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Veröffentlicht am 14.06.2019

Ein Science - Fiction - Roman für Menschen, die kein Science - Fiction mögen

Seelen
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Darum geht's
Die Erde wurde von Außerirdischen, sogenannten Seelen, besetzt, die sich in die Körper von Menschen einnisten und sich ihres Verstandes bemächtigen.
Die Rebellin Melanie lebt mit ihrem kleinen ...

Darum geht's
Die Erde wurde von Außerirdischen, sogenannten Seelen, besetzt, die sich in die Körper von Menschen einnisten und sich ihres Verstandes bemächtigen.
Die Rebellin Melanie lebt mit ihrem kleinen Bruder Jamie und ihrem Freund Jared versteckt in der Wildnis und konnte so einer Besetzung durch eine Seele bisher aus dem Weg gehen. Doch als sie sich auf der Suche nach überlebenden Verwandten macht, wird sie von den sogenannten Suchern entdeckt und gefangen genommen.
Die ihr eingesetzte Seele Wanda hat schon auf einigen Planeten gelebt und wurde so zu einer wahren Legende unter den Außerirdischen. Im Körper von Melanie gelingt es ihr jedoch nicht, diese vollständig zu verdrängen. Von den menschlichen Gefühlen und Melanies Liebe zu Jared überwältigt, macht sich Wanda auf die unmöglich erscheinende Suche nach anderen Überlebenden und ahnt dabei noch nicht, welchen Einfluss der Planet Erde auf sie haben wird.


Meine Meinung
Stephenie Meyer war mir bis dato nur als Autorin der Twilight – Reihe bekannt, von der ich persönlich eigentlich kein besonders großer Fan bin. Umso überraschter war ich deshalb, als ich Seelen entdeckt und gelesen habe.

Das Cover ist mir in der Buchhandlung witzigerweise sofort ins Auge gesprungen, obwohl es eigentlich ziemlich unauffällig gestaltet ist. Da ich Teile des Films schon kannte, bevor ich das Buch gelesen habe, ist mir hier besonders die relativ dezente Darstellung des Rings um die Pupille aufgefallen, die meiner Meinung nach einfach passender ist als das leuchtende Blau in der Verfilmung.

Schön gestaltet war auch das Worldbuilding, das in seiner Gesamtheit zwar ziemlich komplex ist, aber von Anfang an mühelos in den Erzählfluss eingebunden wird. Alle wichtigen Hintergrundinformationen bekommt man ganz einfach nebenbei, ohne durch unnötig ausschweifende Erklärungen im Lesefluss gestört zu werden. Besonders spannend fand ich die anderen von den Seelen besetzten Planeten und ihre unterschiedlichen Lebewesen, weil sie alle noch unglaublich viel Potenzial für weitere spannende Geschichten bieten. Für mich hätte Wanda gerne noch wesentlich mehr Geschichten aus ihren vorherigen Leben erzählen können, aber vermutlich wäre das dem Gleichgewicht zwischen Handlung und Hintergründen eher weniger zuträglich gewesen.

Wanda als Hauptprotagonistin ist einfach von Grund auf nett und liebenswürdig und verkörpert damit die positiven Eigenschaften und Charakterzüge, die den Menschen manchmal und ganz besonders in einer Ausnahmesituation wie der Besetzung der Erde durch Außerirdische fehlen. Man merkt relativ schnell, dass Wanda anders als die übrigen Seelen ist und nicht ganz so gut mit dem Leben auf dem neuen Planeten klar kommt, wie eigentlich gedacht. Deshalb wirkte es auf mich auch nicht so unglaubwürdig, dass Wanda und Melanie währen ihrer Koexistenz eine Freundschaft zueinander aufbauen. Auch die Tatsache, dass Wanda eigene Beziehungen zu den übrigen Menschen aufbaut und sich schlussendlich gegen ihre eigene Spezies entscheidet, passt somit zu ihrem Charakter und wirkt durch den Entwicklungszeitraum auch nicht überstürzt.

