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Veröffentlicht am 19.05.2026

Meisterwerk!

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Dieses Buch zu rezensieren, ist gar nicht so leicht. Stuart Turton schreibt andere Bücher; Bücher, auf die man sich voll und ganz einlassen muss, die man nicht einfach so nebenbei lesen kann. Sein Schreibstil ...

Dieses Buch zu rezensieren, ist gar nicht so leicht. Stuart Turton schreibt andere Bücher; Bücher, auf die man sich voll und ganz einlassen muss, die man nicht einfach so nebenbei lesen kann. Sein Schreibstil ist für mich etwas ganz Besonderes. Seine drei bisherigen Bücher hatte alle das Genre "Kriminalroman" auf dem Cover stehen, was natürlich auch stimmt. Es wird gemordet, es wird ermittelt, es ist auf unterschiedliche Art spannend. Aber ansonsten sind seine Bücher von Grund auf verschieden und genau das ist sein Ziel, wie er uns Leserinnen und Lesern in "eine besondere Danksagung" am Ende dieses aktuellen Buches erklärt. Dieses Buch ist beispielsweise ein Kriminalroman mit erheblichem Science-Fiction Anteil und einer apokalyptischen Darstellung im Sinne eines Weltuntergangsszenarios ohne religiöse Bestandteile. Sehr wahrscheinlich hätte ich dies von fast keinem/r anderen Autor bzw. Autorin gelesen, da es grundsätzlich kein Inhalt ist, der mich großartig anspricht. Bei Stuart Turton warf ich diese Bedenken aufgrund der positiven Eindrücke der ersten beiden Bücher über Board und wurde auf eine atemberaubende Art belohnt. Mit diesem Buch, das mich fernab meiner Wohlfühlzone abgeholt und so gut unterhalten hat, hat er sich bei mir einen Freifahrtschein erschrieben. Ich werde zukünftig sicherlich alle seine weiteren Bücher ganz bedenkenlos und voller Vorfreude lesen.

So, aber worum geht es denn nun in "Der letzte Mord am Ende der Welt"? Wir befinden uns auf einer kleinen griechischen Insel, die nicht konkreter benannt oder lokalisiert wird und von der wir nur einen Bruchteil im Laufe des Buches kennenlernen. Von der Spezies "Mensch" existieren nur noch drei Personen, die die "Ältesten" darstellen und alle über 100 Jahre alt sind. Alle anderen menschlichen Charaktere auf der Inseln sind, wie man nach und nach erfährt, menschenähnlich gezüchtet. Eine künstliche Intelligenz steuert ihre Leben aus der Ferne. Diese Kreaturen sind theoretisch so gezüchtet, dass sie ausschließlich friedlich leben können; da die menschliche Spezies die Welt durch Kriege, persönliche Auseinandersetzungen und ihren Lebensstil zerstört und schlussendlich eine chemische Reaktion provoziert hat, einen Nebel, der bisher die restliche Welt abseits der Insel verschlungen hat. Die Menschheit hatte sich auf diese Insel evakuiert, verblieben sind nun aber nur noch drei. Und nun geschieht ein Mord an einem dieser drei letzten Menschen. Doch wie konnte dieser überhaupt geschehen, wenn es nur noch drei Menschen gab und die übrigen Wesen friedlich gezüchtet wurden? Und wer hat ein Interesse daran, diesen Mord überhaupt aufzuklären bzw. cwer hat überhaupt die Kompetenzen zu ermitteln? Es findet sich ein weibliches Wesen, das bisher keine Aufgabe zum Gemeinwohl der Gruppe gefunden hat, da es offensichtlich nichts besonders gut kann - außer Fragen stellen, die die anderen ihr nicht beantworten wollen oder können. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn mit dem Tod dieses Menschen kommt der Nebel nun auch der Insel immer näher und droht sie zu verschlingen.

