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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2018

****Mal wieder ein Quickie ;-) ****

Dünenzauber
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Evelyn Kühne Dünenzauber
Forever 2018

Fee erzählt von der Geschichte
Klara und Jessi treffen sich eines Abends in einer Inkneipe. Beide sind schon lange dicke Freundinnen. Aber nun möchte Jessi heiraten, ...

Evelyn Kühne Dünenzauber
Forever 2018

Fee erzählt von der Geschichte
Klara und Jessi treffen sich eines Abends in einer Inkneipe. Beide sind schon lange dicke Freundinnen. Aber nun möchte Jessi heiraten, ist schwanger und sie wollen nach Kanada, weil Erik dort einen neuen Job hat. Die Hochzeit soll innerhalb von wenigen Wochen an der Ostsee stattfinden. Stress pur für Klara und Jessi.

Fee´s Meinung

Selten hab ich Zeit und Lust ein Buch innerhalb eines Nachmittags auszulesen. Hier ist es mir gelungen. Der Schreibstil war flüssig, die Charaktere vorstellbar. Zwar gab es am Anfang des Buches eher ein paar langatmige Absätze, bis man im Bilde war, was so zwischen Klara und Jessi schon alles war.

Jedenfalls war das Buch spannend. Auch, dass Klara so eine „schlechte“ Journalistin ist und die Geschichte ihres Lebens einfach so sausen lässt. Es menschelt sehr in diesem Buch und es könnte sich tatsächlich so zugetragen haben. Aber genau das ist es, was mir an diesem Buch am allerbesten gefallen hat. Diese Geschichte – in der Geschichte – fand ich einfach toll!

Zu den Charakteren, Klara mochte ich. Allerdings dass sich ihr Ostseetrauma so schnell auflöst, ist irgendwie dann doch wieder unplausibel. (Ja, ich weiss, die Geschichte widerspricht sich, so wie ich mich auch) Jessi fand ich doch ein wenig gewöhnungsbedürftig, Schwangerschaft, Hochzeitsstress und Auswanderungsstress hin und her, aber sie war manchmal doof und sie möchte ich nicht als Freundin haben. Die Einwohner von Prerow haben mir besser gefallen. Ich fand sie gut skizziert und konnte sie mir vorstellen. Ein paar mal dachte ich, dass passt nicht zu den Charakteren, vor allem bei Jessi. Und dann noch Sex sells und viele Klischees.


Das mit der Hochzeit fand ich echt schade, dass sie ausfiel. Eine andere Lösung wäre mir lieber gewesen. Auch so, es ist eher ein offenes Ende, so dass es sicher noch ein weiteres Buch gibt. Und ich bin jetzt nicht der Fan für offene Enden. Aber ok, das Buch ist ja eher Richtung (seichter bzw. leichter) Liebesroman und in diesem Fall spielt das keine so große Rolle, denn das nächste Buch, wahrscheinlich mit Doppelhochzeit ist wahrscheinlich schon geplant.

Das Cover gefiel mir sehr gut. So eine leichte Urlaubslektüre, auch wenn das ganze eher im November, in der nicht so schönen Jahreszeit spielt.

Fees Fazit

Ein eher leichtes Sommervergnügen, das ziemlich vorhersehbar ist, teilweise etwas langatmig, dann wieder spannender. Ein Roman eher für Frauen. Dennoch, solide 4 Sterne. ;)

Veröffentlicht am 21.05.2018

Fee empfiehlt: In Brasilien gehts ohne Textilien

In Brasilien geht`s ohne Textilien
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Fees Schnellcheck
In Brasilien geht’s ohne Textilien
Ein Deutscher in Rio de Janeiro
Andreas Wunn
Heyne
8,99 Euro
255 Seiten

Fees Inhalt

Andreas Wunn wird als Auslandskorrespondent des ZDFs nach Brasilien ...

Fees Schnellcheck
In Brasilien geht’s ohne Textilien
Ein Deutscher in Rio de Janeiro
Andreas Wunn
Heyne
8,99 Euro
255 Seiten

Fees Inhalt

Andreas Wunn wird als Auslandskorrespondent des ZDFs nach Brasilien geschickt. Seine Reportagen sieht man des öfteren im Auslandsjournal. Er erlebt dort allerlei wundersame Sachen und erzählt davon in vielen kleinen Kapiteln, die man wie Kurzgeschichten zwischendurch lesen kann.

