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Veröffentlicht am 04.09.2024

Nimm "Die Einladung" an und du findest dich in einem wirklich verwirrend guten Psychothriller wieder!

Die Einladung
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Alles beginnt mit einem Schocker für die Leserinnen und Leser und ebenso für eine der Protagonisten.
Dann kommt ein Zeitsprung und es überschlagen sich die Ereignisse.
Die Einladung zum Klassentreffen, ...

Alles beginnt mit einem Schocker für die Leserinnen und Leser und ebenso für eine der Protagonisten.
Dann kommt ein Zeitsprung und es überschlagen sich die Ereignisse.
Die Einladung zum Klassentreffen, das verlängerte Wochenende in der einsamen Alpenhütte und ein Schneesturm. Plötzlich ist Marla abgeschnitten von der Außenwelt und auf sich gestellt. Für sie verläuft das geplante Klassentreffen völlig anders, als sie es sich vorgestellt hat ...


Sebastian Fitzeks Bücher wurden bisher in 36 Sprachen übersetzt. Viele sind inzwischen erfolgreich verfilmt. Zudem ist er für seine spektakulären Buchvorstellungen bekannt.
2017 wurde er als erster deutscher Autor mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet.

Sein Psychothriller "Die Einladung" ist grandios geschrieben, ein Feuerwerk an Handlungen, kurze Kapitel mit Cliffhangern, spannungsgeladen, intensiv, etwas unheimlich, mit undurchschaubaren Figuren.
Ein Thriller wie er sein soll!
Erst kurz vor Ende hat man eine kleine Vermutung, bis dahin geht es verwirrend zu und immer wieder wird man auf eine falsche Fährte gelockt.

Das Cover ist einfach nur ein dunkler Briefkasten mit richtigen Konturen, ein haptisches Erlebnis.

Mein Fazit:
Viel Kopfkino, sehr abgedreht, verdammt überraschend.
Das war definitiv nicht mein letzter Thriller von ihm.
Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung! Und 4,5 Sterne, weil es mir dann doch etwas zu viel Verwirrung war.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

"Alle einsteigen!"

Die erste Fahrt des Orient-Express
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Georges Nagelmackers, ein Belgier, begibt sich auf seine eindrucksvolle Reise, bei der er nicht nur diesen einzigartig luxuriösen Zug schafft, mit dem er seine Vision des Friedens verbindet, sondern auch ...

Georges Nagelmackers, ein Belgier, begibt sich auf seine eindrucksvolle Reise, bei der er nicht nur diesen einzigartig luxuriösen Zug schafft, mit dem er seine Vision des Friedens verbindet, sondern auch zwölf auserwählte Passagiere hat. Unter ihnen: ein Journalist, ein Schriftsteller, ein Konkurrent, ein Arzt und Diplomaten, allesamt aus verfeindeten Ländern.
Paris im Oktober 1883 - Endlich, die erste Fahrt des legendären Orient-Express nach Konstantinopel beginnt.
Während dieser mehrtägigen Fahrt sollen die Diplomaten den Frieden in Europa fördern und ihre politischen Differenzen begraben.
Auch für Georges steht viel auf dem Spiel, denn der Erfolg dieser Reise auf allen Ebenen könnte ihn vor dem drohenden Ruin bewahren. Wird ihm sein Vorhaben gelingen?
Denn neben den zwölf geladenen Passagieren, die bereits für Turbulenzen sorgen, gibt es auch eine faszinierende Tiger-Dame, einen blinden Passagier und einen König, der eine unersättliche Begeisterung für Dampflokomotiven hegt.
Der Zug wird zu einer Bühne für diplomatische Verwicklungen, als auch fesselnde Intrigen, selbst die Liebe spielt eine entscheidende Rolle.


