Das Cover des Einschlafbüchleins ist absolut entzückend gestaltet und hat meine kleine Tochter gleich begeistert angesprochen. Man sieht darauf eine entzückende Maus (dachte ich zuerst, eigentlich ist ...
Das Cover des Einschlafbüchleins ist absolut entzückend gestaltet und hat meine kleine Tochter gleich begeistert angesprochen. Man sieht darauf eine entzückende Maus (dachte ich zuerst, eigentlich ist es ja ein Siebenschläfer), die darum bittet, ins Bett gebracht zu werden.
Das Buch hat angenehme, dicke, stabile Seiten mit abgerundeten Ecken und eignet sich dadurch auch schon gut für 1- bis 2-jährige.
Auch inhaltlich würde ich es schon ab 12 bis 18 Monaten empfehlen und nicht erst ab 24 Monaten, wie in der offiziellen Altersempfehlung. Denn die Geschichte und die Seiten sind sehr simpel gestaltet: auf jeder Seite findet sich eine kleine Aufgabe, mit der das Kind den Siebenschläfer beim Einschlafen begleiten kann.
Zum Beispiel wird das Kind gebeten, den Schlafanzug des Siebenschläfers zu suchen, der noch auf der Wäscheleine hängt, oder auf die Zahnpastatube zu drücken, damit etwas rauskommt.
Alle üblichen Bettgehroutinen werden können somit anhand des Siebenschläfers noch einmal wiederholt und gemeinsam mit dem Kind durchgespielt werden.
Was ich mir anhand der Beschreibung erwartet hätte und das Buch nicht hat: eingebaute haptische Elemente. Wenn das Kind gebeten wird, an einer Schnur zu ziehen, damit das Licht angeht, dann ist diese Schnur nur aufgemalt und es ist keine tatsächliche Schnur ins Buch eingebaut (ich erwähne das extra, weil ich auch viele Kleinkindbücher mit solchen eingebauten haptischen Elementen kenne). Und so ist das bei allen Aufgaben, das Buch besteht rein aus - sehr hübschen - Zeichnungen. Dafür einen Stern Abzug, weil ich mir das anhand der Beschreibung des Buches anders erwartet hätte und manche der interaktiven aufgezeichneten Elemente, wie besagte Schnur, sehr klein, dünn und unauffällig aufgezeichnet sind.
Abgesehen davon ist es aber ein wunderschönes und liebevoll gestaltetes Buch, das ich Eltern von Kleinkindern absolut empfehlen kann und das das Einschlafritual definitiv bereichern wird.
Möchten Sie sich richtig ausführlich, wissenschaftlich fundiert und tiefgründig mit weiblicher Gesundheit und Langlebigkeit befassen und dabei einiges an medizinischem Wissen erwerben? Dann könnte dieses ...
Möchten Sie sich richtig ausführlich, wissenschaftlich fundiert und tiefgründig mit weiblicher Gesundheit und Langlebigkeit befassen und dabei einiges an medizinischem Wissen erwerben? Dann könnte dieses Hörbuch etwas für Sie sein. Die Ärztin und Spezialistin für Frauengesundheit Dr. Sandra Eifert hat keine Mühe und Ausführlichkeit gescheut, um dieses Thema umfassend zu behandeln.
Zuerst einmal geht es um die Faktoren, die Frauen gesundheitlich von Männern unterscheiden und die ihnen in Bezug auf Langlebigkeit viele Vorteile bringen. Denn auch an den Statistiken sieht man: während noch etwas mehr Jungen als Mädchen geboren werden, gleicht sich das Geschlechterverhältnis etwa um den 50. Geburtstag um und je weiter man ins hohe Alter kommt, desto mehr steigt der Frauenanteil: bei den über 85-jährigen sind es dann schon zwei Drittel, bei den über 100-jährigen noch mehr. Das hat unter anderem mit dem zweiten X-Chrosomosom zu tun, über das Frauen im Gegensatz zu Männern verfügen, außerdem mit dem hormonellen Schutz bis zur Menopause und mit einigem mehr.
