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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2026

Nett für zwischendurch

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Margot ist auf der Suche nach der großen Liebe, am besten über einen Meet-Cute, aber es scheint einfach nicht zu klappen. Ihr letzter Meet-Cute hat sich als Verschwörungstheoretiker herausgestellt. Von ...

Margot ist auf der Suche nach der großen Liebe, am besten über einen Meet-Cute, aber es scheint einfach nicht zu klappen. Ihr letzter Meet-Cute hat sich als Verschwörungstheoretiker herausgestellt. Von Dating-Apps hält sie recht wenig, immerhin sind dort doch immer die gleichen Typen mit den gleichen schlechten Anmachsprüchen zu finden. Und trotzdem nutzt sie diese immer wieder, weil es auch mit den Meet-Cutes nicht klappt, sowas kann man eben nicht erzwingen. Über die Jahre begegnet sie auch immer wieder ihrem damaligen Date Oliver. Das Date damals lief nicht gut, nur körperlich hat es gefunkt, aber weit sind sie nicht gegangen. Trotzdem schreiben sie sich über die Jahre immer wieder, wenn sie sich mal wieder in einer Dating-Plattform treffen. Ganz witzig. Man merkt aber auch, dass sie beide reflektiert auf ihr Date zurückschauen, das gefällt mir. Ihr Kontakt besteht also nun schon über drei Jahre, bei denen sie über ihre Erfahrungen mit den Dating-Apps reden, aber auch über anderes. Da hat es definitiv gefunkt.

Wo es nicht so funkt, ist auf der Arbeit. Mit ihrem Chef hat sie auch sporadisch eine Affäre laufen. Allerdings ist diese wahnsinnig toxisch und manipulativ. Außerdem merkt man recht schnell, dass er sie total ausnutzt und sie klein hält. So wie auch viele andere tatsächlich. Denn auch ihre Familie scheint nicht viel von Margot zu halten. Ihre Unsicherheit ist ziemlich greifbar. Dazu ist sie eben auch in vielen Dingen eine totale Chaotin impulsiv. Das muss man mögen. Sorgt aber natürlich dafür, dass sie manchmal nicht ganz so kluge Entscheidungen trifft, teilweise natürlich auch etwas übertrieben. Ganz anders ist Oliver mit seinem ordentlich durchgetakteten Tag. Ziemliche Gegensätze, die da aufeinandertreffen. Aber genau das macht es schon auch lustig. Die beiden haben total süße Momente zusammen. Ich fand es besonders schön, wie Oliver immer an Margot geglaubt hat und für sie da war. Er hat sie total supportet. Richtig süß. Allerdings konnte ich nicht so richtig bei den beiden mitfiebern. Es wirkte irgendwie die ganze Zeit eher seicht und erzwungen. Dazu wurde sich hier und da einigen Klischees bedient, insbesondere bei dem Thema Feiern. Das mochte ich gar nicht.

Die Nebenstory mit ihrem Chef und dem daraus resultierenden Handlungsfaden, fand ich an sich interessant, war aber natürlich eher Mittel zum Zweck. Eigentlich fast schon schade, weil es durchaus Potential hatte. Insgesamt war das Buch schon ziemlich unterhaltsam, besonders durch die Gegensätze, aber auch wegen dem ganzen Thema rund um den Bücherverlag. Aber so richtig überzeugt hat es mich nicht.


Fazit:

Nett für zwischendurch, ziemlich cosy. Margot ist eine sehr impulsive chaotische Person, Oliver das genaue Gegenteil. Gerade das macht die Sache zwischen den beiden so amüsant und interessant. Doch so einfach ist das zwischen den beiden dann doch nicht. Es gab einige süße Momente, aber eben auch viele künstlich erzwungene. Das Thema Agentur fand ich ziemlich interessant, schade, dass das Thema eher nebensächlich war. Insgesamt wurde ich gut unterhalten, es war aber nicht so, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Nicht ganz ausgereift

Once Upon A Tender Kiss
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Mia hatte als Baby einen Herzfehler und wäre beinahe gestorben. Seitdem machen sich ihre Eltern aber übertrieben viele Sorgen um sie. Egal, welche Kleinigkeit, es wird der Notarzt gerufen oder sie muss ...

