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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2018

Ein tolles Buch

The Score – Mitten ins Herz
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Wie die anderen Bände der Reihe hat mir auch "The Score" gut gefallen. Ich war sehr gespannt darauf zu sehen, wie Dean, der ja gerne bedeutungslosen Sex hat, Gefühle für eine Frau entwickeln und eine ernste ...

Wie die anderen Bände der Reihe hat mir auch "The Score" gut gefallen. Ich war sehr gespannt darauf zu sehen, wie Dean, der ja gerne bedeutungslosen Sex hat, Gefühle für eine Frau entwickeln und eine ernste Beziehung eingehen wird und die Autorin hat das gut dargestellt. Von Anfang an merkt man, dass die Chemie zwischen ihm und Allie stimmt und sie eine starke körperliche Anziehungskraft haben. Ebenso hat die Autorin aber auch überzeugend geschildert, wie sie sich darüber hinaus näher gekommen sind, dass sie es genossen haben, miteinander Zeit zu verbringen und dass sie in vielerlei Hinsicht zusammen passen, womit beide wohl nicht gerechnet hätten.

Allie und Dean sind beide sympathische, starke Protagonisten; zusammen sind sie wirklich toll und die Entwicklung ihrer Beziehung hat mir sehr gefallen. Natürlich gab es Probleme und die beiden hatten es nicht immer leicht, doch insgesamt hielten sich die Konflikte zwischen ihnen in Grenzen, was ich mochte. Es gibt viele humorvolle, allerdings auch emotionale und ernste Momente und Kennedy ist diese Mischung definitiv gelungen.

Dadurch, dass die Liebesgeschichte quasi mit Sex beginnt, haben die Protagonisten ziemlich viel davon und ich muss sagen, dass es mir nach einer Weile etwas zu viel war, obwohl die Szenen alle gut geschrieben waren. Die Chemie und das Knistern zwischen ihnen waren toll und fast schon greifbar, doch die Momente, in denen die beiden sich emotional angenähert oder einfach so Zeit miteinander verbracht haben, fand ich einfach schön und teilweise sehr berührend. Trotzdem ist das nur ein kleiner Kritikpunkt, ebenso wie die Tatsache, dass ich auch bei diesem Band fand, dass Deans Problem sich etwas zu rasch verbessert hat. Nach der Geschichte von Garrett und Hannah hat mir "The Score" am besten gefallen, obwohl die anderen beiden Bücher ebenfalls richtig gut waren. Deshalb vergebe ich 4,5/5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.04.2018

Eine emotionale Geschichte

Albertos verlorener Geburtstag
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In "Albertos verlorener Geburtstag" geht es darum, dass der kleine Tino dabei helfen möchte, das Geburtsdatum seines Großvaters herauszufinden, da er sich nicht mehr daran erinnern kann und dies für das ...

In "Albertos verlorener Geburtstag" geht es darum, dass der kleine Tino dabei helfen möchte, das Geburtsdatum seines Großvaters herauszufinden, da er sich nicht mehr daran erinnern kann und dies für das Kind eine schreckliche Vorstellung ist. Alberto glaubt, dass sie nicht viel Erfolg haben werden, doch auf ihrer Reise finden sie einige Hinweise und erfahren dabei so einiges über das Leben, das er früher geführt hat.

Rosie erzählt in diesem Buch eine sehr emotionale Geschichte. Von Anfang an ist es mir leicht gefallen, mit den Charakteren mitzufühlen und es gab einige Momente, die wirklich berührend sind. Dazu tragen natürlich die innigen Beziehungen bei, die die verschiedenen Figuren miteinander haben; gerade die offensichtliche Liebe zwischen Tino und seinem Opa war sehr schön, aber die anderen Freundschaften und Verbindungen waren ebenfalls toll dargestellt.

Die Suche nach dem Geburtstag war recht realistisch dargestellt und mir hat gefallen, dass es nicht unbedingt leicht war, etwas herauszufinden, da ja schon einige Jahrzehnte vergangen waren. Als Leser kann man hier wirklich mitfiebern und es ist fast schon erstaunlich, wie wichtig es beim Lesen wird, dass die Protagonisten Erfolg haben; das zeigt, wie gut es der Autorin gelungen ist, dass man eine Verbindung zu Alberto und seinem Enkel aufbaut.

Interessant fand ich, dass es Kapitel gab, durch die man Einblicke in die Vergangenheit bekommen und mehr über die damaligen Ereignisse erfahren hat; so hat sich das Bild nach und nach zusammen gesetzt und durch die verschiedenen Sichtweisen hat man immer mehr über die Kindheit von Alberto erfahren. Dabei ist es Rosie gelungen, durch seine Geschichte einiges über den Spanischen Bürgerkrieg einzubringen und zu zeigen, wie schrecklich und kompliziert die Situation damals war und wie sie die Menschen beeinflusst hat. Das hat mir sehr gefallen.

Von mir bekommt das Buch 4,5/5 Sternen. Es hat mich gefesselt, gut unterhalten und auch emotional mitgenommen.

