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Veröffentlicht am 03.05.2026

skurrile und unterhaltsame Krimikomödie mit ganz viel Lokalkolorit

Blind Date im Heu
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Autor Herbert Hirschler lässt in der Krimikomödie „Blind Date im Heu“ die Revierinspektorin Marie Unterholzer in ihrem zweiten Fall ermitteln.

Sendezeit im beschaulichen österreichischen Marienschlag: ...

Autor Herbert Hirschler lässt in der Krimikomödie „Blind Date im Heu“ die Revierinspektorin Marie Unterholzer in ihrem zweiten Fall ermitteln.

Sendezeit im beschaulichen österreichischen Marienschlag: „Blind Date im Heu“, eine Kuppelshow, soll hier gedreht werden – und zwar live. Dabei sollen die „Prinzen“ die große Liebe finden. Doch bereits bei der Eröffnungssendung kommt es zum Super-Gau: einer der Prinzen ist tot. War es Mord? Marie Unterholzer glaubt nicht an einen natürlichen Tod und beginnt, unterstützt von der eigenwilligen Janine und dem technikverrückten Tobi, mit den Ermittlungen. Plötzlich gibt es ein weiteres Todesopfer und die Fragen werden dadurch nicht weniger. Dass das ganze Land zusieht, macht die Sache auch nicht einfacher.

Das Cover gefällt mir sehr gut und die Farben sind toll gewählt. Die Herzchengirlande wirkt zwar etwas verspielt, passt aber ausgezeichnet zum Inhalt des Buches.

Als Krimikomödie aus Österreich wird das Buch bezeichnet und es wird dieser Kategorisierung absolut gerecht. Mit viel Humor gewürzt, erzählt Herbert Hirschler einen Krimi mit überraschenden Wendungen. Dabei bietet die skurrile Mischung aus Dorfidylle, Reality-TV und Mordfall eine faszinierende Kombination.

Marie als ermittelnde Hauptfigur mag ich mit ihrer geerdeten Lebensweise sehr. Eine taffe und dennoch sehr nahbare Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht und absolut „ihr“ Marienschlag repräsentiert. Ein Ort, den man ebenso wie seine eigenwilligen Bewohner einfach gern haben muss. Unerschütterlich bleiben sich die Marienschlager treu und lassen sich nicht ins Bockshorn jagen.

Gekonnt finde ich die unterschwellig eingewobene Kritik an Reality-TV sowie übergriffigen Männern. Zudem haben mich die im Dialekt eingeflochtenen Worte und Sätze herrlich unterhalten. Wer sich mit den im Dialekt gehaltenen Äußerungen schwer tut, findet im hinteren Teil des Buches ein erklärendes Glossar.

Schade fand ich, dass man sich das Motiv hinter den Morden als Leser nicht erschließen konnte. Am Ende ist es völlig klar, doch ein echtes Miträtseln, mit der Möglichkeit auf die korrekte Lösung zu kommen, ist dadurch leider nicht gegeben. Außerdem müsste man an einigen Stellen den ersten Band kennen, damit das Geschehen vollends Sinn macht und man entsprechendes Verständnis aufbringen könnte. So schmälern kleinere Ungereimtheiten etwas den Lesegenuss.
Ein Personenregister wäre toll gewesen, damit man die verschiedenen, in ihrer Gesamtzahl nicht wenigen, Charaktere besser auseinanderhalten und einordnen hätte können.

Eine insgesamt originelle, wenn auch eigenwillige, Idee und unterhaltsame Krimikomödie mit ganz viel Lokalkolorit.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

humorvoller Borkum-Krimi mit viel Inselflair und überraschenden Wendungen

Mordseeparty
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„Mordseeparty“ heißt der inzwischen siebte Band der Borkum-Krimireihe der unter dem Pseudonym Emmi Johannsen schreibenden Autorin Christine Drews. Im Mittelpunkt der humorvollen Krimireihe stehen die Hobbyermittler ...

„Mordseeparty“ heißt der inzwischen siebte Band der Borkum-Krimireihe der unter dem Pseudonym Emmi Johannsen schreibenden Autorin Christine Drews. Im Mittelpunkt der humorvollen Krimireihe stehen die Hobbyermittler Caro Falk und Jan Akkermann und natürlich die Insel Borkum.

