Profilbild von engineerwife

engineerwife

Lesejury Star
offline

engineerwife ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit engineerwife über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2026

Nicht immer ist schweigen Gold ...

Ich schweige für dich
0

Ich hatte mich für die Hörbuch Version von „Ich schweige für dich“ des bekannten Autors Harlan Coben entschieden, welches mich am Anfang richtig gut abgeholt hatte. Es schien sich bei der amerikanischen ...

Ich hatte mich für die Hörbuch Version von „Ich schweige für dich“ des bekannten Autors Harlan Coben entschieden, welches mich am Anfang richtig gut abgeholt hatte. Es schien sich bei der amerikanischen Familie Price um eine ganz normale Familie – Vater, Mutter, Kinder – zu handeln, die mit den täglichen kleinen Problemen des Alltags zu kämpfen haben, wie viele andere auch. Doch dann tritt dieser mysteriöse fremde Mann auf Adam zu und behauptet, dass es die Familie, an die Adam all die Jahre geglaubt hat, gar nicht gibt! Es bringt ihn aus dem Gleichgewicht und er hadert mit sich, es bei seiner Frau anzusprechen oder darüber zu schweigen. Er entscheidet sich für ersteres, mit fatalen Folgen, wie es scheint, denn plötzlich ist seine Frau Corinne spurlos verschwunden und für ihn beginnt ein schmerzhafter Wettlauf mit der Zeit …
Immer wenn ich beim Hören dachte, nun ist Adam aber wirklich auf der richtigen Spur, kam doch alles wieder ganz anders und so hielt mich die Story eine ganze Weile bei der Stange. Irgendwann wurde es mir aber alles ein bisschen zu viel, zu viele Charaktere, zu viele Handlungsstränge, zwischenzeitlich hatte ich den Überblick verloren, wer wer war.
Der Schluss wurde für mich zwar logisch gelöst, aber mir fehlte die Nähe zu den Protagonisten und der große Knall blieb einfach aus. Deshalb gibt es von mir diesmal nur drei von fünf Sternen, verbunden mit einer bedingten Hör- oder Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.05.2026

Konnte mich leider nicht überzeugen ...

Mit der Flut
0

Von Hamburg aus reist der junge Paul 1923 als blinder Passagier an Bord eines Auswandererschiffs nach Amerika. Wie es der Zufall will, lernt dort Antonina und ihre sizilianische Familie kennen. Die Beiden ...

Von Hamburg aus reist der junge Paul 1923 als blinder Passagier an Bord eines Auswandererschiffs nach Amerika. Wie es der Zufall will, lernt dort Antonina und ihre sizilianische Familie kennen. Die Beiden verlieben sich ineinander, wobei Antonias Liebe tiefer zu wurzeln scheint als Pauls. So hat seine Mutter dann auch ein recht leichtes Spiel, als sie ihn mit dem Versprechen zurück nach Deutschland lockt, ihn bei der Erfüllung seines größten Traums, Arzt zu werden, zu unterstützen. Im Jahr 1937 macht Paul sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft, die die Liebe des jungen Paars auf ein harte Probe stellt.

Basierend auf dem Lebensweg ihres Großonkels erzählt die Autorin Agnes Krup hier eine deutsch/amerikanisch/italienische Geschichte, die mich anhand des Klappentextes und des wunderschönen Covers magisch angezogen hatte, hatte mich doch ihr Buch „Sommergäste“ ziemlich gut abgeholt. Leider wurde ich diesmal enttäuscht. Ich fand die Figur des Pauls so dermaßen unsympathisch, dass er mir immer schwerer fiel, hier am Ball bleiben zu können.

Ich kann diesmal deshalb für mich persönlich nur drei von fünf Sternen vergeben und verzichte auf eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 27.03.2026

Was wissen Sie über die griechischen Royals?

Die vergessene Prinzessin
0

Über „Die vergessene Prinzessin“ wusste ich bis zu diesem Buch tatsächlich recht wenig. Auch ich kannte sie – wie viele andere auch – lediglich als Mutter von Prinz Philipp und hatte so am Rande mal gehört, ...

Über „Die vergessene Prinzessin“ wusste ich bis zu diesem Buch tatsächlich recht wenig. Auch ich kannte sie – wie viele andere auch – lediglich als Mutter von Prinz Philipp und hatte so am Rande mal gehört, dass sie zeitweise „wegesperrt“ wurde und ihr Leben schließlich als Nonne fristete. Mit dem Roman wollte ich ein wenig Licht in dieses Dunkel bringen und begab mich voller Vorfreude auf diese Lesereise.

Die Reise beginnt mit Alices Geburt im Jahr 1902. Während sie mit Schönheit gesegnet ist, müssen ihre Eltern bald feststellen, dass das arme Mädchen nichts hören kann. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und lernt dafür umso emsiger, kann bald allein durch Lippen lesen mehrere Sprachen verstehen und auch sprechen. Als sie sich schließlich in den griechischen Prinzen Andreas verliebt, der sie bald darauf ehelicht und auf Händen trägt, scheint ihrem Glück nichts mehr im Weg zu stehen. Bald schon scharren die Beiden eine kleine Kinderschar um sich, doch in königlichen Palästen scheint die Tage wenig Freude an der Tagesordnung zu sein. Bald trüben Kriege und Konflikte das Familienglück und während Andreas versucht, das Land zu retten, kämpft Alice unermüdlich an der Heimatfront und kümmert sich um Kriegsopfer jeglicher Art. Kann ihr Familienleben diese Zerreißprobe bestehen?

