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Veröffentlicht am 14.03.2018

Eine gefühlvolle Geschichte

Ein Sommer und ein ganzes Leben
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Mit "Ein Sommer und ein ganzes Leben" hat die Autorin Kristina Valentin eines ihrer - wie sagt sie schön - absoluten Herzensbücher geschaffen. Und für mich ist dieses Herzensbuch aus der Feder von Kristina ...

Mit "Ein Sommer und ein ganzes Leben" hat die Autorin Kristina Valentin eines ihrer - wie sagt sie schön - absoluten Herzensbücher geschaffen. Und für mich ist dieses Herzensbuch aus der Feder von Kristina Valentin, die uns auch als Kristina Günak bekannt ist, ein Meisterbuch.

Nun zur Geschichte: Die verwitwete Katharina weiß als Mutter von einer 4-jährigen Tochter und einem 9-jährigen Sohn oft nicht, wo ihr der Kopf steht. Noch dazu ist sie selbständig und denkt natürlich oft an ihre Kunden. Dann darf sie mit ihren Kinder das Haus ihrer besten Freundin beziehen, die für einige Zeit ins Ausland geht. Hier trifft sie auf den charmanten David, ihren neuen Nachbarn. Obwohl David im Rollstuhl sitzt, ist er ein fröhlicher Typ, der sie oft zum Lachen bringt. Doch beide schweigen sich über ihre Vergangenheit aus und genießen das Hier und Jetzt. Treffpunkt der beiden ist eine alte Kastanie in Davids Garten. Das ist ein ganz besonderer Sommer, der für Katharina einige Überraschungen bereit hält ....

Wow! Was für ein Wahnsinnsbuch, so voller Emotionen. Man merkt das ganze Herzblut, das die Autorin in diesen Roman gesteckt hat. Und sie beschäftigt sich auch mit einem ganz besonderen Thema, das man eigentlich in Romanen selten zu lesen bekommt. Ich zolle ihr meinen Respekt für ihre Ausdauer bei dem Rollstuhltraining. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich jedoch mitten in der Geschichte. Sehe die gestresste Katharina vor mir, hätte sie ab und an gerne in den Arm genommen, ihr Mut gemacht und ihr Mal unter die Arme gegriffen. Aber ich verstehe sie auch, denn es ist nicht leicht, Hilfe von Außen anzunehmen. Und dann darf in diese wunderschöne Haus ziehen. Ich sehe die strahlenden Kinderaugen vor mir, sehe wie sie durch den Garten tollen. Und dann ist da das erste Zusammentreffen mit David. Wie würde ich reagieren? Man trifft auf einen Menschen mit Handicap und weiß vielleicht nicht, wie man im ersten Moment damit umgehen soll. Und Katharina ist es genauso ergangen. Und ich finde, sie hat das super gemacht. Manche Begebenheiten haben mich zum Schmunzeln gebracht und andere haben mich wieder sehr berührt. Für beide gab es einige Hürden zu überwinden und da muss ich die Autorin zitieren "Wir sehen einen Menschen nicht wirklich, wenn wir ihn nur anschauen. Wir sehen ihn nur dann, wenn er es uns gestattet, ihn wirklich zu sehen." Und dann sind dieses Knistern zwischen David und Katharina zu spüren. Doch beide müssen sich ihrer Vergangenheit stellen, um dann endlich wieder zu leben. Besonders genossen habe ich auch die Abende unter der alten Kastanie, da kann man so wunderschön träumen.

Eine absolutes Traumlektüre, ein Lesehighight 2018. Ich war von der ersten bis zu letzten Seite begeistert von der Geschichte, die mich auch jetzt noch nicht loslässt. Für mich auch ein Mutmachbuch. Das Cover ist auch ein echter Hingucker, ansprechend, passt zur Geschichte. Gerne vergebe ich für dieses Meisterwerk 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.03.2018

Auf den Spuren von Elvis

Das Glück kurz hinter Graceland
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"Das Glück kurz hinter Graceland" ist nun der zweite Roman, den ich von der Autorin Kim Wright gelesen haben. Diesemal nimmt uns sie Autorin auf eine abenteuerliche Reise durch die USA mit. Wir lernen ...

"Das Glück kurz hinter Graceland" ist nun der zweite Roman, den ich von der Autorin Kim Wright gelesen haben. Diesemal nimmt uns sie Autorin auf eine abenteuerliche Reise durch die USA mit. Wir lernen viele interessante Menschen kennen und dürfen einige Abenteuer erleben.

