Cover-Bild Wintersterne
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 09.10.2017
  • ISBN: 9783453359109
Isabelle Broom

Wintersterne

Roman
Uta Rupprecht (Übersetzer)

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2017

Schöne winterliche Geschichte über drei Frauen und ihre Schicksale

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Megan, Hope und Sophie reisen unabhängig voneinander und aus unterschiedlichen Gründen nach Prag. In der Hotelbar lernen sie sich zufällig kennen und verbringen dann immer wieder Zeit miteinander. Obwohl ...

Megan, Hope und Sophie reisen unabhängig voneinander und aus unterschiedlichen Gründen nach Prag. In der Hotelbar lernen sie sich zufällig kennen und verbringen dann immer wieder Zeit miteinander. Obwohl sie sowohl altersmäßig als auch charakterlich recht unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb gut und es entwickeln sich sogar langsam Freundschaften.

Isabelle Broom erzählt hier die Geschichte der drei Frauen zunächst in verschiedenen Handlungssträngen. Zu Beginn erleben wir die drei Frauen bei ihren Reisevorbereitungen, lernen sie ein bisschen kennen und erfahren etwas über ihre Gründe, nach Prag zu reisen.
Nachdem sie in Prag im Hotel aufeinander getroffen sind, verknüpfen sich die Handlungsstränge. Relativ schnell wird klar, welche Sorgen oder Probleme Megan und Hope bewegen, nur Sophie bleibt lange Zeit ein bisschen undurchsichtig. Bei vielen Besichtigungstouren durch die Stadt und gemeinsam verbrachten Abenden erfährt man viel über die drei sympathischen Frauen und ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Interessant fand ich auch, die Darstellung der Wahrnehmungen und Einschätzungen der Frauen gegenseitig. So bekommen alle drei Figuren eine gewissen Tiefe.
Und so geht die Story voran und ich war gespannt, wie sich die Dinge für die drei entwickeln würden. Dabei gab es viele emotionale Momente, fröhliche, traurige, melancholische und dabei gelingt es der Autorin nicht zu sehr dramatisch oder bedrückend zu werden sondern die Unterhaltung im Vordergrund stehen zu lassen.
Die Geschichte verläuft relativ ruhig, wenn auch nicht ereignislos, aber Spannung gab es bis zu einem gewissen Punkt keine. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch dann aber nicht mehr aus der Hand legen bis ich das Ende erreicht hatte. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin noch einen Teil anfügt, in dem mit einem Zeitabstand von fünf Monaten gezeigt wird, wie sich Entscheidungen und Ereignisse ausgewirkt haben. Ich finde, das rundet die Geschichte gut ab und bringt sie zu einem schönen Abschluss.

Dieses Zitat gibt den Kern der Geschichte gut wieder:
„Sie alle waren nach Prag gekommen, um Antworten zu finden, und die Stadt hatte sie ihnen gegeben, auf die einzige Art, die sie kannte - indem sie sie zusammengeführt hatte.“ (Seite 405)

Wirklich gut gefallen und auch beeindruckt hat mich die liebevolle und detaillierte Beschreibung von Prag. Die Autorin war entweder selbst schon oft dort und liebt die Stadt oder sie hat sehr gut recherchiert. Neben den Beschreibungen von Straßen, Plätzen und Sehenswürdigkeiten liefert sie auch noch etliche Hintergrundinformationen zur Geschichte, Kultur, Essen und den Menschen dort. Bei den vielen Streifzügen der Protagonisten durch die Stadt hatte ich oft das Gefühl, selbst dabei zu sein.
Die Geschichte spielt im Winter und man spürt beim Lesen fast die Kälte und den Schnee aber auch das besondere Flair der Stadt in der Vorweihnachtszeit. Das gibt der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre.

