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Laurin_tanzt

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2026

Weibliche Gewalt in (toxischen) Beziehungen

Gelbe Monster
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Gestaltung:
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Die Farbgestaltung mit dem Monster hatte mich zunächst an ein Kinderbuch denken lassen. Aber ein Monster als Symbol für kindliche Ängste und die Farben Lila, gelb und schwarz ...

Gestaltung:
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Die Farbgestaltung mit dem Monster hatte mich zunächst an ein Kinderbuch denken lassen. Aber ein Monster als Symbol für kindliche Ängste und die Farben Lila, gelb und schwarz für eine Gefühlsmischung aus Wut, Trauer, Neid gemischt mit einem Hauch Feminismus, sind sehr passend gewählt. Definitiv macht dieses Cover neugierig!

Inhalt:
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"Charlie war der tiefsitzenden, grundlegenden Überzeugung, dass alles an ihr falsch war. Seit der Pubertät hatte sie immer wieder den Versuch unternommen, sich zu ändern und ein besserer Mensch zu werden. Sie wollte Shakira werden, sie wollte Helene aus der 9b werden, oder die Hauptfigur aus einer Serie, die alle in der Oberstufe sich anschauten, eine unbändige, schöne Teenagerin fatale mit glorifiziertem Drogenproblem.
So blieb es auch während des Studiums: Charlie wollte nahezu alle Frauen sein, die sie sah, nur nicht sich selbst; ihr Selbst war faul, hässlich und schaffte es nicht mal, das Pfand wegzubringen."(S. 19)

Die Mathematikstudentin Charlie fühlt sich immer schon als Außenseiterin. Als sie sich in Valentin verliebt, scheint alles perfekt. Sie fühlt sich schöner und als ein besserer Mensch. Doch dann läuft irgendetwas schief und schließlich sitzt Charlie mit einer verbundenen Hand und einem blauen Auge in der U-Bahn und ist auf dem Weg zum Antiaggressionstraining. Was ist passiert? Wird es Charlie gelingen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen?

Mein Eindruck:
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"Sie sagte, von Gustav wisse sie, dass Valentin sich total als Opfer in der Beziehung darstellen würde, »Das ist so typisch« , fluchte sie, »sich verhalten wie ein komplettes Arschloch und dann mit der Wut der Freundin nicht umgehen können und sagen, sie würde immer so ausrasten und sei so manipulativ. Das ist so unmöglich, das ist so sexistisch von ihm. Als dürfe eine Frau nicht auch mal wütend werden.«" (Ella zu Charlie, S. 169)

Das Thema an sich hätte mich erst gar nicht angesprochen, aber das Titelbild hatte mich neugierig gemacht und diese Neugier brachte mich dazu, mal kurz ins erste Kapitel reinzulesen. Und ab da konnte ich dann einfach nicht mehr aufhören, bis zum Ende. Das Buch hatte definitiv eine Sogwirkung auf mich!
Im Klappentext hieß es, die Autorin erzähle die Geschichte "klug und mit Witz". Den Witz konnte ich nicht feststellen, allerdings beschreibt sie alles mit einem feinen Gespür für die menschlichen Bedürfnisse und für tägliche Situationen und das hat den Reiz beim Lesen für mich ausgemacht.
Die Handlung ist in sofern fesselnd, weil sie zwischen Gegenwart und Rückblenden hin und her springt und man wissen möchte, wie Charlie in die Anfangssituation in der U-Bahn hineingeraten ist. So entfaltet sich das Geschehen erst nach und nach vor dem Leser. Da alles aus Charlies Perspektive beschrieben ist, kann man sich gut in sie hineinversetzen und ich konnte ihr Handeln dadurch größtenteils nachvollziehen. Valentins Perspektive und seine Motivation bleiben leider etwas blass. Ich kann gut verstehen, dass sein Verhalten häufig provokant auf sie gewirkt haben muss. Ich war beim Lesen auch des Öfteren versucht, ihn zu schütteln und zu sagen: "Was ist los mit Dir?" Auch wenn die Gewaltausbrüche von Charlie nicht sein dürften, so empfand ich auch sein Verhalten nicht korrekt und vermutlich hat er ebenfalls Probleme mit seinem Selbstwert. Daher entwickelt sich die Beziehung für beide leider in eine ungünstige Richtung.
Auch wenn ich Charlies Ausraster missbillige, so schwingt in der Erzählung immer wieder mit, dass manchmal Frauen durch das Verhalten von Männern dahin getrieben werden und sich nicht anders zu wehren wissen als körperlich. Diese Täter-Opfer-Umkehrung finde ich problematisch und hat mich nachdenklich zurückgelassen.
Leider wurde das Thema von Charlies problematischer Beziehung zu ihrer Mutter immer mal wieder kurz angerissen, aber nie ausgeführt, obwohl es scheinbar eine der Ursachen für Charlies Minderwertigkeitsgefühle darstellte. Hier hätte ich eine erklärende Episode gut gefunden. Das Ende hinterlässt ein mulmiges Gefühl bei mir, vor allem, weil es realistisch ist.
Insgesamt gefiel mir das Buch sehr gut und es macht auf ein wichtiges gesellschaftliches Problem aufmerksam und regt zum Nachdenken über Beziehungen und das Thema Grenzen setzen an.


