Cover-Bild Die Nacht der Versprengten
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Fontis
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 15.12.2015
  • ISBN: 9783038480594
Iris Muhl

Die Nacht der Versprengten

Die wahre Geschichte einer Christnacht im Krieg
Heiligabend 1944. Es klopft an einer Berghütte. Draußen stehen drei halberfrorene amerikanische Soldaten. Kurze Zeit später klopft es erneut. Diesmal sind es vier deutsche Soldaten, durchgefroren und bis an die Zähne bewaffnet. Was nun passiert, ist dramatisch und bewegend zugleich.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende - Demokrit

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Dem Roman von Iris Muhl liegt eine wahre Geschichte zugrunde.
Es ist Heiligabend 1944 in einer Waldhütte in den Ardennen. Dort lebt Elisabeth Vincken mit ihrem Sohn Fritz. Sie warten auf den Vater, der ...

Dem Roman von Iris Muhl liegt eine wahre Geschichte zugrunde.
Es ist Heiligabend 1944 in einer Waldhütte in den Ardennen. Dort lebt Elisabeth Vincken mit ihrem Sohn Fritz. Sie warten auf den Vater, der als Bäcker an der Front für die Wehrmacht arbeitet und über Weihnachten mit frischen Lebensmitteln zu ihnen kommen wollte. Rundum der Wald ist tief verschneit, und es ist bitterkalt draußen. Da klopft es an der Tür. Draußen stehen drei amerikanische Soldaten, durchgefroren und einer schwer verletzt. Frau Vincken nimmt sie auf. Als es einige Zeit später wieder klopft, stehen weitere Soldaten vor der Tür, diesmal jedoch deutsche...
Aus dieser wahren Begebenheit hat die Autorin einen fesselnden Roman gemacht. Die Handlung spielt sich innerhalb eines einzigen Tages und fast ausschließlich in der einsamen Hütte ab. Im Vordergrund stehen die Charaktere, ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen. Frau Vincken hat alle Soldaten aus Nächstenliebe aufgenommen, und ihr Mut ist erstaunlich. Sie versorgt die Soldaten mit Essen und kümmert sich um den Verletzten, immer im Hinterkopf die Mahnung "Wer den Feind begünstigt, wird erschossen". Es kommt zu einigen heiklen Momenten, wo man fürchtet, dass die Stimmung kippt und die feindlichen Parteien aufeinander losgehen. Aber es ist der Zauber der Christnacht, dem sich keiner der Männer entziehen kann. Die gemeinsame Zeit wird sehr eindrucksvoll geschildert und die menschliche Seite hervorgehoben.
Letztendlich ist es eine zeitlose Geschichte mit einer wichtigen Botschaft.
Im Nachwort erklärt die Autorin Näheres zu den geschichtlichen Hintergründen. Das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt und berührt.

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Veröffentlicht am 16.04.2018

At home. At home like never before.

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At home. At home like never before.

„In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational.“

Iris Muhl hat es geschafft, aus einer wahren Begebenheit einen Roman zu ...

At home. At home like never before.

„In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational.“

Iris Muhl hat es geschafft, aus einer wahren Begebenheit einen Roman zu machen, der tief berührt und den Leser sehr nachdenklich zurücklässt. Eine Begebenheit, die von Mut und sehr viel Nächstenliebe zeugt, die jedoch auch mit großem Risiko verbunden ist. Denn als die Bäckersgattin Elisabeth Vincken mit ihrem zwölfjährigen Sohn Fritz drei völlig durchfrorenen amerikanischen Soldaten Einlass in ihre Jagdhütte gewährt, ist ihr sehr wohl bewusst, dass es sich hierbei im Grunde um den „Feind“ handelt. Für die gastfreundliche und großzügige Frau sind es jedoch in erster Linie hilfesuchende Menschen, die frieren, hungrig und verletzt sind. Der Krieg hatte zwar ihr Leben durcheinander gebracht, Elisabeth verstand jedoch das Wesentliche: Menschen brauchen Essen, Wärme und eine helfende Hand. Und diese bot sie ihnen. Als jedoch kurze Zeit später erneut deutsche Soldaten auftauchen und ebenfalls Einlass begehren, scheint die Situation kurzfristig zu eskalieren…

Ein kleines Büchlein mit großem Inhalt, in dem die Autorin von den furchtbaren Entbehrungen des Krieges, dem Not und Elend der Bevölkerung, aber auch jenem der Soldaten berichtet. Die Geschichte der Elisabeth Vincken klingt unglaublich, und ist dennoch wahr. Mitten im Kriegsgebiet, umhüllt von dem fernen Bombengrollen, finden feindliche Parteien zueinander, sitzen zu Weihnachten am selben Tisch und lassen den Krieg vor der Haustüre zurück. Die Autorin vermochte es, die unterschwellige Spannung dieser Situation derart greifbar zu machen, dass man mit Herzklopfen weiter las, beinahe schon eine Eskalation befürchtete.

„Die Nacht der Versprechen“ war eine beeindruckende Lektüre, die man zwar aufgrund der geringen Seitenanzahl relativ rasch gelesen hat, aber sehr lange nicht vergisst. Eine Geschichte, die nachwirkt.