Die 37jährige Cory Ainsworth schlägt sich nach dem Tod ihrer Mutter als Blues-Sängerin durch. Dann entdeckt sie eines Tages im Schuppen ihres Elternhauses ein Erinnerungsstück der Rock 'n' Roll-Geschichte, und zwar den Blackhawk, ein legendäres Auto, das nur Elvis besaß. Daraus schließt Cory, dass Elvis ihr biologischer Vater sein muss. Liegt doch eigentlich nahe, denn ihre Mutter Honey war vor 37 Jahren seine Backgroundsängerin, aber sie ist nach einem Jahr überraschend und reumütig nach Haus zurückgekehrt und hat geheiratet. Cory startet kurzerhand mit dem Auto einen Roadtrip durch die USA. Sie lernt nicht nur ihre Mutter besser kennen, sondern erfährt viel über Elvis, die 70er Jahre und ihren eigenen Platz in der Geschichte.

Auch diesesmal hat mich die Autorin mit ihrem Roman begeistert. Ich bin sofort in die Geschichte von Cory eingetaucht. Wir unternehmen ja eine interessante und unterhaltsame Reise in die Vergangenheit. Mich als großer Elivs-Fan hat diese Reise total berührt und es war total interessant. Auch der Schreibstil der Autorin war toll. Ich sehe jetzt noch Cory auf ihrer Fahrt durch die vielen Staaten der USA und habe jeden einzelnen Aufenthalt genossen. Schon beim Lesen der ersten Seite mußte ich mächtig schmunzeln. Einfach wunderbar erzählt. Wir erfahren auch einiges über das Leben, die Träume von Corys Mutter und ich glaube, dass vieles auch für Cory selbst neu und informativ war. Ich bin mit Cory durch Ausstellungen und Souvenierläden geschlendert und habe diese Geschichte vom Anfang bis zum Ende sehr genossen.

Eine traumhafte Unterhaltungslektüre, nicht nur für Elvis-Fans. Eine Geschichte, die mich einfach mitgerissen hat. Das Cover passt übrigens auch ganz hervorragend. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne und freue mich auf die nächste Geschichte der Autorin.

Veröffentlicht am 12.03.2018

Der Frühling kann kommen!

Jules Welt - Frühlingsglück und Gartenzauber
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"Frühlingsglück und Gartenzauber" ist nun bereits der dritte Kreativ-Roman, in dem uns die Autorin Marina Boos in Jules Welt entführt. Und Jules Welt liegt in Müggebach, einem kleinen Ort im Schwarzwald.

Nun ...

"Frühlingsglück und Gartenzauber" ist nun bereits der dritte Kreativ-Roman, in dem uns die Autorin Marina Boos in Jules Welt entführt. Und Jules Welt liegt in Müggebach, einem kleinen Ort im Schwarzwald.

Nun wird es Frühling in Müggebach. Und Jules Welt ist in Ordnung. In Mika hat sie ihren Seelenverwandten gefunden. Und unter den blühenden Zweigen des Kirschbaumes schmiedet sie Pläne für das einjährige Bestehen ihres Kreativ-Cafés "Lindenblüte". Jule und ihre Freunde haben daraus wirklich ein Schmuckstück gezaubert. Mit Feuereifer stürzt sich Jule in ein neues Gartenprojekt und auch das Kochen und Backen soll in Jules Welt nicht zu kurz kommen. Als ihre Freundin Cora ihren Besuch bei ihr verlängert, freut sich Jule rieisg, denn sie kann jede helfende Hand brauchen. Und dann entdecken sie beim Renovieren einen Schatz. Wunderschöne alte Zeichnungen, mit den Initialen W.S. und H.D. Wer mag das wohl gewesen sein. Ein Rätselraten beginnt. Und auch das seltsame Verhalten ihrer Großmutter gibt Jule Rätsel auf, denn die alte Dame weigert sich, nur einen Fuß in ihre alte Heimat zu setzen. Und auch Cora umgibt ein Geheimnis. Warum will sie unbedingt in Müggebach bleiben.....

Man will dieses Traumbuch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist so vielseitig, man weiß nicht, wo man anfangen soll. Zuerst muss ich die zauberhafte Aufmachung bewundern. Allein schon das Cover und die Gestaltung der einzelnen Seiten mit den herrlichen Zeichnungen sind einfach zum Verlieben schön. Und dann ist es ja nicht nur ein total unterhaltsame Lektüre, sondern ein absolutes Wohlfühlbuch mit vielseitigen Möglichkeiten. Von Januar bis Mai erhalten wir wunderbare Tipps, das beginnt mit schnellen Blumen aus Stoff und endet im Mai mit dem Basteln von Traumfängern. Wir bekommen auch noch tolle Rezepte, die einfach zum Nachmachen sind.

