Mit Crown of War and Shadow hat J. R. Ward wieder bewiesen, warum sie für viele zu den besten Fantasy-Autorinnen gehört. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte gefangen und wollte ...
Mit Crown of War and Shadow hat J. R. Ward wieder bewiesen, warum sie für viele zu den besten Fantasy-Autorinnen gehört. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte gefangen und wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die Welt ist düster, magisch und unglaublich atmosphärisch aufgebaut. Besonders das Magiesystem und die vielen gefährlichen Kreaturen haben die Geschichte für mich richtig spannend gemacht. Dazu kommen starke Charaktere, die nicht nur Tiefe besitzen, sondern auch im Laufe der Handlung immer mehr Facetten zeigen.
Sorrel mochte ich sofort. Ihre geheimnisvolle Gabe und ihre Vergangenheit machen sie zu einer super interessanten Protagonistin. Merc dagegen bringt diese gefährliche, geheimnisvolle Ausstrahlung mit, die perfekt zur Stimmung des Buches passt. Die Dynamik zwischen den beiden war intensiv und hat mich komplett abgeholt.
Der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig und sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Vor allem die kurzen Kapitel bringen viel Tempo in die Handlung. Auch optisch ist das Buch ein Highlight, Cover, Karte und Farbschnitt passen perfekt zur Geschichte
Dieses Buch hat mich komplett überrascht und am Ende absolut begeistert zurückgelassen. Die Geschichte verbindet eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre mit Intrigen, Fae-Magie und humorvollen Schlagabtauschen ...
Dieses Buch hat mich komplett überrascht und am Ende absolut begeistert zurückgelassen. Die Geschichte verbindet eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre mit Intrigen, Fae-Magie und humorvollen Schlagabtauschen auf eine unglaublich unterhaltsame Weise. Besonders das Setting mit seinem viktorianischen Flair erinnerte mich stellenweise an Bridgerton und The Selection, nur eben mit gefährlichen Fae und deutlich mehr dunklen Geheimnissen.
Im Mittelpunkt steht Ivy, die bei der Brautschau für Prinz Bram nicht nur um ihre Zukunft kämpft, sondern auch versucht, den Ruf ihrer Familie wiederherzustellen. Gerade Ivy mochte ich sehr, da sie nicht die typische perfekte Heldin ist, sondern wirkt durch ihre tollpatschige, sture und gleichzeitig mutige Art unglaublich authentisch. Ihre Emotionen waren greifbar und machten die Geschichte noch mitreißender.
Generell waren die Figuren für mich eines der größten Highlights. Die verschiedenen Kandidatinnen hatten alle ihre ganz eigenen Persönlichkeiten, Geschichten und Motive, wodurch sie lebendig und nahbar wirkten. Besonders schön fand ich, dass immer wieder andere Perspektiven eingebunden wurden. Dadurch bekam man tiefere Einblicke in die Charaktere und die Handlung wirkte noch vielschichtiger.
Die Fae wurden hier genau so dargestellt, wie ich es liebe: geheimnisvoll, manipulativ und gefährlich. Sie spielen nach ihren eigenen Regeln, schließen tückische Deals ab und sorgen ständig für unterschwellige Spannung. Wer Geschichten rund um Fae wie in Elfenkrone mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.
Auch die Atmosphäre konnte mich vollkommen abholen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und voller kleiner humorvoller Momente. Viele Szenen liefen wie ein Film vor meinem inneren Auge ab und die Dialoge haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Besonders die Prüfungen und Intrigen innerhalb der Brautschau sorgten dafür, dass die Spannung mit jeder Seite weiter anstieg.
Anfangs ließ sich das Buch noch entspannt lesen, doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Vor allem gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse mit überraschenden Wendungen, die ich teilweise überhaupt nicht kommen gesehen habe. Das Finale hat mich deshalb nochmal komplett gepackt.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm passend zum historischen Setting und wird eher elegant als übertrieben dargestellt, was ich sehr stimmig fand. Insgesamt wirkt das gesamte Buch einfach rund und atmosphärisch dicht.