Zu Melanie, in deren Körper Wanda eingesetzt wurde, konnte ich irgendwie keine Beziehung aufbauen, obwohl auch ihr und ihrer Persönlichkeit relativ viel Platz in der Geschichte eingeräumt wird. Vielleicht leide ich da an einer Wahrnehmungsstörung, aber mir kam es irgendwie so vor, als sei sie relativ schnell und häufig beleidigt, was mir – selbst unter den extremen Bedingungen, denen sie in ihrer Situation ausgesetzt ist – einfach ein wenig zu anstrengend war. Auch die Liebesgeschichte zwischen Melanie und Jared war mir am Ende relativ egal, da auch er nicht unbedingt meine Nummer eins bei den männlichen Hauptcharakteren war.

Jamie dagegen, den kleine Bruder von Melanie, mochte ich richtig gerne. Er war einfach süß und hat Wanda als eigenständige Person gesehen, was mich tatsächlich sogar ein wenig überrascht hat. Gleichzeitig fungiert er aber auch als Bindeglied zwischen Wanda, Jared und Melanie, da sie ihn alle lieben und nur das beste für ihn wollen. Ich bin mir relativ sicher, dass die Geschichte ohne ihn größtenteils nicht funktionieren würde, da sonst sicherlich irgendjemand schon wesentlich früher versucht hätte, Wanda umzubringen.

Der Spannungsbogen war überwiegend gut gestaltet, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch knapp 900 Seiten hat. Die Szenen in der Höhle der Überlebenden waren an vereinzelten Stellen ein wenig langatmig, aber im Großen und Ganzen kommt während des gesamten Buchs keine Langeweile auf. Das Ende kam dann ein bisschen plötzlich, weil gerade noch einmal Fahrt in die Geschichte kam und ich nicht damit gerechnet hatte, so schnell schon wieder aus dem Lesefluss gerissen zu werden. Die Ereignisse waren schlussendlich aber ganz intelligent platziert, da man so ein offenes Ende mit Potenzial für hoffnungsvolle Zukunftsszenarien gestalten konnte. Als Leser war ich schon ein wenig enttäuscht über das abrupte Ende, weil ich gerne noch erfahren hätte, wie es mit den Protagonisten weiter geht.


Fazit
Seelen hat bei mir einen überraschend positiven Eindruck hinterlassen, mit dem ich vor dem Lesen des Buchs nicht gerechnet hätte. Das apokalyptische Setting ist spannend und von einem gut durchdachten Worldbuilding untermalt, was mir beim Lesen besonders positiv aufgefallen ist. Die Hauptcharaktere sind überwiegend sympathisch und machen es leicht, mehr über sie und ihr Leben erfahren zu wollen. Etwas mäkeln könnte man in Bezug auf das leicht hektisch wirkende Ende, aber das macht die integrierte Zukunftsvision schon fast wieder wett. Im Großen und Ganzen hat mir Seelen sehr gut gefallen und ich kann der Autorin nur zustimmen, wenn sie sagt, dass Seelen ein Science – Fiction – Roman für Menschen sei, die eigentlich kein Science – Fiction mögen.

Dafür gibt es von mir viereinhalb Bücherstapel

Veröffentlicht am 04.06.2019

Vampire müssen nicht immer glitzern, um eine Geschichte lesenswert zu machen

Vorübergehend tot
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Worum geht’s?
Sookie Stackhouse arbeitet als Kellnerin in einer Bar in Bon Temps, einer Kleinstadt in Louisiana. Seit der Entwicklung von synthetischem Blut ist es Vampiren offiziell erlaubt, unter Menschen ...