Stuart Turton erfindet hier eine kleine Welt, die er bis ins Detail beschreibt, dies aber nicht auf langatmige Weise, sondern nach und nach im Laufe der Geschichte. Wir lernen das Dorf kennen und Orte außerhalb der Mauern. Lernen peu à peu die verschiedenen Charaktere kennen, ihre Vergangenheit und wie ihr Leben im Dorf aussieht. Der Autor beschreibt Feste und begründet Lebenserwartungen. Lässt uns langsam in dieses uns doch unbekannte Leben eintauchen und machte es für mich auf diese Art und Weise sehr gut möglich mich hineinzufühlen und die Entscheidungen und das Verhalten der einzelnen Personen nachzuvollziehen.

Unterschwellig und doch immer präsent sind Bezüge zu unserer wahren Welt, der Welt wie wir Leserinnen und Leser sie kennen. Wie die damaligen Menschen durch ihre fortschrittliche Entwicklung - denn die Menschen vor dem Nebel waren unserer Gegenwart noch etliche Jahre voraus - sich ihr eigenes Leben so bequem wie möglich gestaltet haben, dabei aber sehr egoistisch vorgegangen sind und weder auf ihre Mitmenschen noch auf die Umwelt und den Planeten geachtet haben. Wie sie durch Wut, Neid und Missgunst körperliche Auseinandersetzungen und Kriege angezettelt haben, bis hin zu dem Moment als sie einen zerstörerischen Nebel in die Welt gesetzt haben, vor dem sie sich dann nicht mehr retten konnten - ähnlich der letzten weltweiten Pandemie, nur noch um einiges schlimmer und ohne Mittel und Wege zur Rettung der Menschheit.

Das Buch hat mich von Beginn an fasziniert und immer wieder in seinen Bann gezogen.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

sehr spannende Fortsetzung

Die Nacht
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Im dritten Band um den Ermittler Art Meyer und seine Kollegin Nele Tschaikowski wird es persönlich. Obwohl ich alle drei Bände sehr gemocht habe, bin ich verleitet zu sagen, dass mir dieser Band bisher ...

Im dritten Band um den Ermittler Art Meyer und seine Kollegin Nele Tschaikowski wird es persönlich. Obwohl ich alle drei Bände sehr gemocht habe, bin ich verleitet zu sagen, dass mir dieser Band bisher am besten gefallen hat! Nun kennen wir Art und Nele bereits besser, sie sich gegenseitig auch und so sind sie ein stimmiges Team. Nele ist eigentlich noch in Elternzeit (im Buch heißt es Mutterschutz, gleichzeitig wird aber gesagt, dass das Baby mehrere Monate alt ist - von daher glaube ich, dass es Elternzeit sein müsste), hält es zu Hause und nur mit dem Kind und einem Mann, der sie eh immer schon am liebsten als Mutter und Hausfrau sehen würde, nicht aus und flüchtet sich in den Fall, der offiziell auch schon bald Art entzogen wird, da er als befangen gilt. Ich mag die zwei als Team unheimlich gerne. Sie haben beide unheimlich viele Ecke und Kanten und sind dadurch irgendwie so schön normal. Dass Art Neles Handlen nicht hinterfragt und einfach für sie da ist und sie so nimmt wie sie ist, finde ich großartig.

Schon in den letzten Bänden haben wir auch Milla kennengelernt, eine Achtjährige, die mit ihrer dementen Oma eine Etage unter Art wohnt und deren Mutter vor eineinhalb Jahren plötzlich spurlos verschwunden ist. Die Kleine ist sehr forsch und hat sich beim ehemaligen Heimkind Art ins Herz geschlichen. Nun geht es in diesem Band ganz offiziell und inoffiziell um die Suche nach Millas Mutter. Dabei steht jedoch ein Mordfall an einem Richter im Mittelpunkt und nur nach und nach ergibt sich daraus die Rolle, die Millas Mutter eventuell darin spielen könnte bzw. wie sie darin verwickelt sein könnte.

