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Veröffentlicht am 18.06.2018

schön gestaltetes Buch, leider unaufregender als erwartet

Morle schnurrt
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Mich hatte das Titelbild dieses Buches sehr angesprochen, und ich war sehr neugierig auf die im Buch enthaltenen „20 Anleitungen für Näh-, Filz- und Holzprojekte sowie schmackhafte Katzenleckerlies“.

Die ...

Mich hatte das Titelbild dieses Buches sehr angesprochen, und ich war sehr neugierig auf die im Buch enthaltenen „20 Anleitungen für Näh-, Filz- und Holzprojekte sowie schmackhafte Katzenleckerlies“.

Die Autorin war mir gänzlich unbekannt; im dem Buch lese ich ihre Angaben: dass sie als Fräulein Otten bekannt ist, einen blog betreibt, freischaffende Modedesignerin sowie Dozentin für angewandte Kunst ist – dazu ein Foto von ihr, auf dem ich ihr Alter auf ungefähr 20 Jahre einschätzen würde. Woww, was für eine Powerfrau, denke ich und mache mich neugierig auf die Suche nach ihr. Offensichtlich betreibt sie zudem nicht nur ihren blog „Fräulein Otten“, sondern auch einen gleichnamigen Dawanda Shop auf den sie verweist, u.a. mit dem Hinweis zu den Modellen in „Morle schnurrt“ „wer nicht selber nähen möchte, kann die Modelle in meinem Dawanda Shop kaufen.“ In ihrem zweiten Dawanda shop „FräuleinOtten-Stoffe“ finden sich Stoffe, Schnittmuster und ihr Buch.
Auf die Idee, Wohnaccessories für Katzen zu entwickeln, brachte sie nach ihren Angaben eine Kundin, die sich spezielle Kissen für ihre Katzen anfertigen ließ. Und so entstanden mit anderen Katzenfreunden und einem Nachbarn die im Buch vorgestelltenvorgestellten Projekte.

Das Buch ist aufgeteilt in Kapitel, die jeweils Projekte zum Nähen, Filzen, aus Holz, Upcycling von Flohmarktfunden und Rezepte für Katzenleckereien enthalten; am Ende des Buches befinden sich links für den download der Schnittmuster, Schablonen und Stichvorlagen von der Verlagsseite. Beispielsweise werden mehrere, verschiedene Kissen für die Katze und auch für ihren Menschen genäht, Anleitungen zum Filzen gibt es für die tolle Filzhöhle auf dem Cover, für eine Maus und eine Filzkugel, und aus einem dünnen Baumstamm wird ein Kratzbaum aus Holzplatten ein Katzenklo, Würfelmodule und ein Kratzbrett gebaut. Zwischendurch gibt es ganz viele, sehr niedliche Katzenfotos und Sprechblasen mit dem Titel „Das sagt die Expertin“, eine Tierpflegerin, die ihre Erfahrungen und Tipps teilt.
Das Buch ist aufwendig gestaltet, die Projekte könnten etwas abwechslungsreicher sein, z.B. werden fünf verschiedene Kissen genäht, mal rund, mal eckig, mal in der Mitte nicht ganz so stark gepolstert und ein anderes Mal etwas bestickt und für den Zweibeiner – fünf Kissen bei insgesamt 20 Projekten finde ich schon recht viel. Auch die Filzanleitungen, beispielsweise für eine Kugel oder die gefilzte Maus kennt jeder Filzanfänger und, genaugenommen bedürfen sie gar keiner Anleitung – das sind die typischen Erstprojekte, wenn man mit Kindern zu filzen beginnt.
Mich läßt das Buch ein wenig irritiert zurück, denn ich hatte schon Aufregenderes erwartet, muss ich gestehen. So ganz glücklich werde ich mit diesem Buch nicht; wirklich Neues war für mich leider nicht dabei und frage mich schon, ob da eine andere Altersklasse, eher Jugendliche, angesprochen werden sollten. Ich bin sicher, die Autorin und ihre beteiligten Mitentwickler haben jede Menge Herzblut in dieses Projekt einfließen lassen und ich bin beeindruckt darüber, wieviele verschiedene Tätigkeiten die Autorin zu bewältigen vermag. Die recht aufwendige und liebevolle Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut und gibt letztendlich den Ausschlag, es doch noch mit 4 Sternen zu bewerten.