Fazit:
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Fesselnd geschriebener Roman über weibliche Gewalt, toxische Beziehungen und den gesellschaftlichen Umgang zwischen den Geschlechtern

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2026

Cassie und der Fluch der Lanze

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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Gestaltung:
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Auch der zweite Band ist wieder ein Schmuckstück im Regal! Das Cover ist in leuchtenden Farben mit magischen Wesen gehalten und der Farbschnitt passend dazu gestaltet. Auch im Innenteil ...

Gestaltung:
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Auch der zweite Band ist wieder ein Schmuckstück im Regal! Das Cover ist in leuchtenden Farben mit magischen Wesen gehalten und der Farbschnitt passend dazu gestaltet. Auch im Innenteil vorne und hinten ist eine wunderschöne Farbillustration von Cassie, ihren beiden Freundinnen im Hause von Lailoken. Jede einzelne Seite ist mit einem Rahmen aus Blättern und Äpfeln in schwarz-weiß umrandet und zu Beginn eines jeden Kapitels blickt einem eine Echse entgegen. Wieder ein sehr gelungenes Hardcover!

Inhalt:
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Cassandra Morgan, von allen Cassie genannt, hat sich mittlerweile im Haus ihrer Tante, der Haghexe Miranda, eingelebt. Neben der Teilnahme am Hexenzirkel sowie der Vorbereitung auf Prüfungen für Hexenabzeichen bereiten sich alle auf das große Fest Halloween vor.
Ausgerechnet jetzt kommt Cassies Cousin Sebastian zu Besuch. Er glaubt nicht an Magie und geht Cassie zunächst nur auf die Nerven. Und dann benehmen sich einige Dorfbewohner sehr merkwürdig, irgendetwas Fremdes hat sie in Besitz genommen und steuert sie. Und auch Musterschülerin Ivy verhält sich ungewöhnlich. Bald wird klar, dass der Erlkönig dahinter steckt. Er sucht ein magisches Artefakt, eine Lanze, die ihren Besitzern tödliches Unglück beschert. Cassie und ihre Freundinnen wollen ihm zuvorkommen, um das Dorf vor Unheil zu bewahren. Dabei geraten sie mehr als einmal in Gefahr.

Mein Eindruck:
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Ich hatte den ersten Band bereits mit Freuden verschlungen und war sehr gespannt auf die Fortsetzung. Meiner Ansicht nach muss man Vorgänger kennen, da viele Kenntnisse vorausgesetzt werden. Die Erzählung wird hier fast nahtlos fortgesetzt.
Während zuvor das Einleben in Hagley von Cassie im Vordergrund stand, ist sie nun bereits ein fester Teil des Dorfes und des Hexenzirkels. Sie entwickelt sich weiter, sowohl als Persönlichkeit als auch als Hexe. Das Verhältnis zu ihrer Tante Miranda hat sich ebenfalls gebessert. Daher liegt der Fokus diesmal mehr auf dem Abenteuer.
Ich mochte die Protagonistin bereits von Beginn an, aber ihre Weiterentwicklung macht sie mir noch sympathischer. Zwar stürzt sie sich trotz Verboten wieder in einige Abenteuer, diesmal jedoch mit weniger Naivität, sondern mit vorbeugenden Maßnahmen und klugem Handeln.
Die Story ist so packend erzählt, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Auch der Humor kommt wieder mal nicht zu kurz. Die Autorin hat es auch diesmal wieder geschafft, eine eigenständige, aber glaubhafte Fanatsiewelt aufzubauen, auch wenn sie sich dabei aus diversen Elementen der keltischen Mythologie und anderen Sagen bedient.
Durch den Besuch der Lehrhexe Aiofe wird das Hexenwesen auf besonder Art und Weise inspiriert: sie ermuntert ihre Schülerinnen, genauer hinzuschauen und Vorurteile zu hinterfragen, auch bei den magischen Wesen, die nicht vertrauenswürdig scheinen. Eine gute Botschaft, gerade in der heutigen Zeit!
Die titelgebende Flöte spielt keine so große Rolle wie gedacht, aber das hat der Handlung nicht geschadet. Das Buch war bis zum Ende spannend, die Auflösung unerwartet und überzeugend. Allerdings war der Konflikt mit Sebastian mir etwas zu einfach gelöst, da blieben bei mir noch ein paar Fragen offen. Aber vielleicht klärt sich das im nächsten Band.
Auch gibt es weitere Andeutungen zu Cassies Eltern und ihrem Verbleib. Hier bin ich gespannt, wie es weitergeht und kann daher den dritten Teil kaum erwarten.