Veröffentlicht am 27.03.2018

Hat mich gefesselt und begeistert

Die Gabe des Himmels
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"Die Gabe des Himmels" hat mich ebenso begeistert wie der Vorgänger, der für mich bis dahin der beste Band der Reihe war. Nicht nur, dass der Autor den Leser mühelos in die Zeit, in der die Geschichte ...

"Die Gabe des Himmels" hat mich ebenso begeistert wie der Vorgänger, der für mich bis dahin der beste Band der Reihe war. Nicht nur, dass der Autor den Leser mühelos in die Zeit, in der die Geschichte spielt, zurückversetzen kann und das Buch trotz seines Umfangs keinerlei Längen hat, auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet - besonders die Nebenfiguren, die zwar nicht alle sympathisch sind, sich jedoch teilweise stark weiterentwickeln. Das hat mir wirklich gefallen und dadurch habe ich mit Figuren mitgelitten, die ich zu Beginn nicht unbedingt mochte, was zeigt, wie gut Wolf ihre Entwicklung dargestellt hat. Auch Adrien, der Protagonist, verändert sich im Lauf des Buches. Er ist sehr sympathisch und seine Entschlossenheit, anderen zu helfen, ist bewundernswert, aber mir war er fast schon ein bisschen zu gut, obwohl er durchaus Schwächen hat und Fehler macht, die dann Konsequenzen haben.

Die Handlung selbst ist von Anfang an interessant und nimmt noch einmal so richtig Fahrt auf, als der Schwarze Tod in Varennes-Saint-Jacques ankommt. Der Leser kennt die Stadt aus den vergangenen drei Bänden bereits sehr gut und zumindest mir ist sie irgendwie auch ans Herz gewachsen, sodass es schmerzhaft war zu sehen, wie die Pest dort wütete, sie zerstörte und viele unschuldige Opfer forderte. Da der Protagonist Wundarzt ist, ist er natürlich die ganze Zeit involviert und man ist hautnah dabei, wenn er versucht, Menschen zu heilen und zu retten. Wolf hat die Entsetzlichkeit des Ganzen sehr eindringlich geschildert und sich nicht gescheut, auch liebgewonnene Charaktere in große Gefahr zu bringen, wodurch die Geschichte noch einmal spannender war. Generell ist ihm die Balance zwischen Schicksalsschlägen für die Protagonisten und großen, alles umfassenden Problemen sehr gut gelungen.

Neben dem Schwarzen Tod spielt noch der Judenhass eine große Rolle und auch diesen hat der Autor realistisch dargestellt, sowohl aus der Sicht der Juden selbst als auch aus anderen Blickwinkeln. Die Liebesgeschichte von Adrien und Léa fand ich aus diesem Grund interessant und die Gefühle der beiden wurden überzeugend dargestellt. Dazu kommt, dass Léa ein toller Charakter ist, weshalb ich es mochte, mehr über ihre Gedanken und Emotionen zu erfahren.

Von mir bekommt "Die Gabe des Himmels" 4,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung. Es gibt zwar ein paar Kleinigkeiten, die ich nicht ganz gelungen fand, aber davon abgesehen konnte das Buch mich fesseln und begeistern.

Veröffentlicht am 27.02.2018

Ein wunderschönes Buch

Feel Again
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"Feel Again" hat mir wirklich gut gefallen. Es ist eine sehr berührende, emotional aufwühlende Liebesgeschichte, die sich realistisch entwickelt und beiden Protagonisten Raum gibt, sich zu entwickeln.

Erzählt ...

"Feel Again" hat mir wirklich gut gefallen. Es ist eine sehr berührende, emotional aufwühlende Liebesgeschichte, die sich realistisch entwickelt und beiden Protagonisten Raum gibt, sich zu entwickeln.

Erzählt wird die Geschichte von Sawyer, die Fotografie liebt und nach außen gerne so tut, als könnte ihr nichts etwas anhaben. Sie lässt sich auf nichts und niemanden ein, bevorzugt Sex ohne jegliche Verpflichtungen und versucht, alles, was sie verletzt, von sich zu schieben - selbst wenn das nicht immer klappt. Hinter all dem steckt auf jeden Fall ein weicher Kern und mir war sie von Anfang an sympathisch. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie sie sich langsam Isaac (und schließlich anderen) gegenüber geöffnet hat. Ihre Entwicklung war für mich realistisch; es ging nicht schnell, sie hat Rückschritte gemacht und es ist ihr verständlicherweise schwer gefallen, anderen zu vertrauen und sich auf jemanden einzulassen, aber sie zeigt absolut ihre verletzliche Seite und macht es leicht, sie gerne zu haben und auf ein glückliches Ende zu hoffen, selbst wenn sie sich manchmal unfair verhält. Sie macht Fehler, trifft nicht immer gute Entscheidungen und kann verletzend werden, doch ich konnte sie verstehen und mit ihr mitfühlen und -leiden.