Fees Meinung

Der Autor erzählt witzig und humorvoll seine Erlebnisse in Brasilien. Vor allem jetzt, wo die Weltmeisterschaft in Brasilien stattfindet, ist das Buch besonders interessant. Ich hatte viel Spaß und sehr viel zum Staunen. Gut fand ich, dass die Leute alles viel relaxter sehen. Wenn die Schlange an der Kasse zu lange dauert, unterhalten sie sich und ärgern sich nicht. Undenkbar in Deutschland, aber eine gesunde Lebenseinstellung, wie ich finde. Man kann sich die Menschen, denen er dort begegnet sehr gut vorstellen. Manches sollte man aber nicht glauben, denn das klingt dann doch zu unwahrscheinlich, anderes ist wiederum erstaunlich und interessant. Das Buch hatte ich sehr schnell ausgelesen, so kurzweilig ist es geschrieben. Lustig fand ich auch seinen Versuch, oben ohne und nur mit Badehose bekleidet in den Supermarkt zu gehen. Als seine Freundin fragt, wo er bleibt, entschließt er sich, den Versuch abzubrechen. Absolut lustig und eben typisch deutsch.

Der einzige Kritikpunkt, der dem Buch 1 Stern Abzug bringt, ist, dass ich nicht so richtig laut lachen konnte, eher staunen.

Fees Fazit

Ein Buch das ich mit 4 Sternen empfehlen kann, da es sehr kurzweilig und gut zu lesen ist.

Veröffentlicht am 08.05.2018

****Abruptes Ende****

Eine Liebe in Apulien
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Fee erzählt von der Geschichte

Violas Großmutter ist gestorben. Sie reist mit ihren Eltern nach Italien. Dort erfährt sie, dass sie das Haus mit allem drum und dran geerbt hat und ein bisschen Geld, ...

Fee erzählt von der Geschichte

Violas Großmutter ist gestorben. Sie reist mit ihren Eltern nach Italien. Dort erfährt sie, dass sie das Haus mit allem drum und dran geerbt hat und ein bisschen Geld, um alles wieder Instand zu setzen. Eigentlich hat sie nichts zu verlieren, denn sie hat keinen Job und keinen Freund mehr. In Süditalien lernt sie einen tollen Mann kennen, der verschlossen und versprochen ist.

Fee meint zur Geschichte

Eine süße Liebesgeschichte, bei der man schön mitleiden kann. Man gewöhnt sich schnell an die Charaktere und der Schreibstil ist leicht und flockig. Dazu der Flair von Süditalien, einfach schön. Spannend macht es, dass sie verschiedene Probleme bekommt und die Verlobte von ihrem angebeten Mann sie hasst. Dazu ist sie verwirrt, wegen eines reichen Menschen, der ihr das Grundstück mit allem für einen horrenden Preis abkaufen möchte. Sie weiß nie, wie ihr in seiner Gegenwart geschieht und er kann ihr nichts böses tun, obwohl sie für seinen Ruin verantwortlich ist. Er will auch nicht seinen Sohn anerkennen.

Also es gibt jetzt kein so locker, flockiges Happy End und der Schluss ist doch etwas „grausam“. Es wird zwar einiges wieder gut, aber man hat den Eindruck, dass hier ein Kapitel fehlt. Mir zumindest fehlt es. Weil Laura kommt irgendwie nicht mehr persönlich zu Wort. So ein halbes Jahr später auf dem Gutshof, wo alle zusammen feiern, das fehlt irgendwie.
Und was hat Nico zum Sparbuch gesagt?

Ach ja, es wäre so schön, wenn da noch ein Kapitel dabei wäre. So ist die Geschichte einfach zu schnell aus und es bleibt vieles offen. Oder gibt es noch eine Fortsetzung? Wenn ja, dann wäre es ok, wenn nein, finde ich das echt total schade.

Und das Buchcover ist wirklich schön. So blaues Meer. Leider nicht so gaaaaaanz passend, weil der Gutshof ja ein Stück entfernt ist. Aber das mit dem Segeln passt dann schon.

Fees Fazit
Ein locker, lockig, leichter Roman, der an Dramatik gewinnt und dann einfach so zu Ende ist und die Leserin mit Fragen zurücklässt.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Klufti eingesperrt

Rauhnacht
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Fee erzählt vom Buch

Kluftinger ist in einem Hotel, mit seinem Widersacher Langhammer. Die beiden Ehepaare wollen ein entspanntes Wochenende samt Live Krimi erleben. Der Kommissar wurde eingeladen, da ...

Fee erzählt vom Buch

Kluftinger ist in einem Hotel, mit seinem Widersacher Langhammer. Die beiden Ehepaare wollen ein entspanntes Wochenende samt Live Krimi erleben. Der Kommissar wurde eingeladen, da er der Hotelmanagerin das Leben gerettet hatte. Leider stirbt einer der Hotelgäste und das Hotel ist von der Außenwelt abgeschnitten, so dass Kluftinger die Hilfe von Langhammer benötigt, da der Arzt ist.