Außerdem behandelt das Buch aber auch sehr ausführlich diverse Krankheiten des Alters bei Frauen, und ihre Risikofaktoren sowie Möglichkeiten der Prävention. Am Ende vieler Kapitel finden sich eingestreut Lebensgeschichten über 100-jähriger Frauen, die sehr interessant und inspirierend sind und in ihren Gemeinsamkeiten zeigen, wie wichtig eine positive Lebenseinstellung, ein ruhiger, entspannter Lebensstil bei gleichzeitig Beibehalten von Neugierde und Aktivität und insgesamt eine gesunde Lebensführung sind.
Am Ende geht es dann noch um verschiedene Praktiken gesunden Alters, auch im interkulturellen Vergleich, etwa in Japan, China, Südamerika, Nordeuropa oder bei uns. Sehr interessant, zu sehen, wie sich die Bewertung und die Zugänge zum Thema höheres Alter kulturspezifisch stark unterscheiden.
Es handelt sich insgesamt also um ein sehr komplexes, ausführliches Buch, für das man sich viel Zeit nehmen sollte. Insbesondere die Kapitel, in denen es um Krankheiten geht, sind auf sehr hohem Niveau erzählt, auch sprachlich, und setzen die Kenntnis einiger auch lateinischer Fachausdrücke und insgesamt ein gutes Verständnis für Medizin voraus. Wer sich mit diesen Themenbereichen noch nicht viel beschäftigt hat, wird diese Kapitel möglicherweise überfordernd finden. Auch kommt es im Buch immer wieder zu Wiederholungen. Das kann grundsätzlich für die Merkfähigkeit förderlich sein, und bei der Lektüre des Buches kann man zusammenfassende Infokästchen oder ähnliches ja überspringen, wenn man meint, schon alles zu wissen.
Ich habe das Buch allerdings als Hörbuch gehört und da habe ich mit der Zeit diese vielen Wiederholungen mühsam gefunden und mir etwas mehr inhaltliche Straffung gewünscht. Insofern würde ich bei diesem speziellen Buch auch eher die Lektüre des Print-Exemplars als das Hören des Hörbuches empfehlen, auch wenn es ansonsten durchaus angenehm gesprochen ist.
"Ein verlassenes Haus" ist das Debüt der Autorin Lisa Wölfl. Das Buch beginnt stark, man ist gleich in der Geschichte drinnen, in dem inneren Monolog der Ich-Erzählerin Sonja, die sich vom Minister für ...
"Ein verlassenes Haus" ist das Debüt der Autorin Lisa Wölfl. Das Buch beginnt stark, man ist gleich in der Geschichte drinnen, in dem inneren Monolog der Ich-Erzählerin Sonja, die sich vom Minister für Wirtschaft und Arbeit im Fernsehen beschimpft fühlt, als er in ihren Augen über den fehlenden Arbeitswillen arbeitsloser Menschen herzieht.
Sonja ist 48 Jahre alt, lebt zusammen mit ihrem Mann Harald, Teenagertochter Katharina und Sohn Sebastian, der im Volksschulalter ist, in Niederösterreich, und ihre Probleme sind zahlreich. Sie hasst ihren älter werdenden Körper und vergleicht ihn mit dem Bild eines verlassenen Hauses: "Mein Körper ist ein verlassenes Haus. Die Kinder sind ausgebrochen und haben dabei die Fenster zerschlagen. Mein Boden ist morsch. An der Wand Graffiti, im Keller Drogenbesteck. Mein Körper ist ein verlassenes Haus und ich bekomme kaum Besuch von schwindeligen Investoren. Ich gehe an meinem eigenen Schimmel kaputt." (S. 27)
Diese Metapher zieht sich an verschiedenen Stellen durch das Buch und wiederholt sich mehrmals. Zu Sonjas Selbsthass kommt noch dazu, dass das Geld nie reicht und man ständig das Konto überziehen und dafür Gebühren zahlen muss, auch im Haushalt bleibt ständig was liegen und es ist nie wirklich aufgeräumt und sauber. Dabei arbeitet ihr Mann Harald viele Stunden in einer Baufirma, wird als Leiharbeiter aber schlecht bezahlt. Sonja selbst arbeitet Teilzeit recht unmotiviert als Verkäuferin in einem Bioladen und kümmert sich sonst um die Kinder. Noch mehr ins Wanken gerät das eh schon brüchige Lebensgerüst, als der Sohn zusammenbricht und Diabetes diagnostiziert bekommt, Sonja in die Notaufnahme eilt, ohne den Bioladen abzuschließen und dafür fristlos entlassen wird und das Geld noch knapper wird.