Dieses emotionale Buch hat mich mit gut gezeichneten Protagonisten, vielen Emotionen, ein bisschen Dramatik und viel Winterzauber in Prag gut unterhalten! Wer eine schöne Geschichte zur Einstimmung auf die kalte Jahreszeit, vielleicht bei einem Becher Glühwein, sucht, liegt mit diesem Buch sicher richtig!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

Veröffentlicht am 20.12.2017

Prag in Touristenhand

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Naja, das ist es eigentlich immer, aber diesmal wird Prag aus der Sicht englischer Touristen, korrekter: Touristinnen geschildert. Hope und Megan, beide mit Männern, mit denen sie unterschiedliche Beziehungen ...

Naja, das ist es eigentlich immer, aber diesmal wird Prag aus der Sicht englischer Touristen, korrekter: Touristinnen geschildert. Hope und Megan, beide mit Männern, mit denen sie unterschiedliche Beziehungen verbinden, unterwegs, treffen im Hotel die junge Sophie, die irgendwie nicht von dieser Welt zu sein scheint. Allerdings ist sie die einzige, die Prag wie ihre Westentasche kennt.

Nicht nur die Frauen, sondern auch ihre Mitreisenden Charlie und Ollie spielen eine Rolle und ich habe mehrfach gedacht: denen würde ich als Touristen nicht gern begegnen. Alkohol spielt bei den meisten Stadtbummeln dieser Briten eine sehr große Rolle, so dass meine diesbezüglichen Vorurteile durchaus bestätigt werden, ist dieses Buch doch von einer Britin geschrieben, die es wissen muss!

Nun, in diesem Roman erleben wir ein großes Auf und Ab mit durchaus charmanten Protagonisten (na gut, teilweise mit ein paar Abstrichen, was aber gar nicht stört), die eine sehr realistische Version typisch britischer Touristen verkörpern und dem Leser den Reiseklassiker Prag auf eben diese Weise rüberbringen. Von Prag bekommt man nicht allzuviel mit. Wohlgemerkt, es werden zwar viele Orte und Stätten erwähnt, aber es geschieht eher im Sinne von Abhaken, eine wahre Atmosphäre entsteht nicht.


Es werden schon sehr viele Klischees rübergebracht, muss ich sagen. Insgesamt ist dies aber eine nette Geschichte mit sympathischen Figuren, die alle ein ordentliches Päckchen zu tragen haben, wie sich nach und nach herausstellt. Wie so oft in der Realität sollte man mit diesen Typen ein bisschen Zeit verbringen, um festzustellen, dass sie einem beim Lesen doch so ziemlich ans Herz gewachsen sind.


Ja, ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch hin und her geworfen bin, was ein endgültiges Urteil angeht. Einerseits war es sehr klischeehaft, andererseits gab es durchaus atmosphärische Momente und grundlegende Überlegungen und vor allem: tolle Protagonisten. Insgesamt also doch ein positives Urteil, zumal die Autorin Isabelle Broom mich bis zur letzten Seite zu fesseln vermag.


Auf jeden Fall etwas für den Urlaubskoffer, wobei Pragreisende eher enttäuscht sein dürften. Aber als warmherzige Urlaubslektüre für den Liegestuhl in welcher Ecke der Welt auch immer ist das Buch sehr passend.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Wunder von Prag

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"Diese Stadt hat etwas Magisches."

Klappentext

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen ...

"Diese Stadt hat etwas Magisches."

Klappentext

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit, mit ihren Herzenswünschen und führen sie zu besonderen Begegnungen.

Erster Satz

Als die Nacht hereinbrach, begann es zu schneien, und mit dem Schnee kam die Stille.

Meinung

Zu Beginn starte ich direkt mit dem Cover von Wintersterne. Es ist wirklich wunderschön! Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich direkt Appetit auf Nüsse, Orangen und Heidelbeeren, aber... (es folgen leider noch ein paar) das Cover passt nicht so richtig zum Inhalt. Es ist zwar eine winterlich weihnachtliche Geschichte, aber es geht in dieser Geschichte um Prag, um die Magie dieser Stadt, daher fände ich ein Bild von der Stadt irgendwie schöner. Karlsbrücke, dunkler Sternenhimmel (würde ja auch zum Titel passen)... irgendwie so etwas. Wenn es eine Szene gegeben hätte, wo eine Teekanne, Orangen, Nüsse etc. eine Rolle gespielt hätten, wäre das auch wieder etwas Anderes. Doch die gab es nicht... Soll ich euch etwas sagen? Das englische Cover passt perfekt! Da gefällt mir auch der Titel besser... a Year and a Day.

