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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2019

Das Ende kann nicht halten, was der Anfang verspricht

Limonadentage
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Avery und Cade sind Nachbarskinder und bis zum ‚Ende der Highschoolzeit unzertrennlich. Ist es zuerst nur Freundschaft, wird es mit der Zeit mehr. Aber von jetzt auf gleich verschwindet Cade aus Averys ...

Avery und Cade sind Nachbarskinder und bis zum ‚Ende der Highschoolzeit unzertrennlich. Ist es zuerst nur Freundschaft, wird es mit der Zeit mehr. Aber von jetzt auf gleich verschwindet Cade aus Averys Leben. Ihr bricht das Herz, aber mit der Zeit hat sie sich in ihrem neuen Leben ohne Cade eingerichtet. Es geht ihr gut … bis unvermittelt Cade nach 12 Jahren wieder vor ihr steht.

Zu Beginn begleiten wir Cade und Avery während ihrer Schulzeit und lernen sie und ihr Elternhaus besser kennen. Dieses Wissen hilft, das ein oder andere Verhalten der Protagonisten im weiteren Verlauf zu verstehen.

Erzählt wird sowohl aus der Sicht von Cade als auch von Avery. Die Autorin hat geschickt Begebenheiten aus der gemeinsamen Vergangenheit als Erinnerung in den Gegenwartstrang eingeflochten. Diese Rückblicke haben mir besser gefallen als das Geplänkel in der Gegenwart.

Avery ist eine sehr emotionale Person und ihre Gefühle sind sehr stark sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Cade ist da schon ein mehr rationaler Typ, dessen Verhalten mir nicht immer gefallen hat. Beide Charaktere sind stringent ausgearbeitet.

Die Schreibweise ist sehr flüssig und locker, bisweilen humorvoll und macht das Lesen leicht.

Ungefähr zwei Drittel des Buches haben mich gut unterhalten und mir gefallen, aber gegen Ende hat die Geschichte für mein Empfinden stark nachgelassen. Die Handlung geht nicht wirklich voran, was vielleicht dadurch bedingt ist, dass es noch einen zweiten Band geben soll und es in diesem keinen Abschluss der Geschichte gibt.

Schade, dass das Niveau des Anfangs nicht gehalten werden konnte. So bekommt das Buch nur 3,5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 23.08.2018

Ich hatte mehr erwartet

Ein Teil von ihr
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Ich habe schon einige Bücher von Karin Slaughter gelesen, habe mich auf dieses Buch gefreut und einen rasanten Thriller erwartet. Rasant ist das Geschehen, das kann man nicht anders sagen. Der Beginn ist ...

Ich habe schon einige Bücher von Karin Slaughter gelesen, habe mich auf dieses Buch gefreut und einen rasanten Thriller erwartet. Rasant ist das Geschehen, das kann man nicht anders sagen. Der Beginn ist auch spannend, aber der Spannungsbogen konnte nicht gehalten werden. Es gibt zwar immer mal wieder Abschnitte in denen Spannung aufkommt, aber so richtig konnte mich das Buch nicht packen.

Anhand des Protagonisten Nick stellt die Autorin sehr realistisch dar wie ein so charismatischer Mensch andere Menschen immer wieder von seiner Idee überzeugen und sie instrumentalisieren kann. Solche Beispiele gibt es in der Wirklichkeit ja genug – sei es in der Politik oder bei Sekten.

Im Verlauf spielen auch viele Emotionen eine Rolle, wie Hass, Rache und Variationen von Liebe wie z. B. Mutterliebe oder verschmähte Liebe.

Insgesamt fand ich das Buch nicht schlecht, aber für mich gehört zu einem Thriller mehr und von Frau Slaughter bin ich auch besseres gewohnt.

Veröffentlicht am 06.08.2018

Späte Auswirkungen einer Tat

Die Frauen am Fluss
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Wir schreiben das Jahr 1922 und befinden uns in dem kleinen Dorf Slaughterford. Hierhin hat es Irene nach ihrer Heirat mit Alistair verschlagen – nicht ganz freiwillig, aber nach einem Skandal musste sie ...

Wir schreiben das Jahr 1922 und befinden uns in dem kleinen Dorf Slaughterford. Hierhin hat es Irene nach ihrer Heirat mit Alistair verschlagen – nicht ganz freiwillig, aber nach einem Skandal musste sie London verlassen. Die Heirat bot ihr einen Ausweg. Sie fühlt sich auf dem Land nicht wohl und wird auch nicht wirklich mit offenen Armen empfangen. Ein brutaler Mord und ein Stallmädchen zwingen sie, sich mit den Einheimischen auseinanderzusetzen.

Mit dem Beginn der Geschichte habe ich mich etwas schwer getan. Mir fehlte der Reiz und damit der Antrieb weiterzulesen. Im Verlauf der Geschichte kam jedoch immer mehr Spannung auf, so dass mich das Buch endlich fesseln konnte.

