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Veröffentlicht am 17.04.2018

Nachtschrei

Nachtschrei
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Jefferey Deavers Thriller beginnt mit einer idyllischen Szene inmitten des großartigen Marquette State Parks. Die Anwältin Emma Feldman vergönnt sich ein arbeitsfreies Wochenende, das sie mit ihrem Ehemann ...

Jefferey Deavers Thriller beginnt mit einer idyllischen Szene inmitten des großartigen Marquette State Parks. Die Anwältin Emma Feldman vergönnt sich ein arbeitsfreies Wochenende, das sie mit ihrem Ehemann Steven, einem Sozialarbeiter, sowie einer Freundin aus Chicago, in ihrem Ferienhaus am Lake Mondac verbringen wollen. Als ein edler Tropfen entkorkt ist, bemerkt Emma plötzlich ungewöhnliche Geräusche, und ehe Steven reagieren kann, werden die beiden von einem gedungenen Killerpärchen überfallen. Emma wird sofort getötet, Steven hat noch kurz Zeit, den Notruf auf seinem Mobiltelefon zu aktivieren, dann wird auch er erschossen. Die einzige Zeugin, Michelle, kann entkommen und flieht in das dicht bewaldete Gebiet des großen State Parks.

Die Polizeistation von Kennesha County geht dem abrupt beendeten Anruf von Steven Feldman nach – das Wort „Dies“, das dem Ermordeten noch gelungen ist zu übermitteln, machte den zuständigen Deputy stutzig. Kurzerhand kontaktiert er die tüchtige Polizistin Brynn McKenzie, die nicht unweit des abgelegenen Ferienhauses mit ihrem Ehemann Graham, dem gemeinsamen Sohn Joey und ihrer Mutter Anna, lebt. Brynn verspricht, sich die Sache näher anzusehen und begibt sich auf die Fahrt zum Lake Mondac. Beim Betreten des Hauses trifft sie jedoch ihrerseits auf die beiden Mörder und muss ebenfalls die Flucht ergreifen.

Das Hörbuch schildert in adrenalingeladenem, halsbrecherischem Tempo die abenteuerliche und gefährliche Flucht der beiden unterschiedlichen Frauen. Hart und Lewis scheinen nicht aufgeben zu wollen und einzig Brynns ruhige Voraussicht, ihre beruflichen Fähigkeiten und ihre Kenntnis der Umgebung ermöglichen es ihnen immer wieder, sich ihren Verfolgern zu entziehen.

Jeffery Deaver baut in seinen Plot zudem viele falsche Fährten und höchst interessante Wendungen ein, und mithilfe der wunderbar gezeichneten Protagonisten liefert er ein hoch spannendes Hörbuch. Man vermeint einige Male, die Identität des Drahtziehers zu kennen, muss dann aber immer wieder feststellen, dass der Autor es erneut geschafft hat, ein Trugbild zu schaffen.

Der talentierte Hörbuchsprecher Michael Hansonis schafft mit seiner wohlklingenden Stimme eine Atmosphäre, die besonders in brenzligen Situationen regelrechten Gänsehautfaktor besitzt.

Ausgezeichnetes Hörbuch, erstklassig vertont – und eine unbedingte Höchstbewertung von fünf Sternen!


Veröffentlicht am 17.04.2018

Morgen, Kinder, wird's was geben

Morgen, Kinder, wird's was geben
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Im ersten Band der Alex-Cross-Reihe von James Patterson wird dem Leser der sympathische Protagonist vorgestellt. Dr. Alex Cross, ein Psychologe, der erst nach seiner Ausbildung und einer kurzen Praxiszeit ...

Im ersten Band der Alex-Cross-Reihe von James Patterson wird dem Leser der sympathische Protagonist vorgestellt. Dr. Alex Cross, ein Psychologe, der erst nach seiner Ausbildung und einer kurzen Praxiszeit in seinem Beruf zur Polizei kam, lebt in Washington D.C. und ist der stellvertretende Leiter der Washingtoner Kriminalpolizei. Gemeinsam mit seinem Partner, Detective John Sampson, wird er zu einem Mordfall gerufen, bei dem eine Mutter und ihre Tochter schrecklich verstümmelt und ermordet wurden. Der kleine, dreijährige Sohn der Frau wird ebenfalls tot aufgefunden, und Alex Cross schwört sich bei diesem traurigen Anblick, dieses Verbrechen aufzuklären.

Kurze Zeit später entführt ein Lehrer einer Privatschule zwei Kinder prominenter Eltern. Michael, der Sohn des Finanzministers, wird bald danach tot aufgefunden, das zweite Kind, Maggie Rose, bleibt jedoch verschwunden. Es kommt zu einer Lösegeldforderung, bei der Alex Cross die Übergabe vornehmen soll, doch die Sache gerät aus dem Ruder …

Um nicht allzu viel über den Inhalt zu verraten und somit die Spannung vorweg zu nehmen, möchte ich nicht näher auf die Handlung dieses Buches eingehen. James Patterson liefert mit den beiden Ermittlungsfällen eine spannende Ausgangsbasis für den Einsatz seines genialen Ermittlers. Er führt den Leser bisweilen durch gut gelegte Fährten in die Irre, hält den Spannungsbogen konstant auf hohem Niveau und seinen Schreibstil kann man durchwegs als fesselnd bezeichnen.

