Cover-Bild Mareks Liste
12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Leda-Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 02.2018
  • ISBN: 9783864122101
Christoph Ernst

Mareks Liste

Wenn du da bist, geh ran, Mensch! Sieht aus, als koche die Sache von damals wieder hoch. Kürzlich ist ein junger Kollege über Bilder von Marek gestolpert. Gestern Nacht hat man ihn überfahren. Vor der Haustür. Keine Zeugen. Heute früh höre ich, dass seine zwei Informanten auch tot sind. Ein Infarkt, ein Suizid in der Badewanne. Wie damals bei Barschel. Das riecht nach Profis …«

Theo lebt in Ontario. An einem idyllischen Morgen beschwört die kryptische Warnung eines Freundes die tödlichen Dramen wieder herauf, die vor 25 Jahren zu Theos Ausstieg aus dem Berliner Polizeidienst geführt haben.
Die darf Theo nun seiner nichtsahnenden Tochter beichten. Parallel muss er herausfinden­, wer ihn da vernichten will. Der Freund kennt die Antwort.
Theo soll ihn in Havanna treffen. Im Hotel Nacional de Cuba offenbart er ihm die Intrige hinter der Intrige. Während draußen ein tropischer Sturm tobt, bitten die Dämonen der Vergangenheit Theo zum Tanz.

Mareks Liste ist eine Mischung aus Thriller, Politkrimi und Hommage an den Film noir, virtuos­ erzählt auf mehreren Zeitebenen, die den Leser in die Ära entführen, als der Osten noch wild war und Berlin kein sanftes Pflaster.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2018

Interessanter Thriller

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Theo Wolf führt ein zurückgezogenes Leben, doch es war nicht immer so. Er war vor 25 Jahren Ermittler bei der Polizei in Berlin. Die Ereignisse von damals haben ihn dazu veranlasst, seinen Beruf aufzugeben. ...

Theo Wolf führt ein zurückgezogenes Leben, doch es war nicht immer so. Er war vor 25 Jahren Ermittler bei der Polizei in Berlin. Die Ereignisse von damals haben ihn dazu veranlasst, seinen Beruf aufzugeben. Aber dann erhält er einen dramatischen Anruf, und die Ereignisse von damals stehen ihm wieder lebendig vor Augen. Erneut beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Christoph Ernst schickt seine Leser auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei lässt er seinen Ermittler Theo seine Geschichte zum Teil selbst erzählen. Aus den Erinnerungen heraus entsteht ein spannendes Suchspiel. Manchmal aber auch stellt Theo nur Vermutungen an, wie es wohl gewesen sein könnte, und reimt sich die Ereignisse so zusammen, wie er es für richtig hält. Dabei hat der Autor die Szenen gut durchdacht. Ich hatte nie das Gefühl, in die Irre geführt zu werden. Auch wenn ich vielleicht nicht gleich dahinter gestiegen bin, worum es hier eigentlich geht, hat es mir gefallen, Theo zuzuhören. Die einzelnen Charaktere hat Ernst vielschichtig gestaltet und sind nicht immer leicht zu durchschauen.

Zudem hat der Autor geschickt einige politische Details der 90iger Jahre einfließen lassen. Auch taucht immer wieder das Gefühl auf, einiges von dem eben gelesenen schon mal gelesen zu haben. Der Gedanke, ja so könnte es damals gewesen sein, blitzt immer mal mit auf, ist aber auch genauso schnell wieder verfolgen, weil einem die Handlung einfach keine Zeit zum Luftholen lässt. Auch die Brücke zur Gegenwart hat Herr Ernst glaubwürdig vollzogen und steigert mit diesen Szenen noch mal die Spannung.

Mir hat „Mareks Liste“ gut gefallen. Es hat sich nicht nur flüssig lesen lassen, sondern war spannend und unterhaltsam. Durchaus ein Buch mit Suchtfaktor.