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Veröffentlicht am 15.12.2016

Lustiges Lästern über Fehlleistungen im Unterricht

Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker
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Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker von Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse, erschienen im Ullstein Taschenbuch am 18. November 2016.
Ich habe bisher noch kein Buch von den Autorinnen gelesen ...

Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker von Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse, erschienen im Ullstein Taschenbuch am 18. November 2016.
Ich habe bisher noch kein Buch von den Autorinnen gelesen und so kann ich es nicht mit Vorgängerausgaben vergleichen. Ich hatte auf den meisten Seiten viel Spaß. Die Lehrerkommentare und die Anmerkungen der Autorinnen geben dieser Sammlung von Stilblüten einen Rahmen. Die Einteilung in verschiedene Schulfächer wird es einem Lehrer erleichtern sich auf den nächsten Elternabend vorzubereiten mit einigen Entgleisungen zur Auflockerung. Durch die Anmerkungen können auch Schüler nicht so hoher Jahrgangsstufen den Witz hinter den Fehlern zum großen Teil verstehen. Für den Rest gibt es Wikipedia.
Den Lehrerzimmerabschnitt fand ich jetzt nicht gar so passend. Wenn ein Lehrer seinen Lieblingen bessere Noten gibt sollte er das doch bitte im stillen Kämmerlein machen und nicht laut damit hausieren gehen. Dieses Buch ist dabei quasi auch eine Anklage an unser Bildungswesen. Was da teilweise für Antworten auch aus höheren Schulklassen oder Berufsschulklassen gekommen ist, ist einfach entsetzlich.
Was hat noch mal dieser Johannes Gutenberg erfunden?
Antwort 1: Gutenberg hat die Glühbirne erfunden!
Antwort 2: Gutenberg hat die Bibel erfunden!
Leider standen bei diesen unbekannten Künstlern nicht die Jahrgangsstufen dabei. Gut, dass Gutenberg erst mal den Buchdruck erfunden hat. So können noch viele dieser Bücher gedruckt und an Schüler, Lehrer und Eltern gegeben werden

Veröffentlicht am 15.09.2016

Run boy run!

Am Ende aller Zeiten
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Am Ende aller Zeiten von Adrian J Walker. Erschienen im Fischer Tor Verlag am 25.08.2016.

Ed lebt mit seiner Frau Beth in Schottland. Er drückt sich vor der Hausarbeit und auch auf der Arbeit ist er eher ...

Am Ende aller Zeiten von Adrian J Walker. Erschienen im Fischer Tor Verlag am 25.08.2016.

Ed lebt mit seiner Frau Beth in Schottland. Er drückt sich vor der Hausarbeit und auch auf der Arbeit ist er eher der kreative Drückeberger als der fleißige Arbeitnehmer. An einem Sonntag weckt ihn sein Sohn durch lautes Gebrüll0 Er gibt ihm die Flasche und stellt fest, dass weder Fernsehen noch Telefon funktionieren. Um Empfang zu haben schnappt er sich seinen Sohn und geht mit ihm los, immer auf der Suche nach dem Balken der ihn ins Internet schauen lässt. Etwas ist seltsam und dann fällt es ihm wieder ein. Als er gestern Abend sturzbetrunken im Fernsehen gesehen hat, dass Kometen auf dem Weg zur Erde sind hat ihm seine Frau Beth nicht geglaubt und er ist ins Bett gekippt. Jetzt gehen plötzlich die Sirenen an. Es ist keine betrunkene Fantasy gewesen. Es ist ernst. Sehr ernst. Kann er sich und seine Familie retten?
Der Autor hat eine wunderbar apokalyptische Stimmung geschaffen. Das Böse, das Tier in den Menschen ist wach geworden. Jeder kämpft ums überleben in einer Welt ohne Gesetz und Ordnung. Ed hasst es zu rennen, aber er muss. Er und einige Andere versuchen durch halb England zu den Schiffen zu kommen. Seine Motivation ist seine Familie. Eine Familie die auf der Flucht getrennt wurde.
Wir treffen in diesem Roman mal nicht die Typen die eigentlich super fit sind und die einen Lauf quer durch England mal eben zwischen Tagesschau und dem Wort zum Sonntag machen würden. Ed und seine Kumpels sind eigentlich alles Typen die leicht schräg, völlig normal und unser Nachbar sein könnten. Kurz nachdem ich dieses Buch angefangen habe zu lesen ist der Asteroid "2016 QA2" knapp an der Erde vorbeigeflogen. So ein Ereignis kann uns also wirklich jederzeit treffen. Hast Du genug Wasser im Keller? Hast Du überhaupt einen Keller?
Dieses Buch ist für alle die nicht die weichgespülten Endzeitbüchlein der letzten Jahre lesen wollen. Der Leser bekommt mehr als Dreckränder und verlaufene Wimperntusche zu lesen auf einer Reise durch den eigenen Schweinehund.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mord in Münster

