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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2026

Zwischen Sympathie und Frustration

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Jude kann es kaum erwarten, bis die Hochzeit ihrer Schwester vorbei ist und sie Lower Whilby endlich wieder verlassen kann, denn das kleine Städtchen steht für alles, was sie nicht ausstehen kann. Doch ...

Jude kann es kaum erwarten, bis die Hochzeit ihrer Schwester vorbei ist und sie Lower Whilby endlich wieder verlassen kann, denn das kleine Städtchen steht für alles, was sie nicht ausstehen kann. Doch dann lernt sie an ihrem ersten Tag den grummeligen Café-Betreiber James kennen, der nicht nur ziemlich gut aussieht, sondern dessen Eltern auch noch berühmte britische Musiker sind. Für Jude ist klar, dass sie alles daran setzen muss, ihn für ihren Musikpodcast auszufragen. Kurzerhand beschließt sie deshalb, bei ihm im Café als Aushilfe anzufangen. Ab diesem Tag bringt sie ihn nicht nur mit ihren zahlreichen Ideen zur Verzweiflung, sondern verdreht ihm auch ordentlich den Kopf.

Vorweg sollte ich erwähnen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe. Die beiden Sprecher passen aus meiner Sicht sehr gut zur Geschichte und haben es mit ihren angenehmen Stimmen geschafft, mich direkt mitten in die Handlung zu ziehen. Ich bin ein großer Fan von Small-Town-Settings und mochte vor allem die zahlreichen Nebencharaktere aus Lower Whilby. Auch Jude war mir zunächst sympathisch, allerdings fand ich ihr Verhalten im Verlauf der Geschichte stellenweise wirklich anstrengend. Sie wirkt oft besserwisserisch und verhält sich vor allem James gegenüber unfair und kindisch. Erst gegen Ende wurde ihr Verhalten wieder besser und man merkt eine deutliche positive Entwicklung. James war mir dagegen von Anfang an deutlich sympathischer, auch wenn sein Fokus gefühlt oft nur auf dem Einen lag. Schade, denn eigentlich hätte er mit etwas mehr Tiefe viel Potenzial gehabt. Am besten haben mir daher tatsächlich die Szenen mit seinen Eltern gefallen, da man hier etwas mehr über seine Vergangenheit erfahren hat.

Trotz einiger Schwächen konnte mich die Geschichte durch ihr charmantes Setting und die vielen sympathischen Nebencharaktere unterhalten, weshalb ich 3 von 5 Sternen vergebe.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2026

Klischee trifft auf sympathisches Kleinstadt Setting

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Seit Jahren versucht Dex, sich seinen Traum von einer Karriere als Musiker zu erfüllen. Dabei ist es ihm wichtig, es aus eigener Kraft zu schaffen, ohne auf die Hilfe seiner berühmten Eltern zurückzugreifen. ...

Seit Jahren versucht Dex, sich seinen Traum von einer Karriere als Musiker zu erfüllen. Dabei ist es ihm wichtig, es aus eigener Kraft zu schaffen, ohne auf die Hilfe seiner berühmten Eltern zurückzugreifen. Doch je schlechter es läuft, desto mehr versucht er seine Verzweiflung in Alkohol, Frauen und Partys zu ertränken, und desto mehr verliert er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Kreativität. Nach einem heftigen Absturz beschließt er, für einige Zeit bei seinem Bruder im beschaulichen Lower Whilby unterzukommen. Dort trifft er auf Eleanore, die bei allen in der Stadt für ihre nette und hilfsbereite Art bekannt ist und für jeden Bewohner stets ein offenes Ohr hat. Insgeheim wünscht sie sich aber schon lange, etwas mutiger zu sein und öfter aus ihrer Komfortzone herauszutreten. Also gehen die beiden einen Deal ein. Eleanore hilft Dex dabei, wieder zu sich selbst zu finden, und er zeigt ihr, wie sie mutiger werden kann.

