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Veröffentlicht am 21.08.2018

✎ Joy Fielding - Schau dich nicht um

Schau dich nicht um
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Ich habe in letzter Zeit sehr viele Joy-Fielding-Bücher (nochmals) gelesen. An manche konnte ich mich (teilweise) noch erinnern, bei anderen war es, als habe ich sie nie vorher gesehen. Genauso war es ...

Ich habe in letzter Zeit sehr viele Joy-Fielding-Bücher (nochmals) gelesen. An manche konnte ich mich (teilweise) noch erinnern, bei anderen war es, als habe ich sie nie vorher gesehen. Genauso war es hier.

Für mich ist das eher ein schlechtes Zeichen, denn das heißt, dass diese Geschichte nicht nachhallt. Das wird sie dieses Mal auch nicht tun. Wenn ich das Buch in ein paar Jahren erneut zur Hand nehmen würde, wäre die Geschichte sicher ohne Erinnerungen.

Der Täter war für mich teilweise überraschend. Zwar bin ich der Fährte, die ausgelegt wurde, nicht gefolgt, dennoch habe ich nicht mit dem gerechnet, was man am Schluss geboten bekam. Irgendwann gingen meine Gedanken in diese Richtung, was den Verbrecher betraft, dennoch wollte ich es nicht so ganz wahrhaben. Aber eigentlich ist es logisch, denn die Autorin folgt oft dem gleichen Schema.

Der Weg dort hin war jedoch ziemlich mühsam. Es gab Durststrecken, die mich mit Leichtigkeit das Werk ein paar Tage zur Seite legen ließen, was ich bei einem Psychothriller einfach nicht erwarte.

Meinerseits bekommt diese Lektüre daher keine Leseempfehlung. Joy Fielding hat schon einige bessere geschrieben.

©2018

Veröffentlicht am 12.04.2018

✎ Joy Fielding - Ein mörderischer Sommer

Ein mörderischer Sommer
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Während ich diese Zeilen schreibe, merke ich, dass mir vieles bereits entfallen ist. Die Geschichte hat keinerlei Nachklang, man vergisst sie viel zu schnell.

Ich fand die Idee des unheimlichen Stalkers ...

Während ich diese Zeilen schreibe, merke ich, dass mir vieles bereits entfallen ist. Die Geschichte hat keinerlei Nachklang, man vergisst sie viel zu schnell.

Ich fand die Idee des unheimlichen Stalkers anfangs wirklich interessant. Die ersten Seiten sind auch noch ok, aber dann fängt es an, langweilig zu werden. Im Prinzip wird nämlich alles lediglich ständig wiederholt. Teilweise war ich sogar richtig genervt von den Charakteren. Nicht, weil ich ihr Gebaren nicht nachvollziehen konnte - jeder Mensch ist / handelt schließlich anders. Aber ich konnte dieses Mimimi irgendwann einfach nicht mehr lesen.

Das Buch beinhaltet im Grunde zwei Geschehnisse. Weder das eine noch das andere blieb über die Strecke fesselnd. Am Ende blieb sogar einiges ungeklärt, obwohl man doch gerade das wissen wollte - dafür habe ich schließlich bis zum Schluss durchgehalten.

Zudem fand ich die Story sehr konstruiert. Wenig glaubhaft werden die Ereignisse geschildert, die bei mir oft nur ein Kopfschütteln hervorriefen. Daher gibt es von mir an dieser Stelle keine Leseempfehlung.

©2018

Veröffentlicht am 22.03.2018

✎ Wolf Küper - Eine Million Minuten

Eine Million Minuten
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Ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut - verspricht sie doch eine fröhliche und nachdenklich machende zu werden. Und bereits ganz am Anfang bekommt man diesen Eindruck vermittelt:

"»Das wird doch ...

Ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut - verspricht sie doch eine fröhliche und nachdenklich machende zu werden. Und bereits ganz am Anfang bekommt man diesen Eindruck vermittelt:

"»Das wird doch ein gutes Leben, oder nicht? Es dauert halt!« »Wolf, das Leben ist doch schon da. Du musst ihm nur eine Chance lassen. Das ist die Chance deines Lebens.«" (S. 37)

Dann jedoch verliert sich der Autor in Nichtigkeiten. Er erzählt sehr viel über sich und seine Arbeit - und das interessierte mich einfach nicht. Ich hatte gehofft, viel mehr über die Momente zu erfahren. Aber selbst wenn er darüber spricht, steht meist sein Erleben im Mittelpunkt. Man erfährt wenig über Nina, die ja den Anstoß gab. Oder generell seine Familie.

Die Familie bereist ja die Welt. Aber ist das wirklich der Wunsch der kleinen Nina? Oder nicht doch eher der vom Papa?! Denn obwohl die Tochter bereits im Klappentext thematisiert wird und auch im Buch immer wieder Hinweise gegeben werden, dass nicht alles in Ordnung mit ihr ist, wird mir am Ende doch zu wenig darauf eingegangen.

Außerdem frage ich mich, was genau die Kinder aus dieser Reise mitgenommen haben. Haben sie gelernt, dass "die ganzen schönen Sachen" nur fern von zu Hause stattfinden können? Das wäre sehr schade. Warum ich auf diesen Gedanken komme? Eine Stelle im Buch ging mir diesbezüglich sehr nah:

"Sie kämpft mit den Tränen. [...] »Jetzt ist die ganze schöne Zeit zu Ende!«" (S. 228)

Als Denkanstoß finde ich dieses Werk ok, aber zu gespickt mit Nebensächlichkeiten. Oft blieben die Emotionen auf der Strecke. Auch hätte mich interessiert, wie es nach er Reise weiterging - langfristig gesehen.