Fazit:
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Fesselnde Fortsetzung mit Weiterentwicklung der Figuren, weiteren magischen Wesen und einer aktuellen Botschaft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Männliche Wechseljahre

Wir Freitagsmänner
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Gestaltung:
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Der Mann mit Anzug und einem Dachskopf weckt besonders wegen des tierischen Kopfes die Neugier eines jeden Betrachters. Ich habe mich lange gefragt, warum dieses Tier gewählt ...

Gestaltung:
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Der Mann mit Anzug und einem Dachskopf weckt besonders wegen des tierischen Kopfes die Neugier eines jeden Betrachters. Ich habe mich lange gefragt, warum dieses Tier gewählt wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass der Dachs als Symbol für Cleverness und Weisheit steht. Passend für den "alternden" Protagonisten. Zudem wird damit auch gleichzeitig der Humor des Romanes widergespiegelt. Ein gelungenes Titelbild!

Inhalt:
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»Wie alt fühlen Sie sich denn momentan?«, fragt sie.
»Meinen Sie, auf einer Skala von eins bis zehn?«
»Nein. Tun wir mal so, als würde sich Ihr ganzes Leben in einer Woche abspielen. Alles beginnt am Montagmorgen mit ihrer Geburt, aber schon am Sonntagabend schlägt Ihre letzte Stunde. Stellen Sie sich das Wochenende meinetwegen als Ihren Ruhestand vor. Gehören Sie zu den Menschen, die am Samstag noch arbeiten wollen, oder haben Sie es sich so eingerichtet, dass Sie am Freitag früh das Büro verlassen können? Und freuen Sie sich aufs Wochenende oder fürchten Sie sich davor? Und wo in Ihrem Leben stehen Sie eigentlich gerade? Also, welchen Wochentag haben wir heute?«
[...]
»Freitag«, sage ich. »Ich glaube, in meinem Leben ist gerade Freitag. Freitagnachmittag.«»Sie haben also bald Wochenende«, stellt sie fest. »Freuen Sie sich darauf?«»Keine Ahnung. Ich weiß noch nicht, was ich vorhabe.« (S. 98)

Henri ist Anfang fünfzig, geschieden und mitten in einer Midlife-Crisis. Seine Ex-Frau will ein neues Leben mit dem neuen Partner in Bali, sein Bart zeigt erste Löcher und sein Arzt verordnet ihm eine gesündere Lebensweise, denn er ist in seinen männlichen Wechseljahren angekommen. Dazu kommt sein Freund Felix, der selbst in den Wechseljahren steckt und ihn ständig trackt. Und dann ist da Emily, seine neue Traumfrau, die er auf sich aufmerksam machen will. Und auch im Job will er noch nicht aufs Abstellgleis abgeschoben werden.
Doch Henri stellt sich seinen inneren Problemen und Ängsten und kommt mithilfe von viel Humor und Selbsterkenntnis Schritt für Schritt seinem neuen Lebensglück näher.

Mein Eindruck:
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Obwohl Herr Raeth ein viel gelesener Autor ist, ist dies das erste Buch, das ich von ihm lese. Ich war anfangs skeptisch, ob ich eine Geschichte über männliche Wechseljahre als Frau lesenswert finde. Doch kaum hatte ich mit den ersten Sätzen begonnen, befand ich mich in einem Sog und las das Buch in fast einem Rutsch.
Herr Raeth beweist in diesem Roman nicht nur seine gezielte Beobachtungsgabe im Hinblick auf menschliche und männliche Schwächen, sondern vermag diese auch sehr detailliert und humorvoll zu beschreiben und auf die Spitze zu treiben. Ich wusste zuvor nicht, dass es ein Pendant zu den weiblichen Wechseljahren gibt, wurde durch diese Geschichte aber eines besseren belehrt.
Die Story ist durch viele situationskomische Dialoge und Szenen amüsant, hat viele überraschende Wendungen und ist spannend bis zum Schluss. Ich hatte beim Lesen ein Dauergrinsen im Gesicht und Henri ist mir als Figur sehr ans Herz gewachsen. Ich hatte Kopfkino pur und könnte mir den Roman gut als Verfilmung vorstellen. Optimalerweise mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle, der das Werk auch bewirbt. Die Rolle würde zu ihm passen.

