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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2018

Gelungene Mischung aus Fiktion und Realität

Höllenjazz in New Orleans
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Da der sogenannte Axtmann bereits in der dritten Staffel der TV-Serie "American Horror Story" eine große Rolle gespielt hat und ich dessen Werdegang sehr interessant fand, habe ich mich schon sehr auf ...

Da der sogenannte Axtmann bereits in der dritten Staffel der TV-Serie "American Horror Story" eine große Rolle gespielt hat und ich dessen Werdegang sehr interessant fand, habe ich mich schon sehr auf "Höllenjazz in New Orleans" gefreut, um noch mehr über ihn zu erfahren. Somit waren meine Erwartungen auch recht hoch angesetzt und ich bin froh, dass Ray Celestin letztendlich meine Erwartungen erfüllen konnte.

Der Roman liest sich leicht und flüssig, ist stets unterhaltsam, aber auch spannend, sodass man hier einen tollen Mix aus Thriller und Unterhaltung erhält. Die Mischung aus Fiktion und echten Fakten ist dabei ebenfalls gelungen, sodass man hier ausreichend über den Axtmann aufgeklärt wird, aber dennoch auch immer wieder mit anderen Handlungssträngen konfrontiert wird, was mir gut gefallen hat. Gleichzeitig sind auch die anderen Figuren gut ausgearbeitet, man lernt sie bestens kennen und fiebert zum Teil mit ihnen mit.

"Höllenjazz in New Orleans" thematisiert hierbei den sogenannten "Axeman-Mörder", ein Serienmörder, der New Orleans in den zwanziger Jahren in Angst und Schrecken versetzt hat, in dem er Menschen mit einer Axt getötet hat und neben den Leichnam eine Tarotkarte hinterlassen hat. Um den Axtmann ausfindig machen zu wollen, gehen gleich vier Ermittler an die Arbeit, um nicht nur endlich dessen Identität herauszufinden, sondern auch, um New Orleans sicherer zu machen. Dabei fällt jedoch, dass New Orleans nicht nur unter den Morden leidet, sondern auch u.a. unter Rassismus und Korruption.

Somit gibt es neben der Suche nach dem Axtmann auch genügend andere Themen, die hier behandelt werden, aber dennoch immer wieder gut zusammenpassen, sodass die Geschichte insgesamt gut und stimmig ist und die perfekte Mischung aus Realität und Fiktion darstellt.

Die Gestaltung des Covers ist sehr gut gelungen und ein absoluter Hingucker, da es für mich bestens in die zwanziger Jahre und nach New Orleans passt. Auch die Kurzbeschreibung ist stimmig, liest sich gut und konnte somit direkt mein Interesse wecken.

Kurz gesagt: "Höllenjazz aus New Orleans" ist ein spannender und unterhaltsamer Roman rund um den berüchtigten Axtmann, der in den zwanziger Jahren die Stadt in Angst und Schrecken versetzt hat. Dabei bietet die Geschichte nicht nur interessante Figuren und einen flotten Schreibstil, sondern auch eine perfekte Mischung aus realen Fakten und Fiktion. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 17.04.2018

Ein typischer Laymon

Das Ende
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Ich habe in den letzten Jahren bereits einige Bücher von Richard Laymon gelesen und war von denen meist auch begeistert, von daher war ich schon sehr auf "Das Ende" gespannt und hatte doch recht hohe Erwartungen ...

Ich habe in den letzten Jahren bereits einige Bücher von Richard Laymon gelesen und war von denen meist auch begeistert, von daher war ich schon sehr auf "Das Ende" gespannt und hatte doch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Diese wurden zwar nicht gänzlich erfüllt, allerdings hat mir das Buch dennoch gut gefallen und konnte mich in vielen Momenten schocken.

Richard Laymon besitzt hier wieder einmal seine oftmals saloppe, sehr direkte und einfach gehaltene Sprache, die mir schon immer sehr zugesagt hat. Das Buch liest sich recht flüssig und leicht, besitzt den ein oder anderen Schocker und auch die Figuren sind im Großen und Ganzen gut ausgearbeitet. Zwar gab es hier und da auch ein paar sehr vorhersehbare Momente, allerdings hat mich dies nur wenig gestört.

Interessant sind dieses Mal besonders die kurzen, knackigen Kapitel, die schon fast eher an kleine Szenen aus einem Horrorfilm erinnern, denn diese sind gut aufeinander aufgebaut, sind stellenweise äußerst brutal und man kann sich - ob man will oder nicht - dadurch vieles bildlich vorstellen. Dabei achtet Richard Laymon genauestens darauf, dass man als Leser besonders die Umgebungen wahrnimmt, was mir besonders gut gefallen hat.