Veröffentlicht am 18.06.2018

leicht verständlich und gut erklärt

Heilkraft aus dem Honig
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Astrid Kramer-Wahrenberg , Journalistin für Bio-Themen, schreibt unter anderem für „Schrot&Korn und Öko-Test. Ihr Ehemann betreibt eine Bio-Imkerei, in der sie manchmal mithilft.

So beschreibt sie in ...

Astrid Kramer-Wahrenberg , Journalistin für Bio-Themen, schreibt unter anderem für „Schrot&Korn und Öko-Test. Ihr Ehemann betreibt eine Bio-Imkerei, in der sie manchmal mithilft.

So beschreibt sie in ihrem Buch „Heilkraft aus dem Honig“ von altbekannten Kenntnissen in der Heilung mit Honig und ein wenig über die Geschichte der Imkerei. Sie geht auf die heutige Gefährdung der Bienen durch Umweltgifte ein und widmet sich ausführlich der Auseinandersetzung mit Manukahonig. Die Ausführungen zu Fälschungen und Streckungen mit Sirup und auch die Möglichkeiten der Überprüfung und Qualitätsunterschieden beleuchtet sie genauso, wie Anbaubedingungen von Manuka samt Zwillingspflanze und, was ich ganz besonders interessant fand, die Entwicklung in der Selbstvermarktung durch die Maori.

Dem schließt sich ein Rezeptteil an, hauptsächlich mit kulinarischen Rezepten, wie beispielsweiseMango-Chia-Pudding, Griechischer Joghurt, Milchreis mit Honig und Zimt, Obstsalat mit Honig-Sahne, Gewürzmilch mit Honig, Ingwertee mit Honig oder Honig-Nuss-Aufstrich; und zu guter letzt folgen noch einzelne Rezepte für „bewährte Hausmittel und Honig-Kosmetik zum Selbsrmachen“, wie beispielsweise warme Milch mit Honig, schwarzer Rettich mit Honig, Zwiebelsud mit Honig, Rückenmassage mit wasserverdünntem Honig, dünn auf die Lippen aufgetragener Honig oder Honig-Duschgel, bei dem man gekaufte Bio-Handseife mit 2 EL flüssigem Honig und 4 EL Mandel- sowie Tropfen ätherischen Öls vermischt.
Ich muß gestehen, die Rezepte fand ich nun nicht so wirklich neu und aufregend.

Die Ausführungen zur Imkerei und Bienennöten sowie zum Honig waren als Einführung für Laien sehr verständlich geschrieben, die zum Manuka-Honig auch für die Leser, die bereits über Grundlagenwissen verfügen, sehr interessant dargestellt.

Veröffentlicht am 18.06.2018

ganz nett, aber nicht gänzlich packend

Der alte Mann und sein inneres Kind
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Der Psychotherapeut Uwe Böschemeyer erzählt in „Der alte Mann und sein inneres Kind“ vom siebzigjährigen Henry, der auf sein Leben zurückblickt.

Man erfährt unter anderem von seiner an Krebs verstorbenen ...

Der Psychotherapeut Uwe Böschemeyer erzählt in „Der alte Mann und sein inneres Kind“ vom siebzigjährigen Henry, der auf sein Leben zurückblickt.

Man erfährt unter anderem von seiner an Krebs verstorbenen Ehefrau, seinem zwanzigjährigen Leben als Witwer und alleinerziehender Vater, von seinen Söhnen, Enkeln, von einigen Träumen und Wünschen und, inwieweit sie sich erfüllt haben.

Dieses kleine Buch zeigt auf, wie Hentry sein Leben reflektiert und, wie man es als Leser ihm nachmachen könnte. Ich muß gestehen, dass mich das Buch nicht vollends packen konnte; es war ganz nett zu lesen, wirkt aber nicht wirklich nach; aber das wird bei jedem Leser wohl anders ausfallen....

Veröffentlicht am 12.06.2018

anthroposophische Sicht der Sphären, ergänzt durch persönliche Erlebnisse und Ratschläge zur Kontaktaufnahme samt Verabschiedung

Brücken zwischen Leben und Tod
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Iris Paximo, unter anderem Psychologin und Begleiterin von Sterbenden und deren Angehörigen
beschreibt in diesem Buch die Etappen der Seelenwelt nach Rudolf Steiner, ergänzt durch persönliche Erlebnisse ...

Iris Paximo, unter anderem Psychologin und Begleiterin von Sterbenden und deren Angehörigen
beschreibt in diesem Buch die Etappen der Seelenwelt nach Rudolf Steiner, ergänzt durch persönliche Erlebnisse und Gespräche mit Verstorbenen und deren Angehörigen.