Denn mir entkommst du nicht
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„Denn mir entkommst du nicht“ von Christine Drews (Band 4 der Reihe Charlotte Schneidmann & Peter Käfer), erschienen im Bastei Entertainment Verlag, am 13. Mai 2016

Am Aasee in Münster läuft ein Jogger ...

„Denn mir entkommst du nicht“ von Christine Drews (Band 4 der Reihe Charlotte Schneidmann & Peter Käfer), erschienen im Bastei Entertainment Verlag, am 13. Mai 2016

Am Aasee in Münster läuft ein Jogger seine abendliche Runde als er seinen früheren Spitznamen hört. Er folgt dem Ruf in die Büsche und prallt mit einem Menschen zusammen der sich aber schnell aus dem Weg macht. Schnell findet Antonio raus warum. Dort liegt eine Tote. Eine Frau die zu seinem früheren Leben gehört hat. Eine Prostituierte, bestialisch ermordet. Er ruft anonym die Polizei und versucht seine Spuren zu verwischen damit die Polizei nicht in sein neues Leben platzt. Der Mörder hat ihn gesehen und der Mörder weiß nicht, dass er ihn nicht identifizieren kann.

Die Kommissare Schneidmann und Käfer beginnen zu ermitteln. Führt sie die Tote in das Rotlichtmilieu oder wurde sie ermordet weil sie bis vor kurzem schwanger gewesen ist?

Der Krimi ist teilweise aus der Sicht von Antonio geschrieben und teilweise aus dem Blickwinkel der Polizei. Dadurch wissen wir natürlich wenn Schneidmann und Käfer irren, was die Geschichte irgendwie lebendiger macht. Bis zum Showdown hat mir die Story, die spannend und flüssig geschrieben ist sehr gut gefallen. Für das was zum Ende geführt hat gibt es einen Punkt Abzug.

Man kann der Story sehr gut folgen auch wenn man die ersten 3 Bände der Reihe nicht gelesen hat. Ich fand es eine sehr gute Idee mal nicht in den Gedanken eines Mörders mitzulesen, sondern die Nöte und Ängste eines eigentlich unbeteiligten der befürchten muss, dass man ihm diese bestialischen Morde anlasten wird.

Veröffentlicht am 03.05.2026

Der Mittelpunkt des Hauses ist doch immer die Küche

The House Witch 1
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The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 14.03.2026.

Daxaria bereitet sich auf einen Krieg vor, der hinterhältig von einem anderen Reich vorbereitet wird als ...

The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 14.03.2026.

Daxaria bereitet sich auf einen Krieg vor, der hinterhältig von einem anderen Reich vorbereitet wird als Finlay Ashowan in den königlichen Haushalt als Koch eintritt. Er ist eine Hexe, möchte aber nicht, dass dies bekannt wird. So schmückt er sich mit einem knurrigen Betragen und verbannt selbst seine Hilfen aus seiner Küche. Als Koch ist er großartig, als Mensch, versteckt hinter seiner unfreundlichen Panzerhaut, ein lieber Kerl. Er organisiert die Küche schnell zu einem vorzüglich funktionierenden Mittelpunkt des Schlosses, in dem bald schon Adlige und Ritter mit ihren eigenen Plänen auftauchen. Um die Sache noch schwieriger zu machen, verliebt er sich in eine jung verwitwete Adelige, die ihre eigene Agenda hat.

