötzlich verschwunden. Für Mäc Mief ist schnell klar: Malvina wurde entführt! Gemeinsam mit seiner Freundin, der Hütehündin Bonnie, macht er sich auf die Suche nach ihr und beginnt zu ermitteln.

Unser Leseeindruck: Die „Mäc Mief“-Reihe gehört zu unseren Favoriten, daher war die Freude über einen neuen Band besonders groß. Die Figuren, allen voran das liebenswerte Schaf Mäc Mief, die kluge Hündin Bonnie und der Junge Finn, sind liebevoll gestaltet und uns längst ans Herz gewachsen. Auch das Setting in Schottland begeistert immer wieder mit stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen und kleinen Einblicken in regionale Traditionen.

In diesem Band steht Mäc Miefs erste große Verliebtheit im Mittelpunkt, was der Geschichte eine besonders charmante Note verleiht. Umso größer ist die Aufregung, als Herzens-Schaf Malvina plötzlich verschwindet. Die anschließende Suche wird humorvoll und zugleich spannend erzählt. Wir haben beim Lesen nicht nur viel gelacht, sondern auch eifrig mitgerätselt, was hinter Malvinas Verschwinden steckt.

Die farbenfrohen Illustrationen ergänzen die Geschichte wunderbar und helfen dabei, das Geschehen noch lebendiger werden zu lassen. Auch Schriftgröße und Kapitellänge sind ideal für Grundschulkinder zum Selbstlesen geeignet, aber auch zum Vorlesen für jüngere Kinder ist das Buch bestens geeignet.

Fazit: Ein rundum gelungener, witziger und spannender Kinderkrimi mit viel Herz und liebenswerten Figuren. Perfekt für junge Leserinnen und Leser, die Abenteuern und Tiere mögen.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Nächster Halt: England

OTTO fährt los – Eine Reise nach England
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Otto ist ein Campingbus, der gemeinsam mit seinen wechselnden Urlaubsfamilien die unterschiedlichsten Länder und Orte entdeckt. Diesmal führt ihn seine Reise nach England!

Mit an Bord sind Papa Martin ...

Otto ist ein Campingbus, der gemeinsam mit seinen wechselnden Urlaubsfamilien die unterschiedlichsten Länder und Orte entdeckt. Diesmal führt ihn seine Reise nach England!

Mit an Bord sind Papa Martin sowie die beiden Kinder Freda und Arthur. In England stoßen außerdem Aunt Lissy und der Dackel Daisy dazu. Besonders gut gefällt uns, dass die Familien bei jeder Reise anders zusammengesetzt sind, denn genau so vielfältig sehen Familien heute aus.

Spielerisch weckt das Buch die Neugier und vermittelt ganz nebenbei viel Wissenswertes über England: von der abwechslungsreichen Landschaft über berühmte Persönlichkeiten bis hin zu Traditionen und typischen Speisen. Kinder lernen bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Tower Bridge, Big Ben oder den Buckingham Palace kennen. Für besondere Begeisterung sorgten bei uns die Begegnungen mit Sherlock Holmes und Robin Hood. Gemeinsam kann man zu den Beatles singen, über den Geschmack von Scones rätseln und sich fragen, wie die gewaltigen Steine von Stonehenge wohl aufgestellt wurden.

Der kindgerechte Erzählstil bindet junge Leserinnen und Leser aktiv ein, indem immer wieder Fragen gestellt werden. Ganz nebenbei werden auch erste englische Begriffe vermittelt. Die Illustrationen sind dabei einfach zauberhaft und laden dazu ein, auf jeder Seite Neues zu entdecken.

Fazit: Wer würde nicht gerne mit Otto auf Reisen gehen? Wir auf jeden Fall! Und wir sind schon jetzt gespannt, wohin es ihn als Nächstes verschlägt – denn eines ist sicher, es gibt wieder viel zu lernen und zu erleben.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Die wohl berühmteste Liebestragödie der Welt

Shakespeare - Romeo und Julia
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„Denn niemals gab es ein so herbes Los
Wie Juliens und ihres Romeos.“

Shakespeares „Romeo und Julia“ gilt als eine der bekanntesten und bedeutendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Der Anaconda ...

