Kuschelzeit
Schatten von Lampen auf der Bühne oder Schatten, die der Mond in Freds Zimmer wirft – davor hat Fred Angst. Aber zum Glück hat er das Kuscheltier-Kommando, dass ihm hilft, seine Ängste zu ...
Kuschelzeit
Schatten von Lampen auf der Bühne oder Schatten, die der Mond in Freds Zimmer wirft – davor hat Fred Angst. Aber zum Glück hat er das Kuscheltier-Kommando, dass ihm hilft, seine Ängste zu überwinden, mit ihm Monster sucht und bei ihm ist, wenn er einschläft.
Die Autoren haben ein wunderschönes, farbenfrohes Buch gezaubert, das ansprechend illustriert ist und bei dem es für Kinder immer wieder Neues zu entdecken gibt. Die verschiedenen Kuscheltiere haben alle eine andere Aufgabe und ein Einschlafen ohne sie kann man sich gar nicht mehr vorstellen.
Ein detailreiches und liebevoll gestaltetes Buch, dass ich sehr gerne weiterempfehle und mit dem wir eine tolle Lesezeit hatten.
Als Pina plötzlich ausfällt, gerät der Alltag ihres Sohnes Leo aus dem Gleichgewicht. Er ist auf feste Strukturen und einen geregelten Tagesablauf angewiesen – etwas, das bisher nur seine Mutter gewährleisten ...
Als Pina plötzlich ausfällt, gerät der Alltag ihres Sohnes Leo aus dem Gleichgewicht. Er ist auf feste Strukturen und einen geregelten Tagesablauf angewiesen – etwas, das bisher nur seine Mutter gewährleisten konnte. Ohne familiäre Unterstützung stehen nun die Bewohner des Hauses vor der Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen. Was zunächst von Distanz und Unsicherheit geprägt ist, entwickelt sich Schritt für Schritt zu Nähe, Fürsorge und echter Gemeinschaft.
Der Roman lebt von seinen lebendigen Figuren. Besonders Leo berührt: Seine Krankheit wird nicht klar benannt – Autismus wird zwar angedeutet, bleibt aber nebensächlich. Viel entscheidender ist sein einzigartiger Charakter, der durch die einfühlsamen Beschreibungen greifbar wird und einem sofort ans Herz wächst. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr er auf tägliche Hilfe angewiesen ist. Pina hingegen verkörpert die völlige Aufopferung und geht bis an ihre körperlichen Grenzen.
Stark ausgearbeitet ist die Entwicklung der Hausgemeinschaft. Aus Wegsehen wird Hinsehen, aus Gleichgültigkeit entsteht Verantwortung. Dabei verändern sich nicht nur die Beziehungen untereinander, sondern auch die einzelnen Figuren selbst. Zola/Alina beginnt, ihr eigenes Leben zu hinterfragen, während Woijtek als ganz anderer Charakter eine spannende Ergänzung bildet.
Der realitätsnahe und eher nüchterne Schreibstil erleichtert die Vorstellungskraft und unterstreicht die Authentizität der Geschichte. Dennoch hätte an manchen Stellen etwas mehr Wärme und Emotionalität dem Roman gutgetan. Auch wirken einige Nebengeschichten zu lang und nicht immer zielführend für die Hauptgeschichte.
Insgesamt ist „Pina fällt aus“ ein sensibler, tiefgründiger und sehr authentischer Roman. Das wichtige Thema Inklusion sowie die enorme Belastung pflegender Angehöriger werden eindrucksvoll vermittelt – spürbar geprägt von den eigenen Erfahrungen der Autorin. 4/5 Sterne
Das Buch erzählt in Form von Tagebucheinträgen aus dem Alltag von Mini, die offen und ehrlich über ihre täglichen Erlebnisse, Wünsche und Träume schreibt. Durch diese sehr persönlichen Einblicke in Gedanken- ...
