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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2018

Gelungen

Requiem
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Beim zweiten Lesen hat mir der dritte Teil sogar besser gefallen als beim ersten Lesen und insgesamt gesehen bietet "Requiem" einen wirklich guten Abschluss für die Trilogie. Ich finde es gut, dass der ...

Beim zweiten Lesen hat mir der dritte Teil sogar besser gefallen als beim ersten Lesen und insgesamt gesehen bietet "Requiem" einen wirklich guten Abschluss für die Trilogie. Ich finde es gut, dass der dritte Teil direkt an den zweiten Teil anschließt, der mit Alexs plötzlichem Auftauchen überrascht hat. Den Konflikt zwischen ihm, Lena und Julian finde ich gut dargestellt, auch wenn es anfangs schmerzte von Alexs so abweisenden Verhalten zu lesen. Jedoch ist er einfach verletzt, was man als Leser akzeptieren muss. Lena machte die größte Entwicklung im zweiten Teil durch und diese hat sich im dritten Teil verfestigt. Das Beschreiben des Lebens in der Wildnis finde ich im dritten Teil sogar etwas besser dargestellt als im zweiten Teil, was aber auch daran liegt, dass es hier mehr Details zu diesem gibt und auch einige Überraschungen.

Die Kapitel aus Hanas Sicht haben mir jedoch am besten gefallen, weil man durch diese von den Auswirkungen der Aufstände in den Städten der Geheilten erfährt. Außerdem merkt man beim Lesen, dass sie eine starke Entwicklung durchmacht, was toll anzusehen ist. Da Lena in diesem Teil teilweise etwas zu verbittert erscheint, wirkt Hana durch ihre Entwicklung teilweise sogar etwas sympatischer.

Auch wenn die Geschichte sich etwas zieht, kommt es am Ende zu einem spannenden Abschluss, der den Leser nicht mehr loslässt. Den Schluss finde ich wirklich gut gelungen. Ich weiß, dass sich viele über das offene Ende ärgern, jedoch könnte ich mir kein besseres vorstellen. Lauren Oliver lässt durch diesen den Leser nämlich seine eigenen Vorstellungen haben und die Hauptbotschaft ist durch den fulminanten Abschluss bestens beim Leser angekommen.

Fazit: Ein gelungener zweiter Teil mit einem spannenden und unerwarteten Ende.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Ein etwas anderer New Adult - Roman mit einer selbstbewussten Hauptperson

Der letzte erste Blick
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"Der letzte erste Blick" hat mich positiv überrascht. Ich erwartete einen gewöhnlichen New Adult - Roman, doch stattdessen entpuppte sich Bianca Iosivonis Werk als etwas Besonderes, das nicht mit anderen ...

"Der letzte erste Blick" hat mich positiv überrascht. Ich erwartete einen gewöhnlichen New Adult - Roman, doch stattdessen entpuppte sich Bianca Iosivonis Werk als etwas Besonderes, das nicht mit anderen Werken des Genres vergleichbar ist.
Vor allem Emerys Charakter ist der Grund dafür, da sie sehr selbstbewusst, stark, frech und erst recht nicht auf den Mund gefallen ist. Meiner Meinung nach sollte es viel mehr weibliche Hauptpersonen wie sie geben. Dylan punktet jedoch genauso sehr mit seinem Charakter, da er kein Bad Boy ist und stattdessen sehr real wirkt. Dafür aber auch auf ehrliche Weise lieb und damit hat er sich sofort in mein Herz geschlichen.
Die weiteren Charaktere hat die Autorin ebenfalls sehr gut und lebensnah beschrieben, so, dass man sich in der Geschichte sofort wohl fühlt.
Die Chemie zwischen Emery und Dylan stimmt sofort, jedoch lässt Bianca Iosivoni ihnen trotzdem Zeit sich ihre Gefühle entwickeln zu lassen, so, dass es hier nicht den Liebe auf den ersten Blick - Moment gibt, den man aus anderen Büchern des Genres kennt. Besonders gelungen finde ich die Idee, mit den lustigen Streichen, die die beiden sich gegenseitig spielen. Das macht die Geschichte wirklich besonders und bringt den Leser oft zum lachen.
Bis zum Ende hin bleibt es spannend, da man nicht wirklich weiß, ob Emery und Dylan wirklich zusammen kommen werden. Vor allem nachdem Emery Dylans Geheimnis herausfindet.
Ein weiterer Punkt, der die Geschichte für mich so besonders macht, ist aber auch das realistische Beschreiben des Studentenlebens von Emery und ihren neuen Freunden. Vor allem finde ich es gut wie beschrieben worden ist, dass Dylan so viel arbeiten muss um sich sein Studium finanzieren zu können. Genauso wie auch Emery ein gutes Verhältnis zu ihrer Familie hat (ebenfalls nicht ganz so typisch für das Genre) und auch die Thematik des Vermissens dieser und ihrer Heimatstadt in dem Buch Platz findet.
Somit hat "Der letzte erste Blick" viel mehr als nur eine Liebesgeschichte zu bieten, sondern auch starke Charaktere, gute Freundschaften und lustige wie auch gefühlvolle Momente.

