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Veröffentlicht am 28.04.2018

Schicksalsgemeinschaft

Alles was glänzt
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Das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht angesprochen, aber der Klappentext konnte mich dann überzeugen und ich war neugierig auf das Buch von Marie Gamillscheg.

Klappentext:
Marie Gamillscheg nimmt ...

Das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht angesprochen, aber der Klappentext konnte mich dann überzeugen und ich war neugierig auf das Buch von Marie Gamillscheg.

Klappentext:
Marie Gamillscheg nimmt den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt. Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.

Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Die Wirtin Susa zum Beispiel, wenn sie im „Espresso“ nachts die Pumpen von den Ketchup-Eimern schraubt. Oder der alte Wenisch, ihr letzter Stammgast. Sogar der Bürgermeister, wenn er nicht gerade auf Kur ist. Zuallererst aber hat es der schweigsame Martin gespürt, bis er dann eines Morgens die Kontrolle über sein Auto verlor. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen. Für die junge Teresa und den Neuankömmling Merih ist die Sache klar: Sie will sich endlich absetzen aus dem maroden Ort, er hingegen sucht einen Neuanfang - ausgerechnet hier.


Der Schreibstil ist anspruchsvoll und man muss sich schon konzentrieren beim Lesen des Buches. Aber das macht es auch interessanter. Die Landschaften sind sehr detailliert beschrieben, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und beim Lesen ein klares Bild der Berge vor Augen hatte. Auch die Bewohner im Dorf des Berges, konnte ich mir dank der Beschreibungen gut vorstellen. Es ist kein Buch, das sich mal schnell dazwischen lesen lässt, sondern eher anspruchsvollere Literatur. Aber mich konnte das Buch, auch aufgrund seiner Einzigartigkeit überzeugen, auch wenn es kein Ende im klassischen Sinne gibt, sondern das Buch einen mit vielen Fragen zum Ende zurücklässt, aber das passt auch sehr gut zum Buch und zur Erzählweise von Marie Gamillscheg.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Die Geschichte der Reemtsma-Entführung

Wir sind dann wohl die Angehörigen
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Das Cover ist interessant gestaltet und passt sehr gut zur Geschichte des Buches. Auch der Klappentext hat meine Neugier geweckt, so dass ich das Buch lesen wollte, um die Reemtsma-Entführung aus der Sicht ...

Das Cover ist interessant gestaltet und passt sehr gut zur Geschichte des Buches. Auch der Klappentext hat meine Neugier geweckt, so dass ich das Buch lesen wollte, um die Reemtsma-Entführung aus der Sicht von Johann, dem Sohn von Jan Philipp Reemtsma kennenzulernen.

Klappentext:
Johann Scheerer erzählt auf berührende und mitreißende Weise von den 33 Tagen um Ostern 1996, als sich sein Vater Jan Philipp Reemtsma in den Händen von Entführern befand, das Zuhause zu einer polizeilichen Einsatzzentrale wurde und kaum Hoffnung bestand, ihn lebend wiederzusehen.
»Es waren zwei Geldübergaben gescheitert und mein Vater vermutlich tot. Das Faxgerät hatte kein Papier mehr, wir keine Reserven, und irgendwo lag ein Brief mit Neuigkeiten.« Wie fühlt es sich an, wenn einen die Mutter weckt und berichtet, dass der eigene Vater entführt wurde? Wie erträgt man die Sorge, Ungewissheit, Angst und die quälende Langeweile? Wie füllt man die Tage, wenn jederzeit alles passieren kann, man aber nicht mal in die Schule gehen, Sport machen, oder Freunde treffen darf? Und selbst Die Ärzte, Green Day und die eigene E-Gitarre nicht mehr weiterhelfen?


Die Geschichte hat mich von Anfang an überzeugen können und die Erzählung aus der Sicht des Sohnes ist sehr interessant. Das gibt einen anderen Blickwinkel auf die Entführung. Der Schreibstil ist klar und flüssig, so dass es leicht fällt das Buch zu lesen. Die handelnden Personen und Handlungsorte sind gut und detailliert beschrieben und ich hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Man konnte beim Lesen richtig gut mit dem Sohn mitfühlen und seine Gefühle im Rahmen der Entführung waren gut beschrieben. Obwohl man den Ausgang der Entführung ja kannte, war es dennoch spannend bis zum Schluss.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich hatte ein paar unterhaltsame Lesestunden.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Wer hat Schuld?

Die Sprache des Schmerzes
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Nach dem ersten Teil der Reihe, war ich sehr gespannt, auf den nächsten Band um Liz Günther. Und darum geht es in dem Buch von Leonie Haubrich:

Klappentext:

Ein Fehlurteil, eine Entführung, ein Psychoduell ...

Nach dem ersten Teil der Reihe, war ich sehr gespannt, auf den nächsten Band um Liz Günther. Und darum geht es in dem Buch von Leonie Haubrich:

Klappentext:

Ein Fehlurteil, eine Entführung, ein Psychoduell – und ein Kampf um Gerechtigkeit, der in unfassbare Abgründe führt.
Thomas Juchmann kann aus dem Maßregelvollzug fliehen. Dabei ist er nur von einem Gedanken getrieben: die Konfrontation mit dem Gutachter, der dafür verantwortlich ist, dass Thomas für einen Mord verurteilt wurde, den er nie begangen hat. Elf Jahre lang saß er in der Psychiatrie.
Doch das Vorhaben gestaltet sich schwieriger als geplant. Bald muss sich Thomas fragen: Gibt es für ihn eine Grenze, die er nicht überschreitet, um sein Ziel durchzusetzen? Ist er wirklich besser als der Gewalttäter, für den ihn alle halten?
Ein dramatischer Psychothriller, in dem aus Jägern Gejagte werden und umgekehrt, in dem Schuld und Unschuld verschwimmen.