Während ich normalerweise ein großer Fan der Bücher von Eva-Maria Bast bin, kam ich leider mit der vergessenen Prinzessin weniger gut zurecht. Vieles erschien beinahe unglaubwürdig … kein Mensch ist immer stark und jemand der nicht hören kann, kann meines Erachtens auch nicht ausschließlich perfekte Unterhaltungen führen, als wäre alles gesundheitlich ganz normal. Leider bricht dann der Informationsfluss an einer für mich wichtigen Stelle ab und Alices späteres Leben wird nur noch kurz angerissen. Ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefgang gewünscht und hätte sie auch später gerne noch weiterbegleitet. Die griechische Geschichte hat mich fasziniert, darüber wusste ich bis jetzt sehr wenig, der Roman als Ganzes hat mich aber leider ein wenig enttäuscht, so dass ich hier diesmal nur drei von fünf Sternen vergeben möchte. Die Bücher der Autorin werden aber weiterhin Beachtung bei mir finden und ich freue mich schon auf ihren Roman „Miss Bly und die Wette gegen Jules Verne“, den ihr demnächst auf meiner Leseliste finden werdet …

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 03.03.2026

Die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit ...

Immergrün
0

Bedingt durch die beschriebene Reise über Litauen, Israel und Deutschland war ich sehr neugierig auf dieses Buch geworden, hatte ich doch das Glück selbst schon einmal Litauen als auch Israel bereisen ...

Bedingt durch die beschriebene Reise über Litauen, Israel und Deutschland war ich sehr neugierig auf dieses Buch geworden, hatte ich doch das Glück selbst schon einmal Litauen als auch Israel bereisen zu dürfen.

Nun freute ich mich umso mehr in dem biografischen Roman „Immergrün“ diese Ziele mit Ruth erkunden zu dürfen, Ruth, die die Urnen ihrer Mutter und Großmutter bei ihrer Reise im Gepäck hat. Beide Frauen hatten den Wunsch geäußert in ihrer litauischen Heimat beerdigt zu werden, also mache ich mich bereit auf diese einzigartige Erinnerungsreise. Ich erfahre, wie Ruths Familie damals von Litauen nach Israel geflohen ist und bewundere sie dafür, dass sie trotz aller Widrigkeiten in der neuen Heimat klarkommen, auch ohne die Sprache zu sprechen und die Gepflogenheiten zu kennen.

Gefreut hatte ich mich eigentlich auf eine mehr oder weniger typische Familiengeschichte und war dann doch ein wenig überrascht, dass es eher eine Art Aneinanderreihung von Erinnerungen ist, die mich leider nicht ganz erreichen konnte. Ich empfand den Schreibstil als ein wenig distanziert und hätte mir mehr Nähe zu den Protagonisten gewünscht.

Während mir der Grundgedanke sehr gut gefallen hat, scheitert es für mich ein wenig an der Umsetzung … schade. Ich vergebe deshalb nur drei von fünf möglichen Sternen und wünsche der Autorin natürlich dennoch viele Erfolg mit ihrem Roman. Ein Buch zu schreiben, entlockt mir persönlich immer viel Ehrfurcht und Bewunderung. Deshalb vielen Dank, liebe Frau Olshan, für ihre Geschichte „Immergrün“, die mir durchaus auch einige sehr schöne Lesestunden beschert hat.

Veröffentlicht am 17.02.2026

Dieses Buch konnte mich leider nicht ganz überzeugen ...

Fünf Fremde
3

Ein schreckliches Ereignis überschattet den Sommer 1995 auf einer einsamen Wattinsel. Zwei Jugendliche verschwinden in der Nacht vor ihrer Heimreise nach dem Schullandheim Aufenthalt. Was war geschehen? ...

Ein schreckliches Ereignis überschattet den Sommer 1995 auf einer einsamen Wattinsel. Zwei Jugendliche verschwinden in der Nacht vor ihrer Heimreise nach dem Schullandheim Aufenthalt. Was war geschehen? Wo sind sie abgeblieben?
Im zweiten Abschnitt begeben wir uns lesetechnisch dreißig Jahre in die Zukunft, genauer gesagt in den Herbst 2025. Ich finde mich auf der Fähre wieder, die die Insel Neuwerk im Hamburgischen Wattenmeer ansteuert. Fünf Menschen begeben sich auf die Insel, unter ihnen eine Polizistin, deren Mutter auf Neuwerk lebt und nicht mehr allein gelassen werden kann, eine Journalistin sowie der Meteorologe Mats, der damals im Jahr 1995 dabei war. Was verbindet die Fünf, was oder wer hat ihre ungewollte Wiedervereinigung herbeigerufen?
Kurze Kapitel – mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit – schleusen mich durch das Buch und seine Geschichte. Nicht nur menschlich braut sich ein gefährlicher Sturm zusammen, sondern auch wettertechnisch geht es bald zur Sache. Die Autorin schafft es ganz wunderbar, den aufkommenden Orkan in lebendige Worte zu fassen, so dass ich beim Lesen bald das Gefühl bekam, mitten in einem Windkanal zu stehen. Leider gelingt ihr dieses Kunststück nicht so ganz bei den Protagonisten. Während sich die Ereignisse bald überschlagen, hatte ich beim Lesen das Gefühl, weniger wäre mehr gewesen. Einige Logikfehler bremsten zudem meinen Lesefluss und so kann ich hier leider nicht ganz die Bestnote vergeben, obwohl ich weiß, dass Romy Fölck durchaus fesselnde Kriminalromane schreiben kann. Von mir gibt es hier drei Sterne und nur eine bedingte Empfehlung. Dennoch wünsche ich der Autorin viel, viel Erfolg mit ihrem Thriller. Viele der bereits platzierten Bewertungen sind ja sehr euphorisch, aber so sind eben die Geschmäcker verschieden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung