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Veröffentlicht am 06.05.2021

Liebes Kind lässt sich kaum aus der Hand legen!

Liebes Kind
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Lena kann mit ihren beiden Kindern aus den Zwängen ihres Entführers entkommen, doch in der echten Welt warten weitere Gefahren auf die Familie.

"Liebes Kind" ist der Debütthriller von Romy Hausmann und ...

Lena kann mit ihren beiden Kindern aus den Zwängen ihres Entführers entkommen, doch in der echten Welt warten weitere Gefahren auf die Familie.

"Liebes Kind" ist der Debütthriller von Romy Hausmann und damit hat sie direkt eine Hausmarke gesetzt. Mit dem ersten Satz hat die Autorin mich bereits an das Buch gefesselt und so sollte es bleiben.
Romy Hausmanns Schreibstil wirft einen sofort ins Geschehen und lässt einen nicht mehr los. Ihre Zeichnung der Charaktere ist wahnsinnig stark und man kann sich die Personen lebhaft vorstellen. Sie wirken zu keiner Zeit überzeichnet, ihre Handlungen sind (ihrem Charakter entsprechend) nachvollziehbar.

Die Kapitel sind relativ kurz und springen häufig in den Perspektiven/Figuren. Ein Aspekt den ich bei einem Thriller besonders ansprechend finde.

Der Spannungsbogen ist durchweg hochgehalten, das liegt vor allem daran, dass man ständig seine Gedankengänge verwerfen bzw. ändern muss.

Romy Hausmann spielt zudem damit, dass gewisse Beschreibungen unterschiedlich interpretiert werden können. Das macht das Buch ausgesprochen interessant für einen Buddy Read, da winzige Hinweise in viele Richtungen interpretiert werden können und das Buch dennoch keinerlei Glaubwürdigkeit verliert - absolut bemerkenswert!

Das einzige Manko waren für mich - und das auch nur im Hinblick darauf, dass es ein Buddy Read war - die Kapitelnamen.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Francis Ackerman jr. ist zurück!

Die Stimme der Rache
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Der Black Rose Killer brandmarkt seine Opfer mit einem Zeichen, dass kaum jemand besser kennt als die FBI Agentin Nadia Shirazi. Ihr Tattoo, das ihr Vergewaltiger vor Jahren als einziger zu Gesicht bekam, ...

Der Black Rose Killer brandmarkt seine Opfer mit einem Zeichen, dass kaum jemand besser kennt als die FBI Agentin Nadia Shirazi. Ihr Tattoo, das ihr Vergewaltiger vor Jahren als einziger zu Gesicht bekam, hat sich der Black Rose Killer als sein Erkennungszeichen ausgewählt.

Die Suche nach dem Killer nimmt ihren Lauf als November McAllister erneut von ihm erführt wird. Auch der Black Rose Killer möchte den Fall klären, aber auf eine ganz andere Weise als Shirazi und Ackerman sich dies wünschen.

Mit "Die Stimme der Rache" hat Ethan Cross den zweiten Teil der Reihe um Nadia Shirazi und den ehemaligen Serienkiller Francis Ackerman auf den Markt gebracht. Der erste Teil der Reihe konnte mich damals nicht sonderlich überzeugen und ich musste mich an einigen Stellen überwinden weiterzulesen. Daher freut es mich umso mehr, dass "Die Stimme der Rache" mich von Beginn an fesseln konnte.

Den Schreibstil von Ethan Cross mag ich bereits seit der ersten Stunde. Die kurzen Kapitel führen dazu, dass ich auch kleinere Pausen nutzen kann, um in diesem Buch weiterzulesen (da ich ungern mitten in einem Kapitel aufhöre, ist das bei mir immer von Vorteil).

Die Beschreibungen von Francis Ackermans Vergangenheit werden weniger. Die ständigen Wiederholungen seiner Kindheit, die bereits in vielen Teilen sehr genau durchleuchtet wurden, waren irgendwann etwas zu viel. Wobei es mir dabei gar nicht darum geht, dass dies nicht mehr erwähnt werden sollte, sondern eben mit (wie in diesem Buch der Fall) neuen Erkenntnissen und Geschichten aus seiner Vergangenheit. Das ist Ethan Cross in diesem Teil für meinen Geschmack sehr gut gelungen.