Von mir gibt es an dieser Stelle daher leider keine Leseempfehlung.

©2018

weitere Zitate:

»Dieses Leben, das wir einfach in Zeit umbenannt hatten, verging unaufhaltsam,und irgendwie blieb nichts zurück. Am schlimmsten aber war: Auf den blöden To-do-Listen stehen die wirklich wichtigen Dinge überhaupt nicht drauf.« (S. 58)

»Dinge, deren Verlust wehtun, haben keine tiefere Bedeutung. Was eine tiefe Bedeutung hat, geht nicht verloren.« (S. 85)

»Obwohl die Wahrheit an sich eigentlich gar nicht das Problem war. Das Problem war, dass sich die Wahrheit einfach nicht um den Trost kümmert.« (S. 193)

Veröffentlicht am 28.02.2018

✎ Joy Fielding - Am seidenen Faden

Am seidenen Faden
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Bisher habe ich alle Joy-Fielding-Bücher ausnahmslos gelesen. Ich wollte mal schauen, ob sie sich auch als Hörbuch lohnen und bin aufgrund des Klappentextes an diesem hängen geblieben.

Leider muss ich ...

Bisher habe ich alle Joy-Fielding-Bücher ausnahmslos gelesen. Ich wollte mal schauen, ob sie sich auch als Hörbuch lohnen und bin aufgrund des Klappentextes an diesem hängen geblieben.

Leider muss ich sagen, dass dies eins ihrer schlechtesten Werke für mich ist. Ich bin es gewohnt, dass sie Psychothriller schreibt, die sich meistens mit den zwischenmenschlichen Dingen beschäftigen. Das vorliegende Buch vermag ich höchstens als Roman zu bezeichnen, denn hier blieb wirklich alles auf der Strecke.

Die Ich-Erzählerin Kate Sinclair versucht das Geschehen zu schildern. Dabei kommt nicht nur sie äußerst nervig daher, sondern auch die anderen Charaktere haben weder Tiefgang noch besondere Eigenschaften, mit denen sie sich vom Einheitsbrei absetzen.

Die ganze Geschichte bleibt oberflächlich und langweilig. Kein bisschen Anspruch wird an den Leser gestellt. Dem Titel wird die Handlung in keiner Weise gerecht und auch der Klappentext verspricht "ein psychologisch perfides Spiel", welches niemals stattfindet.

Simone Thomalla schafft es leider ebenfalls nicht, dem Werk Leben einzuhauchen. Ihre Stimme klingt eher gelangweilt und ich war froh, dass nach etwas mehr als 4 Stunden Schluss damit war. Einzig der Schreibstil der Autorin lässt mich weiterhin an sie glauben.

Wieder mal ein Buch der Autorin, welches man nicht gelesen haben muss ...

©2018

Veröffentlicht am 27.02.2018

✎ Peter Bognanni - Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
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Ich muss zugeben, dass ich diesem Buch anfangs gar nicht so viel Aufmerksamkeit schenkte. Klar ist mir das Cover sofort ins Auge gefallen, aber der Titel kam mir schon damals so sperrig vor ...

Als ich ...

Ich muss zugeben, dass ich diesem Buch anfangs gar nicht so viel Aufmerksamkeit schenkte. Klar ist mir das Cover sofort ins Auge gefallen, aber der Titel kam mir schon damals so sperrig vor ...

Als ich mir dann durch einen kleinen Hinweis den Klappentext genauer ansah, war ich augenblicklich gefangen genommen. Trauerbewältigung in Jugendbüchern ist ein Thema, welches ich stets verfolge.

Doch bereits nach den ersten Seiten war mir klar, dass ich etwas ganz anderes bekommen sollte, als ich erwartet hatte - und dieser Umstand enttäuschte mich wirklich sehr.

Meine Erwartungen waren daran geknüpft, dass man zum einen erfährt, wie die Zeit vor Jonahs Tod war, zum anderen, dass man Tess auf ihrem (schweren) Weg begleitet, als sie davon erfährt. Eine emotionale Achterbahnfahrt war meine Vorstellung.
Teilweise ist dies auch so eingetreten. Man erfährt irgendwann, wie Tess das Ganze hinter sich lassen möchte. Und minikleine Einblicke in die Zeit davor bekommt man ebenfalls. Aber von (traurigen) Gefühlen habe ich gar nichts gespürt.

Mir haben dazu die Charaktere an sich nicht gefallen. Ich muss mich nicht immer mit jemanden identifizieren können - das ist gar nicht das Ziel -, aber irgendeinen Draht hätte ich schon gerne. Und der fehlte mir hier.

Dann wurden so dermaßen viele Klischees in dieser Geschichte verarbeitet, dass ich irgendwann nur noch darauf wartete, wann das nächste auftauchen würde. Manche Handlungen waren zudem nicht nachvollziehbar und völlig an den Haaren herbeigezogen.

Das Einzige, was mich bis zum Schluss durchhalten ließ, war der Schreibstil. Er war einfach zu lesen, aber, wie gesagt, völlig emotionslos und ohne jeglichen Tiefgang. Bei solch einem Thema erwarte ich dies jedoch.

Es gibt von mir an dieser Stelle also keine Leseempfehlung. Eigentlich hätte ich gerne teilweise eine ausgesprochen, wenn man mit anderen Mutmaßungen an die Lektüre geht, aber je näher ich dem Ende kam, desto sicherer wusste ich, dass dies kein Buch ist, welches ich im Regal stehen haben muss.

©2018