Fazit: Ein New Adult - Roman, der mich positiv überrascht hat und nicht nur durch gute Ideen überzeugt, sondern vor allem durch die starken Charaktere.

Veröffentlicht am 20.02.2018

Eine einmalige Idee

Delirium
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"Delirium" habe ich vor fünf Jahren zum ersten Mal gelesen und seit dem ist die Geschichte ein Teil von mir und hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Das liegt daran, dass ich die Idee einfach nur ...

"Delirium" habe ich vor fünf Jahren zum ersten Mal gelesen und seit dem ist die Geschichte ein Teil von mir und hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Das liegt daran, dass ich die Idee einfach nur genial und faszinierend finde. Während dem Lesen des Buchs stellt man sich nämlich tatsächlich die Frage, ob man die Liebe vielleicht nicht wirklich als Krankheit sehen kann.
Lauren Olivers Schreibstil ist angenehm zu lesen und sie schafft es Lenas Innenleben gut darzustellen, so, dass man sich schnell ein Bild von ihr machen kann. Ich finde es vor allem gut, dass Lena als so normal und durchschnittlich beschrieben wird, da sich dadurch jeder in sie hineinversetzen kann. Hätte man stattdessen ihre beste Freundin Hana als Hauptperson genommen, wäre es aufgrund ihres großen Selbstbewusstseins sicher anders gewesen. Das erlaubt Lauren Oliver auch, Lena eine starke Entwicklung durchlaufen zu lassen.
Man findet sich sofort zurecht in der Geschichte und sie wird bis auf die letzten Seiten ohne viel Hektik erzählt. Stattdessen erhält der Leser Zeit Lenas Leben mitzuverfolgen, genauso wie die Veränderung ihrer Einstellung zur Liebe. Das ist wichtig, da ein so sensibles Thema, das in dem Roman auch philosophisch aufgearbeitet wird, viel Raum braucht um richtig aufgearbeitet zu werden.
Trotzdem bleibt das Buch spannend, da es immer wieder zu rasanten Momenten kommt und man gleichzeitig wissen möchte, was am Ende passiert und ob Alex und Lena noch eine Chance erhalten.
Das Finale ist packend und schockierend. Beim ersten Lesen lösten die letzten Sätze Tränen in meinen Augen aus, aber mehr möchte ich auch nicht dazu sagen, da man es einfach selbst gelesen haben muss. Auf jeden Fall möchte man danach sofort Teil Zwei lesen.

Fazit: Eine faszinierende und spannende Geschichte, welche auf einer tollen Idee basiert.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Mein Lieblingsteil der Reihe

Smaragdgrün
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Wie auch schon in den ersten beiden Teilen begeistert Kerstin Gier mit ihrer perfekt durchdachten Geschichte, großer Spannung und humorvollen Erzählen. Dabei hat sie es sogar geschafft sich mit dem dritten ...

