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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2018

Packender Thrill

Die Zahlen der Toten
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Dieser Thriller ist so packend, dass mann ihn, hat man erst einmal zu lesen angefangen, nicht mehr aus der Hand legen möchte. Um das Ende zu erfahren, habe ich heute Nacht bis um 2.30 Uhr gelesen und danach, ...

Dieser Thriller ist so packend, dass mann ihn, hat man erst einmal zu lesen angefangen, nicht mehr aus der Hand legen möchte. Um das Ende zu erfahren, habe ich heute Nacht bis um 2.30 Uhr gelesen und danach, natürlich, unruhig geschlafen.

Das Buch beginnt mit den Gedanken einer Frau, die weiß, dass sie sterben wird. Ihre grausam zugerichtete Leiche wird gefunden. Kate, eine äußerlich toughe junge Polizeichefin, setzt alles daran, zusammen mit ihren Mitarbeitern den Mörder zu finden. Alles...? Wirklich alles? Kate hat ein dunkles Geheimnis aus ihrer Jugend bei den Amischen. Sie meint, den Mörder zu kennen und grenzt dadurch ihre Recherchen ein. Inzwischen gibt es weitere Opfer, noch grausamer zugerichtet als das Erste. Übergeordnete Stellen werden einbezogen und Kate bekommt gegen ihren Willen einen FCI-Agenten zur Seite gestellt. Tomasetti hat auch ein Geheimnis, ist alkohol- und tablettensüchtig und soll durch diesen Einsatz erkennen, dass er für den Polizeidienst nicht mehr taugt.

Ein weiterer Mord passiert und Kate wird wegen Erfolglosigkeit entlassen. An ihre Stelle tritt ein ehrgeiziger und skrupelloser Sheriff.

Linda Castillo hat ein wirklich spannungsgeladenes Buch geschrieben. Teilweise so anschaulich, dass einem beim Lesen übel wird. Man fragt sich die ganze Zeit, was für ein Mensch zu solchen Untaten fähig ist. Sehr sorgfältig werden die Charaktere der handelnden Personen gezeichnet, ihre Gedanken dargelegt. Ein tieferer Einblick in die Aufklärungsarbeit der Polizei wird gegeben. Der Leser erfährt, in welche Richtungen ermittelt wird, wie vielfältig die Spuren sind, die verfolgt werden müssen und wie mühselig die Ermittlungen sein können. Typische Reaktionen der möglicherweise involvierten Personen, von Entsetzen bis zu wütend machender Schnöseligkeit werden dargestellt und wecken beim Leser vielfältige Emotionen.
Ein interessantter Nebenschauplatz ist die Lebensweise der Amisch-Gemeinde, ihre Wertevorstellungen und ihr Lebensstil. Kate wuchs in ihrer Mitte auf.

Ein unerwartetes Ende wird präsentiert.

Dieser Thriller ist ein atemraubendes Leseerlebnis und macht süchtig nach weiteren Büchern der Autorin.




Veröffentlicht am 31.05.2018

Duiden sind sehr unterhaltsam

Gehetzt
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Unterhaltsam, fantasievoll und ironisch kommt der "Eiserne Druide" daher. Aussehend wie ein leicht schlampiger College-Student der Jetzt-Zeit erlebt der über 2000-jährige die tollsten Begegnungen mit irischen ...

Unterhaltsam, fantasievoll und ironisch kommt der "Eiserne Druide" daher. Aussehend wie ein leicht schlampiger College-Student der Jetzt-Zeit erlebt der über 2000-jährige die tollsten Begegnungen mit irischen Gottheiten, Hexen, Dämonen. Er wird von seinem treuen, täppischen Wolfshund Oberon begleitet, mit dem er mental durchaus unterhaltsam kommuniziert. Weitere Freunde oder Geschäftspartner sind eigentlich Werwölfe mit einem wahrlich guten Geschäftssinn. Ein aufregendes Leben.
Im reinsten Wortsinn immer wieder von der Todesfee umkreist, hütet er ein magisches Schwert, das der irische Gott der Liebe als seines erachtet (wohl nicht ganz zu unrecht). Mit ziemlich fiesen Tricks möchte der das Zauberschwert wieder an sich bringen und ganz nebenbei somit göttliche Konkurrenz besiegen. Kann der Druide mit Hilfe der Erdkraft, seiner Magie und mit der Unterstützung seiner Verbündeten bestehen?
Toll geschrieben, super zu lesen, nie langweilig, humorvoll und einfallsreich hat Kevin Hearne ein Klassebuch für uneingeschränktes Lesevergnügen - nicht nur für Fantasy-Liebhaber- geschrieben.

Veröffentlicht am 31.05.2018

Roboter drehen durch

Robocalypse
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Was für eine Schreckensvision: Autos, Haushaltshelfer, Computer haben nur noch ein Ziel: Menschen zu töten. Ein ausser Kontrolle geratenes Forschungsobjekt will nichts Geringeres als die Welt zu beherrschen. ...

