Profilbild von Ritja

Ritja

Lesejury Star
offline

Ritja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ritja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2018

No. 7

Provokateure
0

Es ist bereits der siebte Fall von Bruno und seinem Team und diesmal ziehen viele dunkle Wolken über Saint-Denis. Die Geschichte ist aktuell (auch wenn das Buch vor 2 Jahren veröffentlicht wurde) und ...

Es ist bereits der siebte Fall von Bruno und seinem Team und diesmal ziehen viele dunkle Wolken über Saint-Denis. Die Geschichte ist aktuell (auch wenn das Buch vor 2 Jahren veröffentlicht wurde) und brisant. Es lässt den Leser nicht los und viele Grausamkeiten werden aufgedeckt und erschrecken.
Aber Martin Walker verschafft dem Leser immer wieder kleine positive Momente. Denn das Liebeskarussell bei Bruno nimmt etwas Fahrt auf. Es gibt eine neue interessante und starke Frau, die für ein kleines Gefühlschaos bei Bruno sorgt. Die anderen Frauen (Pamela und Fabiola) sind natürlich auch wieder mit dabei und auch das gemeinsame Essen und Kochen hat wieder seinen Platz in der Geschichte. Im Vordergrund stehen jedoch ein autistischer Junge, ein muslimischer Undercover-Agent und eine amerikanische FBI-Agentin, die alle irgendwie miteinander verbunden sind.

Man sollte sich etwas für die Politik und die Vorkommnisse in Afghanistan interessieren, denn Martin Walker geht stark darauf ein. Auch die Nebengeschichte (versteckte Kinder) ist gut und interessant und deckt eine andere geschichtliche Zeit von Saint-Denis ab.

Insgesamt fand ich den Krimi spannend, interessant und Bruno ist (aus meiner Sicht) wieder mehr Polizist als Frauenversteher, was mir gut gefällt.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Kommissar Dühnfort... spannend und gut

Deiner Seele Grab (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 6)
0

Inge Löhnig hat auch diesmal wieder einen spannenden und wenig durchschaubaren Krimi geschrieben. Kommissar Dühnfort muss neben seinen privaten Problemen und einer internen Untersuchung auch noch mehrere ...

Inge Löhnig hat auch diesmal wieder einen spannenden und wenig durchschaubaren Krimi geschrieben. Kommissar Dühnfort muss neben seinen privaten Problemen und einer internen Untersuchung auch noch mehrere Todesfälle aufklären. Löhnig lässt mehrere Handlungsstränge parallel laufen, so dass man nie so richtig weiß, welche Spur, welcher Verdächtige am Ende zum Ziel führen. Die Hauptcharaktere entwickeln sich weiter und haben ebenfalls mit ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen. Das Thema ist aktuell und ist in vielen Familien vorhanden. Es macht teilweise nachdenklich und traurig und es zeigt, welche Macht Geld hat und wie Gier einen Menschen verändern kann.

Es ist bereits der sechste Fall für Konstantin Dühnfort. Man kann in die Serie einsteigen, da die Autorin stets kleine Rückblenden einbaut. Jedoch ist es wohl interessanter die Entwicklung der Charaktere zu erlesen, da man dann erst die kleinen Eigenheiten besser versteht und zu interpretieren weiß.

Für mich wird es auch einen siebten Fall geben, denn Inge Löhnig verschafft mir immer wieder ein Lesevergnügen.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Der dritte Fall

Das Labyrinth des Malers
0


Auch der dritte Fall für Fin O Malley ist alles andere als gewöhnlich. Erst bekommt er eine Pilgerreise vom Gericht aufgebrummt und dann muss er sich auch noch einem alten Kauz annehmen. Carolin Römer ...


Auch der dritte Fall für Fin O Malley ist alles andere als gewöhnlich. Erst bekommt er eine Pilgerreise vom Gericht aufgebrummt und dann muss er sich auch noch einem alten Kauz annehmen. Carolin Römer führt den Leser wieder in die raue Landschaft von Irland. Fin lebt immer noch mit den gleichen eigenwilligen Dorfbewohnern zusammen und auch diesmal werden wieder die Kobolde aktiviert. Die Dorfbewohner sind mittlerweile alte Bekannte und man hat sie irgendwie in das Herz geschlossen. Man freut sich wieder von ihnen zu lesen und dabei sein zu können.

Der Krimi hebt sich von den gängigen Krimis ab. Fin ist nicht so ganz korrekt mit seinen Worten und Taten, er drückt gern mal ein Auge zu und in "seinem" Dorf macht sowieso jeder, was er will. Seine Suche wird nicht so gern gesehen und so begibt er sich unfreiwillig wieder in brenzlige Situationen. Die Geschichte ist etwas verworren. Trotzdem macht sie Spaß und unterhält den Leser gut. Falls Fin noch einmal ermitteln darf, bin ich gern wieder mit dabei.