Das Cover ist mit der Möwe sehr gut als zur Reihe gehörig erkennbar. Die wichtigsten Details aus dem Klappentext sind im sommerlich ansprechenden Titelbild hervorragend verarbeitet: die Luftschlangen im Möwenschnabel, der Leuchtturm und der Strand, der von rot-weißem Absperrband umschlossen ist.

Was ich sehr mag ist, dass die Möwe auch bei den Kapitelüberschriften wiederzufinden ist. Toll finde ich zudem die farblich illustrierte Karte der Insel Borkum, auf der die für den Fall wichtigsten Schauplätze gekennzeichnet sind. Details, die das ansprechende Gesamtbild des Buches sehr schön abrunden.

Auch in „Mordseeparty“ jagen Caro und Jan gemeinsam auf der Insel Borkum Verbrecher. Denn auf der Seehundbank liegt ein Toter – nackt und eindeutig ermordet. Dass es sich bei dem Ermordeten um Uwe Petersen handelt, der auf der Insel weithin bekannt und auch berüchtigt ist, ist schnell geklärt. Doch warum musste er sterben? Und wer ist der Mörder? Caro und Jan stürzen sich trotz der Partyvorbereitungen zu Caros vierzigstem Geburtstag in die Ermittlungen. Dabei sorgt auch die zur Feier angereiste Verwandtschaft für einige Unterhaltung.

Für mich war es der erste Band der Autorin und auch der erste rund um die Hobbydetektive Caro und Jan. Die Beiden wirken sehr sympathisch und definitiv erfahren im Ermitteln. Vor allem Jan wirkte auf mich ausgeglichen und in sich ruhend. Der Einstieg fiel mir leicht und ich hatte nicht das Gefühl irgendwie abgehängt oder ahnungslos zu sein, weil ich die Vorgängerbände nicht kenne. Die Autorin streut gekonnt relevante Informationen ein, so dass es für Kenner nicht langweilig wird und Neulinge sich trotzdem gut zurecht finden. Natürlich bleiben ein paar Dinge offen oder mit Fragezeichen versehen, aber das ist für mich genau die richtige Mischung, schließlich werde ich so dazu angeregt mir auch die Vorgängerbände zu kaufen. Das Knistern zwischen Caro und Jan verleiht dem Ganzen eine besondere Note.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall angenehm sowie flüssig zu lesen und durch die bildhaften Beschreibungen des Settings fühlt man sich sofort, als würde man ebenfalls auf Borkum sein und die jeweiligen Schauplätze besuchen. Dass immer wieder Humor aufblitzt, lockert nicht nur den Schreibstil auf, sondern auch die Geschehnisse. Die zusätzliche Spannung, die durch eingeschobene Briefe aufgebaut wird, gibt den Ermittlungen eine weitere Dimension.

Etwas schade war für mich, dass ich bereits in der Mitte des Buches den Täter bzw. die Täterin (das Geschlecht möchte ich an dieser Stelle nicht verraten) identifiziert hatte. Auch die Zusammenhänge waren mir zum größten Teil klar. Schön war es, dass der Fall trotzdem noch ein paar überraschende Details bereit gehalten hat. Allerdings war der Schluss für mich nicht rundum überzeugend, obschon alle Handlungsstränge zum Ende geführt wurden.

Die angesprochenen Themen verliehen dem Krimi eine gewisse Tiefe, wobei durch das sommerlich leichte Inselflair trotzdem keine Schwere entstand.

Diesen humorvollen Borkum-Krimi kann ich nicht nur als Urlaubslektüre empfehlen. Die Mischung aus viel Inselflair und überraschenden Wendungen birgt sommerliche Lesefreude.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.04.2026

sommerliche Lektüre für entspannte romantische Lesestunden

Summer Tides
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„Summer Tides“ ist der Auftaktroman zur neuen Reihe „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“ von Autorin Sarah Fulmar.

Scarlett flieht aus London und möchte in Cornwall einen Neuanfang wagen. Grundlage ...

„Summer Tides“ ist der Auftaktroman zur neuen Reihe „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“ von Autorin Sarah Fulmar.

