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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2026

Tolle Romantasy mit überzeugenden Charakteren

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Dieser erste Band einer Romantasy-Dilogie ist genau so großartig, wie ich es mir erhofft hatte. Schon das wunderschön gestaltete Cover und der herrliche Farbschnitt stimmen den Leser darauf, was ihn im ...

Dieser erste Band einer Romantasy-Dilogie ist genau so großartig, wie ich es mir erhofft hatte. Schon das wunderschön gestaltete Cover und der herrliche Farbschnitt stimmen den Leser darauf, was ihn im Buch erwartet nämlich eine Welt, die zwischen Schönheit und Schmerz existiert. Was ich daran besonders spannend finde ist, dass diese Welt unserer Welt ähnelt, sich allerdings durch eine alternative Geschichtsschreibung deutlich von unserer unterscheidet. Um genauer zu sein, wird England seit mehr als 350 Jahren von einer Feenkönigin regiert. Die industrielle Revolution hat nicht stattgefunden, aber die Sitten entsprechen weitgehend denen des Jahres 1848, in dem die Geschichte spielt. Daher ist das größte Ziel eines jeden Mädchens, einen wohlhabenden Mann zu finden, wobei den jungen Frauen jedes Mittel recht ist. Besonders als plötzlich der Fae-Prinz auf der Suche nach einer Braut ist, ist der Kampf um seine Hand eröffnet. Auch wenn dies erst einmal nach einer recht vorhersehbaren Geschichte klingt, ist sie alles andere als das. Mir gefällt an dem Buch daher, wie es Erwartungen unterläuft, was sich z.B. daran zeigt, dass im Lauf der Handlung auch die Sichtweisen und Motivationen von vermeintlichen Nebencharakteren geschildert werden, so dass die Geschichte noch mehr Tiefe gewinnt und etliche Entwicklungen viel besser nachvollziehbar werden.
Der Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt, schafft es perfekt, die bedrohliche und angespannte Atmosphäre einzufangen, unter der die Charaktere leiden. Die Ursache dafür sind die immer wiederkehrenden, z.T. grausamen Gefahrensituationen, mit denen die Charaktere konfrontiert werden und die für Spannung sorgen. Dadurch dass bis in die Nebenfiguren viel Wert auf die Charaktere gelegt wird, ist die Wahl zwischen Pflicht und Herz, die sich langsam herauskristallisiert, sehr glaubhaft beschrieben, so dass sie mich emotional sehr berührt hat. Kombiniert mit den Ereignissen am Ende des Buches, die einen komplett neuen Handlungsstrang für das nächste Buch versprechen, kann ich es überhaupt nicht erwarten kann, die Fortsetzung zu lesen.
Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, der Romantasy mag, denn ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Fantasy mit indischem Touch

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, denn es ist perfekt für die Zielgruppe (Kinder ab 10 Jahre) geeignet. Die Sprache ist klar und bildgewaltig wie das wunderschöne Cover ...