Ich habe die Lektüre dieses Thrillers über alle Maßen genossen und nahm durch die sehr gut gezeichneten Protagonisten dieses Romans aktiv am Geschehen teil. Die Auflösung des Falles war eine große Überraschung für mich und ich werde diese Reihe um Dr. Alex Cross weiterhin aufmerksam verfolgen.

Ich freue mich schon auf das nächste Buch von James Patterson!


(Rezension zur Printform)

Veröffentlicht am 17.04.2018

Krank

Krank
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Jack Kerley erzählt in seinem Thriller „Krank“ von den schrecklichen Untaten eines Serienmörders, der seine blutige Spur zieht und dabei kaum Fährten hinterlässt, die zu verfolgen es lohnt.

Der Autor ...

Jack Kerley erzählt in seinem Thriller „Krank“ von den schrecklichen Untaten eines Serienmörders, der seine blutige Spur zieht und dabei kaum Fährten hinterlässt, die zu verfolgen es lohnt.

Der Autor startet mit einer gut organisierten und professionell durchgeführten Flucht eines verurteilten Psychopathen, schickt den Ermittler in einen Urlaub in eine normalerweise ruhige Ecke des Landes und flicht eine auftretende Mordserie ins Geschehen ein. Wie die vielen Einzelheiten zusammen hängen, welche Rolle der mysteriöse Bruder von Detective Carson Ryder spielt und welche Hinweise sich als wichtig entwickeln, wird erst nach und nach behutsam, Seite für Seite, aufgerollt.

Der Autor wählt als Einstieg in seine Geschichte den Auftakt zur spektakulären Flucht des Serienmörders Bobby Lee Crayline und schafft es durch seinen lebhaften und interessanten Schreibstil wie auch die Tatsache, dass es laufende Höhepunkte in diesem Plot gibt, den Leser ans Buch zu fesseln.

„Geocaching“, eine Art elektronische Schnitzeljagd, ist ein wichtiges Element dieses Buches, das in regelmäßigen Abständen durch verschlüsselte Symbole Hinweise auf den Fundort der nächsten Leiche, den nächsten Schauplatz eines Mordes, liefert. Sämtliche Hinweise und Symbole werden bis zum Ende des Buches aufgeschlüsselt und dem Leser werden sowohl Hintergründe der Tat wie auch große Teile der Vergangenheit der Protagonisten enthüllt.

Jack Kerley versteht es meisterhaft, seine Leser bei der Stange zu halten, er ist meines Erachtens ein Meister der Spannung und des Thrills. Wie nicht anders zu erwarten schließt das Buch mit einem aufregenden Finale.

Kerleys Protagonisten sind durchwegs als interessant zu bezeichnen. Sowohl Detective Carson Ryder, als auch seine Kollegin Donna Cherry und der undurchschaubare Jeremy werden in vielen verschiedenen Facetten beleuchtet, ihre Beweggründe gezeichnet und ihr Gefühlsleben anschaulich gemacht. Der Autor vergisst dabei aber nicht auf seine Nebenfiguren und widmet sich auch ihnen in angemessenem Ausmaß. Er schafft es auf diese Art, ein rundes Gesamtbild zu erzeugen, das all meine angedachten Fragen beantwortet.

Ein eindrucksvolles Cover macht dieses Taschenbuch zu einem optischen Blickfang, das dazu verleitet, das Buch zur Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. Jene Wort auf der Buchrückseite wiederum wecken den sofortigen Wunsch, in diese Geschichte einzutauchen und Seite an Seite mit Detective Carson Ryder die Jagd nach diesem mysteriösen Serienmörder aufzunehmen.

Fazit: Ein sehr gut konstruierter Thriller mit gut glaubwürdigen Protagonisten, einem fesselnden Plot und einem sehr hohen Spannungsbogen. Ein Buch, dessen Autor ich mir unbedingt merken muss … die ideale Lektüre für Liebhaber des Genres Thriller.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Jamey

Jamey - Das Kind, das zuviel wusste
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Ein panischer Hilferuf eines ehemaligen Patienten verursacht im Psychologen Alex Delaware ein seltsames Gefühl. Als Jamey, der Junge, mit dem er vor kurzem noch am Telefon sprach, an einem Tatort mit einem ...

Ein panischer Hilferuf eines ehemaligen Patienten verursacht im Psychologen Alex Delaware ein seltsames Gefühl. Als Jamey, der Junge, mit dem er vor kurzem noch am Telefon sprach, an einem Tatort mit einem Messer in der Hand aufgefunden wird, beschließt er, Nachforschungen anzustellen.

