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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2023

Viele interessante vegane Rezepte, aber leider zu viel Werbung & Ersatzstoffe

Silvis leichte Küche für alle Tage
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In „Silvis leichte Küche für alle Tage“ präsentiert die Influencerin Silvia Gasser diverse kohlenhydratarme und glutenfreie Rezepte für den Alltag. Die Rezepte sind darüberhinaus alle vegetarisch und die ...

In „Silvis leichte Küche für alle Tage“ präsentiert die Influencerin Silvia Gasser diverse kohlenhydratarme und glutenfreie Rezepte für den Alltag. Die Rezepte sind darüberhinaus alle vegetarisch und die meisten sogar vegan. Von Suppe, über Brot und Aufstrich bis zu „normalen“ Hauptgerichten oder süßen Speisen ist alles dabei.

Der erste Eindruck des Kochbuchs ist durchaus positiv. Der Einband ist ansprechend gestaltet und hat eine tolle Haptik. Auch die graphische Gestaltung der Seiten ist gut gemacht und es sind einige interessante Rezepte dabei, die ich so noch nicht kannte. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass man auch auf dem Cover sieht, dass die meisten Rezepte vegan sind (dort steht nur „jetzt veggie“) und nicht nur vegetarisch, aber trotzdem konnte ich einige neue, spannende Ideen für mich mitnehmen. Die Rezepte die ich bisher ausprobiert habe, haben mir auch sehr gut geschmeckt. Allerdings muss ich mich erst noch an die süßen Speisen und auch die Brotrezepte wagen. Denn gerade bei den Süßspeisen gibt es einen Punkt der mich massiv stört. In jedem Rezept werden Zuckerersatzstoffe verwendet. Leider bin ich gar kein Fan dieser Stoffe und hätte mir eher Rezepte mit „natürlicher“ Süße über z.B. Obst gewünscht, anstelle der hier empfohlenen Ersatzstoffe Xylit, Erythrit und Stevia. Ähnlich geht es mir mit den teilweise sehr exotischen Mehlen, die hier verwendet werden. Zwar habe ich per se nichts gegen alternative Mehle einzuwenden, allerdings sind einige davon nicht so einfach zu bekommen und ich wüsste auch nicht wirklich was ich mit den Resten anfangen soll. Der Punkt, der mich aber am meisten gestört hat, ist die Werbung, die man immer wieder im Buch findet. Für mich gehört Werbung nicht in ein Kochbuch, erst recht nicht, wenn man dafür 25€ verlangt.

Grundsätzliche kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne neue (vegane) Rezepte ausprobiert und sich nicht an Zuckerersatzstoffen oder Werbung stört.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Eine tolle Geschichte aus der Vergangenheit mit leider zu wenig Bezug in der Gegenwart

Die sieben Schwestern
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Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. ...

Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. Jedes der Mädchen erhält einen entscheidenden Hinweis auf ihre Vergangenheit. Die älteste Schwester Maia beschließt dem ganzen auf den Grund zu gehen. Ihre Reise bringt sie nach Rio de Janeiro wo sie mehr über die junge Izabela Bonifacio und ihr Leben in den elitären Kreisen in den 1920er Jahren lernt. Stück für Stück beginnt sie die Puzzleteile zusammenzusetzen und zu verstehen was das alles mit ihr zu tun hat.

Das Buch bzw. die ganze Buchreihe wurde mir schon so oft empfohlen, dass ich sie unbedingt lesen musste. Mir hat die Grundidee, dass junge, adoptierte Frauen auf die Suche nach ihrer persönlichen Geschichte, direkt gut gefallen. Leider habe ich mir mit der Umsetzung etwas schwer getan. Die Geschichte von Izabela und Laurent fand ich persönlich super spannend und auch die Details zum Bau des Christo haben mir gut gefallen. Allerdings konnte ich mit Maia, ihren Schwestern und vor allem ihrer Beziehung zu Pa Salt nicht warm werden. Wie kann es sein, dass die Schwestern so wenig über sich und noch viel weniger über den Mann, der sie groß gezogen hat, wissen? Vor allem sollte es in dieser Geschichte um Maia und ihre Vergangenheit gehen. Für mich persönlich kommt sie und ihre Persönlichkeit aber leider viel zu kurz. Wir erfahren sehr wenig über sie und auch ihre Gefühle zu Fabiano wurden mir nicht wirklich klar. Auch wenn ich mir irgendwie mehr erhofft hatte, war es eine schöne Geschichte mit tollen Einblicken in die Vergangenheit. An der Gegenwart hätte man allerdings noch etwas feilen dürfen. Eigentlich wären das für mich 3,5 Sterne weswegen ich gut gemeinte 4 für das Buch vergebe.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Was nach zwanzig Jahren bleibt