In dem Roman geht es um drei Frauen, die sich in Prag kennenlernen und versuchen, sich selbst zu finden. Jede hat ihre persönlichen Sorgen und Ängste, die sie versuchen zu lösen. Die Blickwinkel wechseln pro Kapitel und es ist dadurch sehr abwechslungsreich, weil man jederzeit bei den Frauen in die Köpfe schauen kann. Ich muss aber dem Klappentext widersprechen. Gemeinschaftliche Streifzüge? Wenn man es ganz genau nimmt, waren die Frauen einmal zusammen Glühweintrinken und treffen sich entweder zum Frühstück oder zum Abendessen im Hotel. Unter gemeinschaftlichen Streifzügen verstehe ich etwas Anderes, und das fand ich sehr schade.

Megan fand ich am Anfang ziemlich cool, lässig, witzig, aber umso weiter ich gelesen habe, umso genervter wurde ich. Zwischendurch hätte ich sie am liebsten geschüttelt, weil sie nur an sich gedacht hat und nicht auf den Punkt gekommen ist.
Hope war sehr mütterlich, lieb und freundlich, auch des Öfteren besorgt, bei ihr war es so, dass ich mich immer weniger für sie interessiert habe. Sie hatte zwar ihren besonderen Herzenswunsch oder machte sich Sorgen um ihren Partner, aber sie blieb eher im Hintergrund.
Nun zu Sophie, die Dritte im Bunde. Sie fand ich am interessantesten, denn sie war geheimnisvoll und sehr zurückhaltend. Ich fand ihre Erinnerungen, die sie mit Prag verbunden hat, immer ganz schön. Außerdem fragt man sich die ganze Zeit, was mit ihr los ist und genau das fragen sich dann auch irgendwann Megan und Hope.

Der Prolog vom Buch ist sehr schockierend und genau zu dieser Situation wollte ich die ganze Zeit kommen, aber es passierte nichts. Ich glaube, es gibt Leser/innen, die hätten schon viel eher abgebrochen, aber ich wollte wissen, was es mit dem Prolog auf sich hat. Und das war der Grund, warum ich so lange durchgehalten habe. Ich habe 366 Seiten gelesen und dann wurde es spannend. Das Blöde ist, das Buch endet mit Seite 443. Das fand ich soooo schade, denn das Buch hatte Potential!

Der Schreibstil ist toll, die Beschreibungen vom winterlichen Prag sind bezaubernd. Ich liebe Prag, ich war schon oft dort und bin immer wieder verzaubert von den vielen kleinen Wundern. Vieles habe ich wiedererkannt. Doch zwischendurch passierte nichts, ich habe es beiseite legen können ohne den Drang zu haben: Du musst weiterlesen. Die Spannung blieb immer wieder auf der Strecke bis auf die Wendung am Ende. Den Epilog fand ich wieder sehr schön, denn dort erfuhr man, was aus den drei Frauen geworden ist.

Das Buch ist im Großen und Ganzen schön, aber mich hat es leider erst am Ende gefesselt und das ist schade.

Ich durfte das Buch kostenlos lesen und bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

Fazit

Ein winterlich weihnachtlicher Roman im verschneiten Prag über drei Frauen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Wer auf Spannung verzichten kann, ruhigere Liebesgeschichten mag und mehr von der wunderbaren Stadt Prag erfahren möchte, für den ist es genau das Richtige.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Guter Schmöker

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Das Buch ist ein wunderbarer Reiseführer für Prag. Wer schon einmal dort war, wird vieles wiedererkennen und in Erinnerungen schwelgen können. Wer Prag noch nicht kennt, wird vielleicht nach dem Lesen ...

