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Veröffentlicht am 06.05.2026

Launig

Schnitzel, Mord & Tunke - Kommissar Hubsis erster Fall
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Sucht man sich allen Ernstes einen solchen Namen aus, wenn mansich eigentlich bedeckt halten sollte? Der Name klingt nicht nur lächerlich, man macht es sich damit auch. Hubsi, wer möchte Hubsi genannt ...

Sucht man sich allen Ernstes einen solchen Namen aus, wenn mansich eigentlich bedeckt halten sollte? Der Name klingt nicht nur lächerlich, man macht es sich damit auch. Hubsi, wer möchte Hubsi genannt werden (Hubertus vom Basalthügel)? Titel und Cover und erst der Name lassen auf einen Cosy-Crime schließen. Aber da steckt tatsächlich mehr drin. Es beginnt gemütlich. Hubsi und Familie sind im Familienurlaub – Camping – der eher unbequemen Art. Ausgerechnet Ehefrau Melli erblickt im See eine Leiche. Als Krimifan erwacht bei der gleich der Ermittlerinstinkt, sehr zum Verdruss von Hubsi, der selbst Kriminalhauptkommissar ist. Aber nicht hier, hier ist er im Urlaub. KHK ist er im Sauerland. Er übernimmt sozusagen erst einmal die Erstlage: Polizei informieren, Fundort absperren, Fotos machen, so was eben. Dann ist die örtliche Polizei vor Ort, aber überfordert, denn gleichzeitig ist eine Herde von Kühen auf der nahe gelegenen Autobahn unterwegs und Klimaaktivisten haben sich dort festgeklebt. Vollsperrung der Autobahn. Also muss Hubsi erst einmal einspringen – und bleibt an dem Fall festkleben, wie sein Chef anordnet. Die nächsten Geschehnisse regen arg zum Kichern an. Da wird quasi kein Fettnäpfchen ausgelassen. Und dann kommt noch Ex-Kollegin Anna aus Hamburg zur Unterstützung dazu. Gemeinsam können sie die zähen Ermittlungen zum Abschluss führen. Und dabei wird es für Hubsi durchaus gefährlich, drohen doch Dinge aus seiner Vergangenheit ans Licht gerückt zu werden. Das Buch ist voller Anspielungen, die aber von den Betroffenen nicht verstanden werden. Wie der örtliche Polizeikommissar Paul Ehrlich den vielen Anspielungen auf Institute und Bakterien verständnislos gegenübersteht. Auch der Knecht, der ausgerechnet Ruprecht heißt, weiß nichts mit entsprechenden Vergleichen anzufangen. Witzig geschrieben, launig, mit dennoch ernstem Ermittlerhintergrund.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Grantelnde Ermittler

Ein romantischer Tod
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Grantig geht es zu in diesem Buch. Allen voran Commissario Vito Grassi, der schon im Normalzustand eher zur Aggression neigt. Nun, nach einem Leichenfund, bei dem er selbst verletzt wird, ist er nurmehr ...

Grantig geht es zu in diesem Buch. Allen voran Commissario Vito Grassi, der schon im Normalzustand eher zur Aggression neigt. Nun, nach einem Leichenfund, bei dem er selbst verletzt wird, ist er nurmehr auf Zinne. Gestörte Impulskontrolle wird nach einem heftigen Schlag auf den Kopf diagnostiziert. Ein Steinschlag aus einer korrodierten historischen Trockenmauer, wie es scheint, wie auch bei dem aufgefundenen Toten. Allein Grassi glaubt nicht daran. Er fühlte sich schon beim Begehen des Fundortes beobachtet und glaubt, angegriffen worden zu sein. Und er glaubt, dass auch der Tote nicht verunfallte, sondern ermordet wurde. Diesem Gedankengut schiebt der derzeit stellvertretende Questore einen Riegel vor, in dem er eine Obduktion verhindert, den Fundort nicht weiter untersuchen lässt und den Fall als unglücklichen Unfall abschließen will. Der äußerst angeschlagene Commissario und seine umtriebige Kollegin Ispettore Ricci ermitteln weiter, haben aber vor lauter Fehlschlägen mittlerweile das Fonduekächele gestrichen voll. Eine ruhig erzählte Geschichte mit reichlichen Wutanfällen des Commissario, dem seine Kollegin in nichts nachsteht. Viel übermitteltes Lokalkolorit. Flüssig und spannend übermitteltes Ermittlergeschehen. Überraschende Wendung zum Schluss.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Verzwickter Urlaubskrimi

Tödliche Begegnung
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Urlaub macht da keiner der handelnden Personen. Im Gegenteil. Es werden reichlich Überstunden geschoben in dem Fall, der doch so einfach anmutete. Eine getötete Person, über ihr gebeugt ein Mann mit der ...