Worum geht’s?
Sookie Stackhouse arbeitet als Kellnerin in einer Bar in Bon Temps, einer Kleinstadt in Louisiana. Seit der Entwicklung von synthetischem Blut ist es Vampiren offiziell erlaubt, unter Menschen zu leben und Sookie wartet seit dem sehnsüchtig darauf, dass es auch einmal einen von ihnen ins Merlottes verschlägt. Als dann tatsächlich Vampir Bill an einem ihrer Tische sitzt, ist sie hin und weg, und auch Bill ist nach einigen Startschwierigkeiten fasziniert von ihr. Das ist Sookie bis dato völlig unbekannt, da sie normalerweise als seltsam und ganz sicher nicht als die begehrenswerteste Frau in ihrer Stadt gilt. Sookie kann nämlich Gedanken lesen, eine von ihr als „Behinderung“ bezeichnete Fähigkeit, die vielen Menschen seit ihrer frühesten Kindheit Angst macht. Bill stört sich daran jedoch überhaupt nicht, zumal Sookie ihn nicht hören kann, was es ihr erlaubt, sich bei ihn auch einmal fallen lassen zu können. Doch dann taucht ein Serienmörder auf, der es scheinbar auf Frauen wie Sookie abgesehen hat: Kellnerinnen, die Kontakt zu Vampiren haben. Für Sookie ist nicht nur der Tod ihrer Kolleginnen belastend, sondern auch die Tatsache, dass Bill unter Mordverdacht gerät. Da überschlagen sich die Ereignisse und Sookie gerät selbst ins Visier des Serienmörders, der auch „Kollateralschäden“ billigend in Kauf nimmt.
Vorübergehend tot ist der erste Teil der dreizehnbändigen Sookie-Stackhouse-Reihe, welche unter dem Titel True Blood als erfolgreiche Fernsehserie aufbereitet wurde.


Meine Meinung
Vampire sind ja eigentlich nicht so ganz mein Fall, besonders dann nicht, wenn sie so stark im Vordergrund einer Geschichte stehen. Aber Vorübergehend tot hat selbst mir als eigentlichem „Vampir-Gegner“ gefallen. Direkt zu Anfang geht es ganz schön zur Sache, neben der Einführung der wichtigsten Charaktere kommt es auch relativ schnell zu den ersten Gewalttaten und Todesfällen. Dieses Muster an relativ schnell aufeinander folgenden Ereignissen zieht sich durch die gesamten 260 Seiten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich habe mich nicht gelangweilt oder an unnötig in die Länge gezogenen Textstellen aufgehangen, was mir normalerweise auch bei recht kurzen Büchern passiert und den Lesespaß erheblich einschränkt. Bei Vorübergehend tot war das zum Glück nicht der Fall, denn sonst hätte ich es garantiert niemals in Erwägung gezogen, mir auch die restlichen Bände auf die Wunschliste zu setzen.

Sookie Stackhouse, die Hauptprotagonistin, ist eigentlich ziemlich hübsch, aber ihre telepathischen Fähigkeiten machen sie nicht besonders attraktiv für die Männer in ihrem Umfeld. Dafür, dass das immer wieder betont wird, tauchen aber echt viele Typen auf, die genau das Gegenteil beweisen. Nach dem vierten Verehrer dachte ich mir dann aber irgendwann auch mal, dass jetzt langsam gut sein könnte, immerhin war das ja nur ein Buch, was soll dann in den übrigen zwölf Büchern noch kommen? Außerdem musste mein Romantiker-Herz ganz schön leiden unter dem ganzen Hin und Her zwischen Sookie und den Männern, die sich scheinbar alle gleichzeitig für sie interessiert haben. Ein bisschen anstrengend zu lesen war das schon, auch wenn mir die Abwechslung zwischen Mordfällen und Beziehung als Schwerpunkt der Erzählung eigentlich ziemlich gut gefallen hat. So fühlte man sich nicht direkt mit Handlung erschlagen, auch wenn das Erzähltempo relativ hoch ist.

Unangenehm an Sookie als Protagonistin fand ich ihre Naivität, die besonders am Anfang extrem in den Vordergrund ihres Verhaltens tritt und auch am Ende noch einmal eine relativ große Rolle bei einigen ihrer Entscheidungen spielt. Ich gehe mal stark davon aus, dass das im Verlauf der Reihe auch noch Folgen haben wird, was mich jetzt schon die Hände über dem Kopf zusammen schlagen lässt.