Isaac war mir ebenfalls von Anfang an sympathisch. Er ist eher schüchtern und zurückhaltend und es könnte leicht sein, ihn zu übersehen, da Sawyer ein starker, dominierender Charakter ist, aber Kasten hat mit ihm ebenfalls eine tolle Figur geschaffen und auch seine Entwicklung hat mir sehr gefallen. Ich mochte es, dass man ihn gut kennen gelernt hat und erfahren konnte, was alles in ihm steckt und dass der äußere Schein durchaus trügen und viel verbergen kann. Er hat seine Ecken und Kanten und manchmal hätte ich mir gewünscht, ihm in den Kopf schauen zu können, doch auch so ist er mir schnell ans Herz gewachsen. Er und Sawyer passen definitiv gut zusammen; auf den ersten Blick würde man nicht denken, dass die beiden als Paar funktionieren könnten, dieses Buch zeigt allerdings, dass es geht. Die Liebesgeschichte hat sich wunderschön entwickelt, nicht zu schnell und nicht zu langsam, und ich fand es sehr realistisch dargestellt, wie sie einander näher gekommen sind und eine Freundschaft und schließlich eine romantische Beziehung aufgebaut haben. Natürlich gibt es Hindernisse, doch da diese sich meist aus den Problemen aufgrund der Vergangenheit der Charaktere ergeben, waren diese nötig, obwohl es manchmal schmerzhaft war.

In "Feel Again" stecken sehr viele Gefühle, positive und negative, und die Autorin hat mich auf jeden Fall voll und ganz überzeugt. Sie hat die humorvollen, leichten Momente ebenso gut dargestellt wie die traurigen und herzzerreißenden und das Buch hat mich wirklich begeistert. Einen halben Stern habe ich abgezogen, weil es für mich ein kleines bisschen zu viel Drama gab und ich gegen Ende das Verhalten von Sawyers Schwester nicht nachvollziehen konnte, weshalb die nachfolgenden Szenen mich etwas gestört haben. Davon abgesehen habe ich nichts zu kritisieren.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Tolle Liebesgeschichte

The Deal – Reine Verhandlungssache
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"The Deal - Reine Verhandlungssache" hat mir sehr gefallen. Die Liebesgeschichte hat sich realistisch entwickelt, die Charaktere waren toll ausgearbeitet und bis auf eine letzte - unnötige - Krise wurde ...

"The Deal - Reine Verhandlungssache" hat mir sehr gefallen. Die Liebesgeschichte hat sich realistisch entwickelt, die Charaktere waren toll ausgearbeitet und bis auf eine letzte - unnötige - Krise wurde immer gut mit den Problemen, die sich aufgetan haben, umgegangen. Außerdem mochte ich, dass die Freundschaften der Protagonisten und ihre eigenen Interessen ebenfalls eine große Rolle spielten.

Auf den ersten Blick sind Hannah und Garrett sehr unterschiedlich; er wird als Bad Boy vorgestellt, sie ist ein nettes, intelligentes Mädchen. Schon von Anfang an merkt man allerdings, dass die beiden um einiges vielschichtiger als das sind. Garrett ist alles andere als ein 'dummer Sportler', sondern schlau, ein treuer Freund, ehrgeizig und einfühlsam. Hannah dagegen hat durchaus eine wilde Seite und sie kann leicht Kontra geben. Gut fand ich auch, dass beide zwar traumatische Dinge in ihrer Vergangenheit erlebt haben und ihr Verhalten noch heute davon beeinflusst wird, dass es sie aber nicht ausmacht. Es ist ein Teil von ihnen, definiert jedoch nicht, wer sie sind. Mit den Auswirkungen des Ganzen ist die Autorin mehr als angemessen umgegangen, vor allem mit den Folgen dessen, was Hannah erleben musste. Ich fand toll, dass nicht automatisch alles perfekt war, nur weil sie sich in einen Mann verliebt hat, der sie mit allem unterstützt.

Die Entwicklung ihrer Beziehung war überzeugend und realistisch. Zunächst haben sie einander kennen gelernt, bevor sie schließlich eine echte Freundschaft und Vertrauen aufgebaut haben. Es war schön, wie wohl die beiden sich miteinander gefühlt haben und dass sie beide langsam gemerkt haben, dass zwischen ihnen etwas Besonderes passiert. Sie necken einander, vertrauen sich schreckliche Dinge aus ihrer Vergangenheit an und wenn sie miteinander schlafen, merkt man sowohl die starke Anziehungskraft zwischen ihnen als auch, dass es mehr als das ist. Die Geschichte der beiden ist emotional, aber zu keiner Zeit kitschig. Mich hat die Präsenz des Mannes, in den Hannah ursprünglich verknallt war, ein bisschen gestört, doch ich mochte, wie mit ihm umgegangen wurde und dass es kein großer Faktor war.

Dass knappe 50 Seiten vor Ende des Buches noch eine Krise eingebaut wurde, hat mich weniger begeistert. Das Problem an sich war glaubwürdig. Trotzdem war dieser Handlungsstrang für mich überflüssig und vor allem, da zuvor alle Missverständnisse schnell geklärt worden waren, war ich etwas enttäuscht davon, wie hier damit umgegangen wurde. Davon abgesehen hat mich "The Deal" begeistert; die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen und die Entwicklung ihrer Beziehung hat mir sehr gefallen.