Was für eine Schreckensvision: Autos, Haushaltshelfer, Computer haben nur noch ein Ziel: Menschen zu töten. Ein ausser Kontrolle geratenes Forschungsobjekt will nichts Geringeres als die Welt zu beherrschen. Sein Name: Archos. Es geht dabei sehr clever vor, nutzt menschliche Gefühle aus, passt seine Roboter veränderten Bedingungen an und ermordet unzählige Menschen. Doch es regt sich Widerstand, der Superrechner macht Fehler. Er hat die Menschen unterschätzt. Wenige zuerst, dann immer mehr, sind bereit zu kämpfen. Sie zerstören ihre Städte, um die Robos kampunfähig zu machen. Aber werden sie auch zu noch größeren Opfern bereit sein, das Letzte geben und Archos besiegen können?

Durchgängig spannend , packend geschrieben und immer wieder die Geschichte bestimmter Personen aufgreifend, hat Daniel H. Wilson ein faszinierendes Buch geschrieben. Auch ohne Computer- oder Technikkenntnisse kann sich der Leser diese geschilderte Welt nur zu genau vorstellen, mit den Menschen mitfiebern.Und vor allem: hier gibt es viele Anregungen zum Nachdenken.

Nett die Idee mit den runden Ecken der Buchseiten. Mal was Anderes.

Ein toller Lesestoff.

Veröffentlicht am 31.05.2018

Die Wildrose nach der Teerose

Die Wildrose
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Die Fortsetzung der "Teerose" ist ein eigenständiger Roman, der alles enthält, was gute Unterhaltung ausmacht: eine große Liebe, Abenteuer, Gefahr, Schicksalsschläge, Kontraste, Helden...

Willa, durch ...

Die Fortsetzung der "Teerose" ist ein eigenständiger Roman, der alles enthält, was gute Unterhaltung ausmacht: eine große Liebe, Abenteuer, Gefahr, Schicksalsschläge, Kontraste, Helden...

Willa, durch einen Kletterunfall schwer verletzt, verlässt ihre große Liebe, macht sich einen Namen als Fotografin. Sie meidet keine Gefahr, arbeitet an den faszinierendsten Orten und begegnet schillernden Personen wie Lawrence von Arabien. Willa wird bewundert, geliebt und ist trotzdem unglücklich.

Neben Willa und Seamus begegnen uns mehr oder weniger liebenswürdige Menschen, werden einzelne Schicksale liebevoll erzählt und historische Hintergründe (u.a. der 1.Wetkrieg) geschickt integriert. Auch Spionage, Verrat und Intrigen fehlen nicht.

Auf rund 750 Taschenbuchseiten findet man spannende Lektüre für alle Gelegenheiten.

Veröffentlicht am 08.01.2021

Unendlich wir

Unendlich wir
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Bonny und Clyde sind ein faszinierendes Liebespaar der 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Sie hatten keine Chance. Auf ihrer Tour durch Amerika mordeten sie skrupellos, raubten, nahmen auf nichts Rücksicht ...

Bonny und Clyde sind ein faszinierendes Liebespaar der 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Sie hatten keine Chance. Auf ihrer Tour durch Amerika mordeten sie skrupellos, raubten, nahmen auf nichts Rücksicht und wurden erschossen, man zählte 130 Kugeln.
Bonnie Rae ist eine sehr erfolgreiche Sängerin, jung, schön. Und will sich, von allen bevormundet und ausgenutzt, von einer Brücke stürzen. Finn Clyde bringt sie davon ab und hat sie von nun an als zunächst äußerst störenden und ständig für Probleme sorgenden Passagier an Bord seines alten Chevy. Immer wieder fragt man sich, wieso gerade diese Beiden das Pech anzuziehen zu scheinen. Mit vielem, was Bonnie tut, ist Clyde nicht einverstanden. Seine Vorliebe für Mathematik und Zahlen haben ihm schon Schreckliches in der Vergangenheit beschert, jetzt möchte er eigentlich ein ruhiges Leben führen. Daraus wird aber nichts. Als vermeintlicher Entführer gesucht, von Mißgeschicken verfolgt ( manchmal frage ich mich, wie naiv Bonnie eigentlich ist), verliebt er sich auch folgerichtig in das Mädchen und sie sich in ihn. Kreditkarten werden gesperrt, Lösegeld wird verhandelt, Autos abgeschleppt, eine Attentat geplant....wie wird das enden?
Ab der Hälfte des Buches liest man eigentlich nur noch voller banger Erwartung, welche Katastrophe jetzt wohl noch kommt und hat anst vor dem Ende.
Den historischen Vorbildern folgend, hat Amy Harmon eine spannende Liebesgeschichte geschrieben. Manchmal ein wenig zu schwarz-weiß gemalt, aber immer so, dass man unbedingt immer noch eine Seite und noch eine lesen will, bis zum Schluss.