Auch der Fall um den Black Rose Killer hat sehr interessante Aspekte. Die Beziehung des Killers zu seinem Vater bzw. die Ansichten des Vaters zu seinem Sohn empfand ich als superspannend und der ständige Perspektivenwechsel ist ein weiterer Aspekt, warum ich die Reihe(n) um Francis Ackerman sehr gerne lese. Die Geschichte ist alles, nur nicht eindimensional!

Mit dem Agenten Knox wurde zudem ein weiterer interessanter Charakter eingeführt, der hoffentlich auch in den nächsten Teilen noch Bestandteil der Reihe ist und Francis Ackerman die Stirn bietet.

Für mich war das wieder ein klasse Werk des Autors, das ich jedem Thrillerliebhaber nur wärmstens empfehlen kann. Wer die „Ich bin“-Reihe noch nicht kennt, der sollte aber vielleicht erst damit anfangen. Das Buch lässt sich zwar unabhängig davon lesen, aber die Figur Francis Ackerman jr. wird durch die erste Reihe wesentlich interessanter.

Einziges kleines Manko waren für mich wieder recht viele Tippfehler. Da bin ich eigentlich nicht so kritisch, aber hier bin ich doch einige Male an solchen Stellen hängen geblieben.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Es fließt nicht viel Blut und dennoch ist es abscheulich!

Rachesommer
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Mehrere ältere Herren sterben unter mysteriösen Umständen, die Rechtsanwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufälle und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Auf der Suche nach dem Täter trifft Evelyn ...

Mehrere ältere Herren sterben unter mysteriösen Umständen, die Rechtsanwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufälle und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Auf der Suche nach dem Täter trifft Evelyn auf den Kommissar Walter Pulaski. Pulaski ist auf der Suche nach Erklärungen für die vermeintlichen Selbstmorde von Jugendlichen aus einer psychiatrischen Anstalt.

Evelyns und Pulaskis Suche nach der Wahrheit geht weit in die Vergangenheit zurück und bringt einiges Abscheuliches ans Tageslicht.

"Rachesommer" ist der erste Teil der Reihe um das Team Evelyn Meyers und Walter Pulaski und bietet direkt einen guten Start. Wer auf der Suche nach blutigen Taten und ebenso blutigen Serienmördern ist, der wird bei diesem Teil nicht fündig und dennoch ist das Buch durchweg spannend!

Der Schreibstil von Andreas Gruber nimmt einen von der ersten Seite an mit. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil der Spannungsbogen ständig gegeben war. Hat sich eine meiner Fragen geklärt, so kam direkt eine Neue.

Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf die beiden Ermittler, die Kapitel bestehen aus einem Wechsel der Perspektiven von Meyers und Pulaski.

Evelyn Meyers ist eine junge Anwältin, die in einer Anwaltskanzlei vor allem die großen Konzerne vertritt. Doch im Gegensatz zu ihrem Vorgesetzten Karger macht sie der Job nicht (mehr) glücklich. Die Differenzen zu Karger lassen Meyers sehr schnell sympathisch wirken, im Gegensatz zu anderen Anwälten interessiert sie sich noch für den „kleinen Mann“ und nicht nur für das große Geld. Es wird aber auch von Anfang an deutlich gemacht, dass Evelyn eine schreckliche Vergangenheit hat, welche durch den Fall noch mehr an Brisanz gewinnen wird.

Walter Pulaski hingegen ist ein älterer Herr, der mit immer mehr Vorurteilen durchs Leben geht. Seine knorrige Art macht ihn auf der anderen Seite auch direkt wieder sehr charmant. Als alleinerziehender Vater und Asthmatiker ist er nicht mehr beim LKA, sondern nur noch im Innendienst. Bis zu den mysteriösen Fällen.