Und dann erst die Geschichte. Hier ist es als würde man nach Hause kommen. Mittlerweile sind mir Jule und viele Mitwirkende in den Romanen schon sehr vertraut. Und ich freue mich zu erfahren, was es Neuigkeiten gibt. Die Charaktere sind wirklich so wunderbar beschrieben, man kann sich jeden Einzelnen von ihnen bildlich vorstellen. Allen voran Jule. Ich bewundere sie, was sie alles zustande gebracht hat. Die Lindenblüte ist ja ein richtiges Schmuckstück geworden. Gerne würde ich hier einmal Rast machen und die vielen leckeren Köstlichkeiten aus Jules Küche probieren. Jule hatte es ja bisher nicht einfach, aber nun scheint sie ja endlich in Müggebach angekommen zu sein. Klasse finde ich es auch, dass der Kulturverein und die Handarbeitsgruppe hier im ersten Stock untergebracht sind. Ich kann man an den vielen wunderbaren Dingen überhaupt nicht sattsehen. Und die Abende in Jules Garten sind einfach traumhaft. Diese Lektüre ist ein perfektes Gesamtpaket.

Für mich ein absolutes Traumbuch für unterhaltsame und anregende Lesestunden. Ich habe bei Jule pudelwohl gefühlt. Gerne vergebe ich für diesen tollen Kreativ-Roman 5 Sterne und freue mich, wenn es wieder Neuigkeiten aus Müggebach gibt.

Veröffentlicht am 12.03.2018

Auf der Suche nach den Wurzeln

Das geheime Lächeln
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„Das Geheime Lächeln“ ist der neueste Roman aus der Feder der Autorin Bettina Storks. Ich habe mich schon riesig auf das neue Buch der Autorin gefreut. Die Autorin nimmt uns wieder auf eine abenteuerliche ...

„Das Geheime Lächeln“ ist der neueste Roman aus der Feder der Autorin Bettina Storks. Ich habe mich schon riesig auf das neue Buch der Autorin gefreut. Die Autorin nimmt uns wieder auf eine abenteuerliche und spannende Reise mit in die Vergangenheit, die uns von Baden Baden über Paris in die Provence entführt.

Der Inhalt: Der Ooswinkel im Westen Baden Badens ist ein verborgener Ort. Hier lebt die Journalistin Emilia Lukin mit ihrer Familie. Eines Tages entdeckt sie auf einer Auktion in Frankreich ein Gemälde einer jungen Frau, die ihr verblüffend ähnlich sieht. Kann es sich bei dieser Frau um ihre Großmutter Sophie handeln? Doch um das Leben ihrer Großmutter herrscht Schweigen. Sophie lebte in den 1930er-Jahren in Paris in Künstlerkreisen. Selbst Emilias Mutter Pauline hüllt sich in dunkles Schweigen. Doch Emilia lässt die Geschichte Sophies nicht mehr los, sie reist in die Provence und nach Paris. Und dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.

Schade, dass dieses absolute Traumbuch so schnell zu Ende ging. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, so berührt hat mich diese unglaubliche und geheimnisvolle Geschichte. Ich habe mit Emilia eine aufregende Reise nach Paris unternommen und als wir in der Provence waren, hatte ich das Gefühl angekommen zu sein. Die Autorin hat einen ganz besonderen Schreibstil, der den Leser sofort tief in die Geschichte eintauchen lässt. Wenn ich meine Augen schließe, habe ich jetzt noch wunderbare und interessante Bilder vor meinem inneren Auge. Allein schon bei den traumhaften Landschaftsbeschreibungen – ich sehe jetzt noch die Lavendelfelder der Provence vor mir, höre das Pfeifen des Mistrals – gerate ich richtig ins Schwärmen. Und auch die Zeit in Paris habe ich sehr genossen. Diese Stadt wirkt einen ganz besonderen Zauber auf mich aus.