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, denn es ist perfekt für die Zielgruppe (Kinder ab 10 Jahre) geeignet. Die Sprache ist klar und bildgewaltig wie das wunderschöne Cover und zieht den Leser sofort in die Handlung hinein. Da das Buch allerdings auch direkt mit einem schrecklichen Ereignis beginnt, ist es nicht schwer, sofort Spannung zu erzeugen und die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Die große Kunst des Autors zeigt sich darin, dass er es schafft, die Spannung vom Anfang des Buches nicht nur zu halten sondern im Lauf der Geschichte immer weiter zu steigern. Dies geschieht durch unerwartete Wendungen wie z.B. plötzliche Angriffe und Rettungen in letzter Sekunde. Als erwachsener Leser kommt einem dies zwar zum Ende hin etwas konstruiert vor, da es etwas zu viele Zufälle gibt, aber der dadurch erzeigten Spannung tut das keinen Abbruch.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Geschichte eindeutig in der Fantasy-Version des indischen Subkontinents spielt. Dies zeigt sich in den Gebräuchen und der Kleidung der Menschen im Buch, aber auch an vielen anderen Details. So wird z.B. der König im Buch Maharadscha genannt und es werden Elemente der indischen Mythologie aufgegriffen. Auf diese Weise werden Kinder mit anderen Kulturen vertraut gemacht und lernen andere Erzähltraditionen kennen, die über das in Fantasy-Büchern oft vertretene Mittelalter-Setting hinausgehen.
Schön ist an der Geschichte auch, dass die weibliche Hauptperson behindert ist, aber trotzdem eine starke Heldin wird. Ihre Behinderung wird immer wieder thematisiert und ebenso die Einschränkungen, denen sie dadurch unterliegt. Als Leser hat man trotzdem nie den Eindruck, dass sie deswegen schwach oder unselbstständig wäre, auch wenn sie mehr kämpfen muss.
Die unterschwelligen Lehren des Buches sind nicht nur, dass man mit der Hilfe von Freunden auch Einschränkungen überwinden kann, sondern auch dass man Menschen nicht gleich in eine Schublade stecken sollte. Erstens sollte man sich die Zeit nehmen, jede Person wirklich kennenzulernen und zweitens sollte man jedem zugestehen, dass er lernen und sich entwickeln kann, so wie es die zweite Hauptperson im Buch tut.
Auch wenn es auf der Rückseite des Einbands heißt, dass dies der erste Band einer Reihe wäre, so ist die Geschichte doch in sich abgeschlossen und endet ohne Cliffhanger.
Aufgrund all dieser Aspekte hat mir das Buch extrem gut gefallen und ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen, der sich nicht scheut, vielleicht mal einen unbekannten Begriff wie Salwar Kamiz nachzuschlagen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

brillanter Auftakt einer Romantasy-Reihe mit komplexem World-Building

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Dieser Auftakt einer Romantasy-Reihe hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Schon beim Aufschlagen des Buches merkt man, wie viel Liebe und Aufmerksamkeit in diese Geschichte ...

Dieser Auftakt einer Romantasy-Reihe hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Schon beim Aufschlagen des Buches merkt man, wie viel Liebe und Aufmerksamkeit in diese Geschichte geflossen ist. Das wunderschöne Cover wird durch einen prächtigen Farbschnitt ergänzt sowie durch eine farbige Karte auf dem Vorsatz vorne und die Stammbäume der Könige auf dem Vorsatz hinten. Insbesondere die Idee, die Stammbäume nicht irgendwo im Glossar unterzubringen sondern leicht zugänglich im hinteren Vorsatz, hat mir sehr gut gefallen, denn so waren sie beim Lesen einfach zugänglich, ohne groß blättern zu müssen.
Die detailreiche Aufmachung ist aber nur ein Abbild des gut durchdachten und aufwändigen World-Buildings, auf dem die Geschichte aufsetzt. Es gibt hierbei zwei Ebenen, die zusammen die Welt komplex und unwiderstehlich machen. Zum einen gibt es die Ebene der drei Königreiche, in der die Handlung primär spielt, und in der Menschen mit Hilfe von Vesseln Geister und deren Macht an sich binden und nutzen können. Zusätzlich dazu gibt es noch andere Dimensionen mit anderen Spezies, die für die Handlung ebenfalls eine Rolle spielen. Daher ist das Buch vor allem für Leser geeignet, die keine Scheu haben, sich komplett auf eine andere, komplexe Welt, ihre Regeln und Geheimnisse einzulassen.
Trotz des aufwändigen World-Buildings ist dies keine klassische Fantasy-Geschichte sondern eindeutig Romantasy, da die Beziehung zwischen den beiden Hauptpersonen ganz klar im Zentrum steht und die Handlung trägt. Die Charaktere sind brillant gezeichnet und wachsen einem sofort ans Herz, da man ihre Kämpfe und innere Zerrissenheit sehr gut nachfühlen kann. Vor allem die Stärke der weiblichen Hauptperson hat mich begeistert, da sie es ablehnt, mächtig zu werden und sich selbst zu verlieren, und dafür Schmerzen in Kauf nimmt und auch den Tod riskiert.
Zusammenfassend hat mich dieses Buch total umgehauen und ich kann die Fortsetzung überhaupt nicht erwarten. Jedem Fan von Romantasy, der vor einer komplexen Welt nicht zurückschreckt, kann ich diese Geschichte daher nur wärmstens ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

wirklich starke Heldin und ungewöhnlich viel Spannung für eine Liebesgeschichte

Eine Gouvernante für den Duke
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Der vierte Band dieser Reihe überzeugt wieder auf voller Länge. Da jeder Band andere Personen behandelt, ist er auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher lesbar, allerdings hilft es, wenn man die Bände ...