In der Geschichte geht es u.a. um Bass und Faye, die sich gemeinsam zum Fluss aufmachen, um eine kleine Tour mit ihrem Kanu zu unternehmen. Als die dabei auf ein scheinbar ruhendes Pärchen treffen, beginnt für die beiden ein Albtraum, denn das anscheinend schlafende Pärchen entpuppt sich als ein Mörder und dessen kopfloses Opfer. Faye und Bass verständigen direkt die Polizei, allerdings begeben sie sich damit auch in große Gefahr, da der Mörder nur ungern von den Zeugen identifiziert werden möchte, sodass er auch Jagd auf die beiden macht. Damit beginnt nicht nur ein Katz- und Mausspiel, sondern auch eine interessante Suche nach dem Täter, die trotz Vorhersehbarkeit auch mit einigen Überraschungen ausgestattet ist.

Das Cover trifft meinen Geschmack zwar nicht ganz, allerdings muss ich schon sagen, dass dies gut zur Geschichte passt und somit gelungen ist. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen richtig spannend und fasst nur das Nötigste zusammen, sodass man auf den Verlauf der Geschichte gespannt sein darf.

Kurz gesagt: Richard Laymon hat es wieder einmal geschafft, mich mit einem oftmals saloppen, aber dennoch spannend gehaltenen Schreibstil und interessanten Figuren in den Bann zu ziehen. Wer mal wieder Lust auf einen Thriller mit Horror-Elementen hat, sollte zu "Das Ende" greifen.

Veröffentlicht am 03.04.2018

Wunderbare und nachdenklich stimmende Geschichte

Die Geschichte des Wassers
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Nachdem ich bereits "Die Geschichte der Bienen" sehr gemocht habe, habe ich mich schon sehr auf Maja Lundes neuestes Werk "Die Geschichte des Wassers" gefreut und hatte direkt hohe Erwartungen an die Geschichte. ...

Nachdem ich bereits "Die Geschichte der Bienen" sehr gemocht habe, habe ich mich schon sehr auf Maja Lundes neuestes Werk "Die Geschichte des Wassers" gefreut und hatte direkt hohe Erwartungen an die Geschichte. Letztendlich muss ich sagen, dass mich die Autorin auch mit diesem Buch wieder einmal begeistern konnte, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe.

Die Geschichte liest sich nicht nur sehr angenehm und flüssig, sondern ist dazu noch lehrreich und regt zum Nachdenken kann, kann allerdings stets unterhalten, sodass man hier eine insgesamt gut ausgearbeitete Geschichte erhält. Auch die Figuren wissen zu überzeugen. Diese konnten mir zwar nicht alle ans Herz wachsen, allerdings sind diese so gut ausgearbeitet, sodass man einen umfassenden Einblick in ihr Leben erhält.

Wie auch schon bei "Die Geschichte der Bienen" spielt die Geschichte in verschiedenen Jahren. Einmal im Jahr 2017, einmal im Jahr 2041. Hier bemerkt man nicht nur drastische Unterschiede, sondern kann auch beiden Jahren hervorragend folgen, da man einen guten Überblick erhält und ich mich in die Figuren gut hineinversetzen konnte.

So wird die Geschichte einmal aus der Sicht von der fast siebzigjährigen Signe erzählt, die als Umweltaktivistin engagiert ist und mit ihrem Segelboot von Norwegen nach Frankreich zu segeln. Dabei hat sie auch eine ganz besondere Fracht mit an Bord, die auf der Welt einiges bewirken könnte.
Im Jahr 2041 lernt man dagegen David und seine Tochter Lou kennen, die in Frankreich leben und aufgrund einer Dürre gezwungen sind, sich in Richtung Norden aufzumachen. Dabei finden sie auch ein altes Segelboot, welches Signe gehört hat. Hier sind sie nicht nur erstaunt über das Boot, sondern machen auch eine Entdeckung, die ihnen wieder neuen Mut schenkt.

Die Geschichte wird dabei sehr gut miteinander verknüpft, regt aufgrund der Dürre und den weiteren Umweltproblemen immer wieder zum Nachdenken an und man lernt auch noch etwas dazu, wenn man sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen kann. Allgemein finde ich es toll, dass sich die Autorin immer wieder mit solchen Themen befasst, die meiner Meinung nach oftmals viel zu kurz kommen.

Das Cover ist zwar schlicht, gefällt mir aber ganz besonders gut, sodass es für mich trotz allem ein kleiner Hingucker ist. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich direkt begeistern, sodass ich der Geschichte nur allzu gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Die Geschichte des Wassers“ ist insgesamt eine berührende, nachdenklich stimmende und lehrreiche Geschichte mit interessanten Figuren und einem tollen Schreibstil, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Wer bereits "Die Geschichte der Bienen" mochte, wir "Die Geschichte des Wassers" ebenfalls mögen.

Veröffentlicht am 25.03.2018

Penelope Ward kann es einfach

Neighbor Dearest
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Nachdem ich bereits "Stepbrother Dearest" vor knapp zwei Jahren sehr gemocht habe, habe ich mich schon sehr auf "Neighbor Dearest" gefreut. Da die Geschichte als indirekte Fortsetzung gilt, hatte ich hohe ...