Fin verärgert im ersten Augenblick viele Leute, wird aber schnell als Berater, Helfer und der Mann für alle Fälle aufgesucht. Dabei versucht er seine Hexenbegabung zu verbergen, was ihm natürlich nicht wirklich gelingt.
Die vorgestellten Charaktere wirken authentisch und bekommen ein Charakterbild, welches zur Geschichte passt, angegossen. Die Handlungen der Protagonisten sind nachvollziehbar.

Ich habe die Reihe, die es vor dem Buch gegeben hat, nicht gelesen, denke aber, dass das nicht wirklich eine Rolle spielt, was den Gesamteindruck des Buches betrifft. Die Autorin hat, wie in einer Hexenküche, alle möglichen Zutaten in einen Topf geworfen, einige Male linksrum, dann rechtsrum gerührt und herausgekommen ist ein Buch für Fantasy Anfänger, die es gerne Cosy mögen. Es wird etwas rumgezaubert, es gibt Animositäten zwischen Hexen und Magiern und es wird ohne wirklichen Schwung gekocht. Selbst der hoch gerühmte Humor kommt nur in kleinen Dosen vor.

Insgesamt ein nettes Buch, welches gerne auch etwas Spannung und weniger pubertäre Zweifel vertragen könnte.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Kein ruhiges Buch

Die Straße
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Die Straße von Robert Seethaler, gelesen von Matthias Brandt, erschienen im Hörbuch Hamburg Verlag am 30.04.2026.

Wir lernen Bewohner einer Straße kennen, die außerhalb des Zentrums, aber nicht am Stadtrand ...

Die Straße von Robert Seethaler, gelesen von Matthias Brandt, erschienen im Hörbuch Hamburg Verlag am 30.04.2026.

Wir lernen Bewohner einer Straße kennen, die außerhalb des Zentrums, aber nicht am Stadtrand verortet ist. Dort verirrt sich kein Tourist hin und die Menschen leben ihre ganz gewöhnlichen Leben, bei denen wir sie für einige Zeit begleiten. Wir hören ihre Gespräche, sind mit in ihren Gedanken, sehen ihre Handlungen und warum sie etwas tun, um dann gleich zu erfahren, was ihr Nachbar darüber denkt.

Es ist nur eine Straße, wie sie in jeder Stadt vorkommt, mit Menschen, die überall leben könnten, mit ihren kleinen Leben, ihren beschränkten Gedanken. Halt Menschen, wie wir sie fast alle sind, mit Träumen und Vorstellungen, wie wir sie rumtragen.

Matthias Brandt liest sehr gut und man wird durch dieses Hörbuch von ihm begleitet.

Leider bin ich nicht wirklich in der Geschichte angekommen. Sonst glänzen Seethalers Geschichten immer damit, dass sie die Geschichten kleiner Leute sind, die geerdet sind und vor allen Dingen ruhige Menschen. Von Ruhe und Gelassenheit ist hier aber keine Spur. Es geht immer weiter, wie das Leben so ist. Eigentlich liebe ich Seethalers Geschichten, weil sie so bodenständig und ruhig sind. Das ist in diesem Buch definitiv nicht der Fall. Es fängt den täglichen Lebenskampf, die glücklichen wie die unglücklichen Dinge ein und schreitet immer weiter voran. Fast schon unerbittlich.

Das Buch ist gut geschrieben, gut gelesen und für jemanden Anderes sich auch genau das richtige Buch. Meine Erwartungshaltung an die Geschichte ist aber eine Andere gewesen und so war ich etwas enttäuscht vom Handlungsablauf, wobei die Handlungen nachvollziehbar und die Personen darin so handelten, wie es verständlich war.

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