Der Sommer, der uns blieb
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Gemeinsam sind die drei Jugendlichen Britta, Pia und Martin in einer kleinen Stadt mitten in Deutschland aufgewachsen. Sie sind zusammen erwachsen geworden und hatten eine unbeschwerte Kindheit voller ...

Gemeinsam sind die drei Jugendlichen Britta, Pia und Martin in einer kleinen Stadt mitten in Deutschland aufgewachsen. Sie sind zusammen erwachsen geworden und hatten eine unbeschwerte Kindheit voller Freundschaft und Leichtigkeit. Doch mit den ersten aufkommenden Gefühlen verändert sich alles, bis Pia eines Sommers plötzlich verschwindet. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen, und zum ersten Mal treffen alle drei wieder am selben Ort aufeinander. Werden sie einen Weg finden, sich endlich die Wahrheit zu sagen und ihre Freundschaft zu retten?

Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin bin ich gut in die Geschichte gestartet. Auch die unterschiedlichen Charaktere fand ich anfangs durchaus spannend. Im Verlauf hat sich dieser Eindruck jedoch etwas relativiert. Die Erzählweise der einzelnen Perspektiven wirkt stellenweise zu einheitlich, sodass es beim Lesen nicht immer leichtfällt, die Figuren klar voneinander zu unterscheiden. Gerade weil sie eigentlich sehr unterschiedlich sind und sich in zwanzig Jahren weiterentwickelt haben sollten, hätte ich mir hier mehr Individualität und Tiefe gewünscht. Insgesamt ist es eine nette Geschichte, die sich gut lesen lässt, aber recht vorhersehbar bleibt. Die Spannung ist zu Beginn noch vorhanden, nimmt im weiteren Verlauf jedoch immer mehr ab. Vor allem das “große” Geheimnis ist dem Leser schon recht früh klar, wodurch man eigentlich nur darauf wartet, dass Martin und Pia sich endlich aussprechen.

Eine solide, aber wenig überraschende Geschichte, der es vor allem an klar unterscheidbaren Charakteren und anhaltender Spannung fehlt.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Magie, Macht und verpasste Chancen

Kingdom of crystal Hearts
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In Brillant ist das Leben hart, wenn man nicht zum reichen Adel gehört. Elodie hat schon früh ihre gesamte Familie verloren und muss sich nun alleine durchschlagen. Getrieben von dem Wunsch nach Rache, ...

In Brillant ist das Leben hart, wenn man nicht zum reichen Adel gehört. Elodie hat schon früh ihre gesamte Familie verloren und muss sich nun alleine durchschlagen. Getrieben von dem Wunsch nach Rache, gibt sie sich bei einem Turnier zu Ehren des Prinzen als Adelige aus, um gemeinsam mit anderen Rebellen einen Weg zu finden, die Königin zu stürzen. Doch dann kommt alles anders: Ihre Tarnung fliegt auf, und sie wird gezwungen, den magielosen Prinzen Rafe dabei zu unterstützen, den Thron zu besteigen.

