Der Mittelpunkt des Hauses ist doch immer die Küche
The House Witch 1The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 14.03.2026.
Daxaria bereitet sich auf einen Krieg vor, der hinterhältig von einem anderen Reich vorbereitet wird als ...
The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 14.03.2026.
Daxaria bereitet sich auf einen Krieg vor, der hinterhältig von einem anderen Reich vorbereitet wird als Finlay Ashowan in den königlichen Haushalt als Koch eintritt. Er ist eine Hexe, möchte aber nicht, dass dies bekannt wird. So schmückt er sich mit einem knurrigen Betragen und verbannt selbst seine Hilfen aus seiner Küche. Als Koch ist er großartig, als Mensch, versteckt hinter seiner unfreundlichen Panzerhaut, ein lieber Kerl. Er organisiert die Küche schnell zu einem vorzüglich funktionierenden Mittelpunkt des Schlosses, in dem bald schon Adlige und Ritter mit ihren eigenen Plänen auftauchen. Um die Sache noch schwieriger zu machen, verliebt er sich in eine jung verwitwete Adelige, die ihre eigene Agenda hat.
Fin verärgert im ersten Augenblick viele Leute, wird aber schnell als Berater, Helfer und der Mann für alle Fälle aufgesucht. Dabei versucht er seine Hexenbegabung zu verbergen, was ihm natürlich nicht wirklich gelingt.
Die vorgestellten Charaktere wirken authentisch und bekommen ein Charakterbild, welches zur Geschichte passt, angegossen. Die Handlungen der Protagonisten sind nachvollziehbar.
Ich habe die Reihe, die es vor dem Buch gegeben hat, nicht gelesen, denke aber, dass das nicht wirklich eine Rolle spielt, was den Gesamteindruck des Buches betrifft. Die Autorin hat, wie in einer Hexenküche, alle möglichen Zutaten in einen Topf geworfen, einige Male linksrum, dann rechtsrum gerührt und herausgekommen ist ein Buch für Fantasy Anfänger, die es gerne Cosy mögen. Es wird etwas rumgezaubert, es gibt Animositäten zwischen Hexen und Magiern und es wird ohne wirklichen Schwung gekocht. Selbst der hoch gerühmte Humor kommt nur in kleinen Dosen vor.
Insgesamt ein nettes Buch, welches gerne auch etwas Spannung und weniger pubertäre Zweifel vertragen könnte.