Der vierte Band dieser Reihe überzeugt wieder auf voller Länge. Da jeder Band andere Personen behandelt, ist er auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher lesbar, allerdings hilft es, wenn man die Bände kennt, da dadurch einiges leichter verständlich ist und gewisse Personen einem vertraut sind. In diesem Fall fühlt es sich beim Lesen dieses Bandes wie ein Nachhausekommen an.

Wie schon in den anderen Büchern überzeugt diese Geschichte wieder mit einer starken und selbstbewussten weiblichen Hauptfigur. Was ich in diesem Buch besonders toll finde, ist, dass sie nicht nur Wissenschaftlerin ist, sondern im Lauf der Handlung auch immer furchtloser und freier wird, so dass sie sich nimmt, was sie möchte. Insofern kann man in der Geschichte wunderbar eine Rollenumkehr beobachten. Während der Lebemann seine Exzesse einstellt und sich mäßigt, befreit sich die Gouvernante immer mehr von den ihr eingeprägten Rollenvorstellungen.

Außerdem hat mir gut gefallen, dass das Buch nebenbei noch über ein furchtbares Thema aufklärt, nämlich dass unangepasste oder unliebsame Frauen früher oft einfach für den Rest ihres Lebens in der Psychiatrie verschwanden. Dieses Motiv durchzieht das ganze Buch, aber es wird auch darauf hingewiesen, dass es kein Einzelschicksal war, sondern dass dies immer wieder Frauen passiert ist, die sich nicht beugen wollten.

Der Schreibstil ist wie immer toll und lässt einen alles hautnah miterleben. Das führte dazu, dass ich das Buch stellenweise aus der Hand legen musste, weil es einfach zu spannend war und ich es nicht mehr ausgehalten habe. Das zeigt die große Kunst der Autorin, die die Spannung langsam aber stetig aufbaut, aber dann die Erwartungshaltung des Lesers über den weiteren Fortgang der Handlung immer wieder unterläuft, was ich großartig fand.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir diese Buch unglaublich gut gefallen hat und ich es nur jedem wärmstens empfehlen kann, der eine Regency-Liebesgeschichte mit einer wirklich starken Heldin mag.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Tolles und spannendes Spiel mit Identitäten

A Monster's Heart
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Dieser erste Band einer Dilogie hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Schon auf den ersten Seiten begegnet man einer jungen Frau, die unter widrigsten Umständen versucht, zu überleben und das ...

Dieser erste Band einer Dilogie hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Schon auf den ersten Seiten begegnet man einer jungen Frau, die unter widrigsten Umständen versucht, zu überleben und das Richtige zu tun, auch wenn sie sich dafür in Gefahr begeben oder Verbrechen begehen muss. Es ist äußerst spannend zu erleben, wie sie sich im Lauf des Buches weiterentwickelt und ganz neue Seiten an sich entdeckt, aber trotzdem ihren moralischen Kompass nicht verliert. Auch wenn sie de facto eine Verbrecherin ist, ist sie moralischer als all die hochrangigen Personen, auf die sie im Lauf der Geschichte trifft.
Besonders gut hat mir in diesem Buch das Spiel mit den Identitäten gefallen. Fast jeder hat etwas zu verbergen und alle sind mehr, als sie zu sein scheinen, was immer wieder für Überraschungen sorgt und die Spannung durchgehend hoch hält. Dass es in der Geschichte außerdem darum geht, mit Hilfe eines Halbmonsters Jagd auf ein richtiges Monster zu machen, sorgt zusätzlich für eine Menge Action und Spannung.
Die Liebesgeschichte, die in diesem Band ihren Anfang nimmt, ist auch sehr glaubwürdig erzählt und lebt von den kleinen Momenten. Für mich macht dieses langsame Anbahnen den großen Reiz aus, da man es als Leser sehr gut nachvollziehen kann, wie die Gefühle wachsen.
Für mich ist das Buch eine rundum gelungene Fantasy/Romantasy-Geschichte, die eine wirklich gute und spannende Handlung und einen fieses Cliffhanger am Ende hat. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, da es mir einige atemlose Stunden beschert hat.

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