Im Zuge seiner Ermittlungsarbeiten, die er Hand in Hand mit dem Ermittlungsbeamten, der zugleich sein Freund ist, anstrengt, wird eine ungeheure Familiengeschichte neu aufgerollt.

Nicht nur der außergewöhnlich hohe Spannungsbogen dieses Hörbuches, die vielschichtigen und interessant gezeichneten Charaktere, sondern auch die faszinierende Vertonung durch den Schauspieler und Sprecher Reent Reins machen dieses Hörbuch zu einem wahren Hochgenuss.

Reent Reins, der Kult-Synchronisator von Don Johnson in der Serie „Miami Vice“, erzählt die Geschichte von Jamey, die zu schrecklich klingt, um wahr sein zu können. Und mit jeder neuen CD dieses Hörbuchs werden neue, furchtbare Fakten aufgedeckt, die letztendlich zu einem rasanten Finale führen.

Der Autor schaffte es, mich sofort in seinen Bann zu ziehen, die Handlung war gut durchdacht und äußerst geschickte Fährten lassen den Hörer über jene, die die Fäden im Hintergrund ziehen, zunächst im Ungewissen. Man macht sich nur zu gerne auf, um gemeinsam mit Alex Delaware Stück für Stück dieses dunklen Geheimnisses aufzudecken.

Fünf Bewertungssterne und eine klare Empfehlung für Thriller-Freunde!

Veröffentlicht am 17.04.2018

Im Schatten des Mörders

Im Schatten des Mörders
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Jane Westbrook, eine reiche Erbin und etablierte Künstlerin aus Dallas, lebt mit ihrem Mann Ian, einem erfolgreichen Schönheitschirurgen in einer glücklichen, heilen Welt. Die lang ersehnte Schwangerschaft ...

Jane Westbrook, eine reiche Erbin und etablierte Künstlerin aus Dallas, lebt mit ihrem Mann Ian, einem erfolgreichen Schönheitschirurgen in einer glücklichen, heilen Welt. Die lang ersehnte Schwangerschaft scheint das Glück des Paares perfekt zu machen und der tragische Bootsunfall in Janes früher Jugend, der zahlreiche Gesichtsoperationen erforderlich machte, scheint nur noch ein Schatten aus der Vergangenheit zu sein. Doch mit einem Mal wird dieser Schatten zu einer realen Bedrohung, als Drohbriefe des damaligen Täters in Janes Haus auftauchen.

Zeitgleich wird die Assistentin ihres Ehemannes ermordet und die Geschehnisse scheinen zu eskalieren. Stacy Killian, Janes Halbschwester, eine knallharte Polizistin, muss zusammen mit ihrem neuen Partner Mac im Mordfall um Ian Westbrook ermitteln. Die Tatsache, dass Ian vor seiner Heirat mit Stacy liiert war, sich danach jedoch Jane zuwandte, belastet das Verhältnis zwischen den Geschwistern erheblich. Und plötzlich scheinen alle Indizien auf Ian als Mörder hinzuweisen …

Erica Spindler vermittelt eindringlich den Zwiespalt der liebenden Ehefrau Jane, die bedingungslos an die Unschuld ihres Ehemannes Ian glaubt, anhand der immer eindeutiger werdenden Indizien gegen ihn jedoch langsam Zweifel in sich zu spüren scheint. Und diese Zweifel wiederum erschüttern nicht nur den inhaftierten Ian, sondern auch Jane selber. Welche Rolle spielt der treue, aber etwas undurchsichtige Assistent Ted in diesem Spiel, der nicht nur den Schlüssel zu Janes Atelier, sondern auch den Code für die Alarmanlage hat? Und wie darf ich als aufmerksamer Zuhörer das Verhältnis des besten Freundes Dave, einem Psychologen, auffassen, der Stacy und Jane schon seit vielen Jahren zugetan ist? Welche Rolle spielen eine merkwürdige Zeugin und der neue Partner Mac, der Stacy bald näher kommt, als gut für das Ermittlerduo sein kann?

Erica Spindler hat in diesem Thriller für einen durchgehend hohen Spannungsbogen gesorgt und dem Leser immer wieder falsche Fährten aufgetischt, deren Verfolgung ein wahres Vergnügen war. Kaum vermeinte man, in einem der Protagonisten den Täter entlarvt zu haben, entdeckt man neue Spuren, die in eine völlig andere Richtung zu deuten scheinen.

Natürlich könnte man die Naivität Janes und die ein wenig übertrieben wirkende Kaltschnäuzigkeit Stacys als unglaubwürdig auffassen … hinsichtlich des spannenden, temporeichen und hervorragend umgesetzten Plots empfand ich diese beiden Figuren jedoch als erfrischend und konnte hinsichtlich des Zwiespalts bezüglich ihres Mannes auch Janes Verhalten sehr gut nachvollziehen.

Das von der angenehmen Stimme Gerd Alzens gelesene Hörbuch „Im Schatten des Mörders“ hat mich einige faszinierende Stunden im Auto ausgezeichnet unterhalten und für große Spannungsmomente gesorgt.