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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2026

Guter Ostsee-Krimi

Fischland-Verrat
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Bei Kassandra kehrt keine Ruhe ein, denn ihr krimineller Ex-Mann kehrt zurück und bittet sie um Hilfe. Er wird verfolgt und muss sich verstecken und fürchtet um sein Leben. Kassandra lässt sich überreden ...

Bei Kassandra kehrt keine Ruhe ein, denn ihr krimineller Ex-Mann kehrt zurück und bittet sie um Hilfe. Er wird verfolgt und muss sich verstecken und fürchtet um sein Leben. Kassandra lässt sich überreden und gerät damit in einen neuen Kriminalfall. Denn mitten im Hafen taucht eine Frauenleiche auf, die bei Eintreffen der Polizei aber verschwunden ist

Das Buch ist die Fortsetzung der Reihe um die Geschehnisse in Wustrow. Wie immer tauchen die altbewährten Personen auf und man erkennt auch Wustrow und Umgebung wieder. Der Fall an sich war für mich nicht superspannend. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die Sache in Fahrt kam und man überhaupt dahinter kam, um was es konkret geht. Ich glaube, ein wenig Straffung hätte hier der Geschichte gut getan. Doch insgesamt war das Buch wie immer gut lesbar und macht Lust, das Fischland erstmals oder erneut zu besuchen

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Irgendwie charmant

Hope Joanna
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Hope Joanna ist Polizistin und arbeitet seit kurzem mit einem neuen Team zusammen. Nachts hat sie sich gegen eine Horde Männer gewehrt und das wurde gefilmt und nun wird sie von der Innensenatorin als ...

Hope Joanna ist Polizistin und arbeitet seit kurzem mit einem neuen Team zusammen. Nachts hat sie sich gegen eine Horde Männer gewehrt und das wurde gefilmt und nun wird sie von der Innensenatorin als neue Hoffnung Berlins aufgebaut und muss sich auf Social Media zeigen, auch wenn sich ihre Begeisterung dazu in Grenzen hält. Gleichzeitig hat sie einen sehr komischen Fall zu bearbeiten und es wird nicht der einzige bleiben…

Das Buch ist irgendwie schräg und charmant. Ich kann es nicht anders beschreiben. Als Kriminalroman ist es eigentlich ein wenig spannungslos, als witziges Buch nicht richtig witzig genug. Und trotzdem liest man es gern und kann es trotz des teilweise sehr unwahrscheinlichen Geschehens tatsächlich genießen und fühlt sich gut unterhalten. Viele Sachen sind wirklich absolut absurd und normalerweise würde ich das Buch dann in der Luft zerreißen. Aber hier muss ich einfach sagen, es hat was. Ich weiß zwar nicht was, aber es hat was und so kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Sehr solider Krimi

Totentanz
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Marie ist Reporterin in Südtirol. In letzter Zeit hat sie es vor allem mit rätselhaften Todesfällen zu tun. Ein schwerer Unfall mit dem Motorrad, ein toter Pfarrer oder komische Inszenierungen von ermordeten ...

Marie ist Reporterin in Südtirol. In letzter Zeit hat sie es vor allem mit rätselhaften Todesfällen zu tun. Ein schwerer Unfall mit dem Motorrad, ein toter Pfarrer oder komische Inszenierungen von ermordeten Menschen. Sie ermittelt mehr oder weniger auf eigene Faust und teilweise gegen die Anweisung ihres Chefs und sieht als einzige bestimmte Zusammenhänge.

Das Buch wird als Südtirol-Thriller beschrieben. Das war es für mich ganz und gar nicht. Stattdessen würde ich es eher als sehr soliden Regionalkrimi bezeichnen. Warum? Für einen Thriller fehlte mir durchweg etwas die Spannung. Außerdem kam mir viel zu viel Privates darin vor. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Es lässt sich sehr gut lesen und die Einbindung Südtiroler Befindlichkeiten, Spezialitäten oder einfach nur Beschreibungen von Land und Leuten ist gelungen. Ich kenne mich in Südtirol nur wenig aus, aber die Orte, die ich besucht habe, habe ich im Buch sofort wiedererkannt. Als Beispiel die Beschreibung des Kalterer Sees, wo man wirklich nicht mehr an den See herankommt. Die Geschichte um die Hintergründe der Morde ist interessant. Wenn ich wieder dort in der Nähe bin, werde ich mir das beschriebene Kunstwerk gern ansehen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich für das Buch eine Leseempfehlung für diejenigen ausspreche, die regionale Krimis und Südtirol mögen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Sehr gut lesbar