Fazit:
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Humorvolle und fesselnde Geschichte über die männliche Lebensmitte und wie man(n) das Beste draus macht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2026

Sunny - die etwas andere Detektivin

Einfach Sunny
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Das Cover ist passend zum Titel in strahlenden gelben, orangen und roten Tönen gestaltet. Man bekommt schon beim Anblick gute Laune, auch weil die Titelheldin lächelt und die ...

Gestaltung:
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Das Cover ist passend zum Titel in strahlenden gelben, orangen und roten Tönen gestaltet. Man bekommt schon beim Anblick gute Laune, auch weil die Titelheldin lächelt und die Katze sowie der Brokkoli auf der Tasche lustig aussehen. Man greift im Buchladen automatisch danach, um sich das Buch anzuschauen.
Auch im Innenteil befinden sich viele bunte Grafiken, die die Handlung veranschaulichen. Optisch ist das Hardcoverbuch sehr ansprechend und wertig!

Inhalt:
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"Eine Wahrheit rauszubekommen ist manchmal schwieriger, als einen Schlüssel zu finden oder eine verlorene Kette. Um eine Wahrheit rauszubekommen, muss man ganz genau hinhören und die richtigen Fragen stellen." (Sunny, S. 104)

Sunny ist etwas Besonderes: Sie ist selbstbewusst, humorvoll, mutig, clever - und blind. Aber Letzteres hält sie nicht davon ab, als selbst ernannte Sachensucherin tolle Dinge zu suchen und zu finden. Dabei trifft sie auf den Jungen Ben, der etwas verloren hat. Er will Sunny aber zunächst nicht sagen, um was es sich handelt. Bei dem Versuch, Ben zu helfen, geraten die beiden in ein aufregendes Abenteuer.

Mein Eindruck:
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"Und dann - dann geht auf einmal alles ganz schnell. Wie wenn man im Winter einen Schneemann bauen will und der Anfang der Kugel nur schwer und langsam geht. Aber wenn sie erst mal ins Rollen gerät, dann wächst der Rest ganz schnell hinterher. So ist das mit ganz vielen Sachen, wenn man einmal angefangen hat.
Einen Schneemann hat Sunny nicht gebaut. Aber einen riesigen Ideen-Ball."(S. 107)

Dieses Kinderbuch ist wirklich etwas Besonderes. Sunny ist ein sehr sympathisches Mädchen, das sich von ihrem Handicap nicht aufhalten lässt. Toll ist, dass sie stets einen flotten Spruch parat hat und versucht,die Dinge von der positiven Seite aus zu betrachten. Außerdem lässt sie sich nicht so leicht abschütteln. Ben hat zunächst keine Lust auf ihre Hilfe, aber auch das hält sie nicht davon ab, weiter nach seiner geheimen Sache zu suchen.


Die Geschichte ist aus ihrer Perspektive als blinde Person erzählt. Sie ist sehr humorvoll und durch das Geheimnis von Ben wird bis zum Schluss Spannung erzeugt. Die Autorin hat hier eine besondere neuartige Heldin geschaffen, die am Ende selbst noch ein kleines Geheimnis offenbart. Letztendlich ist es eine gelungene Mischung aus Detektivgeschichte mit Abenteuerfaktor und viel Humor sowie einigen überraschenden Wendungen, bei der man beim Lesen auch viel über das Leben von blinden Menschen und deren Wahrnehmung erfährt. Und es ist auch eine Geschichte über Mut und Freundschaft.
Obwohl die Handlung abgeschlossen ist, wünscht man sich, bald noch mehr über Sunny zu lesen!

Fazit:
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Ein tolles Buch über Freundschaft und Leben mit Handicap, voller Abenteuer und Humor

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Tierschutz mit Herz und Verstand

Streuner - von der Straße direkt ins Herz
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Das Titelbild fällt sofort ins Auge und berührt das Herz! Die drei ehemaligen "Streuner" schauen einen an und mit der umarmenden Geste wird sofort das Mitgefühl und die ...

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Das Titelbild fällt sofort ins Auge und berührt das Herz! Die drei ehemaligen "Streuner" schauen einen an und mit der umarmenden Geste wird sofort das Mitgefühl und die Neugier geweckt. In den Klappen des Taschenbuches am Anfang und Ende sind Fotos der Autorin mit ihren Hunden abgebildet. Der Inhalt ist übersichtlich gestaltet und gut strukturiert. So weiß man gleich, was einen erwartet.

