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Veröffentlicht am 17.04.2018

Die Dinge sind, wie sie sind. Sind sie das wirklich?

No & ich
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„No & Ich“ – ein Buch, das unter die Haut geht, den Leser fesselt, oftmals sprachlos und schockiert zurücklässt.

Lou Bertignac, ein hoch intelligentes dreizehnjähriges Mädchen trifft auf No, eine achtzehnjährige ...

„No & Ich“ – ein Buch, das unter die Haut geht, den Leser fesselt, oftmals sprachlos und schockiert zurücklässt.

Lou Bertignac, ein hoch intelligentes dreizehnjähriges Mädchen trifft auf No, eine achtzehnjährige Obdachlose. Eine Zufallsbegegnung, die ihre beiden Leben verändert. No, ohne jegliche Hoffnung und nach etlichen Pflegeheimen schließlich auf der Straße gelandet und Lou, ein Mädchen aus „gutem Hause“, beschützt und in ihrer familiären heilen Welt lebend – ein Unterschied, wie er größer nicht sein könnte. Und doch fühlen die beiden Mädchen sich voneinander angezogen.

Als Lou das Thema Obdachlosigkeit für ein Schulreferat wählt, beginnt eine tiefe und intensive Freundschaft zwischen den beiden, ein „Sich-vertraut-machen“, das sowohl No als auch Lou für sich als eine Art Verpflichtung erachtet.

Lou sieht in No einen Ersatz für ihre schmerzlich vermisste Schwester, die als Kleinkind starb und die Mutter depressiv und apathisch zurückließ; eine Frau, die sich kaum noch Gedanken darüber machte, dass es in ihrer Welt noch ein weiteres Kind, nämlich Lou, gibt. Lou vermisst Mutterliebe, Berührungen, Fürsorge und echte Zuneigung, die sie im Grunde nur noch von ihrem Vater zu erwarten hat. Durch die Aufnahme der Obdachlosen No in die Familie findet auch Lou’s Mutter langsam wieder den Weg zurück ins Leben, doch die Kraft der Familie Bertignac reicht nicht aus, um No aufzufangen…....

Durch die Lektüre dieses Buches wurde mir das Thema „Obdachlosigkeit“ zutiefst bewusst und obgleich Delphine de Vigan in Romanform schreibt und die Tatsachen in eine Geschichte verpackt, lauert hinter jeder Seite die grausame Realität eines Lebens auf den Straßen von Paris.

„Die Dinge sind, wie sie sind ….“ – sind sie das wirklich ?

Veröffentlicht am 17.04.2018

Der Ruf des Kiwis

Der Ruf des Kiwis
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Die Bestseller-Reihe rund um die neuseeländische Schaffarm Kiward Station geht in die dritte Runde.

Dieses Hörbuch handelt zum größten Teil von der Enkelin Gwyn Mc Kenzies, der Tochter der Halb-Maori ...

Die Bestseller-Reihe rund um die neuseeländische Schaffarm Kiward Station geht in die dritte Runde.

Dieses Hörbuch handelt zum größten Teil von der Enkelin Gwyn Mc Kenzies, der Tochter der Halb-Maori Kura Maro-Tini, die bei ihrer „Grandma Gwyn“, deren Ehemann James und ihrem 27jährigen Sohn Jack ein glückliches Leben auf der Schaffarm führt. Ihre Mutter, die berühmte Maori-Sängerin, tourt bereits viele Jahre mit ihrem Ehemann und ihrer Truppe durch die Welt und kümmert sich kaum um ihre Tochter. Als Gloria zwölf wird, besinnen die Eltern sich scheinbar doch auf sie und lassen das schüchterne, unscheinbare Mädchen in ein englisches Internat bringen, das sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr nicht mehr verlassen wird. Um Gloria die Trennung von den geliebten Menschen, ihrer Stute und ihrem Border Collie auf Kiward Station erträglicher zu machen, darf ihre Großkusine Lillian sie begleiten. Während Lillian voller Vorfreude und Elan im englischen Internat eintrifft und sofort Anschluss findet, bleibt Gloria die ganzen Jahre lang isoliert und einsam. Das Mädchen hält sich lediglich von ihrer Vorfreude auf die Rückkehr nach Kiward Station aufrecht, bis sie die bittere Nachricht erhält, dass ihre Eltern sie nach Ausbruch des Krieges in Europa auf eine Tournee durch die USA mitzunehmen beabsichtigen. Dann, endlich, widersetzt Gloria sich den Anordnungen ihrer Eltern, zu denen sie niemals ein inniges Verhältnis aufbauen konnte, und flieht.

