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Veröffentlicht am 13.04.2018

Netter Roman mit kleinen Längen

Liebe geht immer
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Charlotte ist 32 Jahre und arbeitet als Redakteurin. Sie erhofft sich eine baldige Beförderung zur Moderatorin. Leider ist sie mit ihrem Chef liiert und er gibt einer anderen jungen Frau den Posten als ...

Charlotte ist 32 Jahre und arbeitet als Redakteurin. Sie erhofft sich eine baldige Beförderung zur Moderatorin. Leider ist sie mit ihrem Chef liiert und er gibt einer anderen jungen Frau den Posten als Moderatorin und entlässt gleichzeitig Charlotte. Er gibt ihr zu verstehen, dass sie nicht schlank genug für die Kamera ist. Daraufhin stürzt für Charlotte eine Welt ein und wütend trennt sie sich von Oliver. Sie nimmt den Kampf gegen ihren Hüftspeck auf. .. und nicht nur gegen den Hüftspeck. Sie versucht sich äußerlich sehr zu verändern, doch bleibt sie sich selbst dabei treu?


Der humorvolle Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen und ich habe mich anfangs köstlich amüsiert. Allerdings muss ich sagen, kamen in der Mitte des Buches dann auch einige Längen auf. Aber im letzten Drittel kam wieder etwas Fahrt rein und zusätzlich noch etwas Tiefe, da es um die Themen ging, wie wichtig Äußerlichkeiten sind. Ist es wirklich das Aussehen, welches glücklich macht? Wie sehr kann man sich äußerlich verändern und trotzdem sich selbst treu bleiben? Was zählt wirklich im Leben und was macht glücklich?


Das Buch ist in der Ich-Form aus der Perspektive von Charlotte geschrieben. Und so manches mal habe ich den Kopf über sie geschüttelt und hätte ihr am liebsten einen Schubser in die richtige Richtung gegeben. Aber ich denke, dass es nicht unrealistisch geschrieben ist. Und auch wenn sie manchmal naiv wirkte, so denke ich doch, dass diese Protagonistin aus dem wirklichen Leben gegriffen ist. Auch dort macht die Liebe manchmal blind und naiv.


Sehr gut gefallen hat mir auch der Koch Lars, der wirklich mit beiden Beinen im Leben steht und absolut vernünftig und sympathisch auf mich gewirkt hat. Und in den Kater, der Charlotte zugelaufen ist, habe ich mich direkt verliebt.


Alles in allem ein unterhaltsamer Liebesroman, der durchaus auch ein wenig zum Nachdenken anregt.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Süßes Buch zum Entspannen

Eine Liebe auf Guernsey
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Nach „Mit dir an meiner Seite“ war dies für mich der zweite Roman von Pippa Watson. Und ich muss gleich vorweg sagen, dass sie es auch diesmal geschafft hat mich restlos zu begeistern.


Die Hauptprotagonisten ...

Nach „Mit dir an meiner Seite“ war dies für mich der zweite Roman von Pippa Watson. Und ich muss gleich vorweg sagen, dass sie es auch diesmal geschafft hat mich restlos zu begeistern.


Die Hauptprotagonisten sind diesmal Kate, die Touristenführerin auf Guernsey ist, sowie der Übersetzer und Autor Matthew mit seinem blinden Sohn Alfi. Als Kate von ihrer verstorbenen Nachbarin das Haus und den Hund Amy erbt, lernt sie Matthew und Alfi kennen, da Matthew früher Hundetrainer war. Kates bester Jugendfreund Brian eröffnet ihr, dass er heiraten wird. Sie war auch eine Zeit lang mit ihm zusammen und ist irgendwie unglücklich über diese Heiratspläne, da sie manchmal denkt, dass sie doch noch mehr als Freundschaft für Brian empfindet.


Durch ihren gefühlvollen und warmherzigen Schreibstil schafft es Pippa Watson, die Leser und Leserinnen sofort in ihren Bann zu ziehen.

Die Kapitel sind kurz und immer abwechselnd aus der Sicht von Kate und Matthew geschrieben, so dass man sich wunderbar in beider Gedanken und Gefühle hineinversetzen kann.