Fee´s Meinung

Also das negative zuerst, Lokalkolorit findet man so ziemlich vergebens, da sich alles im Hotel abspielt könnte sich das Hotel auch auf Fehmarn befinden, wenn Fehmarn eingeschneit ist. Ich glaube, dass diese Krimis auch davon zehren, dass sie im schönen Allgäu spielen und es fehlt so richtig, diese Gegend. Im Hotel mit dem vielen Schnee ist davon leider so gar nichts zu spüren.

Dieser Kluftinger Krimi ist manchmal spannend, allerdings hat er auch seine „kleinen“ Längen. In diesem Buch wird auch die Antipathie Kluftingers gegen Langhammer greifbar, weil sie so dicht zusammen sind und noch aufeinander angewiesen sind, wegen des Mordes. Kommissar – Arzt. Kluftis Laune ist am Boden, ein Bruttler ohne seinesgleichen. Er wirkt hier streckenweise total unsympathisch und Langhammer trottelig. Manchmal ist es auch etwas witzig, aber manchmal ist es doch fast peinlich. Wäre das mein erster Kluftinger Krimi gewesen, ich hätte vielleicht keinen weiteren lesen wollen. Mit Milchgeld hadere ich ja heute noch. Ich hatte seitenweise Mitleid mit Kluftinger und hoffte für ihn, dass der Krimi schnell zu Ende ist, wobei, von Klufti-Krimis muss man eh immer schnell Abschied nehmen, denn der Schreibstil ist toll und die Charaktere perfekt in Szene gesetzt.

Manchmal hat mich die ganze Geschichte an Agatha Christie erinnert, wie Poirot ermittelt. Nur, dass bei ihr Poirot sehr charmant rüberkommt und der arme Klufti der unsympathische Trottel vom Dienst ist, wobei er den Fall ja – wie üblich?!! – gelöst hat. Und Langhammer ist der absolut blöde und dumme Assistent Watson. Na ja, vielleicht erinnert es dann doch mehr an Sir Arthur Conan Doyle. In gewisser Weise ist das ja beruhigend, dass Langhammer hier auch nicht so gut wegkam wie sonst.

Ich hatte den Eindruck, dass hier alles vermischt wurde, was die beiden Autoren je gelesen und im Fernsehen, z. B. beim Tatort gesehen haben. Und das war manchmal ein bisschen viel.

Zum witzigen kann man sagen, ein bisschen Satire ist auch dabei und manches war dann doch brüllerhaft komisch, wenn man mal das Mitleid für Klufti vergaß. Also wenn die beiden Autoren, diese Stellen dann auch noch vorlesen und nicht teilweise im Hörbuch rausschneiden, dann wäre das optimal. Ich hab das Hörbuch gehört und das Buch gelesen, weil ich ja Fan bin. Ersteres wurde dann einfach zum Krimi gestutzt, für alle, die zu viel Mitleid mit Klufti hatten und auch die Satire nicht immer verstehen, wie etwa beim Frühstücksbuffet. (Wobei, war jetzt das Frühstücksbuffet auch im Hörbuch?)

Die Schneemobilszenen waren dann doch noch ein erfreulicher Höhepunkt des ganzen.

Fees Fazit

Mir hat einfach Kluftis Mannschaft gefehlt und ich hoffe, dass er nie wieder ohne sie ermitteln muss und sich frei bewegen darf und kann. Denn das macht die Allgäu Krimis aus, dass sie in der schönen Gegend spielen. Bitte Klufti nie wieder einsperren!!!

Trotz allem, es ist ein markanter Klufti Krimi, wahrscheinlich nicht der Beste, aber sicher auch nicht der schlechteste und man sollte ihn lesen, auch wenn man kein Fan der Serie ist. Man muss ja nicht mit diesem Klufti in die Serie starten. Auch wenn jeder Fall in einem Buch abgeschlossen ist. Manches ist durchaus witzig und die Charaktere kann man sich bildlich vorstellen und der Krimi war wieder schnell ausgelesen.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Wie geht's mit Vicki weiter?

So unselig schön (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 3)
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Fee erzählt die Story

Vicki, eine junge Frau, die in einem Reisebüro ihre Ausbildung macht und nicht gerade vom Leben verwöhnt wird, zumal alle sterben die sie liebt, macht eine ungewöhnliche Entdeckung. ...