Fazit: Eine spannende Mischung aus viktorianischem Flair, düsterer Fae-Magie, Intrigen, Humor und emotionalen Momenten. Die lebendigen Charaktere, die unterschiedlichen Perspektiven und die vielen unerwarteten Wendungen haben das Buch für mich zu einem echten Highlight gemacht. Ich freue mich jetzt schon riesig auf Band 2 und kann die Geschichte allen empfehlen, die Fantasy lieben.
Die Geschichte von Leena in Weavingshaw überzeugt vor allem durch ihre atmosphärisch dichte und düstere Umsetzung. Besonders gelungen ist dabei die Verbindung aus Gothic-Setting, gesellschaftlichen Themen ...
Die Geschichte von Leena in Weavingshaw überzeugt vor allem durch ihre atmosphärisch dichte und düstere Umsetzung. Besonders gelungen ist dabei die Verbindung aus Gothic-Setting, gesellschaftlichen Themen wie Ungleichheit und Machtstrukturen sowie einer stetig ansteigenden Spannung. Die Autorin schafft es, immer wieder überraschende Wendungen einzubauen und die Geschichte dadurch durchgehend fesselnd zu halten. Der Plot, das Setting und die Dynamik in dem Buch waren erfrischend Originell.
Der Schreibstil von Heba Al-Wasity ist für ein Debüt bemerkenswert ausgereift. Er ist flüssig, bildhaft und sehr atmosphärisch, wodurch man schnell in die Handlung eintauchen kann. Die Erzählweise in der dritten Person passt hervorragend zur Geschichte, da sie dem Geschehen eine gewisse Distanz verleiht, die die düstere Stimmung zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, Emotionen intensiv zu transportieren und die Lesenden an die Figuren zu binden. Irgendwann taucht man so in die Geschichte ein, dass die dritte Person gar nicht mehr weiter auffällt.
Die Figuren wirken authentisch und vielschichtig. Leena ist eine starke, aber gleichzeitig verletzliche Protagonistin, deren Handlungen durch ihre Vergangenheit und ihre familiären Bindungen nachvollziehbar sind. Besonders ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist überzeugend dargestellt. Saint Silas hingegen verkörpert einen klassischen „morally grey“ Charakter: geheimnisvoll, unberechenbar und moralisch ambivalent. Gerade diese Undurchschaubarkeit macht ihn besonders interessant. Die Dynamik zwischen den beiden ist spannungsgeladen und entwickelt sich langsam, was perfekt zum Slow-Burn-Aspekt der Geschichte passt.
Das Buch ist für mich besonders interessant aufgrund seiner einzigartigen Mischung aus düsterer Fantasy, Gothic-Elementen und emotionaler Tiefe. Die Kombination aus Geisterthematik, geheimnisvollem Anwesen und komplexen Charakterbeziehungen hebt die Geschichte von anderen Werken des Genres ab. Zudem ist es beeindruckend, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt, da sowohl das Worldbuilding als auch die Charakterentwicklung bereits auf einem sehr hohen Niveau sind. Das macht definitiv neugierig auf weitere Werke der Autorin.
Fazit:
Ein atmosphärisch dichter, spannender und emotionaler Auftakt, der mit starken Figuren, einer faszinierenden Welt und einer packenden Handlung überzeugt. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die düstere Romantasy mit Slow-Burn-Romance, Geheimnissen und vielschichtigen Charakteren mögen.
Für mich war dies das erste Buch der Autorin und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich das unglaublich detailreiche Worldbuilding. Die Welt ...
Für mich war dies das erste Buch der Autorin und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich das unglaublich detailreiche Worldbuilding. Die Welt wirkt lebendig, düster und komplex, mit klaren Machtstrukturen, Intrigen und einer spannenden Hierarchie zwischen Vampiren und den sogenannten Sigillengezeichneten.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch fällt es leicht, in die Geschichte einzutauchen und mitzufiebern. Die Beschreibungen sind bildhaft, ohne zu überladen zu wirken, und die Handlung schreitet zügig voran. Gerade die Kampfszenen sind intensiv dargestellt, während ruhigere Momente genug Raum für Emotionen lassen.
Auch die Figuren haben mir gut gefallen. Arvelle ist eine starke und zugleich authentische Protagonistin. Sie handelt mutig, aber nicht unüberlegt, und ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, da sie stark von ihrer Vergangenheit und ihrer Liebe zu ihrer Familie geprägt sind. Besonders positiv ist, dass sie nicht übermächtig wirkt, sondern immer wieder an ihre Grenzen stößt. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet, da viele von ihnen zunächst undurchschaubar bleiben und sich erst nach und nach ihre wahren Absichten zeigen.