Die sehr detaillierten Beschreibungen des Wetters, der Landschaft und der Lebensumstände haben mir gut gefallen, genau wie die Beschreibung wie der Werdegang von Lumpen zu Papier dargestellt wurde. Das zusammen ergab die entsprechende Atmosphäre zu der Geschichte.

Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges sind noch deutlich zu spüren, denn viele der jungen Männer, die in den Krieg zogen, kamen gar nicht oder an Leib und/oder Seele verstümmelt zurück. Dies ist sehr eindringlich am Beispiel des jungen Donny beschrieben.

Die Charaktere sind eher einfach gezeichnet, es fehlt an Vielschichtigkeit und Tiefe. Sie konnten mich mit ihren Handlungen nicht überraschen.

Das Ende ist sehr raffiniert gemacht. Im erste Moment dachte ich „hallo, hier passt was nicht“, aber dann erkannte ich wie raffiniert die Autorin es gestaltet hatte.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mich die Geschichte dann doch gut unterhalten und ich vergebe 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.04.2018

Solider Irlandkrimi mit viel Lokalkolorit

Schweigegelübde (Ein Emma-Vaughan-Krimi 2)
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Emma Vaughan ist Inspektorin bei der Mordkommission in Sligo. Bisher konnte sie sich in der von Männern dominierten Berufswelt aufgrund ihrer guten Leistungen behaupten. Ihren letzten Fall hat sie jedoch ...

Emma Vaughan ist Inspektorin bei der Mordkommission in Sligo. Bisher konnte sie sich in der von Männern dominierten Berufswelt aufgrund ihrer guten Leistungen behaupten. Ihren letzten Fall hat sie jedoch in den Sand gesetzt und wurde in die Abteilung für häusliche Gewalt versetzt.

Sie hat aber nicht nur berufliche sondern als alleinerziehende Mutter eines Jungen im Teenageralter auch private Probleme. Aufgrund eines Unfalls hat sie jahrelang starke Schmerzmittel eingenommen, ist davon abhängig und besteht das dienstlich angeordnete Drogenscreening nicht. Zudem ist ihr Ex als IRA-Terrorist angeklagt.

Obwohl es sich um den zweiten Fall von Emma Vaughan handelt, ist es meine erste Begegnung mit der Ermittlerin. Bei dem ihr von einem befreundeten Arzt angetragenen Verdacht, dass womöglich ein Engelmacher auf der Station unterwegs ist, handelt sie sehr professionell. Man merkt, dass sie eine gute Ermittlerin ist. Ich wusste allerdings recht schnell wer hier sein Unwesen treibt und daher kam bei mir Langeweile auf. Für meine Begriffe handelt Emma viel zu oft im Alleingang was sich dann auch im zweiten Teil der Geschichte widerspiegelt. Dieser Teil war interessant und ließ Spannung aufkommen.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Gut gefallen haben mir die landschaftlichen Beschreibungen sowie die politischen Strömungen innerhalb Irlands.

Insgesamt kann ich mir vorstellen, Emma auch bei weiteren Ermittlungen zu begleiten. Für diesen Krimi vergebe ich 3 ½ Sterne.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Hab schon bessere Bücher der Autorin gelesenen

Die Eishexe
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In Fjälllbacka ist ein kleines Mädchen von einem Hof verschwunden. Das allein ist schon schlimm genug, aber von eben diesem Hof verschwand vor 30 Jahren ebenfalls ein kleines Mädchen im gleichen Alter ...

In Fjälllbacka ist ein kleines Mädchen von einem Hof verschwunden. Das allein ist schon schlimm genug, aber von eben diesem Hof verschwand vor 30 Jahren ebenfalls ein kleines Mädchen im gleichen Alter und konnte nur noch tot geborgen werden. Jetzt gehen die Diskussionen und Verdächtigungen wieder los.

Wir haben es mit drei Erzählsträngen zu tun. Die Gegenwart handelt von der vermissten Linnea, dann geht es um Stella, die vor 30 Jahren getötet wurde und dann gibt's noch die Geschichte um Elin, die im 17. Jahrhundert angesiedelt ist. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen beteiligten Personen.

Zu Beginn haben mich die vielen verschiedenen Protagonisten aus dem Lesefluss gebracht, aber das hat sich im Verlauf der Geschichte gelegt. Wirklich genervt haben mich die vielen Wiederholungen. Ein und dieselbe Begebenheit wurde x-mal von unterschiedlichen Personen wiedergeben. Hier hätten einige Seiten gespart werden können.

Positiv bewerte ich, dass die Autorin sehr aktuelle Themen wie Mobbing unter Jugendlichen und die Folgen sowie das Flüchtlingsthema eingebracht hat.

Bei „Die Eishexe“ handelt es sich um Band 9 der Reihe um den Hauptkommissar Patrik Hedström. Für mich war es die erste Begegnung mit dem Ermittler und ich hatte keine Probleme damit. Hin und wieder werden Bemerkungen zu früheren Ereignissen gemacht die aber keine größere Bedeutung haben.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.