Bill, der versucht als Vampir möglichst unauffällig unter den Menschen zu leben, ist meiner Meinung nach etwas platt geraten. Aufgrund seines Alters hat er zwar viel Hintergrundgeschichte, aber ich konnte irgendwie noch nicht so richtig warm mit ihm werden. Sein Verhalten war manchmal etwas verwirrend für mich, besonders wenn es um Sookie und die Beziehung zwischen den beiden ging. Er hat aber auch so seine Momente, in denen er mir echt sympathisch ist. Besonders gut gefallen hat mir da sein Vortrag im Verein der Nachkommen ruhmreicher Toter, den er auf Bitten von Sookies Oma hin gehalten hat, weil es eine so nette Geste von ihm war.

Damit wären wir dann auch schon bei meiner Lieblingsprotagonistin angekommen: Sookies Oma. Ich finde sie einfach klasse, ihre Art ist richtig niedlich und sie hat mich damit unglaublich stark an meine eigene Oma erinnert. Besonders witzig fand ich ihre absolut unauffälligen Versuche, Sookie endlich „an den Mann zu bringen“. Außerdem hatte sie keine Vorurteile gegenüber Bill, obwohl er als Vampir nicht gerade das beste gesellschaftliche Ansehen in Bon Temps besaß. Darüber hinaus hat sie sich immer toll um ihre Enkelin und deren Bruder Jason gekümmert und die beiden nach dem Unfalltod ihrer Eltern alleine großgezogen. Was im Laufe der Geschichte dann mit ihr passiert, hat mir echt die Tränen in die Augen getrieben, da ich es so wahnsinnig ungerecht fand. Ihr Charakter hätte noch wahnsinnig viel Potenzial für witzige Situationen in den weiteren Bänden gehabt, aber mein Happy End versessenes Herz kann nun mal nicht immer alles haben.

Wenn wir dann schon von Charakteren mit etwas verschenktem Potenzial sprechen, kann ich auf jeden Fall auch auf Sookies Bruder Jason zeigen. Ich kann mir wirklich nur wünschen, dass er sich in den Folgebänden noch charakterlich weiter entwickelt, denn wenn mir eine Figur wirklich unsympathisch war, dann war das eindeutig Jason. Sein Verhalten ist schon so echt anstrengend zu ertragen, aber wie er sich dann nach dem Schicksalsschlag, den sowohl er als auch Sookie durchleben muss aufführt, hat dem Ganzen echt die Krone aufgesetzt. Mich hat er total wütend gemacht, und ich kann ehrlich gesagt auch nur bedingt verstehen, wie gelassen Sookie mit ihm und seinem Verhalten umgegangen ist.

Abgesehen von diesen für die Handlung nicht unbedingt maßgebenden Schwächen einzelner Charaktere stechen eigentlich eher die positiven Eigenschaften der meisten Protagonisten hervor, wobei mir besonders auffällt, dass einige Nebenfiguren teilweise mehr Charakter haben als die eigentlichen Hauptprotagonisten.


Fazit
Ich habe es zunächst nicht glauben wollen, aber auch als Nicht-Vampir-Fan kann man Vorübergehend tot lieben. Der Schreibstil trägt den Leser von einem Ereignis zum nächsten und lässt keine Langeweile aufkommen. Auch die Romantik kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz, wobei sich mein romantisch veranlagtes Herz wirklich nicht besonders begeistert über das ganze Hin und Her zwischen Sookie und den Männern gezeigt hat. Ich ahne da ja schon böses für die folgenden Bände, aber was wäre das Leben ohne ein bisschen Spannung – Da muss ich wohl durch. Kleine Abzüge gebe ich wegen der Teils nicht besonders gut ausgearbeiteten Charaktere und dem leider verschenkten Potenzial einiger Figuren, was hoffentlich im Verlauf der Folgebände behoben werden kann. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, den zweiten Teil zu lesen und wieder in eine Welt einzutauchen, in der Vampire nicht zwangsläufig glitzern müssen, um Leser anzulocken.

Dafür vergebe ich insgesamt viereinhalb Bücherstapel

Veröffentlicht am 24.07.2026

Reisebericht der etwas anderen Art

Truck It!
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Meine Meinung
Reiseberichte sind definitiv ein Genre, mit dem ich persönlich eigentlich kaum Berührungspunkte habe. In gewisser Weise kann ich zwar nachvollziehen, was so faszinierend an der Nacherzählung ...