Inhalt:
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Die Autorin und ihr Mann Rafael engagieren sich schon länger im Tierschutz. Besonders setzen sie sich für herrenlose Hunde aus Portugal ein, da sie beide seit ihrer Kindheit eine enge Verbindung zu diesem Land und dem dortigen Tierleid haben.
In diesem Buch berichten sie von dem Moment, als der erste Hund Bruno von ihnen aufgenommen wurde, von vielen anderen Hunden, die sie selbst oder als Pflegestelle aufgenommen haben, erzählen von dem besonderen Projekt "Teresas Pfötchenfarm", mit dem sie eng zusammenarbeiten und was es bedeutet, seriösen Tierschutz zu betreiben.

Mein Eindruck:
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"Verpinscht bedeutet für uns: offen sein. Für schwierige Wege, für zweite Chancen, für Hunde, die nicht auf Hochglanz poliert sind. Für all die, die auf den ersten Blick zu viel sind und auf den zweiten alles." (S. 191)

Bisher kannte ich weder die Autorin noch ihren Instagram-Account „verpinscht“. Mit Tierschutz und vor allem mit dem Thema Hundeadoption musste ich mich in letzter Zeit zwangsläufig häufiger beschäftigen, da mein Nachwuchs sich intensiv mit entsprechenden Dokumentationen und Informationsmaterialien auseinandersetzt. Daher wollte ich mir selbst einen Eindruck verschaffen, wobei mich vor allem der Aspekt der Pflegestelle interessierte. Mir hat die Mischung aus persönlichen Erfahrungen und sachlicher Informationsvermittlung sehr gut gefallen. Frau Magalhaes beschreibt offen und ehrlich sowohl die positiven als auch die negativen Seiten in ihrem persönlichen Leben und im Bereich der Hunderettungen allgemein.

"Tierschutz ist keine Einheitsaufgabe, es ist ein Mosaik aus vielen verschiedenen Rollen, in denen jeder etwas beitragen kann. Jeder Beitrag, egal wie er ausfällt, hilft dabei, das Leben der Tiere zu verbessern. Auch wenn manche Aufgaben emotional herausfordernd sind, erinnere dich daran, dass du mit deiner Hilfe den Kreislauf des Leidens durchbrichst und Hoffnung schenkst. Letztlich ist Tierschutz das, was du daraus machst. Es geht nicht darum, in Konkurrenz zu anderen zu treten, sondern gemeinsam eine Welt zu schaffen, in der jedes Tier die Chance auf ein artgerechtes und glückliches Leben hat. Jeder Beitrag - ob sichtbar oder still im Hintergrund - ist ein Puzzleteil auf dem Weg dorthin. Und genau darum geht es: nicht um Perfektion oder Titel, sondern um Haltung." (S. 101)

Es wird erklärt, wie man einen seriösen Tierschutzverein erkennt, auf welche Weise man sich selbst für den Tierschutz engagieren kann und welche Voraussetzungen man als Pflegestelle mitbringen sollte. Dann werden die ersten Phasen der Aufnahme eines Hundes beschrieben und Hinweise gegeben, worauf man dabei achten sollte.
Am Ende des Buches folgt eine Danksagung an ihren Mann sowie ein umfangreicher Anhang mit Checklisten und hilfreichen Adressen, der das Buch für mich rund gemacht hat.

"Tierschutz ist nicht romantisch. Er ist nicht perfekt. Und manchmal bedeutet er, schwierige Entscheidungen zu treffen, um überhaupt eine Chance zu schaffen. [....]
Und genau deshalb mache ich weiter."(S. 151)

Vor allem schätzte ich die ehrliche Art der Autorin. Sie sagt klar und deutlich, dass man sich auch im Kleinen engagieren kann, dass Tierschutz kein Wettbewerb ist und welche Chancen, aber auch Risiken in der Tiervermittlung über Social Media liegen. Des Weiteren schildert sie ihre eigenen Gefühle, die von Glück, aber auch zeitweise von Überforderung geprägt sind. Das alles macht mir Mut, das Thema anzugehen und besser auszuloten, wo meine eigenen Grenzen sind und zu entscheiden, ob wir tatsächlich einen Hund aufnehmen.
Vielen Dank Frau Magalhaes für dieses Buch, ich werde Ihre Arbeit weiter auf Instagram verfolgen!

Fazit:
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Informativ, offen, ehrlich und mit Gefühl: Ein sehr hilfreiches Buch zum Thema Tierschutz und Hundeadoption!

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