Tod am See
Das letzte Buch von Marceau MillerEr hatte doch versprochen, dass er nicht mehr ungesichert klettert. Sarah ist fassungslos als sie die Nachricht erhält, dass ihr Mann nach einem Absturz vom Berg tot aufgefunden wurde. Alles sieht nach ...
Er hatte doch versprochen, dass er nicht mehr ungesichert klettert. Sarah ist fassungslos als sie die Nachricht erhält, dass ihr Mann nach einem Absturz vom Berg tot aufgefunden wurde. Alles sieht nach einem Unfall aus. Aber Sarah hat ein komisches Gefühl und an der Unfallstelle bemerkt sie einige Ungereimtheiten. Ein befreundeter ehemaliger Polizist hilft ihr, ein paar Nachforschungen anzustellen. Die Polizei allerdings, besonders in From des zuständigen Ermittlers Delmas, beharrt auf der Unfallthese. Nach und nach findet Sarah mehr Indizien, die etwas anderes aussagen. Gleichzeitig muss sie sich den Erinnerungen an Marceau stellen, der ein berühmter Schriftsteller war, aber eben auch ihr Mann.
Sarah Miller muss zum einen mit dem unerwarteten Tod ihres geliebten Mannes klarkommen, den Versuch starten, ihren Kindern gerecht zu werden, und dem Verdacht nachgehen, der Absturz könnte absichtlich herbeigeführt worden sein. Manchmal weiß sich Sarah nicht anders zu helfen als ihren überbordenden Gefühlen nachzugeben und auszurasten. Zum Glück hilft ihre Freundin Karen mit den Kindern und der Firma. So kann sich Sarah auf ihre Trauer, aber auch auf ihre Nachforschungen konzentrieren. Immer wieder denkt sie an die Vergangenheit zurück. Und dann gibt es Hinweise auf ein letztes Manuskript, die eine fieberhafte Suche auslösen.
Der See auf dem Titelbild dieses spannenden Romans wirkt sehr idyllisch wie er in die Landschaft eingebettet ist. Das Leben von Marceau Miller spiegelt das nicht wieder wie sich herausstellt. Sehr fesselnd und überraschend entwickelt sich die Handlung. Sarah wehrt sich gegen die Erkenntnis, dass ihr Mann nicht mehr da ist. Sie hat eine Wut, aus der sich nur langsam die Trauer kristallisiert. Der Weg wird schwieriger je mehr sie merkt, dass sie nicht alles von Marceau wusste. Wie kann das sein nach einer langen Beziehung? Sie und ein paar Freunde waren doch eine eingeschworene Clique. Man fühlt mit beim Lesen. Nicht jede überbordende Emotion mag vielleicht für die norddeutsche Seele zur Gänze nachvollziehbar sein, aber grundsätzlich ist man ausgesprochen gepackt von der Story, in der eine Frau ihren Mann nochmal ganz neu kennenlernen muss, nachdem dieser verstorben ist. Jede neue Wendung birgt eine Erklärung und eine Überraschung.