Mia hatte als Baby einen Herzfehler und wäre beinahe gestorben. Seitdem machen sich ihre Eltern aber übertrieben viele Sorgen um sie. Egal, welche Kleinigkeit, es wird der Notarzt gerufen oder sie muss im Krankenhaus durchgecheckt werden. Auch heute noch im Alter von dreißig Jahren, können ihre Eltern, insbesondere ihre Mutter, nicht damit aufhören und überschreiten doch einige Grenzen. Mia lässt das meistens über sich ergehen, weil sie es nun mal nur so kennt und sie weiß, dass ihre Eltern nur dann beruhigt sind. Man kann sich also vorstellen, wie ihr Leben war. Im Laufe des Buches finde ich, geht die Mutter aber übertrieben zu weit.

Ganz anders ist es bei Tate, der jetzt über ihr einzieht. Er hat eine elfjährige Tochter, bei der er sich aber das Sorgerecht noch einklagen muss. Früher hatte er einige Probleme mit dem Gesetz und auch seine neue Wohnung und den Job hat er nur durch seinen Kumpel Larry bekommen. Die ersten Begegnungen von Mia und Tate verlaufen eher unschön. Beide Male kriegen sie sich in die Haare, weswegen Mia nicht so gut auf ihn zu sprechen ist. Doch als dann seine Tochter nachts plötzlich vor ihrer Tür steht und nach Zutaten fragt, kann sie nicht anders als zu helfen.

Der Sorgerechtsstreit rund um Riley nimmt schon einen großen Raum in dem Buch ein. Entsprechend kommt die Annäherung von Tate und Mia etwas zu kurz. Gefühlt nutzt er Mia am Anfang eher aus, damit jemand für Riley da ist. Ich meine, klar Riley ist ein süßes Mädchen. Aber irgendwie war das alles etwas holprig. Es gab dann auch Unternehmungen, aber die waren eher zäh. Ich finde sowieso, dass Tate sich deutlich mehr hätte reinhängen können, um Riley zu sich zu holen. Daneben gab es natürlich noch das Thema der Überfürsorglichkeit von Mias Eltern und damit Mias eher eingeschränktes Leben. Tate holt sie quasi aus dem Zustand raus. Ich fand aber, dort hat sie sich etwas ambivalent verhalten. Tate gegenüber war sie anfangs schon forsch, bei ihren Eltern lässt sie sich aber alles gefallen. Viele Handlungsfäden fingen an, liefen dann aber eher ins Leere. Dazu war mir das Ende viel zu kitschig und vorhersehbar.

Fazit:

Für mich fehlt einfach was in dem Buch, es wirkt nicht vollständig ausgereift. Tate und Mia sind zwei sympathische Charaktere, verhalten sich aber meiner Meinung nach oft nicht ganz nachvollziehbar. Ich hätte erwartet, dass Tate sich für seine Tochter viel mehr reinhängt und auch mehr Hilfe annimmt. Und Mia sich deutlich eher von ihren überfürsorglichen Eltern distanziert. Ihre Annäherung verläuft mir etwas zu nebenbei, es wurde zu sehr von anderen Themen überschattet. Auch wenn es natürlich schön ist, dass beide eine Entwicklung durchmachen. Das Ende dann zu kitschig.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Kurzweilig

A Curse of Shadows and Ice
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Felix Osiris ist schon jahrzehntelang verflucht und bekannt als der Schattenkönig, ein Monster. Angeblich kommt irgendwann eine Frau, die den Fluch brechen kann. Es weiß aber keiner wie. Die Frau soll ...