Und nun zu unserer Protagonistin. Emilia fühlt sich im Moment nicht wohl in der Haut. Ein Ereignis innerhalb der Familie hat sie aus der Bahn geworfen. Da kommt ihr die Reise in die Provence gerade recht. Und als sie in dem Haus in La Lumiere ankommt, tauche ich mit Emilia in eine Wahnsinnsgeschichte ein. Wir lernen Sophie kennen, erfahren wie sie gelebt hat, welche Träume, Erwartungen und Wünsche sie in ihrem Leben hatte und welche Schicksalsschläge sie ertragen musste. Wir lernen ihre große Liebe kennen und wirklich viele Begebenheiten mit Sophie haben mich tief berührt. Auch für Emilia eine große Bereicherung, dieses Geheimnis ihrer Großmutter endlich zu lüften. Ich habe mich hier in der Provence einfach pudelwohl gefühlt. Eine Geschichte mit viel Herzenswärme und Poesie.

Für mich ist diese traumhafte Lektüre ein Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Wirklich ein Roman der Extraklasse, der mir auch geschichtliche Ereignisse nahe bringt und der mich wirklich sehr berührt hat. Das Cover ist einfach spitzenmäßig, passt wunderbar.
Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.

Veröffentlicht am 10.03.2018

Ein neuer Stern am Ermittlerhimmel!

Planetenpolka
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"Planetenpolka" aus der Feder der Autorin Lotte Mink ist der äußerst gelungene Auftakt einer Ruhrpott-Krimödie, in der die Astrologin Stella Albrecht die Hauptrolle spielt. Stella ist für mich keine Unbekannte, ...

"Planetenpolka" aus der Feder der Autorin Lotte Mink ist der äußerst gelungene Auftakt einer Ruhrpott-Krimödie, in der die Astrologin Stella Albrecht die Hauptrolle spielt. Stella ist für mich keine Unbekannte, durfte sie doch im neunten Fall von Loretta Luchs eine Nebenrolle spielen.

Der Inhalt: Mord infolge einer Mars-Pluto-Konjunktion? "So ein Mumpitz!", denkt Kommissar Arno Tillikowski. Taucht doch tatsächlich eine Astrologin in seinem Büro auf und will in davon überzeugen, das der Tod von der Matriarchin Cäcilie von Breidenbach, nicht ein normaler Todesfall ist. Und das an seinem ersten Arbeitstag nach langer Krankheit. Doch der Besuch von Stella bringt Kommissar Tillikowski zum Nachdenken. Stelle ermittelt auf eigene Faust mit etwas anderen Ermittlungsmethoden. Journalist Ben, ein Jugendfreund, steht ihr hilfreich zur Seite. Und schnell kommen sie dahinter, dass Cäcilies Erben mehr als einen Grund hatten, die alte Dame aus dem Weg zu räumen........

Mit Stella Albrecht hat die Autorin einen neuen Stern am Ermittlerhimmel geschaffen. Mit ihrer unterhaltsamen, spannenden Geschichte hat sie mich von Anfang an begeistert. Ich bin sofort eingetaucht in diese tolle Lektüre und habe mich pudelwohl gefühlt. Wenn ich die Augen schließe, besuche ich gerade Stella in ihrer Orangerie. Hier empfängt sie ihre Klienten - ein Ort, an dem man sich einfach wohlfühlen muss. Stella ist ausgebildete Astrologin und versteht sich auch als Lebensberaterin. Ihre Oma Maria ist ja ein echtes Unikat - auch sie ist Astrologin und kann wirklich sehr überzeugend sein. Ich würde sie gerne mal besuchen und einen Blick in ihre Glaskugel werfen. Nur Felicitas, Stellas Mutter, hat nichts mit der Astrologie am Hut. Und dann stirbt Omas gute Bekannte Cäcilie von Breidenbach. Eigentlich war Cäcilie topfit und wollte auf Weltreise gehen. Stelle ahnt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und beginnt zu ermitteln. Sie erfährt pikante Einzelheiten über das Leben der Geschwister von Breidenbach. Und plötzlich schwebt Stella in höchster Gefahr. .... Hier bekam ich dann richtiges Gänsehautfeeling.

Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch für vergnügliche Lesestunden. Klasse fand ich auch die diaklektischen Ausdrücke. Da muss man einfach schmunzeln. Begeistert hat ich im Anhang den Artikel "Was, du glaubst an Astrologie?" gelesen. Ich glaube so ein Geburtshoroskop ist total interessant. Das Cover ist auch ein echter Hingucker - voller Magie und etwas gruselig, passt wunderbar zur Geschichte. Gerne vergebe ich für diesen gelungene Auftakt-Krimödie 5 Sterne und freue mich schon auf die nächste Geschichte mit Stella.