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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2017

Interessanter Roman

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
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Von John Green hatte ich noch nichts gelesen, obwohl er mit vielen Preisen als Jugendautor ausgezeichnet wurde. Mit diesem Roman „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist es ein guter Einstieg und man merkt, ...

Von John Green hatte ich noch nichts gelesen, obwohl er mit vielen Preisen als Jugendautor ausgezeichnet wurde. Mit diesem Roman „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist es ein guter Einstieg und man merkt, das er seine Preise verdient hat. Su, wie er seine Protagonistin, die 16jährige Aza Holmes über ihre psychische Krankheit erzählen lässt, ist einfach brillant. Azas Ängste sind dramatisch, überall sieht sie böse Bakterien und ihre fiesen Gedanken sagen ihr immer wieder, da kann man dran sterben. Dabei ist sie ein kluges Mädchen. Da passt sogar der Titel besonders gut.
Azas Freundin Daisy ist ein guter Kontrast. Sie ist zwar etwas überdreht, aber sonst könnte sie mit Azas Macken, nicht so gut umgehen. Das stelle ich mir etwas nervig vor.
Mit dem schüchternen Milliardärssohn Davis freundet Aza sich an. Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man das witzig finden, wie sie über die Mikroben beim Küssen nachdenkt. Die Sache mit seinem verschwundenen Vater ist irgendwie unrealistisch.
Der Autor muss sich gut mit der Materie befasst haben, da er Azas Problem so detailliert beschrieben hat.
Im Großen und Ganzem war ich von dem Roman angetan und habe ihn gerne und mit Interesse gelesen. Ich kann ihn empfehlen.

Veröffentlicht am 02.06.2026

Milos Entführung

Alles ihre Schuld
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Milos Entführung

Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, musste ich den Roman „Alles ihre Schuld„ unbedingt weiterlesen.
Die Autorin Andrea Mara schreibt spannend und realistisch über eine Entführung ...

Milos Entführung

Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, musste ich den Roman „Alles ihre Schuld„ unbedingt weiterlesen.
Die Autorin Andrea Mara schreibt spannend und realistisch über eine Entführung eines kleinen Jungen, über Schuldgefühle und Ängste.
Marissa hat ihren Sohn erlaubt, bei einem Freund zu bleiben und als sie ihn abholen will, ist er nicht da. Die Adresse stimmt gar nicht.
Jenny, die Mutter des Jungen, die ihr geschrieben hat, dass der Junge da bleiben soll, wusste von nichts.
Als sich herausstellt, dass Jennys Kindermädchen Stella etwas damit zu tun hat, will sie bei der Suche helfen.
Die Motive sind unklar. Es gibt auch keine Lösegeldforderung.
Erschreckend sind die Kommentare in den sozialen Medien, die auf den Suchanfragen zu sehen sind.
Die Autorin schreibt in einem Stil, bei den man die Situationen der Figuren mitfühlen kann.
Ich war gefangen von dem Roman, bis es die ersten Ermordeten gab.
Das macht es vielleicht dramatischer, störte mich aber.
Es ergab noch einige echt erschreckende Erkenntnisse.
Es war ein Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 01.05.2026

Erinnerung an Sizilien

Die Scheinheiligen
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Die britische Schriftstellerin Jo Hamya hat in ihrem Roman „Die Scheinheiligen“ über eine nicht so einfache Vater Tochter Beziehung.
Es beginnt 2010 auf Sizilien. Die jugendliche Sophia soll den Urlaub ...



Die britische Schriftstellerin Jo Hamya hat in ihrem Roman „Die Scheinheiligen“ über eine nicht so einfache Vater Tochter Beziehung.
Es beginnt 2010 auf Sizilien. Die jugendliche Sophia soll den Urlaub bei ihrem Vater verbringen. Der ist Schriftsteller und muss sein Buch fertig schreiben.
Es ist erschreckend, denn zwischen den Beiden gibt es kein miteinander.
2020 hat Sophia ein Theaterstück geschrieben, der Vater kommt zur Aufführung und muss sein Versagen mit ansehen.
Der Roman zeigt eine Familie, die nicht miteinander Kommuniziert.
Da ist das gegenseitige Verstehen schwach.
Das hat die Autorin ganz gut hinbekommen, aber das ganze ist etwas kühl.
Das Buch liest sich gut.

Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein Geständnis

So, in etwa, ist es geschehen
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Ich durfte wieder einen Roman von Sharon Dodua Otoo, genießen.

„So, in etwa, ist es geschehen“ ist ein besonders gelungenes Werk geworden.
Der Roman beginnt mit einem Brief der Amata Haller an ihre Herausgeberin.
Es ...


Ich durfte wieder einen Roman von Sharon Dodua Otoo, genießen.

„So, in etwa, ist es geschehen“ ist ein besonders gelungenes Werk geworden.
Der Roman beginnt mit einem Brief der Amata Haller an ihre Herausgeberin.
Es wird zu einem Geständnis.
Sie hat ihren Kollegen Heinz Brockhaus erdrosselt.
Die Autorin hat das sehr gut umgesetzt.
Den Heinz hat sie , als eine Labertüte dargestellt. Wenn man so jemanden von der Fahrt von Berlin bis zum Timmerdorfer Strand mitmachen muss, kann man leicht durchdrehen.

Das Alles ist mit einem besonderen Sound gestaltet.
Diesen Roman habe ich gerne gelesen und kann ihn weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 21.04.2026

Fragen über Fragen

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Der Roman „Das letzte Buch von Marceau Miller“ ist geschrieben von Marceau Miller.
Das der Schriftsteller unter dem gleichen Namen führt, den er auch sein Protagonist gibt, ist mir ein Rätsel.
Eigentlich ...



Der Roman „Das letzte Buch von Marceau Miller“ ist geschrieben von Marceau Miller.
Das der Schriftsteller unter dem gleichen Namen führt, den er auch sein Protagonist gibt, ist mir ein Rätsel.
Eigentlich ist Marceau Millers Frau Sarah am kämpfen. Denn sein Tod gilt als Unfall. Sarah glaubt das nicht.
Leider haben die meisten Freunde Dreck am Stecken, also kann sie sich auf keinen verlassen.
Vor zwanzig Jahren ist Marceaus Schwester verschwunden. Der damalige Ermittler versucht Marceaus Tod aufzuklären.
Das geht sogar so weit, das er selber von der Polizei in Verdacht gerät.
Der Roman ist außerordentlich aufregend und spannend gestaltet.
Genau wie Sarah rätselt der Leser an allem, was ist da wirklich geschehen.
Dann ist Marcaus Manuskript, in dem er von seiner Schwester Erkenntnisse erzählt haben will . Da gibt es viele Geheimnisse.
Ich kann den Roman gerne empfehlen.