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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2018

Spontaner Ausflug

Ans Meer
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Schon als Kind stand für Anton sein Berufswunsch fest, er wollte Busfahrer werden und das ist er nun auch. Doch seitdem die Busgesellschaft privatisiert wurde, macht es ihm keinen rechten Spaß mehr. Und ...

Schon als Kind stand für Anton sein Berufswunsch fest, er wollte Busfahrer werden und das ist er nun auch. Doch seitdem die Busgesellschaft privatisiert wurde, macht es ihm keinen rechten Spaß mehr. Und dann ist er auch noch - unglücklich - in seine Nachbarin Doris verliebt. Doch welcher Mann hat da in der vorherigen Nacht auf ihrem Balkon gehustet? Und so lässt Anton sich spontan auf ein Abenteuer ein, als die todkranke Carla in den Bus steigt und den Wunsch äußert, noch einmal das Meer zu sehen. Neben Anton und Carla sind noch einige wenige weitere Fahrgäste mit von der Partie.
Ein sehr warmherziges Buch mit liebevoll ausgestalteten Charakteren, einem gelungenen Schreibstil und zum Lachen hat es mich auch gebracht. Nur schade, dass es so kurz ist.

Veröffentlicht am 07.05.2018

Unglaublich faszinierend

Die Farbe von Milch
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Was für ein außergewöhnliches Buch! Die Handlung spielt um 1830. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Mary, die mit 15 Jahren vom Bauernhof ihrer Eltern zur Familie des Dorfpfarrers zieht, ...

Was für ein außergewöhnliches Buch! Die Handlung spielt um 1830. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Mary, die mit 15 Jahren vom Bauernhof ihrer Eltern zur Familie des Dorfpfarrers zieht, um sich um dessen Ehefrau zu kümmern.
Eine einfache Sprache, lange Sätze, nicht viel Zeichensetzung. Der Schreibstil bringt einem die Protagonistin näher und dieses recht kurze Buch hat seinen ganz eigenen Reiz. Man fühlt sich Mary nahe, möchte sie unterstützen, erlebt mit ihr dieses neue Leben.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Beeindruckend

Der Reisende
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Ein beeindruckendes Buch mit einer Geschichte, die mich nach dem Lesen sicherlich noch lange beschäftigen wird. Der Reisende, das ist hier der Protagonist des Buches. Wir schreiben das Jahr 1938, die Herrschaft ...

Ein beeindruckendes Buch mit einer Geschichte, die mich nach dem Lesen sicherlich noch lange beschäftigen wird. Der Reisende, das ist hier der Protagonist des Buches. Wir schreiben das Jahr 1938, die Herrschaft der Nationalsozialisten wird immer extremer, im November finden die Pogrome statt und für Juden wird es immer gefährlicher. So auch für Otto Silbermann, einen Geschäftsmann. Er flüchtet mit einer Tasche voller Geld vor den Nazis; sein Plan, sich ins Ausland abzusetzen, scheitert jedoch und so reist er durch Deutschland und der Leser erfährt von seinen Begegnungen mit anderen Menschen, seien es nun andere Flüchtlinge oder gar Nazis.
Ein ungewöhnliches, beeindruckendes Buch. Die Gehetztheit hat sich bei der Lektüre auf mich übertragen, ich war wie in einem Sog und musste immer weiterlesen. Eine sehr differenzierte und authentische Momentaufnahme.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Ein Krimi aus Mumbai

Inspector Chopra und der Juwelenraub
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Den ersten Band kenne ich noch nicht, aber das werde ich wohl bald nachholen, denn Inspector Chopra und der Jungelegant Ganesha haben es mir sehr angetan. Der Schauplatz ist Mumbai, dieses Moloch von einer ...

Den ersten Band kenne ich noch nicht, aber das werde ich wohl bald nachholen, denn Inspector Chopra und der Jungelegant Ganesha haben es mir sehr angetan. Der Schauplatz ist Mumbai, dieses Moloch von einer Stadt in Indien. Die Kronjuwelen werden zum ersten Mal seit Langem dort im Museum ausgestellt und gerade an dem Tag, an dem der Inspector dem Museum (ich glaube, ich weiß, welches Museum der Autor vor Augen hatte) einen Besuch abstattet, geschieht das Unglaubliche. Die Krone von Königin Victoria mitsamt dem berühmt-berüchtigten Koh-I-Noor-Diamanten wird gestohlen.
Gemeinsam mit Ganesha macht sich Inspector Chopra daran, die Juwelen wieder zu finden.
Ein unglaublicher frischer, toller Schreibstil, eine interessante Geschichte und gerade wenn man Mumbai kennt, ist es wirklich höchster Lesegenuss - und mal ein etwas anderer Krimi.

Veröffentlicht am 21.03.2018

Gewohnt spannend

Ich bin der Hass
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Mit "Ich bin der Hass" hat Ethan Cross nun schon den 5. Band um Special Agent Marcus Williams und seinen Bruder, den Serienkiller Francis Ackerman jr. geschrieben. Diese Kombination bleibt für mich weiterhin ...

Mit "Ich bin der Hass" hat Ethan Cross nun schon den 5. Band um Special Agent Marcus Williams und seinen Bruder, den Serienkiller Francis Ackerman jr. geschrieben. Diese Kombination bleibt für mich weiterhin sehr spannend und auch dieser Fall um eine Reihe von Auftragsmördern in San Francisco konnte mich wieder gut unterhalten. Das Spannungsniveau wird hoch gehalten und das Buch ist wieder ein wahrer Pageturner geworden. Die Serie hat sich auch hier noch nicht "tot gelaufen" und verfällt nicht in ewigen Wiederholungen desselben Schemas. Der Schreibstil ist gewohnt gut und die Auflösung überzeugend.