Veröffentlicht am 03.05.2018

Überraschend gut

Die Gestirne
0

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von buecher.de erhalten. Meine Begeisterung hielt sich anfangs in Grenzen, da ich nicht so gern historische Romane lese. Und dieses Buch war dazu noch ziemlich ...

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von buecher.de erhalten. Meine Begeisterung hielt sich anfangs in Grenzen, da ich nicht so gern historische Romane lese. Und dieses Buch war dazu noch ziemlich umfangreich. Doch ich wagte mich an das Buch und die Geschichte überraschte mich positiv.

Der Anfang, das muss ich zugeben, war sehr schleppend und zäh und mit vielen Personen und Handlungssprüngen. Ich kämpfte mich jedoch mit Hilfe des Personenverzeichnisses durch die Seiten und ungefähr nach einem Viertel der Geschichte fing diese an Spaß zu machen. Jetzt kam sie in die richtige Bahn und floß nur so über die Seiten. Die Figuren waren bekannt, sie konnten sich nun entwickeln und entfalten und der sehr gute Schreibstil der Autorin sorgte für ein schönes Lesetempo. Die vielen kleinen Wendungen in den Handlungen, die kleinen Geheimnisse, die erst nach und nach freigegeben worden, sorgten für die Abwechslung und die Spannung in der Geschichte. Phasenweise war Eleanor Catton mir zu detailverliebt und etwas zu langsam. Auch wiederholte sie sich des Öfteren, aber es hielt sich noch die Waage, so dass man es als Erinnerungsstütze ansehen konnte.

Die Autorin hat es geschafft, dass es nicht nur ein historischer Roman, sondern auch ein kleiner Kriminalfall ist. Nicht im klassischen Sinne, aber es gibt auch hier Tote und Verdächtige. Was mir sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil. Er war so gut, dass man beim Lesen Bilder im Kopf entwickeln konnte und die Geschichte wie ein kleiner Film ablief.

Es ist kein Buch, welches man mal so eben für zwischendurch liest. Man muss sich etwas Zeit nehmen (vorallem für den Anfang) und möglichst längere Passagen lesen, denn durch die etwas langsamere Erzählweise reichen ein paar Seiten nicht aus, um die Geschichte voranzubringen.

Insgesamt ist es eine interessante, gut gestrickte Geschichte für die man einen längeren Atem braucht, aber trotzdem gut unterhalten wird.

Veröffentlicht am 03.05.2018

Unterhaltsam und kurzweilig

Landliebe
0

Wer die Fernsehsendung "Bauer sucht Frau" kennt, wird hier immer wieder Elemente/Szenen aus der Sendung wiedererkennen. Es ist fast schon ein herrlich böser Blick hinter die Kulissen. Die Abläufe kann ...

Wer die Fernsehsendung "Bauer sucht Frau" kennt, wird hier immer wieder Elemente/Szenen aus der Sendung wiedererkennen. Es ist fast schon ein herrlich böser Blick hinter die Kulissen. Die Abläufe kann man sich genauso vorstellen - gestellte Texte und Szenen, Wohnungseinrichtungen, die einfach nur gruselig sind und auch die große Liebe nur gespielt.

Ellie und Tom sind eines von diesen Paaren, die über eine Kuppelshow (hier: Landliebe), die große Liebe suchen oder eben die finanziellen Probleme damit lösen wollen. Beide stellen fest, dass es schwieriger als gedacht ist, diese Show über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Zumal des Amors Pfeil vielleicht dann doch noch einen Treffer landet.

Die Dialoge sind manchmal herrlich witzig und bissig-zickig und dann manchmal auch schnulzig und kitschig. Diana Amft kannte ich aus einer Arztserie und so war ich gespannt, wie sie die Geschichte lesen wird. Es war durchwachsen, denn Ellie passte wie die Faust aufs Auge. Ich konnte mir die Figur so gut vorstellen (gut, ich gebe zu, ich dachte mehr an Gretchen als an Ellie) und mich herrlich über sie amüsieren. Jedoch die männlichen Parts konnte sie nicht so gut vermitteln. Es fehlte etwas die markante männliche Note, die sie leider nicht in der Stimme hatte. Hier wäre ein männlicher Sprecher gut gewesen.

Insgesamt ist es ein unterhaltsames und witziges Hörbuch mit Humor, kleinen bissigen Seitenhieben auf die Fernsehserie und einer guten Portion Schnulz und Romantik.