Der Weg nach Neuseeland ist weit, und ein alleine reisendes Mädchen tausenden Gefahren ausgesetzt. Am Ende ihrer entbehrungsreichen und sehr harten Odyssee kommt ein völlig veränderter Mensch bei ihrer Großmutter an – Gloria wähnt sich von allen ungeliebt, ist verbittert und voller Hass. Ob ihr ehemals geliebtes Kiward Station und die Menschen, die dort leben, etwas daran ändern können?

Als begeisterter Hörer der beiden Vorgänger dieser Trilogie hat mich auch diese Geschichte wieder in ihren Bann gezogen. Die Autorin geht auf die einzelnen Protagonisten ein, konzentriert sich jedoch vorrangig auf Gloria, Kura-Maro-Tinis Tochter und Erbin von Kiward Station. Glorias Lebensweg ist hart, dornig und voller Entbehrungen. Viele schreckliche Erfahrungen, die sie in ihrem kurzen Leben bereits machen musste, sind durchaus dazu fähig, einen Menschen zu brechen. Wie Gloria damit umgeht, was mit ihrer Familie und auf der geliebten Farm passiert, schildert sie in prächtigen Farben, vortrefflich vorgetragen von der grandiosen Ranja Bonalana.

Ein Hörgenuss, vor allem, wenn man die beiden Vorgängerromane bereits kennt.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Wie Blüten im Wind

Wie Blüten im Wind
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Die zarte Anbahnung einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Außenseiterinnen auf dem College bildet den Einstieg in diesen Roman von Kristin Hannah.

Mia Eileen Farraday ist ein schüchterner Bücherwurm, ...

Die zarte Anbahnung einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Außenseiterinnen auf dem College bildet den Einstieg in diesen Roman von Kristin Hannah.

Mia Eileen Farraday ist ein schüchterner Bücherwurm, fühlt sich selber unattraktiv und hat keine Freunde auf der Highschool in Port George im Staat Washington.Ihr Zwillingsbruder Zach hingegen ist der glänzende Strahlemann, der Liebling seiner Sportmannschaften und der Schwarm sämtlicher Mädchenherzen. Die enge Verbindung zwischen Zach und Mia ist der einzige Trost des Mädchens … bis Lexi Baill auftaucht.

Lexis Kindheit war trist und von Einsamkeit bestimmt. Sie musste in vielen verschiedenen Pflegefamilien aufwachsen, nachdem ihre drogensüchtige Mutter unfähig war, ihr Kind aufzuziehen. Erst nach deren Tod erfuhr ihre Großtante von Lexis tragischer Situation und holte das Mädchen zu sich. Die Freundschaft zwischen Mia und Lexi war für sie beide das Wundervollste, das ihnen passieren konnte. Vom ersten Moment ihrer Begegnung an waren sie wie Kletten, und die Farradays wurden auch für Lexi zu einer Familie. Als Lexi schließlich entdeckte, dass Zach ihre jahrelange Liebe erwiderte, schien das Glück perfekt zu sein. Ein tragischer Autounfall, bei dem Mia starb, warf jedoch nicht nur das Leben der Farradays vollkommen aus der Bahn. Es zerstörte beinahe auch Lexi …

Kristin Hannah, die „Königin der Gefühle“ hat bereits mit ihrem Buch „Ein Garten im Winter“ für ein emotionsgeladenes Leseerlebnis gesorgt. „Wie Blüten im Fluss“ steht diesem Roman in keiner Weise nach. Der einnehmende, lebhafte Schreibstil der Autorin und die tiefen Charakterzeichnungen ihrer Protagonisten machen dieses Buch zu einem Pageturner, den man einfach nicht aus der Hand legen kann. Die liebevolle Beschreibung nicht nur der Protagonisten, sondern auch jener der Nebenfiguren erwärmt den Leser für sie und er wird völlig in die Handlung mit einbezogen. Herzzerreißende Emotionen und das Schicksal dieser Familie sorgen dafür, dass kein Auge trocken bleibt und die tragische Lebenswege der handelnden Figuren und deren tiefe Schuldgefühle sorgen seitenweise auch für Beklemmung. Kristin Hannah zeigt uns, wie jugendlicher Leichtsinn, Fröhlichkeit und jugendliche Unbekümmertheit durch eine kleine Fehlentscheidung innerhalb von Augenblicken zerstört werden und verdeutlicht, dass Schuldgefühle und Trauer Menschen vollkommen verändern und zum Teil auch vernichten vermögen.

„Wie Blüten im Wind“ war für mich ganz großes Gefühlskino mit ernstem Hintergrund, ein Buch, dem ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung und fünf Bewertungssterne gebe.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Katze fürs Leben

Katze fürs Leben
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Die selbstbewusste Rassekatze Sissi erobert als Protagonistin dieses Buches Heim und Gefühlsleben der Therapeutin Julia, die den verführerischen Schnurrattacken dieser bezaubernden Siamesin nicht widerstehen ...