Felix Osiris ist schon jahrzehntelang verflucht und bekannt als der Schattenkönig, ein Monster. Angeblich kommt irgendwann eine Frau, die den Fluch brechen kann. Es weiß aber keiner wie. Die Frau soll Arabella sein, die Tochter des Königs Altheas. In ihrer Heimat Althea ist sie zwar Prinzessin, aber vom Pech verfolgt. Sie sieht sich also selbst als verflucht. Als wäre das nicht genug ist sie auch immer anders behandelt worden als ihre Schwester und weniger wert. Nur einer ist für sie da, Nathaniel, der für den König arbeitet und bald Berater ist. Entsprechend will sie dort nicht weg, aber Felix lässt ihr keine andere Wahl und so macht sie sich mit ihm auf den Weg nach Eldiria, um ihn zu heiraten. In Eldiria ist vieles anders. Es fängt mit der Magie an, die dort erlaubt ist zu nutzen. Ich finde das ganze Thema Magie kam hier aber etwas zu kurz. Ich hatte bis zum Schluss viele Fragen, was alles möglich ist und wie sich die Magie so äußert.

Der Fluch ist das Hauptthema des Buches, entsprechend fand ich es gut, dass es im Fokus blieb. Arabella und Felix haben viel ausprobiert, um den Fluch zu brechen oder ihn wenigstens abzuschwächen. Dabei kommt heraus, dass Arabella magische Fähigkeiten besitzt. Nach und nach lernt sie die kennen und kann so dem Volk helfen. Fand ich spannend. Generell waren sie, was das angeht, oft ehrlich zueinander. Dennoch fand ich die Storyline ziemlich vorhersehbar.

Von Anfang an setzt sich Felix für seine Frau ein und hält zu ihr. Er ist fürsorglich, aber auch ziemlich grenzüberschreitend. Ich finde die ersten Annäherungen viel zu forsch und absolut nicht schön. Aber entsprechend gut fand ich auch, dass Arabella zuerst versucht hat, ihn umzubringen. Hätte ich nicht gedacht. Die Situation wurde fast schon amüsant. Aber dann kamen die intimen Szenen, die wirkten so plump. Es war zwischen den beiden alles sehr körperlich und selbst da habe ich das Verlangen nicht gespürt. Natürlich kommen sie sich bei den ganzen Versuchen den Fluch zu brechen näher. Arabella merkt schnell, dass Felix kein Monster ist, wie er dargestellt wird. Dass er auch nur Opfer der Umstände ist. Felix war mir aber oft zu besitzergreifend, besonders was Nathaniel anbelangt und dann noch von Anfang an. Dass Arabella ihn damit dann noch provoziert, macht es natürlich nicht besser. Das war echt unnötig. Auch das Abstandhalten am Ende fand ich irgendwie nicht passend.

Fazit:

Ein kurzweiliges Buch mit einer eher seichten Liebesgeschichte. Arabella und Felix sind sympathische Charaktere, ihre Beziehung finde ich aber leider gar nicht prickelnd und teilweise sogar eher problematisch. Das ganze Thema rund um den Fluch ist ganz interessant aufgebaut, aber da fehlten auch viele Erklärungen zur Magie. Bei der Kürze des Buches natürlich schlecht möglich ohne es mit Informationen zu überladen. Entsprechend war es eine nette Unterhaltung, bei der man recht schnell ahnte, worauf es hinausläuft.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Düster

Deeply Forbidden
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Gia Bennett ist persönliche Assistentin von Tatum Blackthorn, skrupelloser CEO von GS Properties. Er ist Gia gegenüber ein ziemliches Arschloch, aber sie bleibt wegen den ganzen Zulagen ihres Jobs da. ...