Die Erfinderin der Freiheit
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Dresden 1908, wie in ganz Deutschland üblich haben die Frauen wenig Rechte. Sie dürfen nur mit Zustimmung ihres Ehemanns arbeiten, ein Konto besitzen und Entscheidungen treffen. Christine ist ledig und ...

Dresden 1908, wie in ganz Deutschland üblich haben die Frauen wenig Rechte. Sie dürfen nur mit Zustimmung ihres Ehemanns arbeiten, ein Konto besitzen und Entscheidungen treffen. Christine ist ledig und arbeitet als Sporttherapeutin im Sanatorium Lahmann auf dem Weißen Hirsch. Als sie beobachtet, dass Frauen aufgrund der Korsettschnürung oft in Ohnmacht fallen, erfindet sie den ersten Büstenhalter. Sie hat es nicht einfach, diesen bekannt zu machen und davon leben zu können. Ebenso geht es der Kaffeefilter-Erfinderin Melitta. Die Frauen kämpfen sich gemeinsam durch.

Das Buch ist ein historischer, sehr gut lesbarer Wohlfühl-Roman. Über die Erfinderin des BH ist relativ wenig bekannt und so hat die Autorin eine Geschichte rundherum konstruiert, wie es möglich gewesen wäre. Sehr gut eingebaut sind die damaligen Ereignisse in Dresden und auch die Örtlichkeiten. Den Testlesern sind allerdings einige Sachen durchgerutscht. So schreibt sie einmal, dass der Herd heruntergedreht wird. In der damaligen Zeit gab es zwar schon vereinzelt Gas- oder Elektroherde, allerdings dürften sie in einem Haushalt, der gerade so die Miete zusammenbringt, noch nicht existiert haben. Da wurde eher mit Kohle oder Holz geheizt und gekocht. Gleiches gilt für die Bemerkung, dass das Radio angedreht und ein Weihnachtskonzert gesucht wird. Das gab es erst 1923. Und auch hier wird es das in einem eher ärmlichen Haushalt nicht gegeben haben. Ansonsten wird Dresden aber sehr gut dargestellt und ist immer eine Reise wert. Gleichzeitig ist das Buch auch sehr gut lesbar und bekommt von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Irgendwie ganz nett

Mord in der Pension Möwennest
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Nora war mehr als 30 Jahre Nonne in einem Kloster. Nicht direkt freiwillig, sie hat eine eher tragische Geschichte. Ihre ehemalige Novizin Frieda hat das Kloster verlassen und ihr regelmäßig Briefe geschrieben. ...

Nora war mehr als 30 Jahre Nonne in einem Kloster. Nicht direkt freiwillig, sie hat eine eher tragische Geschichte. Ihre ehemalige Novizin Frieda hat das Kloster verlassen und ihr regelmäßig Briefe geschrieben. Als diese plötzlich ausbleiben und es von Frieda keine Spur mehr gibt, verlässt auch Nora das Kloster und begibt sich auf die Suche und landet undercover in der Pension Möwennest, wo Frieda zuletzt gewohnt hat. Doch die Leute dort sind eigenartig und bald schon folgt ein Toter nach dem nächsten. Die Polizei ermittelt allerdings nur mäßig.

Das Buch ist irgendwie ganz nett. Ich kann es gar nicht so richtig fassen. Es liest sich ziemlich gut, allerdings fehlte mir die ganze Zeit viel Spannung. Alles plätschert ein wenig vor sich hin und die Personen sind fast alle mehr als nur schräg. Relativ zeitig hatte ich auch einen Verdacht, wenn auch aus einem etwas anderen Grund. Ich spreche eine Leseempfehlung aus, allerdings ausschließlich für Leute, die auf Cosy crime stehen. Diese werden das Buch mögen.

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