Bis hierher ist es ein einigermaßen realistisches Szenario einer Arbeiterfamilie, die am Kämpfen ist. Ab diesem Punkt beginnt sich allerdings Sonjas schon davor latent vorhandene Opfermentalität noch mehr zu zeigen. Einige Zeit arbeitet sie gar nichts, eine Putzstelle, die ihr das Arbeitsmarktservice vermitteln will, will sie nicht annehmen und sowieso hält sie so gut wie jede Tätigkeit für unvereinbar mit ihren Betreuungspflichten.
Der resultierende Geldmangel führt dazu, dass Harald, der eh schon körperlich wie psychisch durch Bandscheibenvorfall, Depressionen und Suizidgedanken schwer beeinträchtigt ist, zusätzlich zu seinem Vollzeitjob noch abends Taxi fährt oder Pizza zustellt und so gut wie gar nicht mehr zu Hause ist. Was wiederum zur Konsequenz hat, dass Sonja sich noch bemitleidenswerter fühlt, weil alle Belastung mit den Kindern auf ihr liege. Und dazu kommt noch die böse politische Stimmung, die sich im Lande immer mehr den rechten Partei zuneigt, die wiederum Sozialleistungen kürzen möchten.
Sonja fühlt sich an allen Ecken und Enden verfolgt und arm. Ein Gefühl dafür, was sie selbst an ihrer Situation ändern könnte, hat sie kaum - bis sich ihr ein Ausweg zeigt, als ihr eine Freundin die Möglichkeit vorstellt, für Geld Männer in Onlinepartnerbörsen im Chat möglichst lang hinzuhalten. Harald ist vehement dagegen, dass Sonja sowas macht, sie macht es trotzdem. Insgesamt ist das aber nur eine Nebenhandlung um Buch, in dem es hauptsächlich um das sehr zynisch geschilderte Elend dieser Familie geht, siehe z.B. auch diese Stelle, in der die Kinder nur mehr als Kostenfaktoren angesehen werden: "Immerhin war Katharina eine volle Woche mit Patricias Familie weg. Die Ersparnisse: Lebensmittel, Wasser, Strom, nerven. Vielleicht können sie im Sommer wieder gemeinsam verreisen. Diesmal zwei ganze Monate. Sebastian bringe ich bei Annalena unter. Für Kost und Logis kann er mit seinen Zeichnungen bezahlen. Dann können Harald und ich einander ungesehen umbringen." (S. 171)
Ja, man muss schon in der richtigen Stimmung sein für dieses dunkle, zynisch-sarkastische Buch mit so einer ausgeprägten Opfermentalität. Geschrieben ist es gut und unterhaltsam, die Figuren sind authentisch, denn solche Menschen, die alle Verantwortung für ihre Lage von sich weisen und nur den Staat oder andere dafür verantwortlich machen, gibt es ja genug. Falls die Botschaft sein hätte sollen, dass dieser Staat sich wieder mehr für Menschen in schwierigen Lagen einsetzen sollte, dann erreicht dieses Buch bei mir eher das Gegenteil. Wenn überhaupt, dann hatte ich noch Mitleid mit Harald, der durchaus wie ein tüchtiger und auch liebevoller Ehemann wirkte, sowie mit den Kindern, während Sonja mir mit ihrer Jammerei, Perspektiv- und Empathielosigkeit ziemlich unsympathisch war. Das ist dem Buch nicht anzulasten, nicht alle Charaktere müssen sympathisch sein, um authentisch zu sein.
