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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2018

Wer ist schon Sherlock Holmes?

Arrowood - In den Gassen von London
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William Arrowood und sein Assistent Norman Barnett haben es als Privatdetektive in London nicht leicht, denn sie stehen in Konkurrenz zu keinem anderen als dem berühmten Sherlock Holmes, der durch die ...

William Arrowood und sein Assistent Norman Barnett haben es als Privatdetektive in London nicht leicht, denn sie stehen in Konkurrenz zu keinem anderen als dem berühmten Sherlock Holmes, der durch die Berichte von John Watson in aller Munde ist. Doch Arrowoods Methode ist eine andere und er beklagt sich ein ums andere Mal, dass Watson ja nur über erfolgreich abgeschlossene Fälle berichtet. Mick Finlay arbeitet hier ganz gekonnt weitere "Seitenhiebe" ein, so heißt einer der Ermittler bei Scotland Yard Coyle.
Der Fall, den Arrowood und Barnett übernommen haben, ist komplizierter als gedacht. Eigentlich sollen sie nur für eine junge Französin ihren verschwundenen Bruder auffinden. Doch Thierry ist unauffindbar und auf der Suche geraten die beiden Detektive so manches Mal in Gefahr. Und der Fall ist viel komplexer als zuerst gedacht.
Mick Finlay hat mich mit diesem intelligenten Krimi vollends überzeugen können. Eine gute Geschichte mit vielen Seitenhieben, interessante Ermittler und eine gute Darstellung von London im ausgehenden 19. Jahrhundert.

Veröffentlicht am 30.07.2018

Spannend

Aura 2: Aura – Der Verrat
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Eine absolut geniale Fortsetzung
Schon der erste Band von Aura hat mir gut gefallen, doch das konnte hier noch gesteigert werden. Clara Benedict ist es gelungen, eine sehr abwechslungsreiche und vor allem ...

Eine absolut geniale Fortsetzung
Schon der erste Band von Aura hat mir gut gefallen, doch das konnte hier noch gesteigert werden. Clara Benedict ist es gelungen, eine sehr abwechslungsreiche und vor allem überraschende Fortsetzung zu verfassen. Alles, was der Leser sich eventuell gedacht haben kann, trifft nicht ein, denn Hannah hat überlebt, aber nur knapp und ist weiterhin in Gefahr. Sie muss unter falscher Identität als Gwen in der "Akademie" lernen, darf aber nicht zeigen, was sie wirklich kann. Sie hat ihr gewohntes Umfeld hinter sich gelassen und ist ganz auf sich allein gestellt. Doch zum Glück findet sie doch Freunde, die ihr beistehen, aber vor allem macht sie sich neue Feinde.
Den Abschlussband erwarte ich schon jetzt mit großer Spannung.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Süßes Buch - in vielerlei Hinsicht

Sprichst du Schokolade?
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Josies Platz in der Schule ist bisher frei geblieben, doch dann kommt eine neue Schülerin in ihre Klasse. Nadima. Allerdings spricht sie kaum ein Wort Englisch und wer weiß, welche Sprache sie denn spricht. ...

Josies Platz in der Schule ist bisher frei geblieben, doch dann kommt eine neue Schülerin in ihre Klasse. Nadima. Allerdings spricht sie kaum ein Wort Englisch und wer weiß, welche Sprache sie denn spricht. Aber Josie spricht die internationale Sprache der Süßigkeiten und fängt ein Gespräch mit Schokolade an. Dafür erhält sie im Gegenzug Nougat und so entwickelt sich auf höchst originellem, ungewöhnlichem Weg eine Freundschaft. Denn Josie ist sich sicher, dass sie und Nadima Freundinnen werden. So nach und nach erfährt Josie mehr über die Familiengeschichte von Nadima und mit ihr der Leser.
Die Geschichte eines Flüchtlingsmädchens aus Syrien, verpackt in eine sehr warmherzige Geschichte. Josie ist sehr impulsiv, Nadima eher zurückhaltend und leise. Doch auch Josie hat Probleme.
Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Integration und Wertschätzung.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Die Geschichte des wichtigsten deutschen Hospitals

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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Die Geschichte der Medizin hat sich im 19. Jahrhundert im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung rasant entwickelt und somit war ich gespannt auf diesen historischen Roman, der das wohl berühmteste ...

Die Geschichte der Medizin hat sich im 19. Jahrhundert im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung rasant entwickelt und somit war ich gespannt auf diesen historischen Roman, der das wohl berühmteste Hospital Deutschlands jener Zeit zum Thema hat.
Der Schreibstil von Ulrike Schweikert gefällt mir auch in ihrem neuesten Werk sehr. Es gelingt ihr eine gute Mischung aus Unterhaltung und historischen Hintergründen. Die Geschichte ist abwechslungsreich und eignet sich ausgezeichnet dazu, in ihr zu "versinken" und die Welt um sich herum zu vergessen.
Sowohl die Perspektive von Elisabeth, einer Wärterin, als auch die von Dr. Dieffenbach fand ich gelungen. Auf diese Weise erhält der Leser einen Einblick in unterschiedliche Bereiche der Medizin und auch in unterschiedliche soziale Schichten. Spannend fand ich auch die Erzählung zu den Operationen und Behandlungsmethoden.

Veröffentlicht am 25.06.2018

Brisante Schriften

Die Bücherjäger
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Poggio Bracciolini ist ein sogenannter Bücherjäger. Ein Vertrauter und Freund einer der drei Päpste, nämlich Papst Johannes XXIII. Die Geschichte spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils im Jahre 1417. Eine ...

Poggio Bracciolini ist ein sogenannter Bücherjäger. Ein Vertrauter und Freund einer der drei Päpste, nämlich Papst Johannes XXIII. Die Geschichte spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils im Jahre 1417. Eine spannende Zeit, das ausgehende Mittelalter und der Aufbruch in die Frühe Neuzeit.
Poggio ist auf dem Weg zu einem Kloster, in dem sich wertvolle antike Handschriften befinden könnten, auf die er „Jagd“ macht bevor alle Texte mit religiösen oder biblischen Texten überschrieben werden. Doch was er dann entdeckt, ist etwas viel Größeres. Aber nicht nur er hat Interesse an diesen Schriften und so muss er sich vor Verfolgern in Acht nehmen und befindet sich seinerseits auf der Jagd nach Schriften. Was den Inhalt der Schriften angeht, so möchte ich hier nicht darauf eingehen.
Dirk Husemann ist Wissenschaftsjournalist und verfasst neben Sachtexten auch historische Romane. Man merkt, dass er sich gut in der Materie auskennt und im Nachwort geht er darauf ein, wo er weshalb von den historischen Begebenheiten abgewichen ist. Die Geschichte des Romans bleibt bis zur letzten Seite spannend. Die Personen werden differenziert dargestellt und haben alle so ihre Stärken und Schwächen. Besonders Poggio wächst einem jedoch mehr und mehr ans Herz, weil er immer wieder beweist, dass er ein treuer Freund ist mit hohen Idealen und sich selbst nie in den Mittelpunkt rückt. Durch die Zwischenkapitel („Stundenglas“) erfährt der Leser immer wieder mehr aus seiner Vergangenheit und wie er zu dem wurde, der er ist.
Dies war mein erster Roman von Dirk Husemann, jedoch sicherlich nicht der letzte, denn der Schreibstil und die gut recherchierten Hintergründe haben mir sehr gefallen.

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