Eine Geschichte mit Tiefgang
Rückkehr nach St. MaloNach dem Tod seines Vaters kehrt Yann zurück nach St. Malo in die alte Familienvilla. Er erlebte dort mit seinem Bruder herrliche Sommertage am Meer. Im Arbeitszimmer seines Vaters stößt Yann auf alte ...
Nach dem Tod seines Vaters kehrt Yann zurück nach St. Malo in die alte Familienvilla. Er erlebte dort mit seinem Bruder herrliche Sommertage am Meer. Im Arbeitszimmer seines Vaters stößt Yann auf alte Unterlagen, die sein Urgroßvater zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasst hat. Damals wurde das Haus erbaut, denn als sein Urgroßvater seine große Liebe geheiratet hat, träumte er von einer großen Familie. Er gründete eine erfolgreiche Reederei, die bis heute bekannt ist. Yann stößt auf ein altes Familiengeheimnis. Er stellt hartnäckige Nachforschungen an. Immer wieder spielt in den Geschichten diekleine Insel Cezembre vor der Küste von St. Malo eine wichtige Rolle. Ihre Geschichte scheint mit Yanns Familie eng verbunden zu sein.
Wer sich für den Roman "Rückkehr nach St. Malo" von Helene Gestern entscheidet, wird es nicht bereuen. Die Geschichte strahlt eine Ruhe aus, die sich auf den Leser überträgt. Das liegt nicht zuletzt am Schreibstil der Autorin. Man hat den Eindruck, das Meer wirkt moch beim Lesen beruhigend. Die Geschichte erzählt von Generationen einer Familie, in der die Männer nie gelernt haben, Liebe zu zeigen. Sie erzogen ihre Söhne so, wie sie erzogen wurden - mit Zucht und Ordnung! Helene Gestern beschreibt dies mit bewegenden Worten. Erst nach und nach fügt sie die Fakten, die dazu führten, zu einem Bild zusammen. Auf jeden Fall bleibt man betroffen zurück. Das Buch beweist, daß es für eine Versöhnung auch Verständnis braucht. Und das sogar über den Tod hinaus!