Die Protagonisten sind absolut liebevoll gezeichnet und man kann sich alle sehr gut vorstellen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind die Charaktere sehr sympathisch. Den blinden Alfi habe ich genauso in mein Herz geschlossen wie die süße Hündin Amy.


Bei der Story handelt es sich um eine romantische Liebesgeschichte die natürlich sehr vorhersehbar ist. Aber das war jetzt für mich kein negativer Punkt. Bei solchen Herzensbüchern wie diesem, muss das einfach so sein. Alles andere als ein HappyEnd wäre eine Enttäuschung.


Etwas Tiefe bekommt das Buch noch dadurch, dass es mit dem blinden Alfi um das Thema Behinderung geht. Und die Autorin hat richtig schön deutlich gemacht, dass die Blinden mit allen Sinnen „sehen“. Das ernste Thema wurde wirklich sehr schön und einfühlsam eingebaut.


Gegen Ende kam noch richtig Spannung und Dramatik in die Geschichte, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.


Alles in allem ein richtiges Herzens- und Wohlfühlbuch für ein paar schöne und entspannte Lesestunden. Pippa Watson konnte mich auch diesmal wieder richtig begeistern!

Veröffentlicht am 20.03.2026

katzenstarkes Bilderbuch mit wichtiger Botschaft

Das Zauberwort heißt Nein!
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Wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen, musste bestimmt jeder von uns schon einmal erfahren. Wir alle sind schon in grenzwertige Situationen gekommen, in denen wir uns entscheiden ...

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Wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen, musste bestimmt jeder von uns schon einmal erfahren. Wir alle sind schon in grenzwertige Situationen gekommen, in denen wir uns entscheiden mussten, zu unserem persönlichen Wohl zu handeln. Umso wichtiger ist es, auch Kindern solche Situationen nahezubringen und ihnen zu zeigen, wie sie sich selbst schützen können.

„Kennst du das Zauberwort?“ von Rebecca Mir und Ruth Rahlff mit Illustrationen von Lisa Hänsch ist im Ravensburger Verlag erschienen. Rebecca Mir (bekannt aus Germany’s Next Topmodel) ist Botschafterin von Schieb deine Verantwortung nicht weg!, einer Kampagne gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Hierzu finden sich sehr wichtige Informationen am Ende des Buches, inklusive QR-Codes, mit deren Inhalt sich jedes Elternteil beschäftigen sollte.

Kater Fiete ist ein hilfsbereiter Vierbeiner. Er möchte seinen Freunden gerne bei allen Problemen helfen und gerät dadurch häufig in Situationen, die sich für ihn nicht gut anfühlen oder ihn in Schwierigkeiten bringen. Als er die kleine Maus mit dem Superheldencape, Rosi, trifft, lernt er, auf sein Bauchgefühl zu hören und wie das Zauberwort „Nein“ einem helfen kann, sich selbst zu schützen. Eine Geschichte über Selbstbestimmung, Mut und echte Freundschaft.

Das farbenfrohe Cover macht bereits viel Lust darauf, die Geschichte von Fiete und Rosi zu entdecken. Die Geschichte eignet sich aufgrund der Textlänge und der Komplexität des Themas für Kinder ab vier Jahren. Die Illustrationen sind kindgerecht und bunt, sodass sie das Kind beim Zuhören und Eintauchen in die Thematik der Geschichte unterstützen. Die Botschaft der Geschichte ist besonders wichtig und erwähnenswert. Selbstschutz vor toxischen Freundschaften, Mut und Selbstbehauptung können gar nicht früh genug in das Bewusstsein von Kindern gelangen.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass das Ende der Geschichte sehr abrupt kommt und es zu wenig Anwendungsbeispiele für das Schutzwort „Nein“ gibt. Dem hätte man noch eine Doppelseite widmen können, sodass Kinder dies noch besser verstehen.

Von mir gibt es eine große Leseempfehlung für dieses pädagogisch wertvolle Buch.

Veröffentlicht am 27.02.2026

viel Gemüse auf wenig Platz

Gemüsepower
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Das Buch „Gemüsepower“ von Lucia Francesca Schauerhammer ist untertitelt mich „Ernte so viel du kannst – jede Menge Gemüse auf kleiner Fläche“. Es ist im Kosmos-Verlag erschienen und beinhaltet 142 Seiten. ...