Meine Meinung
Reiseberichte sind definitiv ein Genre, mit dem ich persönlich eigentlich kaum Berührungspunkte habe. In gewisser Weise kann ich zwar nachvollziehen, was so faszinierend an der Nacherzählung einer Reise eines anderen Menschen sein kann, besonders viele Bücher dieser Art habe ich in meinen Leben aber zugegebenermaßen noch nicht gelesen. Mit diesem Buch wollte ich daher tatsächlich einmal über meinen eigenen Tellerrand hinaus schauen und muss zugeben, dass das gar keine so schlechte Idee war.

Da der Autor hier nicht bloß seine Reise, sondern eben auch einen Teil seiner Lebensgeschichte in ein Buch verpackt, fand ich die Mischung etwas interessanter, als das vermutlich bei einer stumpfen Beschreibung verschiedener Reiserouten gewesen wäre. Der motivierende Unterton in Hinblick auf Neuanfänge und persönliche Freiheit war dabei sehr nett zu lesen, auch unabhängig davon, ob man sich selbst einen sehr radikalen Neuanfang wünscht oder vorstellen könnte.

Etwas seltsam gemacht fand ich tatsächlich den Einbau von Cliffhangern, die meiner Meinung nach irgendwie nicht so richtig zu dem passen wollten, was das Buch eigentlich sein sollte. Abgesehen davon kommt man aber wirklich locker und flott voran, was die Lektüre insgesamt zu einer netten Abwechslung für mich gemacht hat.


Fazit
Reiseberichte werden definitiv nicht mein nächstes Lieblingsgenre werden, angenehm zu lesen war dieses Buch aber trotzdem. Mit der Erzählweise muss man zwar klarkommen, wem der Stil aber zusagt, der wird einige angenehme Lesestunden haben können.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 24.07.2026

Emotionale Achterbahnfahrt mit verschenktem Potenzial

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Worum geht’s?
Hazel und Damian hätten eine ganz große Liebesgeschichte leben können, wäre sie nicht plötzlich und ohne ein Wort aus Ferley verschwunden. Als sie sich auf einmal ohne Vorwarnung wieder gegenüber ...

Worum geht’s?
Hazel und Damian hätten eine ganz große Liebesgeschichte leben können, wäre sie nicht plötzlich und ohne ein Wort aus Ferley verschwunden. Als sie sich auf einmal ohne Vorwarnung wieder gegenüber stehen, keimt neue Hoffnung für ihre Beziehung auf – wäre da nicht ihre Vergangenheit, die Hazel erneut einzuholen droht.


Meine Meinung
Jennifer Bright zählt definitiv schon lange zu meinen Lieblingsautorinnen, von daher war mir direkt klar, dass auch Band zwei der Reihe auf meiner Leseliste landen würde. Dass ich Band eins gelesen habe, ist zwar schon eine ganze Weile her, neugierig auf die Geschichte von Hazel und Damian war ich aber trotzdem.

Das Kleinstadt-Setting war beim Lesen definitiv genau das richtige für mich, da ich wirklich gerne zurück nach Ferley gekommen bin und die Atmosphäre für mich einfach sehr gemütlich war. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, weshalb ich insgesamt auch recht schnell durch die Geschichte gekommen bin.

Was mich daher tatsächlich nicht ganz so positiv überrascht hat, war dann leider die Ausarbeitung der Figuren, insbesondere die der beiden Protagonisten. Ich persönlich bin ein unglaublich großer Fan von wirklich gut gemachten Second Chance Romanzen, dafür brauche ich aber eindeutige Weiterentwicklung und eine Charakterisierung, die mich richtig mit den Figuren mitfiebern lässt.

Hier hatte ich leider den Eindruck, dass weder Hazel, noch Damian so richtig nahbar waren, was es mir dann eher schwer gemacht hat, die zweite Chance und ihren Umgang miteinander wirklich als authentisch wahrzunehmen. Dass Hazel außerdem scheinbar kaum hinterfragt wird und sich dann schlussendlich vergleichsweise leichte Lösungen für komplexe Situationen finden, hat mich beim Lesen ebenfalls irritiert, zumal auch das Thema Kommunikation nicht ganz so umgesetzt wurde, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte.