Urlaub macht da keiner der handelnden Personen. Im Gegenteil. Es werden reichlich Überstunden geschoben in dem Fall, der doch so einfach anmutete. Eine getötete Person, über ihr gebeugt ein Mann mit der Tatwaffe in der Hand, genauso blutüberströmt wie die Leiche. In Flagranti ertappt? Fall gelöst?
Urlaubskrimi deshalb, weil man zwischen den Ermittlungen immer wieder auf die Schönheit des Sees, der pittoresken Dörfer und Städtchen hingewiesen wird, auf kulinarische Erlebnisse. Kurzum, man will da eigentlich Urlaub machen. Zurück zum Fall. Der Verdächtige schweigt, betont nur seine Unschuld, will nur mit seiner Ex-Frau sprechen. Die Geschichte, die er ihr erzählt, klingt wenig glaubwürdig, selbst in Marias Ohren, die selbst bei der Polizei ist. Trotzdem versucht sie, durch eigene verdeckte Ermittlungen, ihm zu helfen. Sowohl zum Unbehagen wie Gefallen von Commissaria Giovanna, die mit Maria schon in einem früheren Fall zusammengearbeitet hat. Wie Maria hat sie Zweifel an der Schuld des Verdächtigen, wohingegen der Kollege, der Vorgesetzte, der Staatsanwalt den Fall abschließen wollen. Eine zermürbende Ermittlungsarbeit beginnt. Sehr wendungsreich und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, behält die Geschichte Spannung und Drive und bietet einen überraschenden Plot zum Schluss.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Bildhaft-spannende Urlaubslektüre

Die Mallorca-Kommissarin - Schatten über Calvià
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Eine aufstrebende Künstlerin wird tot aufgefunden, ausgerechnet von Thea und ihre Freundin Becca. Schnell geht man von Fremdverschulden aus. Aber wer sollte der jungen Frau, die von allen als freundlich, ...

Eine aufstrebende Künstlerin wird tot aufgefunden, ausgerechnet von Thea und ihre Freundin Becca. Schnell geht man von Fremdverschulden aus. Aber wer sollte der jungen Frau, die von allen als freundlich, zuverlässig und überaus talentiert beschrieben wird, Übles wollen? Bevor sie ihre Nase all zu tief in diesen Fall stecken kann, wird sie von Sargente David ermahnt, sich nicht schon wieder in einen seiner Fälle einzumischen, schließlich ist sie noch in ihrem sabbatical und ohnehin auf Mallorca nicht zuständig. Wer Thea kennt, weiß, dass sie sich ganz bestimmt nicht daran halten wird. David hat aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, in Gestalt von Luca von der Sondereinheit UCO, der einer möglichen Gemäldefälschung auf der Spur ist, die in Junas Umfeld aufgetaucht ist. Der macht Thea unverdrossen zu seiner Dolmetscherin, falls nötig, denn wie Thea war Juna Deutsche. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig bis auf der Stelle tretend. Thea hat schnell ihre Verdächtigen ausgemacht und verfolgt teils recht abenteuerlich diverse Spuren, nicht ohne sich in Gefahr zu begeben. Sehr bildhaft geschrieben, man hat die diversen Locations, die im Zuge der Ermittlungen aufgesucht werden bildlich vor Augen. Man kann die Tapas, die da verspiesen werden, förmlich auf der Zunge spüren. Der Schreibstil ist ruhig, fließend und nicht ohne Humor. Die perfekte Urlaubs- und Strandlektüre für Krimifans wird versprochen. Das kann man unterschreiben.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Intensiv

Einsam wie der Tod
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Als Kinder haben sie Schreckliches erlebt, Elin und Sanna. Was die eine in die Akutpsychiatrie gebracht und die andere mit multipler Persöhnlichkeitsstörung ausgestattet hat, in der ab und an diese anderen ...

Als Kinder haben sie Schreckliches erlebt, Elin und Sanna. Was die eine in die Akutpsychiatrie gebracht und die andere mit multipler Persöhnlichkeitsstörung ausgestattet hat, in der ab und an diese anderen Persöhnlichkeiten das Ruder übernehmen. Nichts desto trotz arbeitet sie u.a. Teilzeit für einen Ex-Polizisten, der sich nunmehr als Privatdetektiv verdingt und den sie beauftragt, der Story eines True-Crime Podcasters nachzugehen, wonach ihr Vater, der sie vor 15 Jahren nach dem Mord an seiner Frau mit ihrer Schwester entführte, um erweiterten Suizid zu begehen, dabei aber über Bord gegangen und ertrunken sein soll, noch am Leben sei. Man habe damals eine mögliche andere Version der Ereignisse nicht verfolgt, weil der Sohn einer einflussreichen Persönlichkeit involviert war. Die folgende Suche und Recherche, das nicht Vorankommen, das unüberlegte Vorpreschen der Schwester, das sich selbst in höchste Gefahr bringen, wird eindringlich und temporeich erzählt, abwechselnd mit Retrospektiven auf die damaligen Ereignisse untermauert und mit einem überraschenden Plot abgeschlossen. Wie schon Kalt wie die Nacht sehr intensiv.

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