Der angenehme und flüssige Schreibstil erleichtert den Einstieg in die Geschichte erheblich. Elodie war mir von Anfang an sympathisch, da sie eine authentische Protagonistin ist, in die man sich gut hineinversetzen kann. Allerdings merkt man ihr oft ihr junges Alter an, da sie teilweise sehr stur handelt, ohne die Konsequenzen ihres Handelns zu bedenken. Auch Rafe fand ich als Charakter spannend. Er hat sich bewusst dafür entschieden, seine Stimme nicht zu nutzen, und obwohl er in der Welt der Adeligen aufgewachsen ist, hatte er keine leichte Kindheit. Durch sein Schweigen gestaltet sich die Entwicklung zwischen den beiden allerdings etwas schwerfällig. Zwar war es beeindruckend zu sehen, wie sehr Rafe im Verlauf der Geschichte wächst, doch die Anziehung zwischen ihm und Elodie kommt für mich zu kurz. Die Handlung zieht sich zwischendurch leider auch etwas in die Länge, wodurch die Spannung leidet. Anstatt weiterer Trainingssessions oder Szenen, in denen nicht viel passiert, hätte ich mir ein ausführlicheres Worldbuilding gewünscht. Sowohl die Magie als auch die generelle Welt werden eher nur angerissen, hier hätte es für mich gerne mehr Tiefe geben dürfen. Außerdem muss ich zugeben, dass das Genre für mich nicht ganz passt: Es ist zwar eine Romantasy, doch in meinen Augen ist kaum etwas wirklich „darkes“ vorhanden.

Eine Geschichte mit sympathischen Figuren und spannendem Ansatz, die aber in Sachen Worldbuilding, Romantik und Spannung deutliche Schwächen zeigt und daher nur teilweise überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Ein Hexeninternat voller Geheimnisse

Bearbind Lyceum - Thilda
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Gegen ihren Willen und ohne Vorwarnung wird die 16-jährige Thilda auf ein Internat geschickt, und zwar ausgerechnet auf das Bearbind Lyceum, das bereits ihre Stiefmutter besucht hat. Schnell wird deutlich, ...

Gegen ihren Willen und ohne Vorwarnung wird die 16-jährige Thilda auf ein Internat geschickt, und zwar ausgerechnet auf das Bearbind Lyceum, das bereits ihre Stiefmutter besucht hat. Schnell wird deutlich, dass es sich dabei nicht um eine gewöhnliche Schule handelt, sondern um eine Ausbildungsstätte für Hexen. Statt eines herzlichen Empfangs erwarten Thilda offene Ablehnung und gezielte Schikanen seitens ihrer Mitschülerinnen. Als im Zuge eines dunklen Rituals ein Dämon an sie gebunden wird und sich zudem ein Schutzgeist zu erkennen gibt, von dem sie bislang nichts wusste, wird klar, dass es weit mehr Gründe für ihren Aufenthalt gibt, als sie zunächst vermutet hat.

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr gelungen. Kaum ist man gemeinsam mit Thilda im Internat angekommen, spürt man die bedrückende Stimmung und die unterschwellige Feindseligkeit deutlich. Gerade der unfreundliche Empfang und die angespannte Situation unter den Mitschülerinnen haben bei mir sofort Neugier geweckt, wie sich diese Dynamik weiterentwickeln wird. Im weiteren Verlauf rückt die anfängliche Düsternis jedoch zunehmend in den Hintergrund und der Fokus liegt stärker auf Thildas Alltag im Internat sowie auf den unterschiedlichen Gruppierungen und deren Schikanen gegenüber Thilda. Das sorgt einerseits für mehr Orientierung innerhalb der Welt, andererseits hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich die Handlung dadurch etwas in die Länge zieht. Die Entwicklungen rund um Thildas Kräfte und deren Erweckung sind grundsätzlich spannend angelegt, aber es war auch abzusehen dass diese nicht unbemerkt bleiben werden. Weniger überzeugen konnte mich hingegen ihre persönliche Entwicklung. Zwar erfährt sie viel über die magische Welt und ihre eigenen Fähigkeiten, doch in ihrem Handeln und im Umgang mit den Ereignissen wirkt sie am Ende kaum gefestigter als zu Beginn. Auch die Motive mancher Figuren bleiben für mich zu unklar. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht oder zumindest, dass einzelne Fragen im Verlauf der Geschichte aufgegriffen und teilweise aufgelöst werden. Das Ende kommt vergleichsweise schnell und lässt einige offene Fragezeichen zurück. Der Epilog an sich hat mir gut gefallen, wirkte jedoch etwas abrupt, fast so, als würde ein Zwischenschritt fehlen.

Insgesamt bietet die Geschichte eine interessante Grundidee, ein stimmiges Setting und einige spannende Ansätze rund um das düstere Internat für junge Hexen. Dennoch konnten mich die fehlende Tiefe in der Figurenentwicklung sowie die vielen offenen Fragen nicht vollständig überzeugen.

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