Insgesamt bestand meine größte Schwierigkeit daher vermutlich vor allem darin, die Zeichnung der Figuren mit der Grundbotschaft der Geschichte überein zu bringen. So sehr wie das gesamte Szenario schlussendlich ans Herz geht, hätte ich mir den Weg dorthin ehrlicherweise etwas anders gewünscht, auch wenn ich zugeben muss, dass genau das häufig eines der Probleme ist, die ich bei Second Chance Romance hin und wieder habe.


Fazit
Dieses Buch hat mich auf jeden Fall stellenweise unglaublich begeistern können, gleichzeitig hatte ich aber bis zum Schluss leider auch meine Schwierigkeiten mit den Figuren und ihrer Konstellation. Die Autorin und die Reihe mag ich daher zwar definitiv sehr gerne, vollkommen und restlos begeistert hat mich diese Geschichte aber dann doch nicht.

Dafür gibt es noch knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.07.2026

Nicht ganz so stark wie der Rest der Reihe

Dunbridge Academy - Whoever
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Worum geht’s?
Cleo und Alexander waren das Traumpaar der Dunbridge Academy, bis er ihr das Herz brach und einfach aus ihrem Leben und dem Internat verschwand. In der Oberstufe ist Cleo daher fest entschlossen, ...

Worum geht’s?
Cleo und Alexander waren das Traumpaar der Dunbridge Academy, bis er ihr das Herz brach und einfach aus ihrem Leben und dem Internat verschwand. In der Oberstufe ist Cleo daher fest entschlossen, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren – doch ausgerechnet da taucht Alexander wieder auf und bringt ihre Welt und ihr Herz erneut ins Wanken.


Meine Meinung
Das Setting an der Dunbridge Academy hat mir schon immer wirklich gut gefallen, von daher habe ich mich schon vor dem Lesen unglaublich darauf gefreut, wieder in diese Welt eintauchen zu können und alten Bekannten zu begegnen. Die Umsetzung an sich war für mich auch wieder schön zu lesen, lediglich das Paar dieses Buches konnte mich nicht so richtig von sich überzeugen.

Grund dafür war meiner Meinung nach vor allem der Mangel an Kommunikation, der zwischen den beiden Protagonisten geherrscht hat. Bis Probleme und Verletzungen konkret benannt wurden, hatte sich leider schon eine eher kindische und für mich nur wenig authentische Umgangsweise etabliert, die es mir sehr schwer gemacht hat, wirklich auf eine zweite Chance zwischen den beiden hin zu fiebern.

Darüber hinaus fand ich den Umgang der beiden miteinander nicht so ganz authentisch dargestellt und teils einfach sehr widersprüchlich, worunter mein Interesse an der Geschichte auf Dauer leider doch ein bisschen gelitten hat. Auch die Figuren an sich fand ich leider ein kleines bisschen anstrengend, denn zu dem Mangel an Kommunikation gesellte sich so eine eher wehleidige Grundstimmung, was mich ehrlicherweise nicht begeistert hat.

Positiv überrascht hat mich daher, wie groß die Rolle war, die Pferde und der Reitsport hier dann gespielt haben. Dieser Aspekt ist sicherlich nicht für jeden ein Kaufargument, ich persönlich hatte aber durchaus meine Freude daran und war somit erleichtert, mich auf etwas anderes als die in meinen Augen nicht ganz so überzeugende Liebesgeschichte konzentrieren zu können.


Fazit
Auch wenn mir die Reihe bisher wirklich gut gefallen hat, fand ich diesen Band leider nicht so stark, wie er eigentlich hätte sein können. Setting und Lesegefühl haben mir dabei zwar noch immer unglaublich viel Spaß gemacht, dabei hat sich für mich jedoch wieder einmal bestätigt, dass fehlende Kommunikation ein Aspekt ist, der mir selbst die vielversprechendste Second-Chance-Romance ein wenig kaputt machen kann.

Dafür gibt es unglaublich knappe vier Bücherstapel von mir.