"Die erste Fahrt des Orient-Express" ist mein erstes Buch von dem erfolgreichen deutschen Autor, der unter dem Pseudonym David Janz historische Romane & Wissenschaftsthriller schreibt.
Es ist ein historischer Roman, bei dem dramatisch, hochspannend, abenteuerlich und witzig wahre Begebenheiten, Fiktion und Crime-Time miteinander gekonnt verwoben werden.
Anfangs haben sich die Seiten etwas in die Länge gezogen, für mich lag es daran, dass der Aufbau des Zuges beschrieben wurde und ich mich nicht wirklich dafür interessiere. Andere Leserinnen & Leser sind dafür sicherlich mehr zu begeistern, als ich.
Allerdings, diesen Abschnitt des Buches einfach wegzulassen wäre für einen historischen Roman, wie diesen, nicht von Vorteil.
Als diese kleine Handlung abgeschlossen war, nimmt die Reise des Orient-Express mit seinen Passagieren im wahrsten Sinne an Fahrt auf und der Autor versteht es immer wieder Spannungsbögen aufzubauen. Überraschungen sowie Wendungen gibt es reichlich.

David Janz verfügt über einen flüssigen lebendigen Schreibstil.
Das Cover ist in dunklen Farben und Brauntönen, passend zur Handlung und gemäß der Zeit, in der der Roman spielt, gehalten. Ich finde das Cover sehr gelungen.

Fazit:
Ich habe mich beim Lesen mittendrin gefühlt, öfter mitgefiebert oder mitgerätselt und auch mal über die Aktionen der meist sympathischen Protagonisten grinsen können. Das Kopfkino war eingeschaltet.
Nach dem Abschnitt des technischen Aufbaus des Zuges hatte mich der Roman bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Ich konnte kaum das Buch aus der Hand legen.
"Die erste Fahrt des Orient-Express" bekommt von mir eine klare Leseempfehlung! Und 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Inselthriller mit dichter Atmosphäre

Fünf Fremde
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Worum geht es?
Fünf Menschen, die sich scheinbar nicht kennen, reisen im stürmischen Oktober auf die kleine Nordseeinsel Neuwerk. Doch ihre Wege kreuzen sich nicht zufällig, denn sie alle verbindet ein ...

Worum geht es?
Fünf Menschen, die sich scheinbar nicht kennen, reisen im stürmischen Oktober auf die kleine Nordseeinsel Neuwerk. Doch ihre Wege kreuzen sich nicht zufällig, denn sie alle verbindet ein düsteres Ereignis, das genau 30 Jahre zurückliegt. Im Sommer 1995 verschwanden während eines Schullandheim-Aufenthalts auf der Insel zwei Teenager – ein Trauma, das bis heute nachwirkt. Als ein schwerer Orkan aufzieht und die Insel komplett von der Außenwelt abschneidet, bricht die Vergangenheit über die Gruppe herein und schnell wird klar: Jemand hat sie in eine Falle gelockt, und das tödliche Spiel beginnt ...

Meine Meinung
Romy Fölck versteht es hervorragend, eine klaustrophobische und unheimliche Atmosphäre zu erzeugen. Das herbstliche, isolierte Neuwerk wird dabei fast zu einem eigenen Akteur der Handlung. Der Einstieg gelang dank des flüssigen Schreibstils mühelos. Zwar gab es im ersten Drittel die einen oder anderen Längen und die ständigen Perspektiv- und Zeitenwechsel erforderten einiges an Konzentration, doch das Durchhalten lohnt sich, denn ab der Hälfte zieht die Spannungskurve massiv an und fesselt bis zum Schluss.

Die Charaktere sind vielschichtig und psychologisch interessant gezeichnet. Dass ich nicht zu jedem Charakter sofort einen emotionalen Zugang gefunden habe, empfand ich im Kontext dieses Psychothrillers sogar als absolut passend. Die Auflösung war für mich schlüssig und geschickt konstruiert.

Auch das in düsteren Farben gehaltene Cover fängt die Stimmung der Story perfekt ein.

Fazit
„Fünf Fremde“ ist ein packender und atmosphärisch starker Psychothriller. Wer norddeutsche Kulissen und tiefgründige Geheimnisse mag, wird hier bestens unterhalten. Für die volle Punktzahl waren es allerdings zu viele Längen und Perspektivwechsel.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Beklemmend realistisch – Effizientes Böses trifft auf träge Ermittler

Die Farm der Mädchen
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Worum geht es?
Ein absolut verstörendes Szenario: In einer abgelegenen Gegend werden junge Frauen gefangen gehalten, um systematisch Babys für einen illegalen, hochexklusiven Markt zu „produzieren“. Es ...