Ich muß gestehen, dass der Inhalt dieses Buches anders war als erwartet; mir war die Autorin gänzlich unbekannt. Der Untertitel „Begengnungen mit Verstorbenen“ hatte für mich einen direkten Bezug zu „Interviews mit Sterbenden“ von Elisabeth Kübler-Ross oder „Gespräche mit Sterbenden“ von anderen Autoren. Eingestellt hatte ich mich auf Berichte, die im Besonderen auf die Tage nach Feststellung des klinischen Todes eingehen. Gerade diese Auseinandersetzung mit dem gegenseitigen Abschiednehmen, dem Spüren der Hinterbliebenen, dass der Verstorbene noch in ihrer Nähe weilt, fand ich sehr ansprechend und so habe ich auch aus dieser Zeit viele konkrete Fallbeispiele erwartet.
Mir war vor dem Lesen dieses Buches nicht bewußt, dass Iris Paxino Rudolf Steiners Etappen der Seelenwelt erläutert und jeweils genau passend dazu eigene Erlebnisse mit Verstorbenen beschreibt, von Verstorbenen, die sie durch ihre Arbeit im Krankenhaus kannte und die ihr erschienen, um Bitten an sie zu tragen, die ihren Abschied erst ermöglichten oder unbekannte Verstorbene, zu denen sie Kontakt durch Meditation aufnahm. Die Autorin beschreibt in diesem Zusammenhang von Wesenheiten luziferscher Natur, die versuchten, sie zu täuschen, von ihr aber entlarvt wurden.
Viele der Beschreibungen der einzelnen Stufen oder Seelenszustände, auch im Rahmen der Karnation und Inkarnation, in der die Erlösungsarbeit als Phase der Lebensaufbereitung oder auch der körperlosen Zustände „im Himmel“ erinnerten mich sehr an dem Verharren an alte Darstellungen in der Kirche, besonders auch die Darstellung derer, die dem Erzengel Raphael folgten...
Werke Steiners habe ich bislang noch nicht gelesen, aber seine Lehre hier nun deutlich kennenlernen dürfen. Die eigenen Erlebnisse fand ich zu Beginn des Buches interessant, aber je weiter fortgeschritten die einzelnen, beschriebenen Stufen waren, umso weiter entfernte sich alles von dem, was ich erwartet habe und umso klischeehafter empfand ich das Vorgetragene. Mich läßt das Buch ein wenig irritiert zurück, hat mir aber einige interessante Aspekte und Denkanstöße aufgezeigt.

Sicherlich werden Anhänger der Lehre Steiners dieses Buch sehr schätzen und ich denke, man sollte beim Lesen auch über entsprechendes Grundlagenwissen und -vokabular verfügen um das Buch bestmöglich begreifen und nutzen zu können.

Veröffentlicht am 12.06.2018

überwiegend interessant

Wir lieben Vintage
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Marianne von Waldenfels und Jennifer Dixon sind die Autorinnen des Buches „Wir lieben Vintage“, das in Callwey Verlag erschienen ist. Als Herausgeberinnen werden im Buch die Gründerinnen der Vintage-Plattform ...

Marianne von Waldenfels und Jennifer Dixon sind die Autorinnen des Buches „Wir lieben Vintage“, das in Callwey Verlag erschienen ist. Als Herausgeberinnen werden im Buch die Gründerinnen der Vintage-Plattform „Catchy“ angegeben, die im Buch Verkaufstipps präsentieren und immer wieder auf ihre Verkaufsplattform hinweisen.

Zu Beginn des Buches wird Grundlagen-Vintagewissen vermittelt, wobei immer wieder in kleinen Ecken die Informationen des Textes zusammengefaßt werden. So erfährt man beispielsweise den Unterschied zwischen vintage ( ca. 1920-80er) und second hand ( bis 15 Jahre alt)