Das Buch erzählt in Form von Tagebucheinträgen aus dem Alltag von Mini, die offen und ehrlich über ihre täglichen Erlebnisse, Wünsche und Träume schreibt. Durch diese sehr persönlichen Einblicke in Gedanken- und Gefühlswelt wird Mini für den Leser authentisch sowie nahbar. Der Schreibstil ist locker, humorvoll und absolut altersgerecht, sodass Leser leicht in die Geschichte hineinfinden.
Durch Minis Leidenschaft für ihren Roboter, mit dem sie täglich kommuniziert wird ihre Kreativität und ihr Erfinderreichtum wunderbar in die Handlung integriert.
Besonders gelungen sind auch die Comic-Elemente und kleinen Zeichnungen, die das Lesen auflockern. Gleichzeitig wird das Thema Anderssein feinfühlig behandelt, ohne belehrend zu wirken. Stattdessen werden Selbstvertrauen und Mut gestärkt.
Mini wächst einem als Charakter schnell ans Herz. Die angenehme Kapitellänge eignet sich das Buch ideal zum allabendlichen Vorlesen. Insgesamt ist es eine schöne Geschichte über Mut, Fantasie und das Anderssein, die durch ihre besonderen Tagebucheinträge und den alltagsnahen Sprachstil besticht. 4/5 Sterne
Heimliche Zeilen erzählt die Geschichte des 45-jährigen Christophers, der sich mit den verpassten Chancen seines Lebens auseinandersetzt. Die nachdenkliche, ruhige Handlung wird in der Ich-Perspektive ...
Heimliche Zeilen erzählt die Geschichte des 45-jährigen Christophers, der sich mit den verpassten Chancen seines Lebens auseinandersetzt. Die nachdenkliche, ruhige Handlung wird in der Ich-Perspektive erzählt. Aber nicht nur verpasste Chancen werden thematisiert, auch Schicksale, Missverständnisse und die Liebe. Durch Rückblicke wird nach und nach die Vergangenheit von Christopher sichtbar, während der Leser versucht, seine Entscheidungen zu verstehen und einen neuen Blick auf ihn zu gewinnen. Die Geschichte entwickelt sich im Laufe des Lesens und die Zusammenhänge werden sichtbar.
Trotz seiner Entwicklung bin ich mit dem Protagonisten nicht ganz warm geworden. Er bleibt mir stellenweise fremd, und einige seiner Entscheidungen sind für mich schwer nachvollziehbar. Die beiden Brüder bilden nie eine Einheit und konkurrieren untereinander. Die Autorin nimmt sich viel Zeit mit der Entwicklung ihrer authentischen Charaktere und das merkt man deutlich beim Lesen.
Insgesamt ein Roman, der durch seine ruhige, nachdenkliche Handlung lebt und für die Leser bestimmt ist, die tiefgründige, unaufgeregte Handlungen lesen möchten. 4:5 Punkte
Das Kinderbuch „Ninas Monster-Falsch geliefert“ von Rüdiger Bertram ist ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe. Meiner Tochter (7) hat das Buch sehr gut gefallen – besonders die fantasievolle Monster-Vorstellung ...
Das Kinderbuch „Ninas Monster-Falsch geliefert“ von Rüdiger Bertram ist ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe. Meiner Tochter (7) hat das Buch sehr gut gefallen – besonders die fantasievolle Monster-Vorstellung und das liebenswerte Monster Mimi, das sie sofort ins Herz geschlossen hat.
Der Schreibstil ist angenehm altersgerecht und lässt sich wunderbar vorlesen. Die Kapitel haben genau die richtige Länge für das abendliche Lesen, und die schwarz-weißen Illustrationen sind stimmig und gelungen. Besonders schön ist zu verfolgen, wie Nina als Hauptfigur immer mutiger wird, über sich hinauswächst und sich für die einzelnen Monster einsetzt. Auch die Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter.
Neben der humorvollen Handlung, inklusive einer herrlich schrägen Oma, werden auch Themen wie Zusammenhalt und sogar ein Hauch von Tierschutz kindgerecht eingebunden.
Insgesamt ist es eine warmherzige, lustige Geschichte mit viel Charme. 4/5 Sterne