Die selbstbewusste Rassekatze Sissi erobert als Protagonistin dieses Buches Heim und Gefühlsleben der Therapeutin Julia, die den verführerischen Schnurrattacken dieser bezaubernden Siamesin nicht widerstehen kann.

Sissy, zuvor „Cleo“ genannt, beschloss eines Tages, ihre „unwürdige Umgebung“ zu verlassen und sich eine neue Unterkunft zu suchen. Ihre vorherigen Unterkunftgeber mutierten zu reinen Dosenöffnern, die kulinarischen Katzengenüssen völlig ahnungslos gegenüber standen. Schlechte Verköstigung, mangelhafte Liebesbeweise und vollkommene Ignoranz sämtlicher Bedürfnisse einer edlen Katze waren der Auslöser für den Umzug der schönen Siamesin. In Julia erhoffte sie, eine lernwilligere Vertreterin der menschlichen Rasse zu finden – und das Abenteuer beginnt.

Stefanie Zweig erzählt mit viel Humor und in kurzweiligem Schreibstil von den Finessen dieser Siamkatze, die nun plötzlich „Prinzessin“ und „Sissy“ genannt wird. Die Therapeutin und ihre Katze erleben einige Missverständnisse tierisch-menschlicher Art, laben sich gemeinsam an den Ergebnissen von Julias Kochkünsten, therapieren in harmonischer Eintracht Julias Patienten und erleben amüsante Abenteuer. Sissy wird erwachsen, lernt erstaunliche Dinge über die Natur der Menschen, lehrt ihrerseits aber auch Julia, ihre Spezies besser zu verstehen.

Das Buch liest sich flüssig und bietet Katzenliebhabern vergnügliche Lesestunden. Aber Vorsicht: es könnte durchaus sein, dass sich aus diesem harmlosen Lesevergnügen eine große Leidenschaft für Siamkatzen entwickelt

Veröffentlicht am 17.04.2018

Weihnachtskatz und Mausespeck

Weihnachtskatz und Mausespeck
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Ein junger Mann namens Kris gerät in eine Schlägerei mit Männern, die offensichtlich eine Rechnung mit ihm zu begleichen haben. Als sie dabei auch auf einen zufällig in der Nähe befindlichen Streunerkater ...

Ein junger Mann namens Kris gerät in eine Schlägerei mit Männern, die offensichtlich eine Rechnung mit ihm zu begleichen haben. Als sie dabei auch auf einen zufällig in der Nähe befindlichen Streunerkater losgehen und ihm durch harte Schläge die Pfoten brechen, rastet der tierliebe Kris aus und schlägt die Männer krankenhausreif. Doch auch er selber landet dort … nicht jedoch, ohne den Kater vorher sanft in seine Jacke zu wickeln und im nächst gelegenen Tierheim um Hilfe für das Tier zu bitten.

Eine freiwillige Helferin namens Anja nimmt sich des Katers an und bringt ihn zu ihrem Vater, einem engagierten Tierarzt. Als sie kurz darauf wieder mit dem Tier vor Kris‘ Türe steht, protestiert Kris … kapituliert jedoch angesichts Anjas Konsequenz. Sein weiches Herz taut rasch auf und sowohl der feline Raufer als auch sein menschlicher Partner entwickeln stete Zuneigung zu einander.

In diesem Buch spielt auch noch eine schrullige alte Dame namens Peregrina Hummel eine bedeutende Rolle – ebenso wie die „Ehrwürdige Nimou“.

Interesse geweckt? Dann möchte ich hier an dieser Stelle eine heiße Empfehlung für dieses Buch deponieren, das besonders Menschen, die Katzen lieben, das Herz erwärmen wird.

Andrea Schacht hat mich mit dieser wunderschönen Geschichte für einige Zeit das „Hier und Jetzt“ vergessen lassen. Der berührende Bericht über den großen und den kleinen Raufer zog mich vollständig in seinen Bann. Die schicksalhafte Begegnung eines verletzten tierischen Freigängers, des Katers „Raufer“, und eines ebensolchen menschlichen Wesens, die über- und voneinander lernen, hat mich bezaubert. In liebevollen, manchmal humorvollen Worten beschreibt Andrea Schacht zutiefst menschliche wie auch tierische Eigenheiten und bringt auch die Themen Tierschutz, Familie, Versöhnung – und Liebe in die Geschichte ein. Ihre menschlichen und auch die tierischen Protagonisten sind liebenswert gezeichnet und man kann nicht umhin, sich in dieses Buch zu verlieben.

Fünf Sterne für dieses Goldstück


(Rezension zur Printausgabe)