Gia Bennett ist persönliche Assistentin von Tatum Blackthorn, skrupelloser CEO von GS Properties. Er ist Gia gegenüber ein ziemliches Arschloch, aber sie bleibt wegen den ganzen Zulagen ihres Jobs da. Immerhin muss sie ihre Mutter pflegen. Sie lässt sich lange nicht alles gefallen und gibt auch oft genug Konter, was Tate aber zu gefallen scheint. Immerhin scheint schon zu Anfang des Buches die Eifersucht hier und da durch zu blitzen. Als dann aber die Krankheit ihrer Mutter ein neues Stadium erreicht und nichts mehr hilft, braucht sie Tates Hilfe. Es gibt eine medizinische Studie, die helfen könnte. In dieses Programm kommen aber nur die wenigsten. Besonders in dem Stadium. Gia bietet ihm dafür viel an, doch er will nur eins: Sie als Frau. Da bleibt er auch konsequent. Als Erklärung dafür nennt er sie kompetent und gut genug, um Erben zu zeugen. Weil Gia so verzweifelt ist, stimmt sie dem zu. Aber nicht, ohne selbst Bedingungen an diese Ehe zu stellen. Schlau von ihr sich da nicht blindlings reinzustürzen. Denn natürlich will sie möglichst schnell und einfach wieder aus dem Deal raus.

Tate ist für mich eine sehr interessante Person. Er ist skrupellos, kalt und brutal. Und ja, auch hinter der Fassade. Nachdem sein Vater ermordet wurde, ist er hinter den Mördern seines Vaters her und legt sich mit der irischen Mafia an. Dabei geht er ziemlich brutal und gefühllos vor. Kein Wunder, seine Kindheit, in die wir immer wieder kurze Einblicke erhalten, war wirklich schlimm. Da hat man schon ordentlich Mitleid mit ihm. Aber entsprechend schleppt Tate viel mit sich rum. Er kennt kaum Grenzen und ist ziemlich herrisch. Mit ihm muss man also erst mal warm werden. Aber genau deswegen ist seine Entwicklung besonders spannend.

Der Anfang ihrer Ehe verläuft so, wie man es sich vorstellt. Tate hat kein Interesse an einer romantischen Beziehung und behandelt sie genau wie zuvor. Sie genauso und provoziert ihn entsprechend. Für ihn ist die Ehe eher so nebenbei, seine Arbeit ist wichtiger. Dennoch muss er sie nun schützen. Nachdem er sich mit der irischen Mafia angelegt hat, ist Gia als seine Frau in Gefahr, weswegen er Leibwächter holt. Das passt Gia gar nicht. Das habe ich nicht verstanden. Ist ihr ihr Leben denn nichts wert? Die beiden haben viele Diskussionen, immerhin bietet sie ihm ordentlich die Stirn. Dabei kommen sie sich natürlich etwas näher. Aber noch ausschlaggebender ist der Moment, wo er sie vor einer Gefahr gerettet hat. Da küsst sie ihn plötzlich. Woher kam das denn? Sie lernt Tates dunkle Seiten kennen, die ihr offensichtlich zu gefallen scheinen. Es folgen einige spicy Szenen. Die Orte waren für mich teilweise etwas drüber, aber gut. So oder so kommen sie sich durch die gegenseitige Provokationen kommen immer näher. Und man merkt, dass Tate mehr Gefühle für Gia und mehr Spaß am Leben entwickelt. Über die Zeit bemüht er sich immer mehr um sie. Diese Veränderung geschah aber langsam und authentisch. Noch ein Punkt, der für mich etwas kurz war, war das Thema rund um Gias Mutter. Insbesondere zum Ende hin habe ich deutlich mehr Emotionen von Gia erwartet, die nicht kamen.


Fazit:

Ein düsteres Buch mit Mafia-Setting. Tate ist moralisch sehr dunkelgrau. Er ist brutal, gefühl- und skrupellos. Und doch taut er über das Buch langsam aber sicher für Gia auf. Ich fand seine Entwicklung total authentisch und wirklich schön. Gia als sein Gegenpart fand ich sympathisch und auch stark, weil sie sich nicht alles gefallen lassen hat. Aber leider auch an manchen Stellen etwas naiv. Die spicy Szenen fand ich teilweise etwas drüber.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Hat Potential

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract
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Lainey arbeitet als Medizinstudentin im Krankenhaus, yay, mein Lieblingssetting! Dort muss sie Parker betreuen, der eine Platzwunde am Kopf hat. Für Lainey, die noch nicht voll ausgebildet ist, ist das ...