Scarlett flieht aus London und möchte in Cornwall einen Neuanfang wagen. Grundlage zum Leben soll ihr ein alter Strandkiosk bieten. Doch was sie sich ganz einfach vorstellte, entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Und dann trifft sie völlig unverhofft Jonah wieder. Er ist inzwischen Rettungsschwimmer und hat kein Interesse an Verpflichtungen. Doch die Anziehung ist da – trotz aller Reibereien und Unterschiede.

Der Farbschnitt des Buches ist wunderschön. Insgesamt gefällt mir das Cover ganz wunderbar und spiegelt den Gegensatz Scarlett zu Jonah ebenso wider, wie die Gegensätze, die beide jeweils in sich tragen. Auf den ersten Blick ist die Küste Cornwalls zu erkennen sowie die wichtigsten Punkte aus dem Klappentext.

Der Roman ist eine wunderbare Sommerlektüre, was durch das sommerliche Setting in Cornwall unterstrichen wird. Man kommt direkt in Urlaubsstimmung und kann sich vom leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin tragen lassen. Die lebendige Atmosphäre lässt einen dabei mit der Hauptfigur Scarlett mitfiebern. Stellenweise wirkt diese sehr naiv, was sich bei genauerer Betrachtung und mit fortschreitendem Lesen des Buches jedoch erklärt. So macht es Freude, Scarlett bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.

Auch Jonah, die männliche Hauptfigur ist gut charakterisiert, wodurch seine Entscheidungen verständlich werden und sein Handeln transparent. Auch seine Entwicklung, Ängste und Sorgen, lassen sich gut nachvollziehen.

Sehr gut finde ich, dass das Gemeinschaftsgefühl und der Wert echter Freundschaft eine große Rolle im Roman spielen. Dieser positive Aspekt wird nicht zuletzt durch die sehr sympathischen Nebenfiguren transportiert, die dem Geschehen Abwechslung, aber auch Tiefe verleihen.

Ein sommerlicher Wohlfühlroman mit romantischem Cornwall-Setting, der sich nicht nur als Urlaubslektüre für entspannte Lesestunden am Strand oder Meer zu lesen lohnt. Ich freue mich auf die weiteren Bände der „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 24.03.2026

Zwischen Ängsten und Leichtigkeit – mit ländlichem Charme und herzigen Tieren

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist der zweite Band der Lakeland-Love-Reihe von Autorin Alexandra Zöbeli. Das vorliegende Buch kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band gelesen werden.

Tess ist ...

„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist der zweite Band der Lakeland-Love-Reihe von Autorin Alexandra Zöbeli. Das vorliegende Buch kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band gelesen werden.

Tess ist eine Großstadtpflanze durch und durch. Als erfolgreiche Investmentbankerin ist sie gerade die Karriereleiter weiter hinaufgeklettert, als eine medizinische Untersuchung sie aus der Bahn wirft. Plötzlich braucht sie einen neuen Plan für ihr Leben und ihr erscheint es, als könne sie diesen während einer Wanderung finden. Doch das Ganze entwickelt sich anders als sie denkt und als sie für eine verletzte Wanderin Hilfe ruft, trifft sie auf den sympathischen Bergretter Gregg, der sie auf die Farm seiner Nachbarin Fran mitnimmt. Damit werden Entwicklungen in Gang gesetzt, die nicht nur Tess betreffen. Und dann ist da immer noch diese Gesundheitssache.

Andrea Zöbeli schreibt leicht und flüssig, so dass man sich direkt in der Geschichte wohlfühlt. Die Charaktere sind sympathisch und vor allem Tess fühlt man sich in ihren Sorgen und Ängsten sehr nah. Der medizinische Teil ihrer Geschichte und die damit zusammenhängenden Erinnerungen an ihre Mutter haben mich sehr berührt. Emotional ging es auch durch die Figur Fran zu. Ich mochte es, dass die Frauen dieses Buches ihren Weg gefunden und ihre Stärke bewiesen haben.

Schön beschrieben sind die Herausforderungen und Schwankungen zwischen ernsthaften Ängsten und Leichtigkeit. Familiäre Beziehungen und Freundschaften sind weitere Themen des Romans, die wertvolle Bereicherung des Lebens sowie des Buches sind. Die Tiere sind einfach herzerwärmend. Wobei die Autorin nicht verpasst, auch deren Besonderheiten und teilweise Gefährlichkeit zur Sprache zu bringen.