Wie auch schon in den ersten beiden Teilen begeistert Kerstin Gier mit ihrer perfekt durchdachten Geschichte, großer Spannung und humorvollen Erzählen. Dabei hat sie es sogar geschafft sich mit dem dritten Teil selbst zu übertreffen, der meiner Meinung nach am Spannendsten und Besten war.
Und das allein ist schon eine Leistung, weil viele mehrteilige Reihen immer schlechter werden und mir bei vielen Trilogien der letzte Teil am wenigsten gefiel. Hier war das glücklicherweise nicht der Fall und der dritte Teil war so spannend, dass ich ihn in nur zwei Tagen durchgelesen hatte. Auch die Liebesgeschichte von Gwendolyn und Gideon gewinnt hier an mehr Tiefe und erscheint aufgrund der schnellen Entwicklung von dieser hier weniger absurd als in den ersten beiden Teilen. Hier merkt man erst richtig, dass die beiden wirklich füreinander geschaffen sind.
Auch für die Nebenfiguren nimmt dich die Autorin viel Zeit wie in den ersten beiden Teilen und beschreibt diese mit genauso viel Liebe wie in "Rubinrot" und "Saphirblau", womit "Smaragdgrün" wirklich keine Schwächen aufweist.
Das Schöne an "Smaragdgrün" ist, dass hier alle Fragen, auch die kleinsten eine Antwort finden und man ein packendes würdiges Finale erhält. Ich muss dabei zugeben, dass ich hier leider auch bemerkt habe wie viel wichtiges ich vom ersten Lesen wieder vergessen habe.
Abschließend kann ich sagen, dass sich das Wiederlesen der Edelstein-Trilogie mehr als gelohnt hat und ich die Reihe wahrscheinlich wieder irgendwann lesen werde, vor allem, wenn sie sich so schnell liest. Es ist einfach beeindruckt, wie Kerstin Gier es schafft eine spannende und einzigartige Story, Romantik und viel Humor in einer Buchreihe zu vereinigen.

Fazit: Ein würdiger spannender Abschluss, der keine Fragen offen lässt und weitere Geheimnisse offenbart.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Süß, realistisch und berührend - Ein wirklicher Schatz

Eleanor & Park
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Ich wollte diesen Roman schon seit Ewigkeiten lesen, dabei weiß ich gar nicht mehr genau wie ich darauf gestoßen bin. Wahrscheinlich war es durch Rainbow Rowells anderen Roman "Fangirl", den ich interessant ...