Lainey arbeitet als Medizinstudentin im Krankenhaus, yay, mein Lieblingssetting! Dort muss sie Parker betreuen, der eine Platzwunde am Kopf hat. Für Lainey, die noch nicht voll ausgebildet ist, ist das eine Herausforderung, die sie annimmt. Dabei flirtet Parker permanent mit ihr. Das war schon irgendwie süß, aber auch amüsant. Lainey geht darauf aber sowieso nicht ein. Außerdem will sie nach ihrem Ex Abstand von solchen Typen. Doch bei der Versorgung der Wunde geht etwas schief und kurz darauf wird Lainey verklagt und verliert ihren Studienplatz an der Penn. Entsprechend ist sie nicht gut auf ihn zu sprechen. Nach einiger Zeit gibt es eine Neuigkeit, denn ihre Stiefschwester heiratet Laineys Ex-Freund. Unangenehm. Als wäre das nicht genug, macht ihre Mutter ihr Druck und will sie auf der Hochzeit mit einem anderen verkuppeln. Sie braucht also dringend ein Date.

Parker ist Boxer und ihm steht demnächst ein großer Kampf bevor. Aber der Kampf bereitet ihm Sorge, da er seine Schulter ausgekugelt hat und er eigentlich noch mehr Ruhe braucht. Sein Kumpel schlägt ihm eine Beziehung vor, die die Pause erklären würde. Auch er braucht also ein Date. Wie der Zufall es will, treffen sie sich auf einer Party. Die Gespräche dort waren schon ziemlich künstlich. Aber Parker hat Interesse an Lainey, der, wie sie merkt, sich gar nicht mehr an sie erinnert. Lainey erkennt ihn aber durchaus und hält Abstand. Es kommt direkt zu noch mehr Zufällen, die dadurch nur umso konstruierter wirken, wodurch sie natürlich bei ihm schlafen muss. Das war mir dann doch zu viel der Zufälle. Es wirkte zu erzwungen.

Für das Fake-Dating stellen sie gemeinsam Regeln auf. Die wichtigste Regel, keine Gefühle. Natürlich. Und so wenig Intimität wie möglich. Als die Hochzeit näher rückt, müssen sie sich aber dennoch näher kennenlernen, um den Schein zu wahren. Fand ich gut, aber mir fehlte hier schon das Kribbeln. Die Hochzeit selbst war ebenfalls nicht ganz so gelungen. Ihre Stiefschwester ist toxisch. Ihr Ex problematisch. Parker hat sich aber unglaublich bemüht und war wirklich süß. Und dennoch, es ging alles zu schnell. Die Szenen hatten kaum Raum sich zu entfalten, da ging schon die nächste los und die ersten Gefühle waren da. Es gab aber auch lustige Momente, die das Ganze aufgelockert haben.

Ich fand es unglaublich schade, dass das Medizinstudium und auch generell das Krankenhaus-Setting so kurz kam. Da hätte ich mir viel mehr gewünscht. Eigentlich trägt das auch kaum was zur Handlung bei außer halt ihr Kennenlernen. Genauso ging es mir auch mit dem Thema Boxen. Gut, Parker ist verletzt, aber da hätte ich mir auch mehr gewünscht. Für mich fehlten hier viele Gefühle, es ging alles Schlag auf Schlag, ohne dass die Gefühle hier richtig Raum bekamen oder ein richtiges Kribbeln einsetzen konnte. Auch das Thema der Anklage wurde am Anfang so hochgebauscht, was dann aber mit so schnell aufgelöst wurde und dann war es kein Thema mehr.


Fazit:

Die Story hat Potential und war auch eine ganz nette Unterhaltung, aber es hat auch Luft nach oben. Insbesondere das Setting kam für mich zu kurz, das hätte man fast schon austauschen können, so wenig wurde es einbezogen, was wirklich schade ist. Parker und Lainey sind zwei sympathische Charaktere, die in vielen Dingen offen kommunizieren. Aber leider konnte ich ihre Annäherung nicht so richtig mitfühlen. Dafür wirkten die Szenen oft etwas zu konstruiert und gingen zu schnell.

3/5 Sterne

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