Vorweg sollte ich erwähnen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe. Die beiden Sprecher passen aus meiner Sicht gut zur Geschichte und haben es mit ihren angenehmen Stimmen geschafft, mich direkt mitten in die Handlung zu ziehen. Ich bin ein großer Fan des Small-Town-Settings und mochte vor allem auch die zahlreichen Nebencharaktere aus Lower Whilby. Auch Eleanore mochte ich auf Anhieb, mit ihrer freundlichen, fröhlichen Art konnte sie mich direkt von sich überzeugen.Etwas schwieriger fand ich allerdings ihre Entwicklung. Die unsichere Jungfrau, die ihren ganzen Wert davon abhängig macht, dass sie bisher von keinem Mann begehrt wurde, ist inzwischen ein recht bekannter Charakter in Romance-Geschichten und bietet grundsätzlich auch eine solide Basis für eine gelungene Handlung. In diesem Fall war die Umsetzung jedoch leider nicht ganz ideal. Statt dass Eleanore lernt, mit sich selbst zufrieden und glücklich zu sein, erhält sie ihr neues Selbstvertrauen eigentlich nur durch Dex und seine Bestätigungen. Das hätte man auf jeden Fall besser lösen können, denn dafür sollte es keinen Mann brauchen. Auch Dex hat einige Probleme, die allerdings nicht wirklich thematisiert und erst recht nicht gelöst werden. Auch hier wird einiges an Potenzial verschenkt. Schade, denn eigentlich fand ich die beiden wirklich ein süßes Paar, das gut zusammenpasst und sich auf seine ganz eigene Art toll ergänzt.

Eine Geschichte, die ich dank der guten Sprecher und des sympathischen Small-Town-Settings gerne gehört habe, auch wenn Eleanores Entwicklung mir zu sehr von Dex' Bestätigung abhängig war, statt von echtem Selbstvertrauen

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Dorothy im Land der Schatten

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Als Kind wurde Dorothy an ein Paar in Kansas übergeben, das sie seitdem wie ihre eigene Tochter aufgezogen hat. Doch jetzt ist sie erwachsen und ein plötzlicher Wirbelsturm bringt sie in das ihr unbekanntes ...

Als Kind wurde Dorothy an ein Paar in Kansas übergeben, das sie seitdem wie ihre eigene Tochter aufgezogen hat. Doch jetzt ist sie erwachsen und ein plötzlicher Wirbelsturm bringt sie in das ihr unbekanntes Land Oz. Dorothy setzt alles daran, wieder nach Hause zurückzukehren, doch auf dem Weg zum Zauberer lauern so einige Tücken und Gefahren.

Zunächst muss ich sagen, dass ich das Original weder gesehen noch gelesen habe und daher nicht beurteilen kann, wie sehr dieses Retelling davon abweicht. Durch den angenehmen Schreibstil bin ich auf jeden Fall direkt gut in die Geschichte gekommen. Die Kapitel sind recht kurz, an der ein oder anderen Stelle für meinen Geschmack sogar fast etwas zu kurz. Kaum hat man sich zurechtgefunden und versucht, sich in den Charakter hineinzuversetzen, landet man auch schon in der nächsten Perspektive. Trotz der zahlreichen Perspektivwechsel geht die Geschichte zunächst relativ schleppend vorwärts. Es dauert eine Weile, bis sich die nötige Spannung aufbaut und man wirklich wissen will, wie es weitergeht. Und trotz des langsamen Starts habe ich das Gefühl, dass das Worldbuilding ebenfalls etwas ausführlicher sein dürfte. Dagegen ist es der Autorin gelungen, die düstere, atmosphärische Stimmung zu kreieren, die man nach dem Klappentext von der Geschichte erwartet. Besonders interessant fand ich den Charakter des Blechmanns, da man schnell merkt, dass mehr hinter seiner Fassade steckt. Auch Cleo hat mich neugierig gemacht, auch wenn man noch recht wenig über sie erfährt. Ich hoffe, dass sich das im zweiten Teil ändern wird. Gegen Ende nimmt die Geschichte dann richtig an Fahrt auf und es gibt die ein oder andere Wendung, die man so nicht erwartet hätte.

Ein atmosphärisches Oz-Retelling mit starkem Ende, das jedoch durch einen schleppenden Start, zu kurze Kapitel und ausbaufähiges Worldbuilding gebremst wird.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Was nach zwanzig Jahren bleibt

Der Sommer, der uns blieb
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Gemeinsam sind die drei Jugendlichen Britta, Pia und Martin in einer kleinen Stadt mitten in Deutschland aufgewachsen. Sie sind zusammen erwachsen geworden und hatten eine unbeschwerte Kindheit voller ...