Der Autor baut die Geschichte gekonnt auf und macht es von Beginn an sehr spannend. Zu den Kapiteln in der Gegenwart, die überwiegen, kommen regelmäßig Kapitel aus der Vergangenheit, die aus Sicht von Millas Mutter geschrieben sind. Sie war damals ein Teenager und lebte in einem Wohnwagen in einer Wohnwagensiedlung. Die Vergangenheit soll etwas Licht in die Gegenwart werfen, ist jedoch schon allein für sich spannend und vielschichtig, da nicht alles klar ausgedrückt wird und manche Menschen nicht so zu sein scheinen, wie sie vorgeben.

Das Ende ist dann rund und lässt eigentlich keine Fragen mehr offen, aber Arts Verhalten lässt mich vermuten, wie es im vierten Band weitergehen würde - denn vielleicht ist es ja doch nicht, wie es scheint?

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Veröffentlicht am 19.05.2026

sehr witziger Start

Ich und die Menschen
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In diesem Buch treffen wir einen nicht näher benannten Außerirdischen, der auf die Erde kommt, um einen gewissen mathematischen Fortschritt anzuhalten, der den Menschen ansonsten zu einer großen Weiterentwicklung ...

In diesem Buch treffen wir einen nicht näher benannten Außerirdischen, der auf die Erde kommt, um einen gewissen mathematischen Fortschritt anzuhalten, der den Menschen ansonsten zu einer großen Weiterentwicklung ihrer selbst verhelfen würde. Dies möchte der Planet, von dem der Außerirdische kommt, verhindern. Warum genau wurde, zumindest für mich, nicht im Detail erläutert.

Am Anfang gibt es sehr viele kurze Kapitel in denen der Außerirdische die Erde und das menschliche Leben erkundet und für Seinesgleichen beschreibt. So erfahren wir von seinen ersten Schritten auf der Erde und wie er den Körper einens Menschen angenommen hat. Dieser Mensch ist der Professor, der die mathematische Formel entdeckt hat und damit ausgeschaltet werden muss - ebenso alle, die davon wissen. Und genau das ist nun die Aufgabe des Außerirdischen: Herauszufinden, wer davon weiß und die Personen beseitigen.

Da er jedoch mit den Geflogenheiten auf der Erde nicht vertraut ist, läuft er zuerst nackt durch die Gegend und nimmt sich Gegenstände aus Geschäften ohne sie zu bezahlen. Wie all dies durch den Autor beschrieben wird, empfand ich als großartigen Humor. Hier werden so viele Eigentheiten der Menschen beschrieben und in Frage gestellt, dass man sie einfach nur mit Humor nehmen kann. Wer sich selbst zu ernst nimmt, wird sicherlich nicht darüber lachen können, aber ich fand es großartig. Auch wie er unsere Sprache lernt und wie ihm schleierhaft ist, dass wir beim Lesen wirklich jedes Wort wahrnehmen müssen und wir für ein Buch Stunden brauchen, ist unheimlich gut beschrieben. Genauso stelle ich es mir tatsächlcih vor, wenn eine außerirdische Lebensform bei uns aufschlagen würde und sehen würde, in welchem Stadium der Entwicklung wir stecken. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass es viel weiter entwickelte Lebewesen im Universum gibt und konnte mich daher in den Gedanken zu Anfang des Buches absolut wiederfinden, wodurch ich unfassbar gut unterhalten wurde.

Je länger dieser Außerirdische jedoch auf unserem Planeten weilt und je besser er die Ehefrau und den Sohn des Professors kennenlernt, desto weniger möchte er seinen Plan ausführen. Er findet immer mehr Gefallen am Menschsein. Zwar zeigt der Autor nun auch die positiven Seiten von uns Menschen auf und was wir eigentlich alles gut machen und doch nicht so einfach gestrickt sind, wie der Außerirdische zu Beginn dachte, jedoch verlor der Roman hier für mich den Spritz. Ab hier wurde es für mich weniger unterhaltsam und der Roman verlor seine Besonderheit. Das fand ich sehr schade. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass der Autor eine andere Lösung gefunden hätte.