Was den Inhalt angeht, finde ich einzig den Handlungsstrang mit dem Nebenjob in der Partnerbörse am Ende nicht gut über die Ziellinie gebracht, dafür einen Stern Abzug. So gebe ich insgesamt vier Sterne für ein gutes Debüt mit kleinen Schwächen.
Alma ist zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens mit ihrer italienischen Mutter und dem jugoslawisch-stämmigen Vater in Triest aufgewachsen, zwar noch in Italien, aber unweit der jugoslawischen Grenze.
Immer ...
Alma ist zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens mit ihrer italienischen Mutter und dem jugoslawisch-stämmigen Vater in Triest aufgewachsen, zwar noch in Italien, aber unweit der jugoslawischen Grenze.
Immer wieder ist ihr Vater nach Jugoslawien gereist und hat dort alle möglichen mysteriösen Geschäfte erledigt, sogar den legendären Marschall Tito getroffen, und immer lag über all dem ein Schleier der Vorsicht, denn man wusste auch, dass das kommunistische Land zwar etwas offener gegenüber dem Westen war als die Länder unter stärkerem russischen Einfluss, aber dennoch seine Kritiker und Gegner erbarmungslos verfolgte.
Dann gibt es auch noch die italienischen Großeltern mütterlicherseits, sehr wohlhabend und auf Etikette bedacht, die nicht sehr erfreut über die Verbindung ihrer Tochter mit dem "Slawen", dem "s'chiavo", sind und einen wenig differenzierten Blick auf alles jenseits der Grenze haben, etwa nicht einmal wissen wollen, dass dort nicht nur eine einheitliche Sprache gesprochen wird und einen serbokroatisch sprechenden Jungen aus Belgrad, der kurzfristig bei der Familie untergebracht ist, in eine Schule für die slowenische Minderheit schicken.
Das Buch ist aus der Perspektive einer erwachsenen, reifen Alma erzählt, die wieder nach Triest reist, Orte ihrer Kindheit besucht und in Erinnerungen schwelgt. Dabei zeigt sich ein interessantes Bild einer Grenzregion, die so klar multikulturell geprägt ist und historisch vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt war.
Auch über das ehemalige Jugoslawien unter Tito lässt sich so einiges lernen, wobei sich das Buch leichter liest, wenn man, wie die Verfasserin dieser Rezension, über zumindest ein grundlegendes Vorwissen über diese Region und ihre Geschichte verfügt, da so einige historische Zusammenhänge angedeutet werden (z.B. wird Tito oft nur "der Marschall" genannt), ohne in aller Ausführlichkeit von Grund auf erklärt zu werden.
Was die Figuren und Erzählstruktur angeht, so war es für mich ein Buch, das Zeit und Geduld braucht. Es ist eher ein mäanderndes Hin und Her zwischen verschiedenen Erinnerungen als ein wirklich spannend erzählter kontinuierlicher Spannungsbogen. Dabei ist eine innere Distanzierung spürbar, die durchaus zum Thema passt und in sich stimmig ist, aber die Identifikation mit den Figuren nicht unbedingt erleichtert.
Es ist damit also kein Buch, das einen hineinzieht und fesselt, sondern eher eines, für das man sich bewusst Zeit nehmen muss, um sich zu entscheiden, weiterzulesen. Das heißt aber nicht, dass die Lektüre sich nicht lohnen würde: gerade in den scheinbar unzusammenhängenden Details und den vielen kleinen Erinnerungen und Szenen setzt sich insgesamt ein Horizont erweiterndes Bild einer sehr interessanten Grenzregion zusammen. Insofern hat die Lektüre meinen Blick auf Triest definitiv erweitert.
Ich habe die Lektüre dieses Buches vor mehreren Wochen beendet, blicke nun zum Verfassen der Rezension noch einmal auf das Buchcover und spüre, wie ich sofort wieder drin bin in der Geschichte. Ich bin ...