„Denn niemals gab es ein so herbes Los
Wie Juliens und ihres Romeos.“

Shakespeares „Romeo und Julia“ gilt als eine der bekanntesten und bedeutendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Der Anaconda Verlag hat das Werk in der klassischen Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel als hochwertige Schmuckausgabe neu aufgelegt. Mit silberner Glanzprägung und der Darstellung der berühmten Balkonszene ist diese Ausgabe ein echter Blickfang und ideal als Geschenk oder zum Selbstbehalten.

Die Handlung spielt in Verona, wo sich Romeo und Julia unsterblich ineinander verlieben. Doch ihre Familien, die Montagues und Capulets, sind seit Generationen verfeindet. Heimlich heiraten die beiden, doch eine Verkettung tragischer Ereignisse nimmt ihren Lauf. Nach einem tödlichen Konflikt wird Romeo verbannt, während Julia gegen ihren Willen verheiratet werden soll. Ihre Liebe steuert unaufhaltsam auf ein tragisches Ende zu.

Im Zentrum des Dramas steht nicht nur die leidenschaftliche Liebe zweier junger Menschen, sondern auch der Konflikt zwischen individuellen Gefühlen und gesellschaftlichen Zwängen. Shakespeare zeigt eindrücklich, wie zerstörerisch Hass, Vorurteile und Missverständnisse wirken können. Auch wenn manches aus heutiger Sicht überstürzt oder schwer nachvollziehbar erscheint, verstärkt gerade dies die emotionale Tragik der Geschichte.

„Romeo und Julia“ ist somit weit mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist eine zeitlose Mahnung vor den Folgen von Hass sowie ein Plädoyer für Verständnis, Versöhnung und Menschlichkeit. Für mich ein Klassiker, den man unbedingt gelesen haben sollte.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Mutig wie ein kleiner Drache

Der kleine Drache und die grossen Augen
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Inhalt: Der kleine Luftdrache erschrickt vor einem großen Augenpaar. Doch wem gehören diese Augen? Gemeinsam mit seinen Freunden begibt er sich mutig auf die Suche nach der Antwort.

Unser Leseeindruck: ...

Inhalt: Der kleine Luftdrache erschrickt vor einem großen Augenpaar. Doch wem gehören diese Augen? Gemeinsam mit seinen Freunden begibt er sich mutig auf die Suche nach der Antwort.

Unser Leseeindruck: Schon auf den ersten Blick haben uns die Illustrationen begeistert. Der kleine Luftdrache und seine Freunde, der Wasser-, Erd- und Feuerdrache, sind liebevoll und individuell gestaltet, jeder passend zu seinem Element. Auch die Umgebung ist detailreich und farbenfroh. Regenwald, Wasserfall, Schilf sowie Tiere wie Papageien, Affen und Tiger laden dazu ein, in eine fantasievolle Welt einzutauchen.

Besonders schön ist die Darstellung der Freundschaft zwischen den vier Drachen. Sie machen sich gegenseitig Mut und halten zusammen, während sie sich gemeinsam auf den Weg machen, um dem Unbekannten auf den Grund zu gehen. Aus anfänglicher Angst wird Neugier und schließlich erkennen sie, dass sich hinter anfänglichen Befürchtungen auch etwas Schönes verbergen kann. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll es ist, Ängste zu überwinden, vor allem mit der Unterstützung guter Freunde.

Ein weiteres Highlight ist das Ende. Der kleine Drache kehrt zu seiner Mutter zurück und findet, gestärkt durch ihre liebevollen und stolzen Worte, ruhig in den Schlaf. So ein schöner Abschluss, ein sanftes Streicheln der Seele.

Fazit: Ein warmherziges, liebevoll gestaltetes Buch, das Kindern die Angst vor dem Unbekannten nimmt und sie ermutigt, sich ihren Gefühlen zu stellen, eigene Stärke zu entwickeln und dabei vielleicht etwas Wunderschönes zu entdecken.

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