Das Cover ist schön gestaltet, passt gut zum Inhalt des Buches und zusammen mit dem Klappentext konnte es mich direkt in seinen Bann ziehen. Das Buch liest sich, wie auch die vorherigen Bücher der Autorin, flüssig und locker und die Spannung ist von Beginn an gegeben und hält bis zum Schluss. Lediglich im Mittelteil fand ich es zum Teil nicht ganz so fesselnd, aber die Spannung hat dann zum Ende hin wieder zugenommen. Die handelnden Personen konnte ich mir gut vorstellen und dank der detaillierten Beschreibungen hatte ich auch die Handlungsorte beim Lesen klar vor Augen. Ich konnte mich gut in die jeweilige Situation hineinversetzen und habe mich gut unterhalten gefühlt.

Ein spannender Thriller um Liz Günther und über weite Teile des Buches fesselnde Unterhaltung. Ich habe zwar vorher den ersten Teil um Liz Günther gekannt, aber ich denke, dieses Buch lässt sich auch ohne Vorwissen aus Band 1 gut lesen und verstehen.

Veröffentlicht am 01.04.2018

Südtirol-Krimi

Wie du mir so er dir
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Das war mein erstes Buch um den Ermittler Commissario Fameo und ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen. Es war aber kein Problem, die Handlung zu verstehen, lediglich die Charaktere blieben etwas ...

Das war mein erstes Buch um den Ermittler Commissario Fameo und ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen. Es war aber kein Problem, die Handlung zu verstehen, lediglich die Charaktere blieben etwas schwach dargestellt, aber das kann auch an den fehlenden Kenntnissen aus den ersten Bänden liegen. Das Cover finde ich sehr interessant gestaltet und nicht unbedingt das, was man von einem Cover für einen Krimi erwartet. Und darum geht es in dem Südtirol-Krimi von Ralph Neubauer:

Klappentext:
Zwei mysteriöse Morde in Meran mit zeitlichem Abstand.
Tötungsart identisch. Der ersten Leiche fehlen die Augen, der zweiten Leiche fehlt die Zunge. Der erste Ermordete ist in das Plagieren von Medikamenten verstrickt. Commissario Fameo und seine Assistentin geraten in eine verzwickte Geschichte mit hochexplosivem Hintergrund. Nichts ist, wie es scheint. Verworrene Fäden und Varianten von Abhängigkeiten, das sind die Zutaten dieses Südtirolkrimis.



In die Handlung und die Geschichte habe ich gut hineingefunden und hatte keine Probleme die Zusammenhänge zu verstehen. Die Spannung baut sich nach und nach auf und nimmt zum Ende des Buches noch einmal zu. Der Schreibstil ist flüssig und locker und die Erzählweise ist leicht verständlich. Die Unterteilung der Kapitel ist gut gelungen und es sind keine zu langen Passagen zum Lesen. Nach den Informationen auf dem Klappentext habe ich zwar etwas mehr Spannung und Nervenkitzel erwartet, aber dennoch ist es ein solider Krimi, der mich gut unterhalten hat. Ich denke die handelnden Personen sind besser vorstellbar, wenn man die ersten beiden Bände vorher gelesen hat, aber es ist kein Muss, um hier folgen zu können.

Für mich ein guter Krimi, der mich gut unterhalten konnte und mir einige spannende Lesestunden beschert hat. Ich kann mir durchaus vorstellen, auch die anderen Teile der Reihe zu lesen.

Veröffentlicht am 11.03.2018

Unterhaltsamer Roman

Wenn Martha tanzt
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Das Cover ist sehr schön gestaltet und auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht auf das Buch.


Klappentext:
Eine magische Kindheit in Pommern und eine wilde Zeit am Bauhaus!
Ein junger Mann reist ...

Das Cover ist sehr schön gestaltet und auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht auf das Buch.


Klappentext:
Eine magische Kindheit in Pommern und eine wilde Zeit am Bauhaus!
Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar - ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert - für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur ...



Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich leicht lesen. Die handelnden Personen konnte ich mir dank der detaillierten Schreibweise sehr gut vorstellen und auch die Handlungsorte hatte ich beim Lesen klar vor Augen. An etlichen Stellen des Buches hatte ich beim Lesen „Kopfkino“, wie es schon das Cover verspricht. Die Erzählweise wechselt von der Gegenwart in die Vergangenheit, aber beide Erzählstränge sind gut verbunden und klar im Kapitel überschrieben, so dass man beim Lesen immer weiß, in welcher Zeit und wo die Handlung gerade spielt. Ich fand das Leben von Martha durch das gesamte Buch gut und spannend beschrieben, so dass es mir leicht gefallen ist, das Buch in fast einem Rutsch zu lesen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich die Erzählungen langweilen und wollte unbedingt wissen, wie es mit Martha weitergeht.

Für mich ein unterhaltsamer Roman und 4 Sterne.