Ich habe die Lektüre dieses Buches vor mehreren Wochen beendet, blicke nun zum Verfassen der Rezension noch einmal auf das Buchcover und spüre, wie ich sofort wieder drin bin in der Geschichte. Ich bin wieder mit der jungen Muraed auf den irischen Aran-Inseln und blicke auf das Meer. Ich spüre ihre tiefe Verwurzelung in der irischen Volkskultur und in ihrem katholischen Glauben, die Hoffnung auf Hilfe durch die Jungfrau Maria, ihre Verbundenheit und Liebe zu ihrem kognitiv beeinträchtigten Zwillingsbruder Páraic, um den sie sich aufopfernd kümmert, aber auch zu ihrer Heimat. In mir höre ich das Rauschen des Meeres und die so andersartige irische Sprache, in der abends beim geselligen Zusammensein alte Gedichte und Geschichten weitergegeben werden. Und ich denke und fühle nach, über Verwurzelung, Heimat und Identität,...
... aber auch über Entwurzelung, neue Heimat und wiederum die Identität, die mit der eigenen Herkunft und Religion verbunden sein kann. Denn auch die anderen Schauplätze, an denen das Buch spielt, spüre ich noch tief in mir. Die in Frankreich lebende Familie Lazare: Oma Hana, die angibt, aus einer jüdischen Familie im Baltikum zu stammen und all ihre Familienmitglieder in der Shoah verloren zu haben. So tief sei das Trauma, dass sie nicht darüber sprechen könne, seit Jahrzehnten. Ihr Mann Samuel, mit deutsch-französisch-jüdischen Wurzeln, liebevoll an ihrer Seite. Die beiden sind Teil der jüdischen Community an Vertriebenen und Überlebenden in Paris, doch sonderlich religiös sind sie nicht. Das ändert sich erst, als sich die erwachsene Tochter Brigitte kurz vor ihrem Tod stark der jüdischen Religion zuwendet und ihnen den Auftrag gibt, Enkelin Levana in dieser Prägung zu erziehen. Dann die erwachsene Levana, die sich um die älter und kränker werdende Oma Hana kümmert, die plötzlich in einer unbekannten Sprache spricht und damit ihre Enkelin vor ein Rätsel stellt.
Daran, wie dieses Buch noch nach Wochen emotional in mir nachwirkt, zeigt sich, dass es sich um ein tiefgründiges und atmosphärisch geschriebenes Werk mit realistisch und vielschichtig gezeichneten Charakteren handelt, das viel Stoff zum Nachdenken, Nachspüren und Diskutieren liefert. Erzählt ist das Buch auf mehreren Zeitebenen und aus den Sichten verschiedener Figuren, vom Irland in der Zeit des Zweiten Weltkrieges über das Paris Jahrzehnte später bis zu Belgien in der nahen Gegenwart. Dabei sind die verschiedenen Zeit- und Ortswechsel so geschickt miteinander verwoben, dass ich das Buch als leicht lesbar, spannend und unterhaltsam empfunden habe, nie verwirrt war und es genossen habe, die unterschiedlichen Perspektiven kennen zu lernen, mit den Figuren mitzufühlen und Schritt für Schritt die genaueren Hintergründe der Geschichte zusammenzusetzen. Dabei habe ich außerdem viel Interessantes über die irische Sprache und Volkskultur gelernt.
Im Anhang findet sich ein ausführliches Glossar mit Informationen zur Aussprache der irischen Wörter sowie weiteren Hintergrundinformationen sowohl zur irischen Kultur als auch zur jüdischen Religion. Dieses habe ich parallel zur Lektüre als sehr hilfreich empfunden. Insgesamt zeigt sich auch dadurch, wie ausführlich sich der Autor mit seinen Themen auseinandergesetzt hat.
Vieles von dem, was ich bisher erwähnt habe, würde also für ein 5-Sterne-Buch sprechen, wenn es nicht einen kleinen Makel gäbe: nicht alles hat sich am Ende so aufgelöst und erklärt, dass es für mich komplett plausibel war. Es bleiben einige offene Fragen in Bezug auf die Geschichte. Dafür einen Stern Abzug für ein sonst sehr gutes, lesenswertes und definitiv empfehlenswertes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.