Etwas unrealistisch war, wie schnell Tess sich ohne jegliche Vorerfahrungen im ländlichen Leben zurechtfindet und ohne größere Probleme Tiere bzw. eine ganze Farm alleine versorgt. Dies tat dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch.

Sehr stark fand ich, dass die Autorin in ihrem Schlusswort davon berichtet, dass persönliche medizinische Herausforderungen sie zur Entstehung dieses Bandes geführt haben. Zudem betont sie die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen.

Ein warmherziges Buch, das den Spagat zwischen Ängsten und Leichtigkeit schafft. Getragen wird die Geschichte dabei nicht nur von ländlichem Charme und herzigen Tieren, sondern auch von sympathischen Protagonisten und deren ehrlichen Entwicklungen.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

exzentrisch, humorvoll, kurzweilig, unterhaltsam und very british

Betreutes Morden
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Mit dem Krimi „Betreutes Morden – Ein Fall für Serienkillerin Carol Quinn“ nimmt Autor Fergus Craig ebenfalls das Morden in einer Seniorenresidenz unter die Lupe.

Nach fast 35 Jahren frisch aus dem Gefängnis ...

Mit dem Krimi „Betreutes Morden – Ein Fall für Serienkillerin Carol Quinn“ nimmt Autor Fergus Craig ebenfalls das Morden in einer Seniorenresidenz unter die Lupe.

Nach fast 35 Jahren frisch aus dem Gefängnis entlassen, zieht Serienmörderin Carol Quinn in die Seniorenresidenz „Sheldon Oaks“. Dort möchte sie in aller Ruhe ihre letzten Jahre verbringen. Sie knüpft erste freundschaftliche Kontakte, doch schon geschieht ein Mord und Carol steht wegen ihrer Vergangenheit im Mittelpunkt. Wird sie ihre neu gewonnen Freunde ebenso verlieren wie ihre Freiheit?

Eine etwas andere Herangehensweise, doch der gleiche Schauplatz: eine Seniorenresidenz. Und dort wird gemordet. Fergus Craig folgt damit dem aktuellen Trend und man spürt deutlich die Anlehnungen an den Donnerstagsmordclub. Sympathisch ist, dass versucht wird, gerade diese offensichtliche Thematik auf humorvolle Weise im Buch zu behandeln. Anders als ihn ähnlichen Büchern ist, dass die Serienkillerin die Hauptprotagonistin ist. Und diese wirkt erschreckend sympathisch und nahbar.

Auf humorvolle Weise begleitet man nicht nur Carol, sondern auch die neu gebildete Senioren-Ermittlungsgruppe bestehend aus Innenministerin Margaret, Kriminalkommissar Geoffrey und Pathologin Catherine durch turbulente Entwicklungen. Jede der Figuren ist auf ihre Art exzentrisch, dabei jedoch nicht gleich sympathisch.

Gut gefallen hat mir der flüssig und kurzweilig zu lesende Schreibstil. Die Geschehnisse nahmen einige mehr oder weniger überraschende Wendungen. Gestört hat mich die Darstellung der Polizeiarbeit. Trotz aller Verwicklungen wirkte diese auf mich dermaßen schlecht, dass es einen übertriebenen Eindruck machte. Mehr möchte ich hierzu nicht schreiben um nicht zu viel zu verraten, jedoch nahm mir dies tatsächlich an manchen Stellen etwas die Lesefreude.

Die Gestaltung des Covers lässt mit seinen feinen Motiven sofort auf einen britischen Hintergrund schließen. Auch das Giftzeichen sowie der Titel geben einen eindeutigen Hinweis auf das Genre. Sehr gut gefallen haben mir die partiellen Lackdrucke, die eine besondere Haptik ermöglichen, sowie die Innenseite, auf der die vier Hauptfiguren mit Bild und einem kurzen Steckbrief vorgestellt werden.

Alles in allem ein kurzweiliger Krimi, der mit seinem Humor ebenso punkten konnte wie mit der very british Attitüde. Die exzentrischen Hauptfiguren bildeten einen angenehm positiven Kontrast zur leider blass wirkenden Exekutive. Ich freue mich sehr, wenn dieser unterhaltsame Krimi der Auftakt zu einer neuen Serie wird.

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