Süße Liebesgeschichte, die für mich aber einige Schwächen hatte
Today I’ll Talk to Him (1)Was bedeuten drei Sterne für mich? Die Dinge, die mir (nicht) gefallen haben waren ausbalanciert.
Das Buch ließ sich durch den einfachen Schreibstil sehr gut lesen, jedoch setzte mir das Buch ein wenig ...
Was bedeuten drei Sterne für mich? Die Dinge, die mir (nicht) gefallen haben waren ausbalanciert.
Das Buch ließ sich durch den einfachen Schreibstil sehr gut lesen, jedoch setzte mir das Buch ein wenig zu sehr auf „tell". Gut gefallen haben mir aber wieder viele witzige Stellen, die mich zum schmunzeln brachten. Vereinzelnd gab es aber auch einige Szenen, dessen Zweck sich mir nicht gänzlich erschlossen hat.
Layla ist ein eher zurückhaltendes, schüchterndes und ein wenig naives Mädchen, welches unter einem Pseudonym als Streamerin auf Twitch aktiv ist. Dort spielt sie über das Spiel Sims eine Liebesbeziehung zu ihrem High School Schwarm nach, mit dem sie nie gesprochen hat, nach. Als sie ihn zufällig am College wieder trifft, entscheidet sie sich ihm durch eine Challenge näher zu kommen. Diese stellt sie anschließend für ihre Follower auf Sims nach. Es ist gruselig, keine Frage, aber ich konnte das relativ gut ausblenden und die Geschichte einfach genießen. Dennoch kann ich auch gut verstehen, wenn man das nicht kann. In dem Fall empfehle ich euch dann aber zu einem anderen Buch zu greifen, weil das auch der Haupthandlungsstrang ist. Was mir gut gefallen hat war die Entwicklung von Layla und wie sie sich durch ihre Challenges immer weiter öffnet. Auch ihre Freundschaft zu ihrer Mitbewohnerin India gefiel mir sehr gut und ihre Interaktionen haben mich immer wieder zum schmunzeln gebracht.
Wo ich mehr Probleme hatte war Henry. Nicht weil ich ihn nicht mochte, sondern weil es vor allem zu Beginn sehr viele parallelen zu der Figur Kageyama aus Haikyuu gab. Ob das gewollt oder ein seltsamer Zufall ist kann ich natürlich nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sagen. Aber beide haben nicht gerade die beste Sozialkompetenz und sie schauen immer ein wenig schlecht gelaunt. Beide sind Zuspieler mit der Nummer neun. Beide sind zwar sehr gut in ihrer Position, doch sie passen sich nicht ihren Mitspielern an. Heißt: wenn ihre Mitspieler den Ball nicht bekommen, beschweren sie sich, dass sie hätten schneller sein müssen, statt das die Zuspieler selbst den Ball anders spielen, was wirklich sehr spezifisch ist. Eine oder zwei dieser Dinge hätten mich überhaupt nicht gestört. Vielleicht würde ich sogar die Ähnlichkeit ganz cool finden, siehe meine Rezension zu "And they were roommates". Aber bei der Menge habe ich die Figuren ungewollt miteinander verglichen und da verliert Henry bei mir haushoch (Die Charaktersierung in Haikyuu ist für mich aber auch fast nicht mehr zu überbieten). Glücklicherweise konnte ich Henry im Laufe der Handlung immer mehr von Kageyama trennen, da wir auch immer mehr über ihn erfuhren und ich ihn so als eigenständige Figur betrachten konnte. Da kam aber schon wieder das nächste Problem für mich auf. Seine Hintergrundgeschichte fühlte sich für mich eher in die Handlung hereingequetscht an, statt dass sie ein natürlicher Teil dieser war.
Mehr gefiel mir Henry in seiner Rolle als love interest. Gegenüber Layla hat er einen stark ausgeprägten Beschützerinstinkt, der mein Herz mehr als einmal zum schmelzen brachte. Auch Layla mochte ich in der Beziehung, trotz ihrer Fehler wirklich sehr. Sie konnte einfach sie selbst sein und sich in seiner Nähe entspannen, zumindest die meiste Zeit. Das hat ihre Liebesgeschichte ausgemacht und ich fand es im großen und ganzen gut umgesetzt.
Die Handlung ist eher ruhig und ziemlich vorhersehbar. In diesem Fall gefiel es mir ganz gut auch einfach mal zu entspannen, lediglich die Auflösung des Konfliktes lief mir zu einfach. Was mir aber gefehlt hat war der Volleyball Anteil. Es wurde zwischenzeitlich immer mal wieder was hereingeworfen und auch dem Team selbst wurde auch Bedeutung zugesprochen. Der Sport selbst war aber besonders nach der zweiten Hälfte einfach nur noch da.
Alles in einem fand ich das Buch in Ordnung. Klar ich musste meckern, aber letztendlich hatte ich meinen Spaß damit.