Gemeinsam sind die drei Jugendlichen Britta, Pia und Martin in einer kleinen Stadt mitten in Deutschland aufgewachsen. Sie sind zusammen erwachsen geworden und hatten eine unbeschwerte Kindheit voller Freundschaft und Leichtigkeit. Doch mit den ersten aufkommenden Gefühlen verändert sich alles, bis Pia eines Sommers plötzlich verschwindet. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen, und zum ersten Mal treffen alle drei wieder am selben Ort aufeinander. Werden sie einen Weg finden, sich endlich die Wahrheit zu sagen und ihre Freundschaft zu retten?

Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin bin ich gut in die Geschichte gestartet. Auch die unterschiedlichen Charaktere fand ich anfangs durchaus spannend. Im Verlauf hat sich dieser Eindruck jedoch etwas relativiert. Die Erzählweise der einzelnen Perspektiven wirkt stellenweise zu einheitlich, sodass es beim Lesen nicht immer leichtfällt, die Figuren klar voneinander zu unterscheiden. Gerade weil sie eigentlich sehr unterschiedlich sind und sich in zwanzig Jahren weiterentwickelt haben sollten, hätte ich mir hier mehr Individualität und Tiefe gewünscht. Insgesamt ist es eine nette Geschichte, die sich gut lesen lässt, aber recht vorhersehbar bleibt. Die Spannung ist zu Beginn noch vorhanden, nimmt im weiteren Verlauf jedoch immer mehr ab. Vor allem das “große” Geheimnis ist dem Leser schon recht früh klar, wodurch man eigentlich nur darauf wartet, dass Martin und Pia sich endlich aussprechen.

Eine solide, aber wenig überraschende Geschichte, der es vor allem an klar unterscheidbaren Charakteren und anhaltender Spannung fehlt.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Magie, Macht und verpasste Chancen

Kingdom of crystal Hearts
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In Brillant ist das Leben hart, wenn man nicht zum reichen Adel gehört. Elodie hat schon früh ihre gesamte Familie verloren und muss sich nun alleine durchschlagen. Getrieben von dem Wunsch nach Rache, ...

In Brillant ist das Leben hart, wenn man nicht zum reichen Adel gehört. Elodie hat schon früh ihre gesamte Familie verloren und muss sich nun alleine durchschlagen. Getrieben von dem Wunsch nach Rache, gibt sie sich bei einem Turnier zu Ehren des Prinzen als Adelige aus, um gemeinsam mit anderen Rebellen einen Weg zu finden, die Königin zu stürzen. Doch dann kommt alles anders: Ihre Tarnung fliegt auf, und sie wird gezwungen, den magielosen Prinzen Rafe dabei zu unterstützen, den Thron zu besteigen.

Der angenehme und flüssige Schreibstil erleichtert den Einstieg in die Geschichte erheblich. Elodie war mir von Anfang an sympathisch, da sie eine authentische Protagonistin ist, in die man sich gut hineinversetzen kann. Allerdings merkt man ihr oft ihr junges Alter an, da sie teilweise sehr stur handelt, ohne die Konsequenzen ihres Handelns zu bedenken. Auch Rafe fand ich als Charakter spannend. Er hat sich bewusst dafür entschieden, seine Stimme nicht zu nutzen, und obwohl er in der Welt der Adeligen aufgewachsen ist, hatte er keine leichte Kindheit. Durch sein Schweigen gestaltet sich die Entwicklung zwischen den beiden allerdings etwas schwerfällig. Zwar war es beeindruckend zu sehen, wie sehr Rafe im Verlauf der Geschichte wächst, doch die Anziehung zwischen ihm und Elodie kommt für mich zu kurz. Die Handlung zieht sich zwischendurch leider auch etwas in die Länge, wodurch die Spannung leidet. Anstatt weiterer Trainingssessions oder Szenen, in denen nicht viel passiert, hätte ich mir ein ausführlicheres Worldbuilding gewünscht. Sowohl die Magie als auch die generelle Welt werden eher nur angerissen, hier hätte es für mich gerne mehr Tiefe geben dürfen. Außerdem muss ich zugeben, dass das Genre für mich nicht ganz passt: Es ist zwar eine Romantasy, doch in meinen Augen ist kaum etwas wirklich „darkes“ vorhanden.

Eine Geschichte mit sympathischen Figuren und spannendem Ansatz, die aber in Sachen Worldbuilding, Romantik und Spannung deutliche Schwächen zeigt und daher nur teilweise überzeugen kann.

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