Für mich ist das Buch besonders interessant durch die gelungene Kombination aus düsterer Fantasy, Gladiatoren-Setting und Vampir-Thematik. Dazu kommen Intrigen, Verrat und eine emotionale Liebesgeschichte, die sich stimmig in die Handlung einfügt. Diese Mischung hebt das Buch von vielen anderen Romantasy-Geschichten ab. Mit den vielen Namen und dem Magiesystem hätte ich mir nur ein Glossar gewünscht, damit ich auch beim nächsten Teil mich noch an alles erinnern kann.
Die Sprecherin des Hörbuches war ein perfect match und das die Welt zum Leben erweckt. Ich konnte direkt abtauchen!
Fazit:
Ein spannendes, emotionales und düsteres Fantasybuch mit starken Figuren, einer packenden Handlung und einer faszinierenden Welt. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die Romantasy mit viel Spannung, Intrigen und intensiven Charakterentwicklungen mögen.
Mit „Mein zärtlicher Schatten“ liefert Johanna van Veen eine eindringliche, düstere und zugleich überraschend einfühlsame Gothic Novel, die sich deutlich von klassischen Genrevertretern abhebt. Für viele ...
Mit „Mein zärtlicher Schatten“ liefert Johanna van Veen eine eindringliche, düstere und zugleich überraschend einfühlsame Gothic Novel, die sich deutlich von klassischen Genrevertretern abhebt. Für viele dürfte es der erste Kontakt mit dem Neo-Gothic sein, und genau dieser Einstieg bleibt nachhaltig im Gedächtnis.
Im Zentrum steht Roos, die seit ihrer Kindheit von einem Geist begleitet wird. Was zunächst wie ein klassisches übernatürliches Motiv erscheint, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Erzählung über Einsamkeit, Abhängigkeit, psychische Belastungen und die fragile Grenze zwischen Realität und Fantasie. Besonders stark ist dabei die Darstellung von Roos’ Innenwelt: Ihre Gedanken wirken so lebendig und greifbar, dass man sich beim Lesen fühlt, als würde man direkt in ihrem Kopf mitreisen.
Der Roman lebt weniger von plötzlichen Schockmomenten als vielmehr von einer langsam wachsenden, unterschwelligen Spannung. Diese „kriechende“ Atmosphäre zieht sich konsequent durch das gesamte Buch und sorgt für ein anhaltendes Gefühl von Unbehagen, im besten Sinne. Der bildhafte, teils poetische Schreibstil verstärkt diesen Effekt zusätzlich, auch wenn einzelne Passagen aufgrund ihrer Tiefe und Verschachtelung mehr Aufmerksamkeit erfordern.
Besonders hervorzuheben ist die sensible Auseinandersetzung mit Themen wie psychischen Erkrankungen, Trauma und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Das Buch eröffnet neue Perspektiven darauf, wie Realität wahrgenommen wird und welche Verantwortung das Umfeld im Umgang mit Betroffenen trägt. Dabei bleibt die Geschichte stets respektvoll und vermeidet vereinfachende Darstellungen.
Auch die Nebenfiguren sind überzeugend gezeichnet: vielschichtig, teils widersprüchlich und mit eigenen, oft tragischen Hintergründen. Gerade diese Ambivalenz macht sie authentisch und fügt sich nahtlos in die düstere Gesamtstimmung ein.
Ein kleiner Wermutstropfen ist das eher gemächliche Erzähltempo. Wer eine actionreiche Handlung erwartet, könnte hier an seine Grenzen stoßen. Stattdessen liegt der Fokus klar auf Atmosphäre, Charakterentwicklung und psychologischer Tiefe.
Fazit:
„Mein zärtlicher Schatten“ ist ein intensiver, atmosphärischer Roman, der sich leise entfaltet und lange nachhallt. Eine ungewöhnliche Mischung aus Gothic, Mystery und psychologischer Erzählkunst, die unter die Haut geht. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die sich auf langsame Spannung, düstere Themen und komplexe Figuren einlassen möchten.