Das Ende hat mir dann wiederum gut gefallen, da es überraschend war und trotz seiner Ernsthaftigkeit was Schönes hatte.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

weihnachtliches Setting

Engelsstimme
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In diesem Buch treffen wir wieder auf das übliche Ermittlerteam aus Kommissar Erlendur, einem einsamen und ruppigen Mann, und seinem Team. Obwohl sowohl der jüngere Ermittler, als auch die Ermittlerin ...

In diesem Buch treffen wir wieder auf das übliche Ermittlerteam aus Kommissar Erlendur, einem einsamen und ruppigen Mann, und seinem Team. Obwohl sowohl der jüngere Ermittler, als auch die Ermittlerin (ich schätze sie vom Alter her zwischen die beiden Männer) immer wieder vorkommen, baut man die meiste Beziehung doch zu Erlendur auf. Er ist der Hauptcharakter und über ihn erfahren wir auch immer mehr Privates. In diesem Buch hält sich dies jedoch in Grenzen. Seine Tochter taucht zwar auf, aber man benötigt nicht die vorherigen Bände, um die familiären Ereignisse in diesem Band zu verstehen. Das war in vorherigen Büchern deutlich anders. Daher lässt sich dieses Buch auch gut als Einzelband lesen.

Da ich zu diesem Buch gegriffen hatte, weil es für mich einfach als nächstes der Reihe dran war und ich lange keins mehr gelesen hatte, war ich etwas überrascht davon, dass es zur Weihnachtszeit spielt, obwohl das ja sehr deutlich im Klappentext steht! Ich las es in einer der heißesten Wochen im Frühling, was zuerst etwas merkwürdig war, aber bald konnte ich die weihnachtliche Stimmung gut ausblenden. Der Tote war zwar der Weihnachtsmann des Hotels, in dem die gesamte Geschichte spielt, jedoch ist das Thema ansonsten nur eine untergeordnete Rolle. Thematisch werden hier aber viele wichtige Themen aufgegriffen, was es für mich zu dem bisher besten Band der Reihe gemacht hat. Es geht um Talente in der Kindheit und wie Eltern von diesen besessen sein können, mehr ihre eigenen verpassten Träume vor Augen als die Wünsche der Kinder. Aber auch um den Platz in der eigenen Peer-Group als besonders begabtes Kind - Kinder sind grausam, da sie als sehr junge Wesen schonungslos ehrlich sind, meist ohne es böse zu meinen, und als Teenager dann oft, um sich selbst zu schonen oder ihr eigenes Ansehen auf Kosten anderer zu steigern. Wozu das in den betroffenden jungen Menschen führen kann, wird hier thematisiert. Aber auch wie Geschwister unter der einseitigen Bevorzugung leiden, wie ungewollte Rivalitäten erzogen werden und wie dies die Menschen bis ins Erwachsenenleben beeinflussen kann. In diesem Fall hier endet die Gesangskarriere eines Jungen sehr abrubt mit dem Eintreten des Stimmbruchs. Was daraufhin passiert, führt unter anderem dazu, dass er in einer Kammer lebt und als Weihnachtsmann im Hotel aushilft. Und plötzlich ist er tot. Aber keiner will ihn gekannt haben, geschweige denn etwas mit ihm zu tun gehabt haben.

Wer nun aber Bücher lesen möchte, in dem auch ein paar positive Charaktere dabei sind, wird es hier schwer fallen. Ich habe selten gute Bücher gelesen, in denen kein einziger sympathischer Charakter dabei war. Hier ist Erlendur noch der sympathischste und das will was heißen!