Fee erzählt die Story

Vicki, eine junge Frau, die in einem Reisebüro ihre Ausbildung macht und nicht gerade vom Leben verwöhnt wird, zumal alle sterben die sie liebt, macht eine ungewöhnliche Entdeckung. In einer verfallenen Brauerei entdeckt sie bei ihrem Lieblingshobby, dem Fotografieren, eine Leiche. Kommissar Dühnfort und seine Kollegen müssen schnell sein, um weitere Leichen zu vermeiden. Vicki, die auf den Bildern etwas entdeckt, das bei ihrem ersten Besuch an diesem Ort da war und nachher verschwunden ist, ermittelt auf eigene Faust. Da sie Spenden für ein paar Kinder aus dem Kinderheim sammelt, in dem sie aufgewachsen ist, trifft es sich gut, dass sie Jobst Wernegg, den größten Teil seines Erbes für soziale Zwecke einsetzt. Sie verliebt sich in Jobst.

Fees Meinung

Der Krimi ist so gut, dass ich gerne noch weitere Bücher von der Autorin lesen möchte. Aber irgendwie hatte ich mal wieder den Eindruck, so auf Seite 356 oder so, dass ich das Buch schon mal gelesen habe. Es lohnt sich also Buchberichte zu schreiben, weil sich so Doppeltauschaktionen in Zukunft hoffentlich ausschließen. Vor allem das Titelbild hab ich schon mal gesehen. Sogar meinem Mann fiel das auf.

Man kann sich gut in die meisten Charaktere einfühlen. Viele werden einem sympathisch. Den Mörder mochte ich trotzdem nie, die Autorin schaffte es, ihn immer fremd erscheinen zu lassen und ich fand ihn seltsam. Einige der anderen potenziellen „Vielleicht-Mörder“ hätte ich es eh nicht zugetraut, daher ahnte ich schon ziemlich lange, wer der Mörder ist und fand es doof, dass die Kollegin von Dühnfort auf den Falschen abfährt. Mich hat es in der Spannung eher irritiert und ich fand es nicht so prickelnd. Für mich hätte das Buch spannender sein sollen. Mehrfach versucht die Autorin einen auf die falsche Fährte zu locken. Den einen Vielleicht-Mörder fand ich aber irgendwie zu ehrlich und es wäre auch viel zu einfach gewesen.

Dass der Kommissar Dühnfort heißt und auch noch Tino genannt wird, hat mich am Anfang dermaßen irritiert, vor allem die Namen wollen mir einfach nicht – für einen Regionalkrimi, der in München spielt – gefallen.
Natürlich gibt’s auch eine erotische Komponente in dem Krimi, ohne scheint es schon gar nicht mehr zu gehen. Allerdings ist das erotische eher im Hintergrund, aber die Verwicklungen, welche Frau nun eigentlich „die Frau“ für Dühnfort ist, ist ein weiterer Geschichtenstrang. Ob interessant oder nicht, für eine „Serie“ mit mehreren Buchteilen ist klar, dass so etwas dabei sein „muss“. Dafür fand ich die anderen „Kollegen“ des Kommissars ziemlich blass und eher „Figuren am Rande“.

Die Hauptpersonen sind für mich: Vicki und ihre Kolleginnen im Reisebüro und dazu noch Dühnfort und seine Kollegin Gina. Die „Vielleicht-Mörder“ wurden zu wenig skizziert, als dass man sie hätte richtig ernst nehmen können. Zumindest mir ging das so. Das Blöde am ganzen ist nur, Vicki und ihre Reisebürokolleginnen werden wohl in keinem weiteren Band dabei sein. Vor allem war man ganz oft mit Vicki zusammen, so dass der Kommissar ohne seine „beiden“ Frauen Gina und Agnes sehr „blass“ ausgesehen hätte.
Das doofe ist eigentlich, dass man nun gerne eine Fortsetzung hätte, wo Vicki doch nun endlich ihren Vater gefunden hat, was man ihr von Herzen gönnt. Ich möchte so gerne wissen, wie es weitergeht. Was mir noch gefallen hat, dass das Buch nicht zu Ende war, als man den Mörder gefunden hat. Es ging noch ein bisschen weiter. Das war irgendwie schön, dass man noch ein Weilchen mit Vicki zusammen war und bemerkte, dass sie ihr Leben trotzdem auf die Reihe bekommt. Dühnforts Leben geht auch weiter, wie und mit wem, da kann man sich nur überraschen lassen.

Fees Fazit

Die Sternevergabe fällt mir unendlich schwer. Auf der einen Seite würde ich am liebsten alle Sterne geben, auf der anderen Seite habe ich natürlich wieder Kritikpunkte gefunden, die zu gravierend sind, als dass ich ohne einen Abzug auskommen würde. Also ich kann sagen: Knappe 4 Sterne und eine EINDEUTIGE Leseempfehlung