Das Buch „Gemüsepower“ von Lucia Francesca Schauerhammer ist untertitelt mich „Ernte so viel du kannst – jede Menge Gemüse auf kleiner Fläche“. Es ist im Kosmos-Verlag erschienen und beinhaltet 142 Seiten.
Die Autorin gründete vor über 6 Jahren den „Dorfgarten“, den sie zusammen mit ihrer Familie nach den Prinzipien des Market Garden betreibt. Auf ihrem Instagramkanal @dorfgarten_ gibt sie Einblicke, wie sie ihr Gemüse anbaut. Sie zeigt wie man mit wenig Platz nachhaltig und effizient Gemüse anbauen kann unter dem Motto: Wenig Platz – viel Gemüse.
Das Buch ist an die Jahreszeiten angepasst. So beginnt es mit „Los geht’s – von Februar bis Mai“. Danach geht es weiter mit „Pflegen & ernten – von Juni bis August“. Hier sind auch Gemüse-Exoten wie Süßkartoffel, Kurkuma oder Artischocke aufgeführt. Danach kommt das Kapitel „Ernten & neue Beete – von September bis Oktober“ und am Ende „Wintergemüse & Planung von November bis Januar“. Man kann also je nach Saison immer nachlesen, was jetzt angebaut oder gesät wird und worauf zu achten ist.
Es sind viele Bilder dabei, so dass alles sehr anschaulich ist. Sehr schön finde ich es auch, dass es bei jeder Jahreszeit auch einige saisonale Rezepte gibt.
Fazit: Ein schöner Gemüse- und Gartenratgeber. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er für Gartenneulinge ausreichend ist. Aber wenn man schon ein wenig gegärtnert hat, sicher ein sehr interessantes und gut gemachtes Buch!

Veröffentlicht am 09.02.2026

wunderbares Setting mit dem Gutshof in der Eifel

Morgensonnenglück
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„Holly liebte diese Stille, die im Grunde keine war, aber dennoch der Seele guttat“ (S. 132)
Bei „Morgensonnenglück“ von Petra Schier handelt es sich um einen Frauenroman, der schon durch sein frühlingshaftes ...

„Holly liebte diese Stille, die im Grunde keine war, aber dennoch der Seele guttat“ (S. 132)
Bei „Morgensonnenglück“ von Petra Schier handelt es sich um einen Frauenroman, der schon durch sein frühlingshaftes Cover hervorsticht.
Inhaltlich geht es um den späten Versuch einer Familienzusammenführung. Die Großeltern möchten ihr Familiengut an der Eifel den Enkelinnen überschreiben. Dazu werden alle in die Eifel zusammengerufen, und die zerstrittene Familie müsste sich zusammenraufen. Ob ihnen das gelingt und ob sie das überhaupt möchten, müsst ihr selbst lesen.
Das Setting mit dem Gutshof in der Eifel ist wirklich ganz wunderbar gewählt und schön beschrieben.
Der Einstieg ist mir aufgrund der Vielzahl an Protagonisten ein wenig schwer gefallen. Eine Personenübersicht wäre hier hilfreich gewesen. So nach und nach lernt man die einzelnen Familienmitglieder näher kennen und erfährt auch einige Geheimnisse.
Das Buch liest sich unterhaltsam und leicht. Es ist auch immer eine kleine Prise Humor beigefügt. Die Handlung mit der Familienzusammenführung fand ich sehr interessant, wobei mir manches nicht so ganz realistisch vorkam. Am Rande wird auch eine kleine Liebesgeschichte eingebaut, die für etwas zusätzliche Romantik sorgt. Es handelt sich zwar um einen Wohlfühlroman, aber trotzdem ist eine schöne Portion Tiefgang enthalten.
Fazit: Wenn dies das richtige Genre für euch ist, dann kann ich euch „Morgensonnenglück“ sehr empfehlen! Lasst euch von Petra Schier auf den Pferdehof in der Eifel entführen und genießt einige schöne Lesestunden. Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen.
Zum Abschluss noch ein Zitat von S. 303: „Gefühle lassen sich kaum jemals beeinflussen, und planen schon gleich gar nicht.“

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