Das Buch ist ein wunderbarer Reiseführer für Prag. Wer schon einmal dort war, wird vieles wiedererkennen und in Erinnerungen schwelgen können. Wer Prag noch nicht kennt, wird vielleicht nach dem Lesen des Buches Lust auf diese wunderschöne Stadt bekommen.
Die Autorin beschreibt in einem sehr gut zu lesenden Schreibstil und sehr detailliert die schönsten Sehenswürdigkeiten und bringt eine magische Stimmung über die Stadt.

Es gibt drei Lebens-Liebes-Geschichten (Megan, Hope und Sophie), die abwechselnd erzählt werden. Anfangs wirken alle recht heiter und locker, jedoch werdem sie mit jeder Seite etwas dunkler und ernster. Die Leichtigkeit geht schnell verloren und die ernsten Themen und die Widersprüche drängen nach vorn. Jeder, der drei Frauen, geht ganz unterschiedlich mit der Entwicklung um. Ich fand die Geschichten gut gemacht. Isabelle Broom zeigt, dass man in jedem Lebensabschnitt in Situationen kommt, die schmerzen und die man nicht verdrängen kann.

Mit Sophie und auch Hope sind ihr die Geschichten gut gelungen. Jedoch Megan hat mich einfach nur genervt. Sie will das Beste von allem, aber selber nicht zurückstecken oder etwas zurückgeben. Sie klammert sich an eine gescheiterte Beziehung, die ihr, für alles als Ausrede herhalten muss. Es war anstrengend immer die gleichen Diskussionen, Gedankengänge und Widersprüche zu lesen.

Insgesamt ist es jedoch ein gutes Buch, das einlädt nach Prag zu reisen und vorallem die Vorweihnachtszeit in Prag zu genießen.

Veröffentlicht am 01.04.2018

Winter in Prag

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Drei völlig verschiedene Frauen treffen sich im winterlichen Prag in einer Hotelbar kennen und schätzen. Megan, Hope und Sophie sind irgendwie alle vor sich selber, oder ihren Lie-besdingen wegzulaufen. ...

Drei völlig verschiedene Frauen treffen sich im winterlichen Prag in einer Hotelbar kennen und schätzen. Megan, Hope und Sophie sind irgendwie alle vor sich selber, oder ihren Lie-besdingen wegzulaufen. Sophie steht vor einem ganz großen Problem, denn trotz der großen Gefühle kann sie ihre große Liebe nie wieder zurück bekommen, Megan will Gefühle ein-fach nicht zulassen. Das verschneite Prag bietet hier eine phantastische Kulisse und alle ver-binden mit dieser Stadt etwas besonderes. Das wirkt erstmal alles als wenn sich hier parallel drei Liebesgeschichten entwickeln, drei Pärchen im winterlichen Zauber von Prag.
Den Anfang fand ich etwas schwerfällig, die Personen wirkten auf mich unterschiedlich und jede mit ihren eigenen Ängsten, die erst eher angedeutet werden. Leselust kam bei mir nicht auf, da es für mich recht langatmig beschrieben wurde. Es zog sich in die Länge und das Positive, was man im Allgemeinen mit der Liebe verbindet zeigte sich erstmal auch nicht. Überwiegend verletzte Gefühle, unterdrückte Gefühle und Verlustschmerz. Dazu wirkte es irgendwie bedrückend, alle unterschwellig problembehaftet und es dauert, bis jeder zu sei-nen Gefühlen steht und die auch mitteilen kann. Es spitzt sich an der Karlsbrücke zu, die alle dazu bringt durchaus neu anzufangen und am Ende kommt man als Leser tatsächlich noch zu einem guten Ende.
Der Schreibstil lässt sich gut lesen, doch für mich fehlte da dieses besondere „Etwas“, was mich die Geschichte der Protagonisten neugierig weiter zu verfolgen liess.