Ich wollte diesen Roman schon seit Ewigkeiten lesen, dabei weiß ich gar nicht mehr genau wie ich darauf gestoßen bin. Wahrscheinlich war es durch Rainbow Rowells anderen Roman "Fangirl", den ich interessant fand. Letztes Wochenende entdeckte ich "Eleanor und Park" dann zufällig in der Bücherei ohne damit zu rechnen und habe das Buch sofort mitgenommen.
Mit sehr hohen Erwartungen habe ich den Roman angefangen zu lesen und diese hohen Erwartungen wurden zum größten Teil auch erfüllt. Zunächst muss ich sagen, dass man nach den ersten zehn Kapiteln das Buch einfach anfängt zu lieben. Über dieses Gefühl kommt man nicht hinweg. Ebenfalls ist es so, dass man die ersten hundert Seiten oder einfach den Anfang der Liebesgeschichte mit nur einem einzigen Wort beschreiben kann: "Süß." Und die Geschichte ist nichts anderes als süß und zugleich wunderschön. Es gibt einfach keine Worte um zu beschreiben was für ein Gefühl es ist, wenn man zuerst davon liest wie Eleanor stumm die Comics mitliest oder später ihr Park eine aufgenommene Kassette schenken will und sie sich nicht traut zu sagen, dass sie keine Batterien für ihren Walkman hat. Wenn ich schon anfange über Kassetten und Walkmans zu schreiben, darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Geschichte 1986 spielt. Das erkennt man auch daran, dass das Thema Rassismus hier noch eine Rolle spielt. Diese Jahreszahl macht die Liebesgeschichte noch süßer, weil es eben kein Internet oder irgendwelche Handys gibt, mit denen man telefonieren kann. So ist es für Eleanor etwas ganz besonderes als sie beim Babysitten in einem Haus mit Telefon endlich mit Park telefonieren kann, weil sie zuhause keins besitzt.
Nach den ersten 150 Seiten merkt man aber auch, dass die Geschichte nicht nur süß ist, sondern auch durchhaus ernsthaft. Eleanors Familiensituation ist mehr als schrecklich, weil ihr Stiefvater gewalttätig ist und ihr leiblicher Vater keinen Kontakt zu seinen Kindern haben will Eleanor muss außerdem mit ihren vier Geschwistern in einem kleinen Zimmer schlafen, was auf lange Sicht nicht gut funktionieren kann. Die schlechte finanzielle Situation ihrer Familie ist auch der Grund für ihre eigenartigen Kleider. Das Problem ist nur, dass Park und die anderen Mädchen, die sie in der Schule mobben nichts davon wissen, was alles tragischer aussehen lässt. Eleanors Geschichte berührt einen und nach einer Zeit wird dem Leser klar, dass nur ihre Momente mit Park zu den schönen ihres Tages gehören, weil es bei ihr zuhause und mit den restlichen Mitschülern so schrecklich ist. Das nimmt einen so mit, dass ich zweimal beim Lesen Tränen in den Augen hatte.
Die Liebesgeschichte ist einer der schönsten, die es gibt, weil sie sich zögernd entwickelt und jede Kleinigkeit als etwas Besonderes erzählt wird. Während andere Autoren aus dem ersten Kuss, der schnell kommt, kein Drama machen, lässt Rowell diesen spät kommen und beschreibt ihn mit solch einer Besonderheit, dass es einen mehr als berührt. Genauso wie das erste Händchenhalten. Diese Intensivität, mit der erzählt wird, macht den Roman einfach großartig und dafür braucht man nicht viel Aktion oder Spannung.
Ein weiterer positiver Punkt, ist, dass diese Geschichte absolut realistisch erscheint, mit real wirkenden Personen. Park ist Halbkoraner. Dabei ist sein Vater über etwas leicht mädchenhaftes an ihm enttäuscht und im Gegensatz zu so vielen anderen Jungs aus anderen Büchern beschreibt Eleanor ihn mit kurzen und nicht langen Wimpern. Eleanor sieht wie zuvor erwähnt auch nicht perfekt aus. Sie ist pummelig, hat rote wilde Locken, schminkt sich nicht und hat einen eigenartigen Kleidungsstil.
Park ist in dem Punkt auch kein edler Ritter, weil er Eleanor genauso wie der Rest der Schule deswegen verurteilt und kommt ihr erst später näher. Während ihrer Beziehung macht er auch ständig Fehler, was Eleanor denken lässt, dass sie ihm peinlich ist, aber genau das macht diese Geschichte realistisch. Rowell erzählt nicht klischeehaft von einem Jungen, der als einziger eine Außenseiterin nicht sofort verurteilt. Wie soll es auch anders sein, wenn Eleanor der Meinung ist, dass sich Shakespeare in "Romeo und Julia" über die Liebe lustig macht. All das macht "Eleanor & Park" zu so etwas besonderen. Man merkt, dass sie sich nur wegen ihrem Charakter ineinander verlieben und danach erst beginnt man das Äußere zu lieben, weil es den Charakter, den man so liebt, wiederspiegelt.
Was ich jedoch auch nicht leugnen will, ist das die Geschichte mit ihrem sehr guten Anfang zum Ende hin leider etwas schwächer wird. Man weiß zwar, dass irgendetwas schlimmes passieren wird, aber als es dann soweit ist, wird das für meinen Geschmack viel zu schnell und einfach runter erzählt. Auch das Ende ist leider etwas komisch, weil es eher offen ist. Zwar könnte man davon ausgehen, dass die beiden nach Eleanors Brief wieder zusammen kommen, aber gleichzeitig könnte es auch sein, dass das einfach nur ihre letzten Worte an Park sind um mit einem wunderschönen Kapitel ihres Lebens abzuschließen. Ein Epilog wäre da sehr aufschlussreich gewesen. Was man aber nicht vergessen darf, ist, dass Rowell ihre Geschichte nicht klischeehaft erzählt, weswegen ein anderes Ende vermutlich auch unpassend gewesen wäre. Somit muss man sich mit diesem abfinden, weil es einfach das Passendste ist und so wie es geschrieben wurde zu "Eleanor & Park" gehört.

Fazit: Eine wunderschöne und süße Liebesgeschichte, für die es kaum Worte gibt, um sie zu beschreiben. "Eleanor & Park" geht ans Herz und lässt einen, nach dem Lesen nicht mehr los. Ein Buch, das einfach nur einzigartig ist.