Nachdem ich bereits "Stepbrother Dearest" vor knapp zwei Jahren sehr gemocht habe, habe ich mich schon sehr auf "Neighbor Dearest" gefreut. Da die Geschichte als indirekte Fortsetzung gilt, hatte ich hohe Erwartungen und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, ist zudem sehr emotional, aber auch unterhaltsam und bietet einige prickelnde Momente, die gut ausgearbeitet sind und nicht für unfreiwillig komische Momente sorgen. Da die Geschichte hierbei hauptsächlich aus der Sicht von Chelsea erzählt wird, lernt man diese gut kennen und ich konnte mich schnell in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen.

Diese leidet nach der Trennung von ihrem Ex-Freund Elec unter Liebeskummer und zweifelt zum Teil auch an sich selbst. Dies ändert sich jedoch nach und nach als sie ihrem Nachbarn Damien näher kommt, doch auch hier merkt sie, dass Liebe nicht immer einfach ist und oftmals die ein oder andere Hürde und Geheimnisse mit sich bringen kann...

Chelsea kennt man bereits aus "Stepbrother Dearest", denn sie ist die Ex-Freundin von Elec, der sich am Ende des Buches letztendlich für Greta entscheidet. Während ich mit Chelsea im ersten Band noch nicht allzu viel anfangen konnte und sie oftmals wie ein Fremdkörper wirkte, fand ich sie in "Neighbor Dearest" umso sympathischer und ich habe sie und ihre Geschichte gerne verfolgt.

Das Cover ist typisch für das Genre und sieht an sich ganz nett aus, wird aber meiner Meinung nach der Geschichte absolut nicht gerecht, was ich aber durchaus verschmerzen kann. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen sehr gut und somit habe ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben.

Kurz gesagt: „Neigbor Dearest“ ist eine prickelnde, emotionale und dennoch unterhaltsame Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite an packen konnte. Die Autorin konnte mich somit wieder einmal überzeugen und ich freue mich bereits auf viele weitere Bücher von Penelope Ward.

Veröffentlicht am 24.03.2018

spannender Thriller

Summer Girls
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Da ich die Bücher aus dem Penguin Verlag bislang immer sehr gemocht habe, war ich schon sehr auf "Summer Girls" gespannt, das im Februar erschienen ist. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche ...

Da ich die Bücher aus dem Penguin Verlag bislang immer sehr gemocht habe, war ich schon sehr auf "Summer Girls" gespannt, das im Februar erschienen ist. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und wurde auch nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich durchweg flüssig und leicht, ist oftmals düster, aber stets spannend und ereignisreich. Gleichzeitig sind auch die Figuren gut gezeichnet, sodass man hier vielseitige Figuren kennen lernen darf. Diese waren mir zwar stellenweise nicht wirklich sympathisch, allerdings erwarte ich dies in dem Genre jedoch auch nicht.

Erzählt wird hierbei die Geschichte der Profilerin Lot van Dijk, die von Amsterdam aus in die Provinz versetzt wird, wo nur sehr wenig los ist und sie von ihren Kollegin nur selten ernst genommen wird. Als jedoch in einer Waldhütte nach einem Unwetter eine Leiche gefunden wird, darf Lot zeigen, was in ihr steckt, denn sie erstellt direkt ein Täterprofil und kommt zu dem Entschluss, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Serienkiller handeln könnte, was sich auch bestätigt, nachdem eine weitere Leichte gefunden wird. Lot wird endlich ernster genommen und begibt sich somit immer mehr auf die Suche nach dem Täter, bevor dieser erneut zuschlagen kann...

Besonders interessant an "Summer Girls" ist, dass die Autorin selbst auch als Profilerin arbeitet und somit jede Menge Erfahrungen in die Geschichte einfließen lassen konnte. Das merkt man besonders an der Polizeiarbeit, die sehr authentisch und stellenweise auch nüchtern beschrieben wird. Gleichzeitig ist es auch toll, dass man mit Lot eine starke und temperamentvolle Protagonistin erhält, die sich auch bei den oftmals eher lustig machenden Kollegen durchsetzen kann und dabei auf ihr Können setzt.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker, wirkt aufgrund der Schatten relativ düster und passt einfach bestens zur Geschichte. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die ebenfalls gelungen ist, nicht zu viel verrät und direkt mein Interesse wecken konnte.

Kurz gesagt: "Summer Girls" ist insgesamt ein spannender und gut ausgearbeiteter Thriller, der mit interessanten Figuren und einem starken Schreibstil zu überzeugen weiß. Gleichzeitig ist der Fall so spannend, dass man das Buch nur selten aus den Händen nehmen kann. Somit ist "Summer Girls" ein gelungener Thriller, den ich nur empfehlen kann.