Ich habe diese Geschichte wirklich sehr gerne gelesen! Sie war spannend und unvorhersehbar. Es gab zahlreiche Menschen, die als Täter:in in Frage gekommen wären und alle hätten für mich ein schlüssiges Motiv gehabt. Der Autor hat dies hier wirklich gut eingefädelt und am Schluss ein schlüssiges Ende geschrieben. Die Geschichte hätte zwar zwischendurch etwas zügiger voran gehen können, aber das ist schon meckern auf hohem Niveau.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

sehr spannende Fortsetzung

Die Sommergäste
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Das Buch beginnt mit einem Autounfall weit in der Vergangenheit, der anschließend nicht näher beleuchtet wird und den ich recht schnell auch wieder vergessen hatte, jedoch wird er gegen Ende der Geschichte ...

Das Buch beginnt mit einem Autounfall weit in der Vergangenheit, der anschließend nicht näher beleuchtet wird und den ich recht schnell auch wieder vergessen hatte, jedoch wird er gegen Ende der Geschichte noch einmal aufgenommen. Für mich hat das gepasst, jedoch ist es schon ein wenig merkwürdig, dass er so lange gar nicht Thema ist. Danach lernen wir eine Familie kennen, die aufgrund des Todes des Vaters wieder in ihrem Sommerhaus vereint ist. Einige sind weiterhin jährlich hingefahren, andere waren seit ihrer Jugend nie mehr dort. Dann verschwindet plötzlich die Stieftochter einer der Männer.

Der Martini-Club, ehemalige CIA Mitglieder, die nun in Pension sind, wird wieder aktiv und unterstützt, ungefragt, die örtliche "Dorf"polizei. Die Mitglieder rund um Maggie Bird haben wir im ersten Band bereits kennengelernt. Da "Die Sommergäste" jedoch nur in ihrem Heimatsort spielt, lernen wie sie noch einmal viel genauer kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Zum Beispiel ist mir aufgefallen, dass Maggie Bird selbst erst Anfang 60 ist, aber sagt, sie hätte vor 20 Jahren zuletzt für die CIA gearbeitet - also zuletzt mit ca. 40 Jahren. Was hat sie danach gemacht? Gehen die Mitglieder tatsächlich so früh in Pension?! O_O Aber vielleicht erfahren wir in einem der nächsten Bücher noch mehr. Was mir aber richtig gut gefällt, ist der Buchclub und die geselligen Abende der Clubmitglieder. Da denkt man schon "ja, so was will ich in Zukunft auch haben". Es ist einfach eine tolle Freundesgruppe und mir gefällt es auch, dass hier die Protagonisten eben nicht erst um die 30, oder jünger, sind!

Die Zusammenarbeit mit der Polizei gestaltet sich anfangs wieder eher zäh, wer will sich schon von Laien dazwischen funken lassen! Aber da der Martini-Club doch weiterhin über spektakuläre Kompetenzen, Zugänge und Wissen verfügt, nimmt die Polizeischefin diese unter der Hand gerne an. An einer Stelle erfahren wir zudem, dass sie über die Vergangenheit des Clubs Bescheid weiß. Das kam unerwartet und ich frage mich, ob ich im letzten Band etwas überlesen habe? Aber auch zu Beginn dieses Bandes ist sie immer ehrlich verwundert, woher die Clubmitglieder über bestimmte Suchmaschinen oder Register Bescheid wissen und dann kommt plötzlich im Gespräch mit einem ihrer Kollegen auf, dass sie weiß, wer die Gruppe ist... Das fand ich sehr überraschend und kann es mir nicht erklären. Am Ende des Buches geht sie mit dem Club aber fast schon eine freundschaftliche Beziehung ein und ich bin gespannt, wie diese dann im dritten Band dargestellt wird.

Der Fall entwickelt sich auch interessant. Von einem Sommerurlaub, zu einem Vermisstenfall zu einer politischen Verwicklung, die viele Jahre zurückgeht und mit dem Autounfall vom Beginn des Buches zusammenhängt. Das war wirklich gut erzählt! Spannend bis zum Schluss und das Ende hat mir richtig gut gefallen. Es hat nicht nur überzeugt, sondern auch die soziale Komponente fand ich klasse.

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