Das Buch gliedert sich in zwei Teile, im ersten werden nach Jahrzehnten eingeteilt, beginnend mit den 20er Jahren, Modeschöpfer und Stilvorbilder beschrieben. Man erfährt in kurzen und knappen, aber ausssagefähigen Darstellungen Wissenswertes über beispielsweise Coco Chanel, Nina Ricci, Christian Dior, Yves Saint Lorent und etliche andere, auch, mir zum Teil vorher nicht bekannte Modeschöpfer, die Interessierteren aber wahrscheinlich sehr wohl bekannt sein werden. Für mich war es besonders interessant, die jeweiligen Kreationen im zeitlichen Zusammenhang zu sehen, beispielsweise Modelle von Dior aus den 50er Jahren, die mit viel Luxus nach der reduzierten Mode der Kriegsjahre aufwarteten und die Wespentaille, die nach den „Hungerjahren“ wohl weit verbreitet war, in den Vordergrund zu stellen. Ebenfalls die zeitliche Zuordnung der damaligen Stilikonen wie unter anderem Greta Garbo, Joan Crawford oder Audrey Hepburn haben diesen gewonnenen Eindruck wunderbar abgerundet. Diese Darstellungen reichen bis zu den 90er Jahren, die kurz als „Vintage für Tomorrow“ angerissen werden.
Hieran schließt sich ein Kapitel an, in dem 10 Vintage-Stücke vorgestellt werden, die man auch als Kapitalanlage sehen könnte, beispielsweise die Birkin Bag und die Kelly Bag von Hermès, ein Wickelkleid von Diane von Fürstenberg, Rockstocks von Valentinooder die Speedy 25 von Louis Vuitton. Zu jedem dieser erlesenen Stücke finden sich kurze Beschreibungen, zu den einzelnen Marken kurze Beschreibungen mit Hinweisen zu echten oder gefälschten Stücken, manchmal „30 Sekunden“-Infos zum Modedesigner oder Angaben zur Wertsteigerung sowie weitere Fotos, die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Kleidungsstücken aufzeigen.

Im zweiten Buchteil kommen dann „Vintage-Profis“ zu Wort: Designer, Blogger und Influencer, Plattform und Geschäftsbetreiberinnen erzählen in einem Interview über ihren Stil und ihre Kaufempfehlung.
Dem schließt sich, mal wieder, aber diesesmal ausführlicher, eine Darstellung der Plattform „Catchys“ an, deren Betreiber und Herausgeberinnen dieses Buches stellen ihr „Geschäft“ genauer vor , geben Tipps zum Kleiderschrankausmisten, Das sie „Wardrobe-Detox“ nennen, beispielsweise Kleidungsstücke, die defekt oder verschlissen sind auszusortieren und Fehlkäufe berühmter Labels zu verkaufen. Dazu erhält der Interessierte auch Tipps wie: aussagekräftige Fotos verwenden, unbedingt selbstgemacht, da Fotodiebstahl rechtliche Folgen haben kann. Mängel sollte man unbedingt erwähnen. Die Tipps sind nicht wirklich neu für mich, schade. Dann werden Seiten und Shops vorgestellt, deren feilgebotene Vintagemode auf Echtheit überprüft wurde und es findet sich eine farblich gestaltete Tabelle mit den sieben (!) wichtigsten Plattformen im Überblick: „momox“, „Kleiderkreisel“, selbstverständlich auch „Catchys“ und noch vier andere. Auch diese Aufstellung finde ich, ehrlich gesagt, ein wenig dürftig. Auf einer Seite gibt es Tipps, wie man seine Handtasche pflegt und dann folgt eine fünfseitige Adressenliste zu Shops und Flohmärkten.

Das Buch läßt mich etwas zwiegespalten zurück: den ersten Teil fand ich großartig und den zweiten leider eher bescheiden. Die Tipps zum Onlineverkauf sind keinesfalls neu, genauso wie die Tipps für den Kauf bei momox. Zudem muß ich gestehen, dass ich eine Modeberatung von Bloggern und Influencern nicht nutze und auch deren Stil oder den von Stars und Sternchen nicht imitieren will.Ich habe da schon meinen eigenen Geschmack und Stil und ich würde auch keine Handtasche als Kapitalanlage kaufen wollen, sondern das, was mir gefällt. Der Fashion-Report, also ungefähr das letzte Drittel des Buches waren für mich nicht wirklich interessant, aber, wenn Sie beispielsweise schon immer wissen wollten, welches liebste Vintage-Stück „Streetstyle Ikone Veronika Heilbrunner“ hat, welche Vintage-Labels sie bevorzugt, wovon sie sich niemals trennen würde oder in welchem Laden sie am liebsten einkauft, kommen sie voll auf Ihre Kosten.

Das Buch wurde aufwendig gestaltet; viele Fotos und farbige Hintergründe geben ihm ein sehr hochwertiges Erscheinungsbild. Bis auf die persönlichen Geschichten bzw. Interviews einzelner, selbstberufener Moderatgeber fand ich das Buch sehr interessant.