Worum geht es?
Ein absolut verstörendes Szenario: In einer abgelegenen Gegend werden junge Frauen gefangen gehalten, um systematisch Babys für einen illegalen, hochexklusiven Markt zu „produzieren“. Es ist ein Geflecht aus Menschenhandel, korrupten Ärzten und skrupellosen Geschäftsmännern, in dem Menschenleben zur reinen Ware werden.

Meine Meinung
Hans Rosenfeldt mutet seinen Lesern hier einiges zu. Das Thema ist abstoßend, aber der Klappentext ist ehrlich – wer das Buch aufschlägt, weiß, worauf er sich einlässt. Besonders beeindruckt hat mich, wie realistisch dieses Grauen dargestellt wird. Die Täter werden nicht als Klischee-Monster, sondern als effiziente Geschäftsleute skizziert, was die Geschichte umso beklemmender macht.
Der Schreibstil ist dabei präzise, eher kühl und fast schon sachlich. Das erzeugt einen enormen Sog, lässt einen aber auch eine gewisse innere Distanz wahren, was bei diesem harten Thema wichtig ist. Zumindest für mich.
Gehadert habe ich vor allem mit den Charakteren. Hier herrscht ein starkes Ungleichgewicht. Während das Böse erschreckend realistisch, effizient und gut dargestellt ist, bleiben die Ermittler im direkten Vergleich dazu sehr blass. In einer so brisanten Situation hätte ich mir deutlich mehr Biss und Tempo gewünscht. Sie wirkten oft zu langsam.
Das Cover ist sehr einfach gehalten und doch passend zur Story gestaltet.

Fazit
Ein handwerklich starker und atmosphärisch dichter Thriller über die Abgründe unserer Gesellschaft. Wer über die etwas trägen Ermittler hinwegsehen kann und einen realistischen, harten Stoff sucht, wird hier fündig. Ein sehr gutes Buch, dem für die Höchstwertung aber der letzte Funke bei den Protagonisten fehlte.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Psychospiel vom Feinsten – Emotionales Hin und Her bis zum Schluß

Don't Let Her Stay
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Worum geht es?
Joanne genießt ihr Glück mit Ehemann Richard und dem gemeinsamen Baby, bis Richards erwachsene Tochter Chloe einzieht. Was folgt, ist ein perfides Psychospiel: Während Chloe nach außen ...

Worum geht es?
Joanne genießt ihr Glück mit Ehemann Richard und dem gemeinsamen Baby, bis Richards erwachsene Tochter Chloe einzieht. Was folgt, ist ein perfides Psychospiel: Während Chloe nach außen hin das brave Mädchen spielt, zeigt sie Joanne gegenüber ihr wahres, bösartiges Gesicht. Joanne verzweifelt zunehmend, da Richard absolut blind für die Manipulationen seiner Tochter zu sein scheint ...

Meine Meinung
Dieses Buch hat mich wirklich Nerven gekostet! Ich bin fast minütlich gewechselt, auf welcher Seite ich stehe. Der Hauptcharakter Richard ist anfangs so aufgebaut, dass man ihn am liebsten schütteln möchte, bis man langsam begreift, was wirklich hinter dieser Fassade steckt. Das Gaslighting ist hier extrem gut, fast bis zum "ich will nicht mehr weiterlesen" umgesetzt. Denn ich fühlte mich beim Lesen genauso unverstanden wie die Hauptprotagonistin Joanne.
Das Finale war für meinen Geschmack ziemlich überzogen, trotzdem hat mich der moralische Konflikt am Ende sehr gepackt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr zugänglich, die Kapitel sind kurz und es wird aus der Perspektive von Joanne erzählt.
Das Cover ist zwar einfach gestaltet, aber dennoch gut gelungen und passt zur Story.

Fazit
Ein packender Psychothriller, der einen emotional ständig hin- und herreißt. Und einen konstanten Sog entwickelt. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen. Auch wenn das Ende etwas "drüber" war, wird für einen runden Abschluss gesorgt. Ein starkes Stück Domestic Noir, das mich durchaus gefesselt hat.

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