Wenige Kapitel sind zudem aus der Sicht des Gejagten geschrieben; von denen ich mir ein paar Seiten mehr erwünscht hätte.

Nein, viel Blut fließt hier nicht, aber wer sich in eine Geschichte reinversetzen kann und sich Dinge ausmalt, die nur angedeutet, aber nicht komplett ausgesprochen werden, bei dem könnte dieses Buch dennoch Übelkeit hervorrufen.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Bilder des Grauens

Schlafenszeit – Albträume erwachen, wenn diese Tür sich schließt
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Mallory ist die neue Babysitterin des 5-jährigen Teddy, der mittlerweile das Malen für sich entdeckt hat. Täglich zeichnet er etwas, doch seine Zeichnungen werden immer düsterer und beunruhigen Mallory. ...

Mallory ist die neue Babysitterin des 5-jährigen Teddy, der mittlerweile das Malen für sich entdeckt hat. Täglich zeichnet er etwas, doch seine Zeichnungen werden immer düsterer und beunruhigen Mallory. Teddys Eltern denken, dass die Zeichnungen von Morden nur eine Phase sei, aber Mallory bleibt weiterhin beunruhigt und versucht mehr über die Zeichnungen herauszufinden. Dabei bringt Mallory auch sich in Gefahr.

Nach Beenden von Dein letztes Fest musste ich mir auch unbedingt Schlafenszeit von Jason Rekulak kaufen und ich war auf vielen Ebenen wieder begeistert. Rekulak hat ein Talent für seine Perspektiven, auch Mallory wirkte von der ersten bis zur letzten Seite unfassbar authentisch und ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass ich in der Gedankenwelt einer jungen Frau mit diesem Background bin!

Doch neben einer erneut authentischen Protagonistin, schafft Rekulak mit Schlafenszeit auch einen extrem spannenden Plot. Ich hatte immer wieder Ideen, wie sich alles Auflösen würde, aber war mir doch nie sicher, dass ich auf der richtigen Spur bin, das hat die Spannung über weite Strecken unglaublich hoch gehalten. Lediglich im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas im Kreis dreht und eher repetitiv wirkte. Auch die Atmosphäre war erdrückend und hat einen durch die Seiten gepeitscht, die Zeichnungen waren eine klasse Ideen und haben die Geschichte regelrecht zum Leben erweckt. Die übernatürlichen Elemente waren leider weniger meins, dennoch war ich über weite Strecken begeistert von Schlafenszeit und kann es jedem empfehlen, der auf atmosphärisch, psychologische Thriller steht.

Veröffentlicht am 20.05.2026

Einnehmend!

Die Therapie
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Der Psychiater Viktor Larenz hat auch Jahre später noch Probleme mit dem Verschwinden seiner damaligen 12-jährigen Tochter Josephine, deswegen zieht er sich in sein Ferienhaus zurück. Dort sucht ihn Anna ...

Der Psychiater Viktor Larenz hat auch Jahre später noch Probleme mit dem Verschwinden seiner damaligen 12-jährigen Tochter Josephine, deswegen zieht er sich in sein Ferienhaus zurück. Dort sucht ihn Anna auf. Anna leidet unter Wahnvorstellungen, die von einem verschwundenen Mädchen handeln. Handelt es sich dabei um Josephine und wer ist Anna überhaupt?

Die Therapie von Sebastian Fitzek ist das erste Buch des Autors, das mich fast ausnahmslos begeistern konnte. Der Einstieg war deutlich komplexer als die Neuerscheinungen und es hat einige Momente gedauert, um sich in der Geschichte wiederzufinden, aber genau dieser komplexere Schreibstil konnte mich begeistern. Ich mochte die Perspektive Viktor Larenz’, die mich nie sicher sein ließ, dass alles so ist, wie es scheint. Das hat zu einer sehr starken Atmosphäre und einer unheimlichen Sogwirkung geführt. Auch das Ende konnte mich komplett überzeugen, ohne viel Effekthascherei und etlichen Wendungen, ganz schlicht, aber sehr stark!